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Beobachtungen und Aktivitäten

1. September 2022
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Beobachtungen im August 2022

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Die Anwesenheit sowohl von 3 ad. Höckerschwänen als auch der Familie mit 4 Juv. an der Saale bei Walsburg und Ziegenrück konnte auch in diesem Monat von P. Neupert bestätigt werden. Derselbe Beobachter sah zudem am 12.8. 1 Höckerschwan auf der Talsperre Lössau. Bestätigt wurde auch wieder der Höckerschwan auf dem Vorstau Lemnitzhammer (M. Ostermann). Zwei unbestimmte graue Gänse sah I. Hermann am 3.8. über Wurzbach Richtung NW fliegen. Eine Graugans überflog am 6.8. rufend die Sperrmauer der Bleilochtalsperre. Zwei Rostgänse wurden am 20.8. an der Bleilochtalsperre bei Saalburg gesehen. Weitere Bruten der Stockente fand M. Schulze bei Liebengrün am 2.8. mit 5 Juv. am Großen Teich und mit 6 Juv. am Hessenteich. Eine erste größere Ansammlung von Stockenten sah R. Walther am 19.8. mit 45 Ind. auf dem Speicher Zoppoten. I. Hermann meldete am 26.8. 35 Ind. vom Speicher Oberlemnitz. K. u. M. Horn sahen am 7.8. am Saalewehr Pappenfabrik Ziegenrück 0,1 Reiherente mit 3 Pulli, die P. Neupert in der Folge mehrfach bestätigen konnte. Eine weitere Brut mit 4 Juv. fand P. Neupert am 9.8. in Ziegenrück. Derselbe Beobachter stellte an diesem Tag zudem 2 juv. Reiherenten auf dem oberen Dorfteich in Crispendorf fest. Am 29.8. fand I. Hermann 0,1 Reiherente mit 5 Juv. auf der Saale bei Blankenberg. Zwei Jagdfasane sah R. Reichel am 21.8. nördlich von Frössen. Von den Graureihernachweisen mit meist nur einzelnen Ind. heben sich die Feststellungen von 11 Ind. am 24.8. bei Zoppoten (I. Könitzer) sowie von je 9 Ind. am 19.8. und 23.8. an der Talsperre Lössau (P. Neupert) ab. Sieben Ind. zählte R. Müller bereits am 13.8. bei Zoppoten. Am 4.8. notierte I. Hermann 1 Schwarzstorch über Wurzbach. Am 5.8. suchte 1 Ind. am Otterbach nach Nahrung (K. Däumler). Zwei Schwarzstörche überflogen am 10.8. Lössau nach W (P. Neupert). Wiederum I. Hermann stellte am 16.8. in Wurzbach einen wohl an der Sormitz landenden Schwarzstorch fest. Zwei ad. und 2 juv. Schwarzstörche ließen sich am 17.8. kurzzeitig in Lückenmühle nieder (B. Wurzbacher). C. Schwarz-Schunke sah am 20.8. 1 Ind. bei Blintendorf. Der letzte Juv. der Lössauer Brut hatte am 21.8. den Horst verlassen (P. Neupert). B. Wurzbacher sah noch am 26.8. 1 dj. Schwarzstorch, der an einem Teich in Lückenmühle landete. Vom Weißstorch liegt lediglich eine Meldung von 2 Ind. am 29.8. über Oettersdorf vor (V. Vopel).

In und um Friesau beobachtete F. Seeliger am 15.8. einen Fischadler. Ein Seeadler landete am 1.8. in einem Waldstück nordöstlich Lössau (P. Neupert). Zwei Wespenbussarde gingen am 1.8. an den Staudenteichen nördlich Remptendorf nieder. P. Staudt sah 1 Wespenbussard am 14.8. bei Spielmes und fand am 20.8. 1 Ind. als Schlagopfer an der Windenergieanlage Schilbach. Jeweils 1,0 Kornweihe sah M. Schulze am 17.8. und 19.8. bei Liebschütz. 13 Rotmilane waren am 10.8. auf einem Feld nördlich Remptendorf hinter dem Pflug auf Nahrungssuche. Ein Schwarzmilan wurde am 4.8. bei Ziegenrück gesehen (ornitho.de). Ein Ind. wurde am 5.8. beim Suchflug über einer Getreidestoppel bei Zoppoten notiert. Je einen Schwarzmilan sah S. Kästner am 11.8. und am 16.8. nördlich von Remptendorf. Zwei Ind. meldete K. Horn am 14.8. für Schönbrunn. Am 30.8. überflog 1 Schwarzmilan den Zählpunkt bei Remptendorf. Den in diesem Jahr nur selten gemeldeten Baumfalken sahen mit je 1 Ind. P. Staudt am 1.8. in Rothenacker und S. Kästner am 14.8. nördlich von Remptendorf. Am 25.8. meldete P. Staudt erneut einen jagenden Baumfalken in Rothenacker. Auf und über dem Grünland östlich von Liebengrün zählte M. Schulze am 19.8. 13 Turmfalken. Am 18.8. und 26.8. rasteten 2 Kraniche am Goldbach bei Lössau (P. Neupert). Fünf Ind. wurden am 31.8. bei Neundorf (bei Schleiz) gesehen (ornitho.de). Eine bisher nicht genannte Brut der Bleßralle mit 3 Juv. sah M. Schulze am 2.8. auf dem Großen Teich bei Liebengrün. Neben den bereits bekannten Brutnachweisen der Teichralle auf dem Brauhausteich Ebersdorf (N. u. R. Haußner; R. Walther), den Staudenteichen bei Remptendorf (K. u. M. Ostermann; R. Walther) und dem Mühlteich Friesau (K. Spindler), meldete I. Hermann am 29.8. die Beobachtung von 2 Ind. an der Saale bei Blankenberg. Vier Kiebitze landeten am 7.8. bei Weisbach. Die Beobachtung eines Flussregenpfeifers gelang P. Neupert am 19.8. an der Talsperre Lössau. Ein Großer Brachvogel überflog am 31.8. den Speicher Zoppoten nach N. Einen überfliegenden Waldwasserläufer stellte S. Kästner am 11.8. bei Remptendorf fest. I. Hermann sah am 17.8. 1 Ind. an Glücks Teich bei Dobareuth. Am 23.8. rasteten 2 Waldwasserläufer an der Talsperre Lössau (P. Neupert). Ebenda wurden vom selben Beobachter bereits am 12.8. 1 Bruchwasserläufer und 1 Flussuferläufer gesehen. Ein Flussuferläufer überflog am 13.8. die Flur nördlich von Remptendorf (S. Kästner). Ein Ind. konnte M. Kohl am 15.8. am Vorstau der Bleilochtalsperre bei Remptendorf fotografieren. Weitere Durchzügler stellten am 19.8. P. Neupert an der Talsperre Lössau und R. Walther am Speicher Zoppoten fest. Jeweils drei Lachmöwen hielten sich am 8.8. und 9.8. am Stausee bei Kloster auf.

130 Ringeltauben zählte I. Hermann am 3.8. auf einer Rapsstoppel bei Wurzbach. Etwa 160 Ind. sah M. Ostermann am 10.8. in den Moosholzgelängen bei Schönbrunn. Zehn Turteltauben fanden sich am 19.8. auf einer Rapsstoppel bei Ebersdorf. Ebenso 4 Ind. am 20.8. bei Remptendorf. Fünf Ind. waren es am 31.8. erneut bei Ebersdorf. Einen Waldkauz meldete K. Horn für den 14.8. vom Park Ebersdorf. Die spätesten Meldungen zum Mauersegler datieren mit jeweils 3 Ind. auf den 5.8. in Blankenberg (H. Böhm) und den 6.8. bei Schönbrunn (K. Horn). Ein Eisvogel hielt sich am 7.8. am Ruhteich bei Remptendorf auf. Eine weitere Beobachtung gelang am 8.8. an der Saale oberhalb von Ziegenrück. Am 13.8. wurde 1 Ind. am Speicher Zoppoten notiert und ein weiterer Eisvogel von M. Schulze an der Wisentamündung in Walsburg gesehen. Am 29.8. notierte I. Hermann 1 Ind. an der Saale bei Blankenberg. F. Eckert meldete für den Zeitraum 1.8. bis 3.8. einen Wiedehopf in Unterlemnitz, der sich hier bereits seit dem 18.7. aufhielt. Auf dem Zug befand sich 1 Pirol, den S. Kästner am 16.8. bei Remptendorf sah. Zwei Brutpaare des Neuntöters mit isg. 8 Juv. fand M. Schulze am 2.8. bei Liebschütz. Min. 10 weibchenfarbige Neuntöter sah I. Hermann am 9.8. im Langwassergrund bei Neundorf. Als Brutnachweis wertet R. Müller die Feststellung von 3 warnenden Ind. 14.8. im Moor Helmsgrün. Tannenhäher sind alljährlich ab August verstärkt im Gebiet anzutreffen. Für den Monatsbericht wurden 15 Nachweise gemeldet (K. Däumler; I. Hermann; S. Kästner; R. Walther; ornitho.de). Ca. 120 Dohlen umfasste ein Flug, den S. Kästner am 13.8. bei Zoppoten feststellte. Ebenso viele waren es am 20.8. (R. Walther) und am 24.8. (M. Ostermann) bei Saalburg. Etwa 80 Rabenkrähen notierte I. Hermann am 3.8. bei Wurzbach. 98 Ind. waren es am 7.8. auf einer Rapsstoppel bei Weisbach. Auf min. 150 Ind. schätzte K. Horn am 10.8. einen Flug bei Pöritzsch. 102 Rabenkrähen zählte I. Hermann am 15.8. wiederum bei Wurzbach. Etwa 100 Rabenkrähen waren am 31.8. bei Remptendorf zu sehen (M. Kohl). Einen für den August mit 32 Ind. ungewöhnlich großen Kohlmeisen-Trupp notierte M. Schulze am 1.8. in seinem Garten in Liebschütz. 23 Ind. zählte M. Ostermann am 28.8. ebenfalls in einem Garten in Remptendorf. Hier waren sie mit 18 Blaumeisen vergesellschaftet. Sechs rastende Heidelerchen sah M. Schulze am 19.8. nördlich von Karolinenfield. Etwa 70 Rauchschwalben zählte R. Walther am 7.8. über einer Stoppel bei Weisbach. In Oettersdorf notierte V. Vopel am 24.8. 64 Ind. Am Folgetag waren es noch 53 Ind. Ansammlungen der Mehlschwalbe mit mehr als 100 Ind. meldeten F. Seeliger am 1.8. mit min. 350 Ind. in Saaldorf, R. Walther am 11.8. mit 215 Ind., M. Kohl am 14.8. mit 195 Ind. (beide Remptendorf), I. Hermann am 17.8. mit 130 Ind. in Mödlareuth, S. Fiedler am 24.8. mit 200 Ind. in Blankenberg, M. Schulze am 25.8. mit 163 Ind. in Liebschütz, R. Walther am 26.8. mit 230 Ind. erneut in Remptendorf, P. Neupert mit 200 Ind. in Neundorf (bei Schleiz) und 120 Ind. in Eßbach sowie K. u. R. Friedrich am 27.8. mit etwa 400 Ind. – überwiegend Mehlschwalben - in Schönbrunn. Wiederum in Remptendorf zählte R. Walther am 29.8. 240 und am 30.8. nochmals 330 Ind.

Eine singende Klappergrasmücke hörte K. Horn am 25.8. in Schönbrunn. Ein Ind. notierte R. Walther am 26.8. in Remptendorf. Eine Klappergrasmücke zeigte sich am 28.8. in Rothenacker (P. Staudt), und 3 Ind. sahen K. u. M. Ostermann an diesem Tag bei Remptendorf. Zudem hielt sich in der Zeit vom 25.8. bis 31.8. täglich 1 Klappergrasmücke in einem Garten in Liebschütz auf (C. u. W. Hager). I. Hermann konnte noch am 30.8. eine Dorngrasmücke bei Wurzbach beobachten. Wasseramseln wurden mit je 1 Ind. am 8.8. an der Saale nahe der ehemaligen Pappenfabrik Ziegenrück (R. Walther), am 19.8. an der Talsperre Lössau (P. Neupert), am 20.8. an der Sormitz in Wurzbach und am 29.8. an der Saale bei Blankenberg (beide I. Hermann) gesehen. Wiederum an der Pappenfabrik Ziegenrück zählte P. Neupert am 26.8. 4 Wasseramseln. Mit 28 Misteldrosseln notierte R. Walther am 18.8. bei Remptendorf das Max. des Monats. Eine fütternde Amsel sah R. Müller noch am 19.8. in Bad Lobenstein. Einsetzenden Zug des Trauerschnäppers zeigten die Nachweise von je 1 Ind. am 13.8. und 15.8. durch S. Kästner bei Remptendorf. An diesem Tag sah M. Kohl 2 Ind. wie auch R. Walther am 17.8. Derselbe konnte am 18.8. nochmals 1 Ind. feststellen. Wiederum 2 Trauerschnäpper notierte M. Kohl am 28.8. (alle bei Remptendorf). Auch die Braunkehlchen - 1 Ind. am 12.8. in atypischem Biotop bei Remptendorf (R. Walther), 1 Ind. am 13.8. unweit dieser Stelle, sowie die 5 Ind. am selben Tag bei Friesau (beide S. Kästner) - waren bereits Durchzügler. Intensiveren Zug zeigen die Nachweise vom 20.8. und 25.8. am Zählpunkt bei Remptendorf (R. Walther), die Beobachtungen am 20.8. (2 Ind.), am 22.8. (1 Ind.), am 24.8. (2 Ind.) und am 25.8. (4 Ind.) bei Frössen (alle S. Fiedler) sowie die von I. Hermann am 26.8. am Speicher Oberlemnitz (1 Ind.) und am 30.8. bei Wurzbach (2 Ind.) notierten Braunkehlchen. An diesem Tag sah R. Müller 1 Ind. im Langwassergrund bei Neundorf. Für den 29.8. nannte F. Seeliger noch die Feststellung von 3 Ind. bei Bad Lobenstein. Zudem sah derselbe Beobachter am 31.8. den ersten Steinschmätzer bei Lichtenbrunn. Erneut gab es Nachweise der Nachtigall. Am 11.8. notierte S. Kästner 1 Ind. an den Staudenteichen nördlich Remptendorf. Ein weiterer Nachweis gelang ihm am 15.8. unweit davon in den Staudengelängen. C. u. W. Hager stellten am 21.8. und 25.8. jeweils 1 Ind. am Ortsrand von Liebschütz fest. Dieselben Beobachter konnten ebenda bis zum 25.8. fütternde Heckenbraunellen notieren. Einen ersten ziehenden Brachpieper notierte S. Kästner am 16.8. bei Remptendorf. Baumpieper überflogen erstmals am 25.8. den Zählpunkt bei Remptendorf. Den ersten größeren Trupp Buchfinken fand R. Walther am 5.8. mit 130 Ind. bei Remptendorf. In Mödlareuth wurde 1 efl. Stieglitz noch am 17.8. gefüttert (I. Hermann).

5. August 2022
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Beobachtungen im Juli 2022

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Bis zu 10 Höckerschwäne, dabei die 4 Juv. der bereits im Mai gemeldeten Brut, waren während des gesamten Monats zwischen Walsburg und Ziegenrück zu sehen (M. Kohl; P. Neupert). 7 Graugänse überflogen am 11.7. die Sperrmauer der Bleilochtalsperre nach Süden. 8 Graugänse rasteten am 12.7. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre. Wiederum 7 Graugänse überflogen am 18.7. die Sperrmauer, diesmal nach Norden. Am Stausee bei Saalburg wurden am 11.7. mit 30 Ind. erstmals wieder mehr als 20 Nilgänse gezählt. Einen weiteren Brutnachweis der Stockente mit 5 Pulli brachte I. Hermann am 3.7. auf dem Teich an der Zittermühle Wurzbach. Auf dem Friesauer Dorfteich sah R. Müller am am 14.7. 0,1 Stockente mit 4 Juv. 0,1 Ind. mit 5 Pulli fand R. Walther am 17.7. auf Manns Teichen bei Remptendorf. Eine Stockente mit 3 Pulli sahen M. Ostermann und R. Walther am 25.7. an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre. Ebenda notierte R. Walther am 30.7. 0,1 Ind. mit 5 Juv. Eine Ente mit 3 Juv. sah P. Neupert am 21.7. auf der Saale oberhalb Ziegenrück. I. Hermann stellte am 12.7. auf dem Speicher Oberlemnitz 1,2 Schnatterenten fest. Hier notierte derselbe Beobachter an diesem Tag zudem 1,1 Reiherenten. Eine Reiherente mit 11 Pulli fand P. Neupert am 13.7. auf dem Teich am Kieferig bei Wüstendittersdorf. 7 Pulli führte eine Reiherente auf dem unteren Dorfteich in Crispendorf. Bei einem zweiten Brutnachweis auf diesem Teich wurde am 18.7. 0,1 mit 2 Juv. gesehen (beide P. Neupert). Auf dem Dorfteich Oettersdorf zählte V. Vopel am 15.7. 1 Reiherente mit 10 Juv. 3,2 Reiherenten hielten sich am 21.7. auf der Saale bei Ziegenrück auf (P. Neupert). 4,0 Tafelenten konnte M. Schulze am 8.7. auf dem Großen Teich bei Liebengrün beobachten. 1,1 Ind. rasteten am 14.7. auf der BLT bei Röppisch. Ein Haubentaucher wurde am 10.7. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre gesehen. Ebenda hielt sich am 24.7. ein Rothalstaucher auf. An diesem Tag rasteten hier zudem zwei Schwarzhalstaucher. Eine Zwergtaucherbrut mit 2 Juv. stellte S. Kästner am 10.7. auf dem Ruhteich fest. Eine weitere mit ebenfalls 2 Juv. fand R. Walther am 27.7. ebenda.Je eine Wachtel hörte I. Hermann am 1.7. bei Oßla sowie am 13.7. bei Neundorf (Bad Lobenstein). S. Sparsbrod meldete am 16.7. 1 Ind. vom Taubenherd bei Ruppersdorf. Als Brutnachweis wertet P. Neupert die Feststellung von 4 efl. Graureihern an der Talsperre Lössau. 5 Juv. (mit 3 Ad.) zählte derselbe Beobachter am 21.5. an der Saale oberhalb von Ziegenrück. Der Schwarzstorch zeigte bei mehrfachen Beobachtungen insbesondere in Wurzbach nur eine geringe Fluchtdistanz (I. Hermann). Zudem stellte I. Knäbe dort am 11.7. 1 Ind. auf einem Hausdach fest. Einen Schwarzstorch sah P. Neupert am 4.7. in der Saale bei Walsburg. M. Schulze notierte am 23.7. 1 Ind. über Liebschütz. Am Muckenberg bei Schönbrunn wurde am 14.7. 1 Schwarzstorch von K. u. R. Friedrich gesehen. Auf dem Horst in Oettersdorf standen am 13.7. 2 juv. Weißstörche (P. Neupert), die V. Vopel am 22. und 26.7. bestätigte. 2 Weißstörche sah S. Kohl am 23.7. bei Möschlitz. Der wieder in zunehmender Anzahl auftretende Kormoran beschränkte sich anfangs auf die Ausgleichsbecken Burgkhammer und Grochwitz. Max. 37 Ind. konnten K. u. M. Ostermann am 5.7. bei Burgk zählen. Nach zögerlichem Auftreten der Art auf der Bleilochtalsperre mit meist einzelnen Ind., wurden am 28.7. hier mit 24 Ind. erstmals mehr als 20 Ind. gezählt.

Ein Fischadler überflog am 16.7. die Klosterplatte der Bleilochtalsperre südwärts. Ein Seeadler wurde am 3.7. über dem südlichen Teil der Bleilochtalsperre gesehen (ornitho.de). M. Kohl dokumentierte am 31.7. bei Remptendorf einen Wespenbussard. Während Erntearbeiten wurden über einem Feld bei Möschlitz am 13.7. 22 Rotmilane gezählt. Wie bereits im Vorjahr brütete die Rohrweihe wieder erfolgreich in den Rödern bei Lössau (P. Neupert). M. Ostermann meldete am 13. 7. die Beobachtung einer männlichen Kornweihe bei Zoppoten. Aus Bad Lobenstein kommt ein Brutnachweis des Turmfalken, wo am 4.7. noch ein efl. Juv. gefüttert wurde (R. Müller). 4 ad. Kraniche wurden am 14.7. auf einer Getreidestoppel bei Lössau gesehen (P. Neupert). 2 Ind. überflogen am 24.7. Remptendorf nach Westen (E. Walther). 2 ad. und 3 juv. Teichrallen meldeten K. u. M. Ostermann am 4.7. von den Staudenteichen bei Remptendorf. Auf dem Brauhausteich Ebersdorf zählte R. Walther an diesem Tag 2 Ad. mit 5 Juv. Je ein Brutpaar der Bleßralle mit 2 juv. sah M. Schulze am 8.7. auf dem Lehmgruben- und auf dem Hessenteich bei Liebengrün. Die zweite Brut des Brutpaares auf dem Teich am Kieferig bei Wüstendittersdorf brachte 5 Juv. (P. Neupert). Eine bisher nicht genannte Brut mit 4 fast ausgewachsenen Juv. meldeten K. Horn und K. u. R. Friedrich mehrfach vom unteren Dorfteich in Schönbrunn. Einen Kiebitz sah P. Hirth am 21.7. bei Röppisch. Die niedrigen Wasserstände der Speicher und Talsperren brachten vermehrt Limikolenbeobachtungen. 2 Flussuferläufer rasteten am 12.7. am Speicher Oberlemnitz (I. Hermann). P. Neupert sah am 6.7. 1 Ind., am 13.7. 3 Ind. und am 28.7. 5 Ind. an der Talsperre Lössau. Zudem zählte er an diesen Tagen noch 1 + 1 + 2 Waldwasserläufer sowie 6 + 3 + 1 Flussregenpfeifer. Am 13.7. und am 28.7. war ebenda noch ein Bruchwasserläufer zu sehen. Ein Waldwasserläufer rastete am 16.7. am Speicher Herrenteich bei Neundorf (S. Kästner). P. Neupert sah am 21.7. 1 Ind. an der Saale bei Ziegenrück. Den ersten Grünschenkel notierte R. Walther am 24.7. an der Bleilochtalsperre bei Isabellengrün. Die bereits im Vormonat mehrfach zu beobachtende Zwergmöwe hielt sich noch bis zum 9.7. an der BLT auf. Zu ihr hatte sich am 4.7. eine Sturmmöwe gesellt. 11 Zwergmöwen beim Nahrungsflug konnten M. Ostermann und R. Walther am 25.7. nahe der Sperrmauer der Bleilochtalsperre beobachten. Die ständige Anwesenheit der Lachmöwe an der Bleilochtalsperre setzte sich auch in diesem Monat fort. Max. waren es 139 Ind. am 18.7. Außerhalb der Bleilochtalsperre wurden lediglich am 10.7. 10 Ind. bei Oberlemnitz - und wie auch bei den meisten der anderen Beobachtungen - auf dem Flug in nördliche Richtung festgestellt (S. Kästner). Ebenso war die Steppenmöwe mit max. 8 Ind. an allen Beobachtungstagen am Stausee zu sehen. Die Anwesenheit einer Mittelmeermöwe konnte vom 5.7. bis zum 7.7. registriert werden. Drei Flussseeschwalben wurden am 25.7. über der Klosterplatte gesehen (M. Ostermann, R. Walther).

Eichelhäher (Garrulus glandarius)
(Photo: K. Horn)
Beim Mauersegler zeigte die Beobachtung von min. 42 Ind. am 19.7. über Remptendorf durch M. Ostermann bereits das Sammeln vor dem Abzug an. R. Müller notierte eine merkliche Abnahme nach dem 21.7. Ungewöhnlich früh hatte dann auch der Großteil der Mauersegler am 25.7. das Remptendorfer Brutgebiet verlassen (R. Walther). Diese Beobachtung fand ihre Bestätigung im angrenzenden Vogtlandkreis, wo M. Künzel am 24.7. etwa 60 Ind. auf dem Flug nach Südwesten sah und am 27.7. ebenfalls das Fehlen des Großteils der heimischen Mauersegler feststellte (ornitho.de). Wie auch in den Vorjahren verblieben lediglich noch Altvögel mit nicht flüggen Juv. im Gebiet. Ein Eisvogel konnte am 1.7. am Ausgleichsbecken Burgkhammer an der Eisbrücke beobachtet werden. Einen weiteren Nachweis gab es am 2.7. an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre. Die zweite Beobachtung eines Ind. an der Eisbrücke gelang am 11.7. Am 4.7. stellte P. Neupert 1 ad. und 1 juv. Eisvogel an der Saale bei Walsburg fest. R. Müller meldete am 9.7. einen Eisvogel vom Vorstau Lemnitzhammer. Drei Eisvögel zählte P. Neupert am 21.7. an der Saale bei Ziegenrück. Einen Brutnachweis des Grünspechts mit drei Juv. meldete E. Seidel am 6.7. für Ebersdorf. Brutnachweise mit efl. Juv. liegen auch aus Friesau - 2.7. – und Helmsgrün – 25.7. – (beide F. Seeliger) vor. Etwa 80 Ringeltauben im Raps konnte I. Hermann am 8.7. bei Wurzbach feststellen. Brutnachweise des Neuntöters gelangen R. Walther am 6.7. bei Remptendorf, I. Hermann am 10.7. bei Wurzbach und am 13.7. bei Neundorf sowie P. Neupert am 19.7. bei Lössau. Drei Brutnachweise brachte F. Seeliger mit 3 efl. Juv. am 11.7. bei Alt-Saaldorf, mit 2 efl. Juv. am 25.7. an der alten Lichtenbrunner Straße und mit 4 efl. Juv. am 27.7. im Moor Helmsgrün. Zwei Tannenhäher wurden am 10.7. von I. Hermann in Wurzbach gesehen. Ebenfalls 2 Ind. stellte D. Feustel an diesem Tag in Remptendorf fest. Vier Ind. waren es am 15.7. bei Liebschütz (M. Schulze). In den Tagen vom 17.7. bis 22.7. konnte S. Kästner im Umfeld eines Fangplatzes nördlich von Remptendorf täglich bis 2 Tannenhäher registrieren. Ein Brutnachweis des Eichelhähers mit einem noch nicht flugfähigen Juv. gelang K. Horn am 29.7. in ihrem Garten in Schönbrunn. 7 Eichelhäher zählte R. Walther am 29.7. auf einer Getreidestoppel bei Remptendorf. Etwa 80 Dohlen stellten K. u. R. Friedrich am 7.7. am Agrarbetrieb Schönbrunn fest. 95 Dohlen waren am 12.7. bei Zoppoten auf Nahrungssuche. Wiederum etwa 80 Ind. konnten am 30.7. auf Grünland zwischen Saalburg und Kloster beobachtet werden. Die mit 71 Ind. erste größere Ansammlung der Rabenkrähe konnte I. Hermann am 5.7. bei Oberlemnitz notieren. Bis zu 220 Mehlschwalben wurden am 10.7. und 11.7. am Ausgleichsbecken Burgkhammer gezählt. In Lichtenbrunn stellte F. Seeliger am 25.7. über 100 Ind. fest. Zwei Nachweise liegen von der Wasseramsel vor. Am 21.7. wurde 1 Ind. an der Saale oberhalb Ziegenrück und am 28.7. 1 Ind. an der Talsperre Lössau gesehen (beide P. Neupert). In einem großflächigen Laubgebüsch an der Bleilochtalsperre bei Isabellengrün konnte zwischen dem 14.7. und 31.7. mehrfach 1 Nachtigall festgestellt werden (R. Walther). Von der Wiesenschafstelze liegen lediglich zwei Nachweise vor. S. Kästner sah am 22.7. 2 überfliegende Ind. bei Remptendorf und V. Vopel notierte am 27.7. 1 Ind. bei Oettersdorf. Mit zunehmender Fruchtreife stellten sich in den Rapsfeldern erste Finkenvögel ein. Mind. 70 Buchfinken waren es am 10.7. bei Remptendorf. Die Anzahl der seit Ende Juni ein Rapsfeld bei Remptendorf aufsuchenden Kernbeißer hatte am 10.7. mit ca. 30 Ind. ihr Max. erreicht.

5. Juli 2022
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Ornithologischer Jahresbericht 2020 erschienen

Ornithologischer Jahresbericht 2020 Nach ungewollter Verzögerung aufgrund mangelnder Zeit ist der Ornithologische Jahresbericht 2020 endlich fertiggestellt. Dieses Mal sind es 276 Seiten im Format A5 in durchgängigem Farbdruck. Es wurden mehr als 90.000 Datensätze verarbeitet – ein neuer Rekord! Verantwortlich waren 178 namentlich bekannte Beobachter, wobei fast 40.000 Datensätze auf Tageslisten und fast 15.000 Beobachtungen auf Punktzählungen zurückgehen. Auch die 190 Arten, Unterarten und Hybriden, die 2020 erfasst wurden, stellen einen neuen Höchstwert dar. In 87 Tabellen und 78 Abbildungen werden die Informationen angereichert. Wie immer werden die Artbearbeitung um einen kurzen Beitrag zum Vogel des Jahres - hier dem Rotkehlchen - und um den meteorologischen Jahresrückblick ergänzt. Besonderheiten im Berichtsjahr 2020 waren die Erstnachweise von Schelladler, Säbelschnäbler, Steinwälzer und Sperbergrasmücke sowie die ersten Brutnachweise von Wespenbussard, Rohrweihe und Kranich. Der Bericht ist über Reinhart Walther in Remptendorf oder die Buchhandlung in Bad Lobenstein erhältlich.
Die Arbeiten am Ornithologischen Jahresbericht für das Jahr 2021 haben begonnen. Bereits heute kann mitgeteilt werden, dass die enorme Zahl an Beobachtungen im vergangenen Jahr nochmals gesteigert wurde. Mehr als 108.000 Datensätze wurden 2021 gesammelt! Der mit der Auswertung dieser riesigen Datenmenge verbundene Zeitaufwand lässt angesichts der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit auch für diesen Bericht Verzögerungen in der Fertigstellung erwarten. Wir hoffen, dass dies dem Beobachtungs- und Meldeeifer keinen Abbruch tut.

2. Juli 2022
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Beobachtungen im Juni 2022

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Zwei Höckerschwäne landeten am 4.6. auf der Bleilochtalsperre bei Kloster. Am 13.6. wurden 4 Ind. auf der Klosterplatte gesehen. Die bereits im Mai gemeldete Brut bei Ziegenrück – inzwischen nur noch mit 4 Juv. – und die Anwesenheit von jeweils 1,1 Ind. bei Walsburg und Ziegenrück wurde mehrfach von M. Kohl gemeldet. Ebenfalls 1,1 Höckerschwäne haben auf dem Speicher Seubtendorf ihr Revier (S. Fiedler). Ein Brutnachweis mit 3 Pulli gelang P. Neupert in den Rödern bei Lössau. Der mind. seit Juni 2019 auf dem Vorstau Lemnitzhammer verweilende Höckerschwan war auch in diesem Monat wieder zu sehen (I. Hermann). Auf den Hessenteichen bei Liebengrün stellte M. Schulze am 2.6. ein Brutpaar Nilgänse mit 6 Juv. fest. Einen Tag alt waren die 6 jungen Nilgänse am 4.6. auf den Staudenteichen bei Remptendorf. Ein Brutpaar mit 4 Juv. notierte R. Müller auf dem Pfotenteich im Ebersdorfer Park. Sechs Junge führte ein Brutpaar am 7.6. auf dem Rehwiesenteich bei Oettersdorf (V. Vopel). 4 Juv. hatte am 27.6. ein Brutpaar auf der Talsperre Lössau (P. Neupert). Bei Mödlareuth wurde ein 10er Gelege der Nilgans gefunden, das zu S. Greim gebracht und von einer Hausgans ausgebrütet wurde. Es schlüpften 6 Pulli. Eine Rostgans stellte V. Vopel am 3.6. am Rückhaltebecken an der Autobahn bei Görkwitz fest. Zwei Rostgänse notierte I. Hermann am 9.6. am Speicher Oberlemnitz. In Fortsetzung der Mai-Daten wurden weitere führende Stockenten am 1.6. mit 1 Juv. an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre sowie am 2.6. mit 2 Juv. auf dem Speicher Zoppoten und mit 6 Juv. auf Manns Teichen gesehen. I. Hermann fand am 3.6. in Wurzbach ein Weibchen mit 2 Juv. und sah am 9.6. am Speicher Oberlemnitz 4 Juv., von denen 1 Ind. einer Nilgans zum Opfer fiel. 0,1 Ind. mit 9 Pulli stellte P. Neupert am 7.6. auf der Talsperre Lössau fest. 0,1 Ind. mit 10 Pulli waren es am 8.6. auf der Saale bei Venzka (I. u. J. Schmidt). 13 Juv. führte eine Stockente am 10.6. auf dem Stadtteich in Wurzbach. Auf dem gefluteten Staatbruch Lehesten wurden am 11.6. 4 juv. Stockenten gezählt (beide I. Hermann). Derselbe Beobachter notierte am 15.6. wiederum auf dem Stadtteich Wurzbach 12 Pulli einer anderen Brut. 1,1 Stockenten mit 4 Pulli sah R. Walther am 16.6. auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch. Eine zweite Brut mit 7 Pulli wurde am 17.6. erneut auf dem Speicher Zoppoten festgestellt. Auf dem Dorfteich Unterlemnitz fand R. Müller am 19.6. 0,1 Stockente mit 5 fast ausgewachsenen Juv. Ebenfalls 5 Juv. hatte eine Stockente am 19.6. in der Isabellengrüner Bucht der Bleilochtalsperre (M. Urban). 0,1 Stockente mit 9 Pulli fand I. Hermann am 24.6. auf dem Vorstau Lemnitzhammer. Am 25.6. wurden auf dem Speicher Friesauer Grund 0,1 mit 7 Juv. gesehen, dazu ein Pullus einer anderen Brut, sowie auf dem Rochler-Teich in Lückenmühle eine Brut mit 4 Pulli. Am 26.6. meldete P. Neupert für den Crispendorfer Dorfteich eine Brut mit 9 Pulli. Einen Nachweis gibt es von der Schnatterente. 1,0 Ind. hielt sich am 27.6. auf dem Ruhteich bei Remptendorf auf. Auf den Liebengrüner Ziegeleiteichen notierte M. Schulze am 2.6. 1,1 Reiherenten. 1,1 Ind. stellten auch K. u. R. Friedrich am 4.6. auf dem unteren Dorfteich in Schönbrunn fest. Ebenfalls 1,1 Ind. wurden am 7.6. auf der Talsperre Lössau (P. Neupert) und am 9.6. auf den Klärteichen Eliasbrunn (R. Walther) gesehen. Die Höchstzahl von 14 Ind. nannte P. Neupert am 14.6. für den unteren Dorfteich Crispendorf. 3,1 Reiherenten sah R. Walther am 18.6. auf dem Speicher Friesauer Grund bei Lückenmühle. Ebenfalls 3,1 Ind. notierte S. Fiedler am 20.6. auf dem Speicher Seubtendorf. 1,0 Reiherente meldete I. Hermann am 23.6. vom Speicher Oberlemnitz. 0,1 Ind. sah derselbe Beobachter am 24.6. auf dem Grafenteich bei Dobareuth. In Crispendorf konnten am 26.6. noch 2,2 Reiherenten auf dem oberen und 4,3 Ind. auf dem unteren Dorfteich gezählt werden (P. Neupert). Erneut I. Hermann meldete am 28.6. 1,1 Ind. aus Mödlareuth. Eine Zwergtaucherbrut mit drei Juv. stellte P. Neupert auf dem Teich am Kieferig bei Wüstendittersdorf fest. Ein weiterer Brutnachweis gelang am 24.6. auf dem Speicher Zoppoten mit 1 Ad. und 1 Juv. Die einzige Beobachtung eines Haubentauchers gab es am 9.6. im weiteren Umfeld der Klosterplatte.

Schwarzstorch (Ciconia nigra)
(Photo: I. Hermann)
Eine Wachtel hörte K. Spindler am 7.6. bei Friesau. Einen weiteren Nachweis brachte S. Sparsbrod mit einem singenden Ind. am 12.6. bei Gahma. Ein immat. Kormoran war seit dem 1.6. und bis zum 25.6. auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch anzutreffen. In einem ersten größeren Trupp von 11 Kormoranen auf der Bleilochtalsperre wurden am 13.6. erstmals wieder zwei Altvögel festgestellt. Das Max. von 24 Ind. zählte M. Kohl am 26.6. auf dem AB Grochwitz. In der Graureiherkolonie am Wolfstein waren lt. H. Böhm 14 Horste besetzt. Die max. Anzahl aller gleichzeitig erfassten Vögel – Alt- und Jungvögel – bezifferte er mit 42 Ind. am 4.6. Ein Schwarzstorch landete am 2.5. in den Remptendorfer Grundwiesen. Am 3.6. meldete M. Schulze 1 Ind. über Liebschütz. Einen Schwarzstorch bei der Nahrungssuche in der Sormitz in Wurzbach konnte I. Hermann am 3.6., am 10.6. und am 14.6. feststellen. Im Otterbach bei Liebschütz beobachtete M. Kohl am 7.6. 1 Ind. Die Saale bei Venzka überflog am 8.6. 1 Ind. (I. u. J. Schmidt). Je einen Schwarzstorch sahen am 10.6. I. Hermann über Wurzbach und Y. Wittich über Mödlareuth. Dieselbe Beobachterin meldete am 11.6. 1 Ind. über Gefell. Über dem Oßlaberg bei Wurzbach kreiste am 15.6. ein Schwarzstorch (I. Hermann). Über Bad Lobenstein sah R. Schulze am 17.6. 1 Ind. Am 19.6. sah I. Hermann erneut einen Schwarzstorch über Wurzbach. Einen Schwarzstorch notierten K. u. R. Friedrich am 25.6. nahe der Sieglitzmühle bei Lichtenbrunn. Im Wasser der Großen Wilschnitz bei Burglemnitz wurde am 30.6. 1 Ind. von S. Sparsbrod gesehen. G. u. K. Hoh meldeten am 1.6. 2 rastende Weißstörche in Karolinenfield. 3 Ind., dabei wohl die bereits genannten, waren später unweit auf der Liebengrüner Flur auf Grünland während der Ernte zu beobachten (M. Schulze, R. Walther). Tags darauf sahen K. u. M. Ostermann einen überfliegenden Weißstorch in Remptendorf. Mind. 1 juv. Weißstorch konnte V. Vopel am 29.6. auf dem Oettersdorfer Horst erkennen. Nach einer Mai-Beobachtung gelangen I. u. J. Schmidt am 15.6. und 28.6. erneut zwei Nachweise eines Fischadlers an der Saale bei Venzka. Tägliche Beobachtungen liegen vom Rotmilan vor, wobei M. Schulze mit 8 Ind. am 27.6. bei Liebschütz die größte Anzahl meldete. Ein Wespenbussard wurde am 25.6. bei Remptendorf gesehen. Ein Brutpaar der Rohrweihe meldete P. Neupert von den Teichen in den Rödern bei Lössau. 14 Mäusebussarde zählte M. Schulze am 1.6. bei Liebengrün auf Grünland während der Ernte. Lediglich ein Brutnachweis wurde vom Mäusebussard aus der Lössauer Flur gemeldet (P. Neupert). Vom Baumfalken gibt es zwei Meldungen. Ein Ind. konnte I. Hermann am 16.6. am Speicher Oberlemnitz beobachten. R. Walther sah am 28.6. 1 Ind. bei Remptendorf.

Rauchschwalbe (Hirundo rustica)
(Photo: I. Hermann)
Vier Kraniche überflogen am 13.6. Remptendorf nach Nordwesten (M. Kohl). Ein Brutnachweis der Teichralle mit 2 frisch geschlüpften Jungen gelang K. u. R. Friedrich am 5.6. auf dem unteren Dorfteich Schönbrunn. Eine zweite Brut fand R. Walther am 28.6. auf dem Brauhausteich in Ebersdorf. Weitere Brutnachweis der Blessralle gab es am 1.6. auf dem oberen Staudenteich mit 3 Juv. und auf dem unteren Staudenteich mit 5 Juv. Auf dem Ruhteich konnten am 15.6. 7 Juv. gezählt werden. 5 juv. Blessrallen sahen I. u. J. Schmidt am 13.6. auf Glücks Teich. Bei einer weiteren Brut auf dem Ruhteich wurden am 24.6. 2 Pulli erkannt. Einen dritten Brutnachweis gab es am 27.6. ebenda mit 1 Pullus. Am 29.6. fand P. Neupert auf den Teichen in den Rödern bei Lössau zwei Bruten mit 3 bzw. 5 Jungen. Beim Kiebitz gelang der erste Nachweis des für diese Art typischen Zwischenzugs am 26.6. mit 5 Ind. am Speicher Zoppoten. Am Speicher Oberlemnitz sah I. Hermann am 23.6. einen Flussregenpfeifer. Zwei Ind. wurden am 27.6. an der Talsperre Lössau beobachtet. Zeitgleich hielten sich ebenda noch 2 Bruchwasserläufer auf (beide P. Neupert). Einen Flussuferläufer stellte I. Hermann am 9.6. am Speicher Oberlemnitz fest. Je ein Waldwasserläufer rastete am 25.6. am Speicher Zoppoten (R. Walther) sowie am 28.6. am Speicher Oberlemnitz (I. Hermann). Seit dem 6.6. konnten an der Bleilochtalsperre bei Röppisch bis zu 7 Steppenmöwen beobachtet werden. Am 12.6. hielt sich hier zudem 1 Mittelmeermöwe auf. K. Horn sah am 5.6. 2 Sturmmöwen an der Bleilochtalsperre bei Saaldorf. Die an allen Tagen an der Bleilochtalsperre anzutreffende Lachmöwe (R. Walther; M. Schulze) brachte am 24.6. mit 73 Ind. die höchste Anzahl. Die Zwergmöwe ist nur unregelmäßiger Gast im Beobachtungsgebiet. Einen Jungvogel konnte R. Walther am 22.6., 23.6. und dann erneut am 28.6. und 30.6. an der Bleilochtalsperre bei Saalburg-Kloster, meist abseits von Lachmöwen, beobachten. Eine Flussseeschwalbe hielt sich am 6.6. längere Zeit im Bereich der Klosterplatte auf. Ebenso drei Trauerseeschwalben am 9.6. An gleicher Stelle konnte am 18.6. erneut eine Flussseeschwalbe beobachtet werden. Bis zum 11.6. war ein Kuckuck am Saalehang bei Blankenberg zu hören (H. Böhm). Ein Eisvogel war am 1.6. an Manns Teichen bei Remptendorf auf Nahrungssuche. Weitere Nachweise gab es am 2.6., 3.6., 5.6., erneut am 17.6. und 19.6 an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre. Am 14.6. gelang O. Franz die Beobachtung von 2 Eisvögeln in der Remptendorfer Bucht der Bleilochtalsperre. An der Saale bei Venzka sahen I. u. J. Schmidt am 11.6. und am 28.6. jeweils 1 Eisvogel. 1 Ind. meldete I. Hermann am 24.6. vom Vorstau Lemnitzhammer. Einer der seltenen Brutnachweise gelang P. Neupert vom Kleinspecht. Er fand am 17.6. in Lössau 1,0 und einen efl., der noch gefüttert wurde. An Manns Teichen bei Remptendorf notierte R. Walther am 20.6. 1 singenden Pirol. Alle drei Nachweise des Tannenhähers fallen lt. „Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands“ noch in die Brutzeit. Einen Tannenhäher hörte R. Walther am 1.6. zwischen Remptendorf und Isabellengrün. Eine weitere Beobachtung gelang am 8.6. an der Röppischer Kösperaleite. Den dritten Nachweis brachten K. u. M. Ostermann am 13.6. mit 1 Ind. östlich Remptendorf. Seit dem 24.6. nutzen täglich ca. 80 Dohlen am westlichen Ortsrand von Schönbrunn zwei Bäume als Schlafplatz (K. u. R. Friedrich). Etwa 230 Stare, darunter min. 130 Juv., waren am 1.6. bei Liebengrün auf frisch gemähtem Grünland auf Nahrungs- bzw. Futtersuche. Weitere Beobachtungen dieser Art machten I. Hermann am 3.6. bei Wurzbach mit ca. 100 Ind., davon mehr als 60 Juv., R. Walther am 4.6. bei Remptendorf mit 110 Ind., davon zu drei Vierteln Juv. Etwa 250 adulte und juvenile Stare umfasste ein Schwarm, den P. Staudt am 7.6. bei Rothenacker sah. Einen etwa 100 Ind. zählenden, fast nur juv. Stare betreffenden Trupp sah I. Hermann am 9.6. im Langwassergrund bei Neundorf. Die durchgehende Anwesenheit der Wasseramsel dokumentierte I. Hermann an der Sormitz in der Ortslage Wurzbach. Für die Talsperre Lössau nennt P. Neupert die Beobachtungen von 2 Ind. am 7.6. und von 1 Ind. am 27.6. Nachdem es im Mai den Nachweis eines singenden Schwarzkehlchens bei Neundorf (Bad Lobenstein) gab, konnte am 24.6. 0,1 Ind. bei Remptendorf festgestellt werden. Der Wiesenpieper ist inzwischen fast nur noch auf dem Zug festzustellen. Ein Brutzeitnachweis gelang I. u. J. Schmidt am 6.6. mit einem sM bei Ullersreuth. Nur wenig außerhalb unseres Gebietes konnten genannte Beobachter am 22.6. an der Grenze zu Sachsen 5 Wiesenpieper feststellen. In der Künsdorfer Flur notierte S. Fiedler am 20.6. 2 Wiesenschafstelzen, am 23.6. sah er ebenda 4 Ind. Einen Brutnachweis für diese Art brachte P. Staudt am 26.6. für die Flur bei Rothenacker.

27. Juni 2022
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Vogelstimmenwanderung in ehem. Staatsbruch bei Lehesten

Blick auf das Tagebaurestloch
(Photo: K. Horn)
Die zweite Vogelstimmenwanderung des Jahres führte uns am 28.05.2022 um 7 Uhr bei kühlen 5°C und eher windigem Wetter nach Lehesten in den Schieferpark, dem ehemaligen Staatsbruch, auch diesmal wieder unter fachkundiger Leitung von Sven Kästner. Schon am Treffpunkt, dem Parkplatz vom Seminar- und Tagungszentrum, begrüßten uns ca. 20 Mehlschwalben auf ihrem Nahrungsflug. Ihre Nester befinden sich unter dem breiten Dachvorsprung eines Nebengebäudes. Die Jungvögel der Kolonie warteten in den Nestern auf ihre Fütterung. Auf dem Parkplatz konnten wir einen futtertragenden männlichen Hausrotschwanz beobachten, hörten einen singenden Grünfink und sahen einen fliegenden Rotmilan, den einzigen an diesem Tag. Dann machten sich die 15 Teilnehmer auf den Rundweg, begleitet vom Gesang einer Gebirgsstelze. Erst auf einer Birke, dann auf der äußersten Spitze des alten Förderturms saß ein Gartenrotschwanz in voller Pracht und sang. Schon dieser Anblick war die längere Anreise wert. Der Gesang des Gartenrotschwanzes variiert am Ende immer etwas. Es wurden die Gesänge mehrerer anderer Arten imitiert, so zum Beispiel von Amsel und Zilpzalp. Der Weg führte uns weiter durch Birkenaufwuchs. Das war das geeignete Habitat für Fitis und Zilpzalp, deren Gesänge wir auch gleich vernahmen. Der Höhepunkt der Wanderung war wohl die Beobachtung eines Uhu-Jungvogels am angestammten und bekannten Brutplatz. Hier ergänzte Wolfgang Schrepel, der auch naturkundliche Führungen im Schieferpark durchführt, mit fachkundigem Hintergrundwissen. Er zeigte uns auf seiner Kamera Aufnahmen des jungen Uhus, die wenige Tage zuvor entstanden waren. Außerdem wies er uns auf die Flechtenvorkommen im Schieferpark hin. Hierzu zählen unter anderem Bartflechten und Becherflechten mit ihren roten Fruchtkörpern, von denen wir besonders beeindruckt waren. Auch das kurz vor dem Aufblühen stehende Wintergrün hatte bis dahin so manch einer noch nie wahrgenommen. Wieder zurück zur Ornithologie. Wir konnten auf diesem Teilstück der Strecke die Gesänge von Buchfink, Amsel und Mönchsgrasmücke wahrnehmen. Ein Stück weiter wurde es still, kein Vogel war zu hören, obwohl von der Struktur her wenigstens Sing- oder Misteldrosseln hätten singen könnten. Es gab mehrere Gründe. Zum einen die fortgeschrittene Tageszeit und zum Anderen die Ende Mai bereits in vollem Gang befindliche Brutzeit, in der die Altvögel mit der Futterbeschaffung beschäftigt sind. Auch der frische Wind und die kühlen Temperaturen wirkten sich nachteilig auf die Vogelbeobachtung aus. Dann konnten wir doch noch den Gesang einer Tannenmeise, eines Zaunkönigs, zweier Ringeltauben und die Rufe eines Kleibers hören. Wir sahen eine Misteldrossel und einen überfliegenden Fichtenkreuzschnabel. Ein Blick auf die Wasseroberfläche des gefluteten Tagebaurestlochs ließ lediglich vier Stockenten erkennen. Auf der Spitze einer Fichte hatte sich ein singendes Rotkehlchen in Position gebracht und ließ sich gut beobachten. Dann machte uns Sven Kästner auf das hohe Stimmchen eines Sommergoldhähnchens aufmerksam. Angelockt mittels des Gesangs vom Tablet konnten wir den etwas aufgeregten Winzling dann auch gut sehen. Das Sommergoldhähnchen ist nach dem Wintergoldhähnchen der zweitkleinste Vogel Deutschlands. Kurz zu hören waren auch die Gesänge von Erlenzeisig und Baumpieper, den wir schon am Gräfenwarther Bühl kennengelernt hatten. Ebenso waren ein Schwarzspecht und ein Eichelhäher kurz zu hören. Am Vorplatz des Museums angekommen, entdeckten wir je eine Blau- und eine Kohlmeise in den Baumkronen auf Nahrungssuche. Ebenfalls nahrungssuchend bemerkten wir ein Paar Gimpel am Boden. Wieder in der Laubwaldstruktur angekommen, konnten wir das leise Stimmchen einer Haubenmeise vernehmen. Bereits wieder in der Nähe unseres Ausgangspunktes hörten wir kurz die Rufe junger Stare. Zum Abschluss konnten wir noch einen singenden Bluthänfling und einen Stieglitz auf einer Birke beobachten sowie eine futtertragende Bachstelze sehen. Am Ende der Wanderung konnten wie erwartet durch das nicht so strukturreiche Habitat weniger Arten (33) als sonst aufgelistet werden. Aber landschaftlich haben die Schiefergruben einen ganz besonderen Reiz und sind einen Besuch wert. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Sven Kästner und Wolfgang Schrepel für ihre sehr interessanten Ausführungen.

Kerstin Horn

4. Juni 2022
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Beobachtungen im Mai 2022

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Rostgans (Tadorna ferruginea)
(Photo: I. Hermann)
Die ersten Höckerschwäne mit 5 Juv. fotografierte M. Kohl am 21.5. auf der Saale bei Ziegenrück. Ebenfalls 5 Juv. hatte das Brutpaar von den Jacobs Teichen in der Ruhe bei Neundorf (Schleiz), das auf den Speicher Mönchgrün umzog. 1,1 Höckerschwäne sind seit dem 23.5. wieder auf Grafenteich (I. u. J. Schmidt) bzw. auf Glücksteich (I. Hermann) bei Dobareuth anzutreffen. Am 29.5. landeten 5 Höckerschwäne auf der Klosterplatte. 11 Graugänse überflogen am 2.5. die Sperrmauer der Bleilochtalsperre flussaufwärts. Möglicher zwei dieser Ind. flogen wenig später aus Süden kommend zur Remptendorfer Bucht. 8 Graugänse beobachtete R. Müller am 3.5. überfliegend bei Schlegel. Insgesamt 14 Ind. wurden am 11.5. wiederum an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre auf ihrem Flug nach NO gezählt. Nach Süden überflogen am 20.5. 3 Graugänse die Bleilochtalsperre. Min. 7 überfliegende Weißwangengänse sah K. Däumler am 2.5. bei Lückenmühle. Am 15.5. und 22.5. stellte V. Vopel auf dem Speicher Oettersdorf eine Rostgans fest. I. Hermann konnte am 17.5. auf Weideland bei Wurzbach zwei Rostgänse fotografieren. Dort konnten die Vögel noch zum Monatsende beobachtet werden. Ebenfalls zwei Rostgänse überflogen am 27.5. die Klosterplatte der Bleilochtalsperre nach Süden. 2,2 Schnatterenten rasteten am 2.5. auf der Klosterplatte. Ihnen hatte sich 1,0 Löffelente angeschlossen. Erste führende Stockenten meldeten F. Seeliger am 17.5. mit 6 Juv. vom Unterlemnitzer Dorfteich und am 18.5. mit 7 Juv. vom Friesauer Dorfteich, R. Walther am 22.5 mit 3 Juv. vom Ruhteich und am 26.5. mit 7 Juv. von den Staudenteichen. Eine Stockente mit 8 bereits etwa 10 Tage alten Juv. fand I. Hermann am 29.5. auf dem Wurzbacher Stadtteich. Am Stausee bei Röppisch konnten bis zum 11.5. mehrfach Reiherenten mit max. 5 Ind. am 3.5. beobachtet werden. Weitere Nachweise liegen vor mit max. 3,1 Ind. am 3.5. vom Ruhteich Remptendorf (R. Walther), 2,1 Ind. am 7.5. vom Grafenteich Dobareuth (I. Hermann), 2,2 Ind. am 15.5. auf dem Speicher Friesauer Grund (R. Walther), 5 Ind. am 17.5. auf dem Wetterauteich bei Ullersreuth und 3,3 Ind. auf Glücksteich Dobareuth (beide I. u. J. Schmidt)., 8,7 Ind. am 21.5. auf dem unteren Crispendorfer Teich und 4,5 Ind. am 25.5. auf dem Teich im Kieferig bei Wüstendittersdorf (beide P. Neupert) sowie 2,2 Ind. am 23.5. auf dem mittleren Dorfteich Oettersdorf (V. Vopel). Eine späte Beobachtung von 6,2 Gänsesägern gelang am 11.5. auf der Bleilochtalsperre bei Kloster. Ein Haubentaucher hielt sich am 2.5. auf der Klosterplatte auf. Zwei waren es am 3.5., vier am 5.5. Den nächsten Nachweis gab es erst wieder am 29.5. mit 2 Ind. Eine späte Beobachtung gab es vom Rothalstaucher. 1 Ind. wurde am 2.5. auf der Bleilochtalsperre bei Kloster gesehen. Am 1.5. und 3.5. konnte erneut ein Prachttaucher auf der Bleilochtalsperre beobachtet werden. Kormorane wurden bei stetig sinkender Anzahl täglich bis zum 4.5. an der Bleilochtalsperre mit max. 14 Ind. gesehen. Danach liegen nur noch unregelmäßige Nachweise meist einzelner Kormorane vor.

Vom Silberreiher gab es lediglich drei Beobachtungen. 7 Ind. waren es am 2.5. an der Saale bei Walsburg und 1 Ind. am 11.5. an der Talsperre Lössau (P. Neupert). Der letzte Nachweis eines Silberreihers datiert auf den 18.5. an der Bleilochtalsperre bei Saalburg. Den ersten (Sicht-)Nachweis einer Wachtel brachte I. Hermann am 5.5. bei Wurzbach. K. u. M. Ostermann meldeten einen Weißstorch am 2.5. bei Remptendorf. Am 10.5. wurde 1 Ind. bei Lössau gesehen (P. Neupert). Bei Pöritzsch war am 17.5. ein Weißstorch während der Grasmahd auf Nahrungssuche (K. u. R. Friedrich). Ebenso die 7 Weißstörche, die M. Schulze am 18.5. bei Liebschütz sah, wo er am 31.5. nochmals 3 Ind. feststellen konnte. Am 4.5. hielt sich ein Schwarzstorch am Speicher Herrenteich auf (I. Hermann). K. u. R. Friedrich stellten am 8.5. 1 Ind. am unteren Friesaubach bei Schönbrunn fest. Eine weitere Beobachtung gelang nochmals I. Hermann am 10.5. bei Heberndorf. In großer Höhe überflog am 12.5. ein Schwarzstorch Remptendorf nach Nordwesten. Hier machte K. Horn am 15.5. eine ebensolche Beobachtung, und aus der Liebschützer Flur meldete M. Schulze an diesem Tag ebenfalls 1 Ind. R. Müller stellte am 18.5. 1 Ind. über Ebersdorf fest. 1 Ind. kreiste am 19.5. östlich Gräfenwarth (P. Neupert). Ein Schwarzstorch wurde am 26.5. am Ortsrand von Mödlareuth gesehen (D. Weidlich). K. u. R. Friedrich beobachteten am 30.5. 1 Ind. im Raum Schlegel/Lichtenbrunn, und beim letzten Nachweis sah M. Schulze am 31.5. 1 Ind. nahe Walsburg. I. u. J. Schmidt konnten am 19.5. einen Fischadler über der Saale bei Venzka beobachten. Beide Beobachter stellten am 22.5. auf und über einer Maissaat bei Dobareuth mit 23 Rotmilanen auch die größte Ansammlung dieser Art fest. Weitere Konzentrationen gab es beim Rotmilan auf Grünlandflächen während der Ernte (K. Horn; M. Schulze; F. Seeliger; R. Walther). Das Max. zählte M. Schulze am 21.5. mit 14 Ind. bei Liebschütz. In geringerem Umfang betraf das den Schwarzmilan (K. Horn; M. Schulze; F. Seeliger; K. Spindler; R. Walther), wobei R. Walther am 21.5. sowie M. Schulze am 31.5. jeweils 4 Ind. notieren konnten. Der Suchflug einer weiblichen Kornweihe war am 1.5. bei Weisbach zu beobachten. Weitere Beobachtungen dieser Art machte M. Schulze am 3.5. und am 21.5. bei Liebschütz. Als Brutvogel ist die Wiesenweihe in Deutschland zehnmal häufiger als die Kornweihe, umgekehrt ist es bei den gemeldeten Nachweisen in unserer Region. Zwei Beobachtungen der Wiesenweihe gelangen am 5.5., wobei je ein Ind. das Gebiet bei Remptendorf in Richtung Nordosten überflog. Angaben zu Wanderfalken-Bruten liegen aus der Schönbrunner, Wurzbacher, Blankensteiner und Burgker Flur von. Die ersten, bereits ca. 10 Tage alten juv. Blessrallen notierte P. Neupert am 10.5. auf dem Teich im Kieferig bei Wüstendittersdorf. R. Walther stellte am 24.5. 5 Juv. Ind. auf dem Speicher Zoppoten fest. Am 25.5. sah derselbe Beobachter 2 juv. Blessrallen auf den Staudenteichen. Eine Brut auf dem Speicher Oberlemnitz fiel Reinigungsarbeiten am Zulauf und damit verbundener Wasserspiegelabsenkung zum Opfer (I. Hermann). R. Mauersberger u. F. Seeliger berichteten von mehr als 30 Kranichen, die am 11.5. Bad Lobenstein nach Nordosten überflogen. 3 Flussuferläufer landeten am 4.5. an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre. Am gefluteten Bruchloch am Schlegeler Kulm notierte S. Kästner am 23.5. 1 Ind. Am Ruhteich wurde am 1.5. ein Nahrung suchender Bruchwasserläufer angetroffen. Lachmöwen hielten sich an fast allen Beobachtungstagen an der Bleilochtalsperre auf. Zehn und mehr waren es am 8.5. (10 Ind.), am 10.5. (34 Ind.), am 11.5. (21 Ind.) und am 13.5. (23 Ind.). Eine Sturmmöwe wurde am 23.5. an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre gesehen. Über den Flachwasserbereichen der Klosterplatte wurde am 27.5. eine Trauerseeschwalbe beobachtet. Ebenda hielt sich am 28.5. eine Flussseeschwalbe auf. Beide Vögel waren am 29.5. erneut zu beobachten. Dazu gesellten sich an diesem Tag noch 3 Trauerseeschwalben.

Gebirgsstelze (Motacilla cinerea)
(Photo: I. Hermann)
Bei Dröswein brachte P. Neupert am 2.5. den zweiten Nachweis einer Turteltaube für das Beobachtungsgebiet. Die Erstbeobachtung für Remptendorf datiert auf den 9.5. Ringeltauben sind inzwischen wohl in den meisten Orten präsent und haben die Türkentauben weitgehend verdrängt. In Bad Lobenstein stellte R. Müller auf dem stark frequentierten Markt in einem Zierahorn eine brütende Ringeltaube fest. Größere Ansammlungen nahrungssuchender Ringeltauben meldeten K. u. R. Friedrich. Sie sahen am 17.5. auf einer Ansaat bei Unterlemnitz etwa 250 Ind., am 26.5. ca. 200 Ind. bei Ebersdorf und am 27.5. ebenso viele bei Schönbrunn. Im Saaletal bei Blankenberg hörte H. Böhm am 1.5. 1 Kuckuck. Im Saaletal bei Venzka rief am 5.5. und am 17.5. jeweils 1 Ind. (I. u. J. Schmidt). Am 11.5. notierte P. Neupert 1 Ind. an der Talsperre Lössau. D. Weidlich hörte vom 16.5. bis 19.5. 1 Kuckuck nahe Mödlareuth. S. Kästner stellte am 23.5. ein singendes Männchen in der Saaleaue bei Blankenberg fest. Die ersten, für dieses Jahr zeitigen Mauersegler meldeten am 5.5. I. u. J. Schmidt aus Dobareuth. Am 9.5. trafen Mauersegler in Karolinenfield (G. Hoh) und in Schönbrunn (K. Horn) ein. 8 Mauersegler sah R. Müller am 10.5. in Zoppoten. An diesem Tag wurden in Remptendorf zwei langjährige Brutplätze besetzt (E. Walther). Für Ebersdorf nannte P. Hirth den 11.5. als Tag der Erstbeobachtung. An diesem Tag stellte auch V. Vopel die ersten Mauersegler in Schleiz und Oettersdorf fest. Ein Eisvogel wurde am 13.5. am Stausee bei Röppisch gesehen. I. Friedrich stellte am 15.5. 1 Ind. an der Saale bei Blankenstein fest. Ein Brutnachweis gelang S. Kästner am 25.5. am Friesaubach bei Schönbrunn. Mit der Beobachtung eines Wiedehopfes am 3.5. bei Schönbrunn brachten K. u. R. Friedrich bereits den neunten Nachweis dieser Art für 2022. Zwei Kleinspechte beobachtete F. Seeliger am 8.5. beim Aufsuchen einer potentiellen Nisthöhle in Walsburg. Je 1,0 Neuntöter meldeten bei der Erstbeobachtung am 13.5. K. Horn aus der Schönbrunner und R. Walther aus der Remptendorfer Flur. Bei Liebschütz sah M. Schulze am 15.5. die ersten Ind. Für den Raum Wurzbach gab I. Hermann den 16.5., für Dobareuth I. u. J. Schmidt den 19.5. als Tag der Erstbeobachtung an. Nach drei Nachweisen des Tannenhähers im April liegen für den Raum Wurzbach erneut Beobachtungen der Art vor. Am 2.5. notierte I. Hermann 1 Ind. Auch der Nachweis eines Tannenhähers am 7.5. nördlich Remptendorf fällt ebenso in die Brutzeit, wie der Nachweis eines weiteren Ind. am 25.5. durch S. Kästner, diesmal in der westlichen Remptendorfer Flur. Einen Eichelhäher mit Nistmaterial sah K. Horn am 28.5. in Schönbrunn. Im Ergebnis landschaftspflegerischer Maßnahmen auf der Mastentrasse zwischen Remptendorf und Eliasbrunn waren zwei Reviere der Heidelerche zu finden. Gleiches trifft auf den ehemaligen Truppenübungsplatz bei Ruppersdorf zu. Eine Kontrolle am 30.5. durch R. Walther und M. Ostermann bestätigte 4 Heidelerchen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz, davon 2 singende Männchen. Die einzige Feststellung eines Feldschwirls gelang S. Kästner am 23.5. mit einem singenden Ind. im Langwassergrund bei Neundorf. Den ersten Sumpfrohrsänger hörten I. u. J. Schmidt am 15.5. in Dobareuth sowie R. Walther am 16.5. bei Remptendorf. Ein Gelbspötter sang erstmals am 7.5. bei Dobareuth, am 14.5. waren es 3 Ind. (I. u. J. Schmidt). An ergiebigen Nahrungsquellen – insbesondere frisch gemähtem Grünland - konnten größere Ansammlungen futtersuchender Stare festgestellt werden. Am 15.5. wurden bei Friesau zeitgleich etwa 120 Ind. gezählt, die, ergänzt durch ständig pendelnde Ind., in der Summe mind. 200 Staren umfasst haben dürften. K. Horn meldete am 19.5. etwa 100 Ind. auf einer Mahdfläche bei Schönbrunn. Sechs Tage später als im Mittel der letzten Jahre waren erste flügge Stare ab dem 24.5. zu sehen. Wasseramseln wurden nur dreimal gemeldet. I. Hermann sah am 26.5. 2 Ind. an der Sormitz in Wurzbach. An der Selbitz in Blankenstein stellte H. Böhm am 1.5. und 8.5. jeweils 1 Ind. fest. Ein singendes Schwarzkehlchen stellte S. Kästner am 23.5. im Langwassergrund bei Neundorf (Bad Lobenstein) fest, doch war der Vogel an den darauffolgenden Tagen nicht mehr anzutreffen. Vier späte Steinschmätzer rasteten noch am 16.5. bei Wurzbach (I. Hermann). 10 Wiesenschafstelzen zählte I. Hermann am 11.5. auf einer Rinderweide bei Wurzbach. S. Kästner sah am 23.5. und 26.5. je 1 Ind. in Schönbrunn. Ein Pirol sang am 26.5. für kurze Zeit im Ebersdorfer Park (S. Kästner). Brutverdacht beim Fichtenkreuzschnabel begründet die Beobachtung von 7 Ind. am 25.5. bei Friesau. Hier handelte es sich wahrscheinlich um einen Familienverband (S. Kästner).

24. Mai 2022
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Einladung zur Exkursionen am 28.5.22

Die am 28.5.22 im ehem. Staatsbruch bei Lehesten geplante Wanderung findet statt. Treffpunkt ist um 7.00 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Hotel auf dem Gelände des ehem. Staatsbruchs.

7. Mai 2022
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Einladung zu zwei weiteren Exkursionen am 22.5.22 und 28.5.22

Nachdem die erste Exkursion im April so großen Zuspruch fand und sich Ende Mai erneut zwei Termine anbieten, möchten wir zu zwei weiteren Vogelstimmenwanderungen einladen. Die erste führt uns in den Ebersdorfer Park – ein immer wieder guter, zentral erreichbarer Anlaufpunkt mit leichtem Gelände und großer Artenvielfalt. Die zweite Wanderung führt uns um das Tagebaurestloch des ehemaligen Staatsbruchs Lehesten. Weniger artenreich, vielleicht aber mit ein paar interessanten Beobachtungen. Zudem ist diese Gegend eine der weißen Flecken in unserem Gebiet.
Wir treffen uns für die erste Wanderung am Sonntag, den 22.5.22 um 6.30 Uhr auf dem Parkplatz am Küchenteich in Ebersdorf. Die Durchgangsstraße in Ebersdorf auf Höhe der Kirche in Richtung der der Ausschilderung Lebensmittelmarkt bzw. Gärtnerei folgen und geradeaus auf den Schlauchturm der Feuerwehr zufahren.
Für die zweite Wanderung am Sonnabend, den 28.5.22 treffen wir uns, der längeren Anfahrt wegen, um 7.00 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Hotel auf dem Gelände des ehem. Staatsbruchs.
Für beide Wanderungen rechnen wir mit 4 Stunden. Auch bei etwas schlechterem Wetter findet die Wanderung statt, es sei denn, es herrscht Dauerregen.

7. Mai 2022
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Vogelstimmenwanderung rund um den Gräfenwarther Bühl

Ein Beitrag von Karin Friedrich und Kerstin Horn

Auf dem Gräfenwarther Bühl
(Photo: M. Horn)
Endlich – nach zweijähriger pandemiebedingter Pause - lud der AKOOS für den 23. April 2022 wieder zu einer Vogelstimmenwanderung ein. Bei eher kühler Witterung und wolkenbedecktem Himmel fanden sich 16 vogelkundlich Interessierte um 7.00 Uhr am Gräfenwarther Dorfteich ein. Unter der fachkundigen Führung von Sven Kästner waren die Exkursionsteilnehmer voller Erwartung, welche Vögel es zu hören und zu entdecken gibt. Schon am Startpunkt konnte ein Brutnachweis erbracht werden. Eine weibliche Stockente saß auf ihrem Gelege in dem eigens dafür errichteten Häuschen auf dem Teich. Es folgten weitere Beobachtungen im Siedlungsbereich von Bachstelze, Mehl- und Rauchschwalben, Gebirgsstelze, Amsel, Haussperling, Grünfink, Stieglitze, Stare und Hausrotschwanz. Ebenso konnte der Balzflug einer Ringeltaube sowie der Überflug von drei Nilgänsen beobachtet werden. Entlang an teils nicht mehr bewirtschafteten Gärten, die aber einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz darstellen, vernahmen wir dann die Gesänge von Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke und Zilpzalp, sahen einen Paarungsversuch eines Blaumeisenpaares und den Revierkampf von zwei männlichen Goldammern. Von den Agrarflächen konnten wir die Gesänge zweier Feldlerchen hören und einen von den Schafwiesen auffliegenden Graureiher sehen. Auf der 20-kV-Leitung zählten wir elf rastende Ringeltauben, die höchste Anzahl einer Art an diesem Tag. Bei den Feldgehölzen im Geräumte machte uns Sven auf einen Baumpieper aufmerksam. Es war eine der ersten Beobachtungen für unsere Region in diesem Jahr. Die Sichtung von Greifvögeln blieb unter den Erwartungen. Vom Turmfalken, Sperber, Mäusebussard und Rotmilan konnten wir je nur ein Individuum erblicken. Auch die Anzahl der singenden Singdrosseln und Buchfinken war gering. An der Waldkante des Bühls angekommen, waren die Rufe von Schwarz- und Grauspecht zu vernehmen. Sven Kästner erklärte uns sehr anschaulich anhand von Abbildungen und Rufaufzeichnungen auf seinem Tablet den Unterschied zwischen Grau- und Grünspecht. Lange mussten wir an diesem Tag auf die Beobachtung eines Zaunkönigs warten. Weitere Nachweise am Waldrand und in der Heckenstruktur gelangen uns bei Tannenmeise, Gimpel, Heckenbraunelle, Kernbeißer, Fitis, Kleiber, Weidenmeise und Hohltaube. Mit der Beobachtung einer überfliegenden Wiesenschafsstelze - der erste Nachweis in diesem Jahr - hatten wir alle drei bei uns vorkommenden Stelzenarten gesehen. Auch hier konnte Sven die besonderen Merkmale der unterschiedlichen Arten am Tablet einprägsam vermitteln. Wieder am Gartengürtel angekommen, war der inzwischen recht selten gewordene Gartenrotschwanz zu beobachten. Auch den Nachweis von Bluthänflingen und eines singenden Girlitzes konnten wir erbringen. Außerdem waren mehrere Trupps ziehender Finken zu sehen, die durch ungünstige Lichtverhältnisse nicht näher bestimmt werden konnten. Trotz geeigneten Habitats waren weder Baumläufer noch Sommer- oder Wintergoldhähnchen an diesem Morgen zu beobachten. Am Ende der Wanderung zählten wir dennoch Nachweise von 50 verschiedene Vogelarten. Die Teilnehmer an der Exkursion waren sich einig, dass die Vogelstimmenwanderung mit Sven Kästner, der über ein enormes ornithologisches Fachwissen verfügt, jedes Mal aufs Neue spannend, lehrreich und ein Naturerlebnis der besonderen Art ist.

1. Mai 2022
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Beobachtungen im April 2022

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Löffelente (Anas clypeata)
(Photo: I. Hermann)
Brütende Höckerschwäne meldete P. Neupert am 6.4. von der Talsperre Lössau, am 11.4. von den Teichen in den Rödern bei Lössau und am 12.4. von den Teichen in der Ruhe bei Neundorf (bei Schleiz) und sah M. Kohl am 14.4. an der Saale bei Ziegenrück. Zwei der in Deutschland von Zuchttieren abstammenden Schneegänse konnte P. Hirth am 11.4. über Lobenstein sehen und als solche bestimmen. Von der Nilgans gelang ein weiterer Brutnachweis mit 4 wenige Tage alten Juv. am 21.4. bei Kloster. Drei Rostgänse landeten am 8.4. an der Bleilochtalsperre bei Kloster. Diese wurden am 10.4. ebenda erneut gesehen. Am Folgetag zählten M. Ostermann u. R. Walther 5 Ind. Zwei Rostgänse schwammen am 18.4. auf den Klärteichen am Ortsrand von Eliasbrunn. 2 Brandgänse konnte J. Neumeister am 4.4. auf den Tannaer Leitenteichen beobachten. C. u. L. Schunke sahen am 12.4. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer 6,6 Knäkenten. 1,0 Ind. stellte I. Hermann am 27.4. auf dem Speicher Oberlemnitz fest. Eine weibliche Krickente ruhte am 18.4. an den Eliasbrunner Klärteichen. 1,1 Spießenten hielten sich am 8.4. auf der Bleilochtalsperre bei Kloster auf. 4 Pfeifenten rasteten am 8.4. auf der Klosterplatte. Im ehemaligen Wurzbacher Bad konnte I. Hermann am 1.4. 3,1 Löffelenten beobachten. 8,8 Ind. wurden am 6.4. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre, weitere 1,1 auf dem Speicher Lothratal gesehen. Am 10.4. hielten sich 3,3 Ind. erneut auf der Bleilochtalsperre auf. Hier konnten M. Ostermann u. R. Walther am 11.4. nochmals 1,1 Löffelenten sehen. 2,1 Tafelenten wurden am 8.4., 1,0 Ind. am 21.4. auf der Bleilochtalsperre bei Kloster gesehen. Einen Nachweis der Tafelente abseits der Saale brachte K.-H. Weiß mit der Beobachtung von 1,1 Ind. am 18.4. auf den Staudenteichen bei Remptendorf. Bei der Reiherente sah P. Neupert den mit 13,6 Ind. größten Trupp am 6.4. auf der Talsperre Lössau. Auf der Bleilochtalsperre wurde am 11.4. mit 5,5 Ind. die Höchstzahl erreicht (M. Ostermann, R. Walther). Außerhalb der großen Wasserflächen liegen Nachweise vom Remptendorfer Ruhteich mit max. 6,6 Ind. am 14.4., von den Klärteichen am Ortsrand von Eliasbrunn mit max. 9,3 Ind. am 28.4. sowie vom Speicher Mönchgrün mit 10,2 Ind. am 21.4. vor. Von der nicht in jedem Jahr im Gebiet zu beobachtenden Bergente hielten sich am 10.4. 0,3 Ind. auf der BLT auf. Der noch im März ständig auf der Bleilochtalsperre anwesende Gänsesäger wurde hier nur noch vereinzelt, maximal mit 4,1 Ind. am 10.4., dem letzten Beobachtungstag gesehen. Für diesen Tag gab auch P. Neupert die Letztbeobachtung mit 0,1 Ind. auf der Talsperre Lössau an. Zeitlich abgesetzt und abseits der großen Talsperren gab es am 25.4. den letzten Nachweis mit 1,0 Ind. auf dem Speicher Oberlemnitz. Bis zum Monatsende konnten Haubentaucher an allen Beobachtungstagen festgestellt werden. Max. waren es 10 Ind. am 9.4. Von der Talsperre Lössau wurden 3 Ind. am 17.4. gemeldet (P. Neupert). Ein Prachttaucher hielt sich auch noch im April auf der Bleilochtalsperre auf. Der letzte Nachweis datiert auf den 7.4.

Nachdem am 4.4. bei Möschlitz bereits 7 Silberreiher gezählt werden konnten, waren es am 5.4. ebenda 10 Ind., und am 21.4. wurde mit 13 Ind. die Höchstzahl erreicht. Schwarzstörche waren ab der Erstbeobachtung bei Friesau dem 7.4. (B. Werner) eine regelmäßige Erscheinung im Beobachtungsgebiet. Nachweise gelangen bei Bad Lobenstein (I. Hermann), Dobareuth (I. u. J. Schmidt), Ebersdorf (R. u. U. Haußner; K. Horn), Lichtenbrunn (R. Müller), Liebschütz (M. Schulze), Lemnitzhammer (R. Schulze), Lössau (P. Neupert), Mödlareuth (I. Hermann, D. u. H. Weidlich), Remptendorf (K. u. T. Dietzel; I. Hermann, R. Walther) und Zoppoten (R. Walther). Bei Schneefall und geschlossener Schneedecke hielt sich der bereits am 31.3. gesichtete Weißstorch am 1.4. noch immer am Rande des Bad Lobensteiner Gewerbegebietes Goldbach auf (W. Häßner; K. Spindler). Auf einem Schornstein in Schönbrunn sah G. Daum am 5.4. 2 Weißstörche. Ebenfalls zwei Weißstörche beobachtete J. Neumeister am 14.4. in Tanna. M. Kohl sah am 13.4. einen Seeadler über dem Ausgleichsbecken Burgkhammer. Die zweite Beobachtung gelang R. Walther am 22.4. mit 1 Ind. über der Klosterplatte. Ein Fischadler überflog am 15.4. Neuenbeuthen Richtung Hohenwartetalsperre. Beim zweiten Nachweis wurde am 16.4. 1 Ind. über der Sperrmauer der Bleilochtalsperre gesehen. Von den bereits im März bei Liebschütz nachgewiesenen Kornweihen konnten M. Schulze sowie S. Kästner und R. Walther noch mehrfach und letztmalig am 30.4. (M. Schulze) bis zu 1,3 Ind. nachweisen. Am vorjährigen Brutplatz bei Remptendorf wurde am 4.4. eine weibliche Rohrweihe festgestellt. Die Beobachtung eines Männchens gelang am 8.4. ebenda. Dieses wurde am 11.3. und in den Folgetagen mehrfach mit Nistmaterial gesehen (R. Walther, z. T. mit M. Ostermann). Am Lössauer Brutplatz wurden nach der Erstbeobachtung eines Männchens am 11.4. erstmals am 20.4. beide Rohrweihen festgestellt. Einzelbeobachtungen von jeweils 1,0 Ind. gab es am 9.4. bei Möschlitz (R. Walther) und am 20.4. bei Oettersdorf (P. Neupert). Einen besetzten Rotmilanhorst konnte R. Walther am 18.4. bei Friesau finden. Die zweite diesjährige Beobachtung eines Schwarzmilans gelang am 4.4. bei Remptendorf. Das Maximum zählten M. Ostermann u. R. Walther am 11.4. mit 8 rastenden Ind. bei Remptendorf. 10 Mäusebussarde sah M. Kohl am 3.4. auf einem Feld bei Remptendorf. Unweit davon konnte er wenig später 1 Rauhfußbussard fotografieren. Einen zweiten Nachweis brachte R. Walther am 13.4. bei Zoppoten. Einen Wanderfalken sah M. Schulze am 11.4. über Liebschütz. Am 16.4. überflog 1 Ind. Remptendorf. 1,1 Wanderfalken beobachtete S. Kästner am 24.3. bei Schönbrunn.

Eine Teichralle wurde von K. Spindler in der ersten Monatshälfte mehrfach auf dem Mühlteich in Friesau gesehen. Ein Ind. hielt sich am 6.4. an der Talsperre Lössau auf (P. Neupert). Mehrmals konnte 1 Ind. auf den Klärteichen Eliasbrunn und am 25.4. 1 Ind. auf dem Brauteich Ebersdorf beobachtet werden. Erstmals seit 2008 sind die Staudenteiche bei Remptendorf wieder mit einem Brutpaar der Teichralle besetzt. Die erste Bleßralle auf dem Nest sah S. Kästner am 23.4. auf dem Speicher Zoppoten. Ein Großer Brachvogel überflog am 30.4. rufend die Bleilochtalsperre bei Röppisch (M. Ostermann, R. Walther). Eine Waldschnepfe wurde am 10.4. bei Isabellengrün gesehen. Ebenfalls am 10.4. stellte R. Müller am Herrenteich einen Waldwasserläufer fest. Drei Waldwasserläufer waren am 15.4. am Speicher Lothratal auf Nahrungssuche (S. Sparsbrod; R. Walther). 10 Lachmöwen konnten am 8.4. längere Zeit auf und über der Klosterplatte beobachtet werden. 3 Ind. waren am 13.4. auf einem Feld bei Remptendorf auf Nahrungssuche. Das Maximum waren 34 Ind., die M. Ostermann und R. Walther am 30.4. auf und über der Klosterplatte sahen. 340 Ringeltauben wurden am 14.4. auf einem Feld in der Flur Zoppoten gezählt. Die erste singende Turteltaube hörte P. Staudt am 27.4. in Rothenacker. Interessant sind drei Nachweise vom Kuckuck, der nördlich des Frankenwaldes nur noch seltener Gast ist. Am 25.4. konnte R. Walther zwei dieser Vögel beider Morphen an verschiedenen Stellen bei Remptendorf nachweisen. K. Däumler hörte am 30.4. 1 Ind. bei Lückenmühle. Ein Uhu war mehrfach am Ausgleichsbecken Burgkhammer zu hören. S. Kästner bestätigte den Uhu wieder als Brutvogel bei Lehesten. Ein Brutnachweis vom Rauhfußkauz gelang P. Staudt in der Kämmera. Ein Sperlingskauz rief am 4.4. im Waldgebiet an der Wetterabucht. Den Bruthöhlenbau des Schwarzspechtes beobachtete P. Staudt am 28.4. in der Kämmera. M. Kohl meldete am 14.4. die Beobachtung eines Eisvogels an der Saale bei Walsburg. Einen Wiedehopf konnte I. Hermann am 3.4. in Mödlareuth fotografieren. Ebenda stellte P. Staudt am 10.4. 1 Ind. fest. Wie bereits am 31.3. hielt sich am 5.4. erneut ein Wiedehopf im Garten von K. u. W. Hillebrand in Bad Lobenstein auf. J. Neumeister meldete am 19.4. 1 Wiedehopf aus Zollgrün. Einen weiteren Nachweis brachte A. Taut am 22.4. mit 1 Ind. auf dem Anger in Friesau.

Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)
(Photo: K. Spindler)
162 Dohlen konnte I. Hermann am 4.4. bei Zoppoten zählen. Am Folgetag waren es bereits 218 Ind. Tannenhäher-Beobachtungen liegen drei vor. Ein Ind. sah I. Hermann am 6.4. bei Wurzbach. P. Neupert notierte 2 Ind. am 17.4. bei Langenbuch und K. Horn hörte einen Tannenhäher am 23.4. bei Ebersdorf. Von den wenigen bekannten Brutplätzen der Heidelerche im AKOOS-Gebiet liegt lediglich die Beobachtung eines Ind. am 30.4. aus dem Schlegeler Raum vor (R. Müller). Nachdem es im März den Einzelnachweis einer Rauchschwalbe gab, kann die Rückkehr ins Brutgebiet auf die Tage vom 10.4. bis 13.4. datiert werden. Einer Beobachtung am 10. bei Lössau (P. Neupert) folgten sechs Nachweise am 11.4. in Schönbrunn (K. Horn; K. u. R. Friedrich), Liebschütz (R. Falk), Ruppersdorf (S. Sparsbrod) sowie Remptendorf (K. u. M. Ostermann; R. Walther), weitere zwölf bis zum 13.4. aus Görkwitz, Crispendorf, Schleiz und dem Wisentatal (alle P. Neupert), Burgk (C. u. L. Schunke), Liebengrün (F. Könitzer), Dobareuth (I. u. J. Schmidt), Remptendorf (M. Kohl; M. Ostermann, R. Walther; K. Vester), Schönbrunn (B. Kästner) und aus Karolinenfield (G. Hoh). Als Erstbeobachtung für Bad Lobenstein und auch Zoppoten nennt R. Müller den 14.4. Die ersten Mehlschwalben sahen I. u. J. Schmidt am 15.4. bei Venzka. Vier Mehlschwalben notierten D. u. M. Frey am 16.4. am vorjährigen Brutplatz in Liebschütz. Den Nahrungsflug von 25 Durchzüglern konnte P. Neupert am 18.4. über der Saale bei Walsburg beobachten. Die Erstbeobachtung einer Mehlschwalbe in Bad Lobenstein datiert R. Müller auf den 22.4. Der erste singende Fitis wurde am 13.4. bei Zoppoten gehört. Einen singenden Waldlaubsänger notierte S. Kästner am 24.4. unweit des Schönbrunner Heinrichsteins. Nach der Erstbeobachtung einer Mönchsgrasmücke Ende März in Friesau brachten am 3.4. K. Däumler in Lückenmühle und I. u. J. Schmidt für Dobareuth weitere Nachweise dieser Art. Der Gesang wurde erstmals am 4.4. von R. Müller in Bad Lobenstein notiert. Erst ab dem 12.4. liegen weitere Meldungen zu singenden Mönchsgrasmücken vor (I. Hermann; K. Horn; S. Kästner; M. Ostermann; I. u. J. Schmidt; M. Schulze; R. Walther). Die erste singende Klappergrasmücke meldeten I. u. J. Schmidt am 21.4. aus Dobareuth. Die Erstbeobachtung der Gartengrasmücke datiert auf den 29.4. bei Remptendorf. Den Revierstreit zweier Dorngrasmücken konnte I. Hermann bei der Erstbeobachtung am 29.4. bei Wurzbach beobachten. Eine erste Eischale vom Star fand R. Müller am 4.4. in Bad Lobenstein. Einen Star mit Futter meldete K. Horn am 28.4 für Schönbrunn. Ringdrossel (Turdus torquatus)
(Photo: I. Hermann)
Einen Trupp von etwa 250 Staren stellten K. u. R. Friedrich am 24.4. in Schönbrunn fest. P. Neupert konnte an der Wisenta vier Bruten der Wasseramsel nachweisen. Das Gelege einer Amsel in Liebschütz fand am 17.4. M. Schulze, wenig später auch eine Elster. Die bisher größte Ansammlung von Singdrosseln wurde am 4.4. mit 25 Ind. bei Kloster gesehen. Im Langwassergrund bei Neundorf beobachtete I. Hermann am 11.4. 2 Ringdrosseln. Einen ersten Nachweis des Grauschnäppers brachte F. Radon am 19.4. in Oettersdorf. Den ersten Trauerschnäpper meldeten K. u. T. Dietzel am 15.4. aus der Remptendorfer Flur. Die Erstbeobachtung eines Braunkehlchens gelang R. Müller am 14.4. im Langwassergrund bei Neundorf. Gartenrotschwänze wurden erstmals am 22.4. gesehen. Je ein Männchen rastete bei Zoppoten (S. Kästner) und bei Remptendorf (S. Kästner, R. Walther) und wurde als Verkehrsopfer bei Liebengrün gefunden (S. Kästner, R. Walther). Den ersten Steinschmätzer stellte K. Spindler am 11.4. bei Friesau fest. Am 13.4. sah derselbe Beobachter unweit dieser Stelle 2 Ind. S. Kästner erkannte am 23.4. eine ziehende Wiesenschafstelze in der Gräfenwarther Flur. Ebenda wurde im Zuge einer AKOOS-Exkursion an diesem Tag auch der erste Baumpieper festgestellt. 23 Wiesenpieper rasteten am 14.4. bei Möschlitz. Etwa 170 Bergfinken wurden am 4.4. auf einem Feld bei Remptendorf gezählt. Für den Raum Wurzbach meldete I. Hermann am 6.4. einen reinen Bergfinkenschwarm mit mindestens 200 Ind. sowie weitere etwa 100 Bergfinken, die mit Buchfinken vergesellschaftet waren. Am 8.4. hatte sich die Anzahl beider Finkenarten auf jeweils 300 erhöht (I. Hermann). Ebensolche Ansammlungen stellten M. Ostermann u. R. Walther am 11.4. bei Remptendorf fest. Einen weiteren Schwarm mit etwa 300 Bergfinken sah S. Sparsbrod an diesem Tag bei Thimmendorf.

2. April 2022
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Beobachtungen im März 2022

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Prachttaucher (Gavia arctica)
(Photo: S. Kästner)
Nestbau beim Höckerschwan konnte P. Neupert am 29.3 an der Talsperre Lössau beobachten. Am 12.3. überflogen 2 Graugänse die Eisbrücke bei Burgk (S. Kästner) und dann die Sperrmauer der Bleilochtalsperre (R. Walther) in südliche Richtung. K. Horn meldete am 12.3. 18 unbestimmte graue Gänse bei Schönbrunn. Sechs Graugänse überflogen am 17.3. die Remptendorfer Flur (K. u. M. Ostermann). Am 30.3. überflogen 60 unbestimmte graue Gänse Venzka (I. u. J. Schmidt). An der Sperrmauer der Bleilochtalsperre sah R. Walther am 7.3. 2 Kanadagänse im Überflug. Seit dem 1.3. und bis 23.3. hielten sich bei anfangs 63 Ind. in abnehmender Anzahl täglich Nilgänse am Grünen Teich bei Remptendorf auf (I. Gallios; M. Kohl; K. u. M. Ostermann; E. Walther; R. Walther; U. Wolf;). Bei der bereits im Februar erwähnten Nilgansbrut an Kästners Teichen bei Friesau schlüpften um den 12.3. 2 Pulli des 5er Geleges (P. Hirth). Auf dem Kalkteich am Grünen Esel bei Schönbrunn führte ein Paar bereits am 23.3. sieben, einen Tag alte Pulli (K. u. F. Friedrich). Auf dem unteren Dorfteich in Schönbrunn konnte K. Horn am 24.3. die Balz von 1,1 Nilgänsen beobachten. Eine männliche Krickente konnten S. Kästner u. R. Walther am 11.3. auf den Staudenteichen bei Remptendorf notieren. Auf den Geräumdeteichen bei Lössau hielten sich am 15.3. 1,1 Krickenten auf, und in den Rödern waren es tags darauf 3,1 Ind. (beide P. Neupert). 3,2 Krickenten sah I. Hermann am 21.3. auf dem Speicher Oberlemnitz. Von der nur unregelmäßig das Gebiet aufsuchenden Knäkente gelang P. Neupert am 18.3. der Nachweis von 1,1 Ind. auf der Talsperre Lössau. Auf der Klosterplatte balzten am 21.3. 6 Knäkenten. Zwei Schnatterenten wurden am 1.3. bei Kloster gesehen. Vier waren es am 21.3. ebenda. Der einzige Nachweis der Spießente datiert auf den 18.3. P. Neupert sah 1,0 Ind. auf der Talsperre Lössau. Ebenda zählte er am 15.3. 3,3 Pfeifenten. Am 15.3. hielt sich 1,0 Pfeifente auf dem Küchenteich im Ebersdorfer Park auf. Tags darauf wurden 3,3 Ind. auf der Bleilochtalsperre bei Lemnitzhammer gezählt (beide R. Müller). Beim ersten Nachweis der Löffelente in diesem Jahr balzten am 31.3. 7 Ind. auf der Klosterplatte. 84 Stockenten zählte R. Walther am 4.3. auf dem Brauhausteich Ebersdorf. 74 Ind. notierten L. Schunke und R. Walther am 9.3. auf den Staudenteichen bei Remptendorf. 77 Ind. zählte I. Hermann am 17.3. auf dem Speicher Oberlemnitz. Neben weiteren Nachweisen bildeten 11 Reiherenten am 6.3. das Maximum auf der Bleilochtalsperre. Für das Ausgleichsbecken Grochwitz nannte L. Schunke am 29.3. mit 3,6 Ind. die maximale Anzahl. Von der Talsperre Lössau meldete P. Neupert das Maximum am 18.3. mit 17,8 Ind. Die Höchstzahl auf dem Speicher Oettersdorf gab V. Vopel mit 5,4 Ind. für den 13.3. an. Der Crispendorfer Schloßteich war am 22.3. mit 7,3 Ind. besetzt. Auf dem Ruhteich bei Remptendorf zählte R. Walther am 28.3. 8,4 Reiherenten 1,1 Schellenten konnten am 12.3. auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch beobachtet werden. Mit 9 Ind. sah M. Kohl am 29.3. auf dem AB Grochwitz die größte Anzahl. Am 13.3. hielten sich 3,2 Tafelenten auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch auf. 17 Ind. zählte R. Walther am 21.3. auf der Klosterplatte. Am 23.3. waren es 3,0 Tafelenten. Den einzigen Nachweis dieser Art auf der Talsperre Lössau brachte P. Neupert am 5.3. mit 2,0 Ind.

Die max. Anzahl der auf der Bleilochtalsperre beobachteten Gänsesäger (H. Böhm; S. Fiedler; S. Kästner; M. Kohl; R. Müller; L. Schunke; R. Walther; R. Zielke) wurde am 4.3. mit 26 Ind. (R. Walther) notiert. Das Maximum auf der Talsperre Lössau zählte P. Neupert am 15.3. mit 25 Ind. Seltener erschienen Gänsesäger abseits der großen Wasserflächen. Am 8.3. hielten sich 4,4 Ind., am 10.3. 7,5 Ind. auf dem Görkwitzer Zipfelteich auf. 7,9 Ind. waren es am 13.3. auf dem Speicher Oettersdorf (alle V. Vopel). Auf dem Kalkteich bei Schönbrunn sahen S. Kästner am 10.3. und R. Müller am 12.3. 1,1 Ind. Auf dem Speicher Oberlemnitz notierte I. Hermann am 16.3. 1,1 Ind., und 0,3 Gänsesäger waren es am 21.3. auf dem Speicher Zoppoten (R. u. U. Haußner; R. Walther). Bei ständiger Anwesenheit auf der Bleilochtalsperre bedeuteten die am 1.3. gezählten 19 Haubentaucher das Maximum. Auf der Talsperre Lössau waren es maximal 3 Haubentaucher am 29.3. (P. Neupert). Ebenda wurde am 29.3. erstmals 1 Zwergtaucher gesehen. Auf der Bleilochtalsperre erschien der erste Zwergtaucher am 27.3. Auf der Saale oberhalb und unterhalb des Stausees wurden die Beobachtungen von 2 Zwergtauchern am 7.3. bei Blankenstein (S. Kästner), 2 Ind. am 14.3. bei Blankenberg (S. Fiedler) und 4 Ind. am 8.3. auf dem AB Grochwitz (S. Kästner, R: Walther) bekannt. Außerhalb des Saaletals erschienen erste Zwergtaucher am 26.3. auf dem Speicher Zoppoten (R. Müller), am 27.3. auf dem Speicher Friesauer Grund bei Lückenmühle, und am 28.3. waren von 2 Ind. auf dem Ruhteich bei Remptendorf bereits Balztriller zu hören. Noch mind. bis zum 26.3. hielten sich die 3 Prachttaucher auf der Bleilochtalsperre auf (R. Walther, z. T. mit S. Kästner; L. Schunke). Die letzte Beobachtung eines Ind. datiert auf den 31.3.

Graureiher waren täglich und mit max. 4 Ind. anzutreffen (R. u. U. Haußner; I. Hermann; K. Horn; S. Kästner; R. Müller; T. Schink; M. Schulze; L. Schunke; V. Vopel; R. Walther). Im Zentrum der Kolonie am Wolfstein sind geschädigte Bäume entnommen worden, so dass nur noch im Randbereich 6 Nester besetzt sind (H. Böhm). Bei durchgehender Anwesenheit des Silberreihers (S. Fiedler; R. u. U. Haußner; I. Hermann; K. Horn; S. Kästner; M. Kohl; R. Müller; M. Ostermann; I. u. J. Schmidt; V. Vopel; R. Walther) wurde in der Summe der Einzelbeobachtungen am 8.3. mit 15 Silberreihern die größte Anzahl im Gebiet gezählt. Die mit 12 Ind. größte Konzentration konnte von E. u. R. Walther am 2.3. bei Möschlitz beobachtet werden. Die EB eines Schwarzstorches gelang M. Schulze am 20.3. bei Liebschütz. Den zweiten Nachweis brachten I. u. J. Schmidt am 23.3. bei Dobareuth. M. Kohl sah am 24.3. 1 Ind. bei Friesau. Bei der Beobachtung von E. Pöhlmann hielt sich 1 Schwarzstorch am 28.3. auf einem Feld bei Liebengrün auf. Am Oettersdorfer Brutplatz wurde bisher nur ein einzelner Weißstorch genannt (M. Ostermann; V. Vopel). Ein Foto, das K. u. R. Friedrich am 31.3. machen konnten, zeigt die Anwesenheit eines Weißstorches im Gewerbegebiet Goldbach in Bad Lobenstein. Ein Seeadler überflog am 13.3. das Ausgleichsbecken bei Burgk (S. Kästner). Eine weitere Beobachtung gelang am 15.3. mit 1 Ind. über Bleilochtalsperre bei Röppisch. Hier wurde am 26.3. erneut 1 Seeadler gesehen. I. u. J. Schmidt notierten eine Kornweihe am 5.3. in ihrem Beobachtungsgebiet. Für Liebschütz meldete M. Schulze am 7.3. wieder 2 Kornweihen. 1,0 Ind. war es am 9.3. ebenda und am 11. und 12.3. konnte erneut M. Schulze 1,3 Ind. beobachten. Weitere Nachweise dieser Vögel gelangen in der Folge und bis Ende des Monats auch C. u. W. Hager, E. Pöhlmann und R. Walther. Am 8.3. überflog 1,0 Ind. Lössau (P. Neupert). Bei Ebersdorf sah K. Horn am 10.3. 1,1 Ind. und am 13.3. 0,3 Kornweihen. Am 10.3. meldete S. Kästner 0,2 Kornweihen aus der Schönbrunner Flur. Bei Weisbach sahen C. u. W. Hager am 24.3. 1,1 Kornweihen. Fünf Rotmilane notierte M. Schulze am 9.3. bei Liebschütz, ebenso viele sahen S. Kästner und R. Walther am 10.3. bei Remptendorf. Hier wurden am 11.3. 6 Rotmilane gezählt. Die größte Anzahl meldete I. Herman am 12.3. mit 11 Ind. aus dem Raum Wurzbach. Der Rotmilanhorst bei Dobareuth ist seit dem 20.3. besetzt (I. u. J. Schmidt). Der erste Schwarzmilan wurde am 30.3. von M. Schulze über Liebschütz gesehen. 12 Mäusebussarde notierte R. Walther am 9.3. auf und über einem Feld bei Remptendorf. Maximal waren es 18 Ind. am 11.3. ebenda. In Schönbrunn schlug am 10.3. ein Habicht ein Haushuhn (S. u. T. Matysik). Vermutlich denselben Vogel konnte K. Horn unweit dieser Stelle noch bis 13.3. beobachten. Am Brutplatz in Blankenstein sah S. Kästner am 7.3. den ersten Wanderfalken. Weitere Nachweise betreffen je 1 Ind. am 11.3. bei Burgk und bei Remptendorf (beide S. Kästner, R. Walther). Einen Wanderfalken sah R. Walther am 25.3. bei Isabellengrün.

P. Schlotter fotografierte am 21.3. bei Schönbrunn 12 Kraniche auf dem Flug nach NO. Eine ebensolche Beobachtung machte K. Horn am 22.3. mit 10 Ind. Der Teich im Wüstendittersdorfer Kieferig war seit dem 1.3. mit 2 Bleßrallen besetzt (P. Neupert). Auf dem Herrenteich in Liebengrün notierte M. Schulze am 2.3. die ersten beiden Bleßrallen. Auf dem Speicher Oettersdorf wurde am 3.3. die erste Bleßralle gesehen. Die Teiche im Gebiet Rödern-Birkigt bei Oettersdorf waren erstmals am 5.3. mit 2 Bleßrallen besetzt (beide V. Vopel). Nachdem am 5.3. eine erste Bleßralle auf Glücks Teich in Dobareuth feststellt wurde, hatte sich das zweite Ind. am 7.3. eingefunden (beide I. u. J. Schmidt). Auf dem Speicher Zoppoten wurden die ersten beiden Bleßrallen am 8.3. gesehen. Die Staudenteiche bei Remptendorf waren am 11.3. erstmals mit 3 Paaren besetzt (S. Kästner, R. Walther). I. Hermann meldete die erste Bleßralle am 11.3. vom Speicher Oberlemnitz. Seit dem 24.3. ist dieses Gewässer mit 4 Ind. besetzt (I. Hermann; R. Müller). Die EB von 2 Ind. auf dem Ruhteich bei Remptendorf datiert auf den 13.3. K. Spindler notierte am 27. und 28.3. jeweils 1 Teichralle auf dem Friesauer Mühlteich. Fünf Goldregenpfeifer stellte S. Kästner am 11.3. bei Zoppoten fest. Das Frössener Schilf wird nur sporadisch aufgesucht. Die hier noch im Januar und jetzt erneut durch S. Kästner festgestellten 3 Zwergschnepfen und 1 Bekassine lassen auf Überwinterung schließen. Gleiches ist bei den am 3.3. und 5.3. für Oettersdorf gemeldeten 3 Waldwasserläufern zu vermuten, da V. Vopel möglicherweise selben Ind. sowohl am 26.12. als auch am 16.1. an gleicher Stelle beobachten konnte. 2 Waldwasserläufer landeten am 23.3. an einem Teich in Dobareuth (I. u. J. Schmidt). Ein Ind. sahen beide Beobachter am 28.3. an der Tannbachmündung. 4 Waldwasserläufer rasteten am 30.3. am Remptendorfer Ruhteich. 15 Kampfläufer hielten sich am 27.3. längere Zeit an der Klosterplatte auf. Hier notierte S. Kästner am 8.3. 2 Lachmöwen. 7 Ind. wurden am 25.3. ebenda gesehen. Jeweils zwei Lachmöwen waren es am 26.3. und 27.3., wobei erstere kurzzeitig mit 19 Sturmmöwen auf der Bleilochtalsperre rasteten. Eine Steppenmöwe war am 27.3. auf und über der Klosterplatte zu sehen. Nach der Feststellung eines Uhus am 12.3. bei Burgk konnten hier am 13.3. einige Zeit 2 Ind. beobachtet werden. Ebenda war an diesem Tag ein Sperlingskauz hören (alle S. Kästner). Wie bereits im Vorjahr hörte P. Neupert am 24. und 25.3. erneut den Reviergesang einer Waldohreule bei Lössau.

Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola)
(Photo: R. Müller)
Bei Schneefall suchte ein Wiedehopf am 30.3. anfangs Zuflucht auf einer Fensterbank in der Karl-Marx-Straße in Bad Lobenstein um dann in den angrenzenden Garten abzufliegen (K. u. W. Hillebrand). Möglicherweise derselbe Vogel wurde am Nachmittag von C. Kirsten in Ebersdorf gesehen. Ziehende Ringeltauben meldeten M. Ostermann am 3.3. mit 40 Ind. bei Schönbrunn und I. Hermann mit 14 Ind. bei Wurzbach. 43 Ind. rasteten am 4.3. bei Schönbrunn (K. u. R. Friedrich). Eine erste Ringeltaube mit Nistmaterial sah M. Ostermann am 8.3. bei Bad Lobenstein. Weitere Zugbeobachtungen folgten am 9.3. mit 150 Ind. bei Langenbuch (P. Neupert) und mit 107 Ind. bei Remptendorf (R. Walther) sowie ca. 60 Ind. bei Schönbrunn (K. Horn). Letztere notierte an diesem Tag auch eine erste Kopulation, und R. Zielke sah 1 Ind. an seiner Fütterung in Remptendorf. Ab dem 10.3. wurden Ringeltauben regelmäßig und mit maximal 350 Ind. bei Friesau (K. Spindler), auch singend und mit Balzflügen, gemeldet (K. Friedrich; I. Hermann; K. Horn; S. Kästner; K. u. M. Ostermann; M. Schulze; R. Walther) Zehn Hohltauben sahen E. u. R. Walther am 2.3. bei Remptendorf. Zwei Hohltauben sangen am 8.3. bei Burgk (S. Kästner, R. Walther). Eine hörte K. Horn am 10.3. bei Ebersdorf. Ebenfalls am 10.3. rasteten 19 Ind. bei Remptendorf. Das Balzfüttern eines Eichelhäherpaares konnte I. Hermann am 23.3. bei Wurzbach beobachten. Bei Remptendorf zählte M. Kohl 28 Elstern, die am Morgen des 13.3. einen Schlafplatz verließen. Nestbau bei der Elster sah R. Reichel am 13.3. in Ebersdorf. Am 19.3. sahen K. u. R. Friedrich den Nestbau in Schönbrunn. Dasselbe notierten S. Kästner und R. Walther am 11.3. bei einem Paar Rabenkrähen bei Remptendorf. Am 21.3. sah auch I. Hermann 1 Ind. mit Nistmaterial bei Oberlemnitz. R. Walther meldete bis zum 30.3. weitere drei Beobachtungen dieser Art. Größere Ansammlungen der Rabenkrähe notierte I. Hermann am 19.3. mit jeweils etwa 100 Ind. sowohl bei Göritz als auch bei Bad Lobenstein. Erstbeobachtungen der Heidelerche meldete S. Kästner am 9.3. mit 3 und 22 ziehenden Ind. bei Schönbrunn. T. Hammermüller sah am 25.3. die erste Rauchschwalbe in Remptendorf. Den ersten singenden Zilpzalp hörten I. u. J. Schmidt am 22.3. in Dobareuth. K. Horn und P. Hirth nennen den 23.3. für Schönbrunn bzw. Ebersdorf. Ebenfalls an diesem Tag meldeten M. Kohl die Erstbeobachtungen für Bad Lobenstein und M. Schulze für Liebschütz. Am 30.3. gelang K. Spindler ein Nachweis einer Mönchsgrasmücke. Die erste Beobachtung eines Sommergoldhähnchens für den Raum Wurzbach datiert I. Hermann auf den 22.3. Für Schönbrunn nennen K. u. R. Friedrich den 24.3. als Erstbeobachtung. Mit Beginn der zweiten Dekade traten Stare wieder in größeren Trupps auf. Nach etwa 300 Ind. am 12.3. notierte I. Hermann am Folgetag bereits etwa 400 Ind. bei Wurzbach. Am 13.3. sah V. Vopel an der Wisenta in Schleiz eine Wasseramsel mit Nistmaterial. Das Aufsuchen eines möglichen Nistplatzes beobachtete P. Neupert am 29.3. bei 2 Wasseramseln an der Wisenta bei Lössau. Mit 12 Misteldrosseln wurde die größte Ansammlung dieser Art am 12.3. bei Remptendorf gesehen. Nach einer witterungsbedingten Delle zeigten sich ab 11.3. wieder verstärkt Wacholderdrosseln. Etwa 200 Ind. sahen S. Kästner und R. Walther an diesem Tag bei Remptendorf, 250 waren es am 16.3. (R. Walther). I. Hermann notierte am 17.3. etwa 250 Ind. bei Wurzbach. Ebenso viele meldete M. Kohl am 19.3. wieder aus der Remptendorfer Flur. Hier wurde dann am 21.3. mit 350 Ind. die größte Anzahl gezählt. Die erste Singdrossel meldete V. Vopel am 2.3. aus der Flur Görkwitz. Zwei Singdrosseln sah I. Hermann am 3.3., 1 Ind. am 8.3. bei Wurzbach. Am 6.3. und 7.3. meldete K. Horn die ersten Singdrosseln aus Schönbrunn. Ab dem 10.3. war die Art – auch singend –im gesamten Gebiet regelmäßig anzutreffen (S. Fiedler; I. Hermann; K. Horn; S. Kästner; M. Kohl; R. Müller; M. Ostermann; R. Walther) Der Feststellung zweier Rotdrosseln am 21.3. bei Remptendorf folgten ab dem 25.3. weitere Nachweise mit max. 5 Ind. Die vorerst größte Anzahl von 9 Rotdrosseln sah I. Hermann am 28.3. bei Wurzbach. Nestbau bei der Amsel beobachtete M. Schulze erstmals am 26.3. in Liebschütz. Beim ersten Nachweis des Schwarzkehlchens in diesem Jahr konnte S. Fiedler am 17.3. 3 Ind. am Frössener Schilf feststellen. Ein Ind. sah derselbe Beobachter am 19.3. ebenda. An diesem Tag stellten I. u. J. Schmidt das erste Schwarzkehlchen bei Dobareuth fest. R. Müller gibt für den 21.3. die Beobachtung von 1,1 Schwarzkehlchen im Langwassergrund an. Bei Wurzbach sah I. Hermann am 22.3. 1 Schwarzkehlchen. 1,0 Ind. rastete am 28.3. bei Remptendorf. Die ersten Hausrotschwänze meldeten am 12.3. I. Hermann für Wurzbach und S. Kästner für Schönbrunn. Erst am 26.3. hörte V. Vopel den ersten singenden Hausrotschwanz in Oettersdorf. Die Erstbeobachtung eines singenden Männchens in Dobareuth datieren I. u. J. Schmidt auf den 27.3. Für Schönbrunn (K. Horn) und Remptendorf (R. Walther) wird der 28.3. genannt. Den ersten Gesang der Heckenbraunelle notierte I. Hermann am 5.3.

Einer der nur selten gemeldeten Bergpieper wurde am 28.3. im Krämerfeld bei Frössen gesehen. Bis zu 9 Bachstelzen hielten sich vom 9.3. bis 11.3. auf einem Feld bei Remptendorf auf. Mit 47 Ind. zählte I. Hermann am 12.3. bei Wurzbach das monatliche Maximum. Eine Gebirgsstelze sah I. Hermann am 12.3. am Speicher Herrenteich. Zwei Ind. notierten K. u. R. Friedrich an diesem Tag am Pfotenbach. Für den 13.3. nennt V. Vopel die Beobachtung von 2 Ind. am Zipfelteich bei Oettersdorf sowie von isg. 3 Gebirgsstelzen an verschiedenen Stellen entlang der Wisenta in Schleiz. Mindestens 30 Haussperlinge sah I. Hermann am 1.3. und 3.3. im Gewerbegebiet Goldbach in Bad Lobenstein. Die von I. Hermann durchgängig geführten Aufzeichnungen zum Auftreten des Erlenzeisigs weisen den 23.3. als letzten Tag des Auftretens an den verschiedenen Futterstellen aus. Im Mittel der Tagesmaxima errechneten sich für die erste Dekade 31,5 Ind., für die zweite Dekade 23 Ind. und sank in den letzten Beobachtungstagen auf 10 Ind. Auch in den Aufzeichnungen von H. Böhm; K. Horn; K. u. M. Ostermann; I. u. J. Schmidt; K. Spindler; V. Vopel und R. Walther erscheinen Erlenzeisige in den letzten Märztagen nicht mehr. Einen singenden Buchfink hörte K. Horn am 6.3. in Schönbrunn. In Bad Lobenstein sang 1 Buchfink am 8.3. (R. Walther), ein weiterer am 9.3. in Wurzbach (I. Hermann). Erste größere Zugbewegungen registrierte R. Walther am 13.3. mit 220 und 80 Ind. bei Lückenmühle. Bergfinken erschienen erstmals am 6.3. an einer Fütterung in Liebschütz (M. Schulze). In der Folge meldeten I. Hermann (9.3.), P. Neupert (11.3.), K. Horn und T. Dietzel (12.3.), R. Walther (13.3.), K. Spindler (14.3.), K. u. M. Ostermann (15.3.) ihre Erstbeobachtungen. Mit 40 Ind. wurde am 13.3. ein erstes Maximum erreicht und am 17.3. mit etwa 100 Ind. die größte Ansammlung notiert (beide I. Hermann). An den Fütterungen waren Bergfinken noch bis Monatsende und meist mit mehr als 10 Ind. vertreten (T. Dietzel; M. Franz; I. Hermann; K. Horn; K. u. M. Ostermann; I. u. J. Schmidt; K. Spindler). Beim Girlitz stellte K. Horn den Erstgesang am 21.3. bei Schönbrunn fest. V. Vopel hört den ersten singenden Girlitz am 24.3. in Oettersdorf. Grünfinken beim Nestbau beobachtete P. Hirth erstmals am 19.3. in Ebersdorf. In Wurzbach notierte I. Hermann am 2.3. 11 Kernbeißer. 23 Bluthänflinge sahen K. u. M. Ostermann am 8.3. bei Remptendorf. Das erste singende Männchen hörte V. Vopel am 11.3. in Oettersdorf. Beginnenden Zug zeigen bei dieser Art die Beobachtungen von R. Walther am 23.3. sowie von I. u. J. Schmidt am 24.3. an. Eine singende Goldammer hörte K. Horn am 7.3. in Schönbrunn. Eine weitere sang an diesem Tag bei Möschlitz. 2 Männchen hört V. Vopel am 13.3. am Zipfelteich bei Görkwitz. 1,1 Rohrammern wurden am 10.3. an den Staudenteichen gesehen (S. Kästner, R. Walther). V. Vopel nennt für diesen Tag die Beobachtung einer Rohrammer an den Teichen im Gebiet Rödern-Birkigt bei Oettersdorf. 1 Ind. stellte I. Hermann am 20.3. bei Wurzbach fest. Für Rothenacker gab P. Staudt den 21.3. als Tag der Erstbeobachtung an.

6. März 2022
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Beobachtungen im Februar 2022

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)
(Photo: I. Hermann)
Am 1.2. überflogen 4 Höckerschwäne die Sperrmauer der Bleilochtalsperre. Ebenfalls 4 Ind. waren das Max. auf der Talsperre Lössau (P. Neupert). Drei waren es am 11.2. überfliegend über der Sperrmauer der Bleilochtalsperre (M. Ostermann, L. Schunke, R. Walther). Mehrfache, über den Monat verteilte Nachweise von jeweils 2 Ind. meldeten aus ihren Beobachtungsgebieten I. Hermann; P. Neupert; I. u. J. Schmidt; R. Walther. P. Neupert sah am 1.2. 20 Graugänse über Lössau. Etwa 400 Graugänse überflogen am 10.2. in vier Formationen von jeweils etwa 100 Vögeln Wurzbach Richtung NO (I. Hermann). Am 28.2. wurden nochmals 2 Ind. bei Kloster gesehen. Zwei Rostgänse landeten am 18.2. an der Bleilochtalsperre bei Kloster. Hier wurden am 23.2. erneut 2 Ind. gesehen. Bei der Nilgans lösten sich die am 1.2. und 2.2. noch 85 Ind. zählenden Ansammlungen im Laufe des Monats weitgehend auf. Parallel dazu wurden für das AKOOS-Gebiet zunehmend paarweise auftretende Vögel gesehen (T. Dietzel; I. Hermann; K. Horn; M. Kohl; K. u. M. Ostermann; F. Seeliger; V. Vopel; R. Walther), teils bei Revierstreitigkeiten (R. Müller). Den für unser Gebiet wohl frühesten Brutnachweis brachten H. u. P. Hirth. Sie fanden im Entenhaus auf ihren Teichen bei Friesau am 12.2. eine Nilgans auf dem Nest. Brandgänse wurden erstmals am 26.2. mit 2 Ind. an der bleilochtalsperre bei Kloster gesehen.

Zwei Nachweise der Krickente brachte P. Neupert am 3.2. mit 3 Ind. und am 23.2. mit 2 Ind. auf der Talsperre Lössau. Ebenda konnte er an allen Beobachtungstagen Spießenten feststellen. Maximal waren es 4,1 Ind. am 23. und 26.2. Auf der Bleilochtalsperre wurden am 24.2. 3,0 Spießenten gesehen. Bei der Pfeifente wurden am 4.2. auf der Bleilochtalsperre mit 28 Ind. die meisten Vögel gezählt (M. Ostermann, L. Schunke, R. Walther). Mind. 20 Ind. sah R. Müller am 13.2. auf dem Stausee bei Mühlberg. Auf der Talsperre Lössau konnte lediglich am 20.2. ein Ind. nachgewiesen werden (P. Neupert). Die letzte Ansammlung von Stockenten mit mehr als 500 Ind. wurde am 1.2. mit 577 Ind. im Umfeld der Klosterplatte notiert. Am 9.2. waren es noch 273 Ind. Danach wurden stets weniger als 100 Ind. gezählt. Reiherenten wurden nur in geringer Anzahl festgestellt (R. Müller; J. Neumeister; M. Ostermann; L. Schunke; R. Walther). Die Höchstzahl gab es mit 12,8 Ind. am 26.2 auf der Talsperre Lössau (P. Neupert). Die bereits in den Vormonaten auf dem Schönbrunner Dorfteich anwesende Reiherente wurde auch im gesamten Monat Februar hier gesehen (K. u. R. Friedrich). 10,0 Tafelenten rasteten am 12.2. auf der Klosterplatte. Am 23.2. wurden ebenda 1,1 Ind., am 24.2 3,1 Ind. und am 25.2 1,2 Tafelenten gesehen. Zwei Schellenten stellten K. u. M. Ostermann am 5.2. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer fest. Vier Ind. landeten am 12.2. auf der Klosterplatte. Die Balz von 5,11 Schellenten konnte am 25.2. ebenda beobachtet werden. Nochmals 2 Schellenten hielten sich am 27.2. bei Kloster auf. Gänsesäger waren auf der Bleilochtalsperre wieder ständige Gäste. (R. Müller; M. Ostermann, L. Schunke, R. Walther). Maximal kamen 20 Ind. am 13.2. zur Beobachtung. Die größten Ansammlungen gab es erneut auf der Talsperre Lössau. Die Höchstzahl stellte P. Neupert am 3.2. mit 47 Ind. fest. Abseits dieser großen Wasserflächen sah V. Vopel den mit 7 Ind. größten Trupp am 14.2. auf dem Speicher Oettersdorf. Auf der Bleilochtalsperre konnte die Anwesenheit des Haubentauchers an allen Beobachtungstagen notiert werden. Dabei wurden lediglich zweimal mehr als zehn Vögel gezählt. Das Maximum betrug 15 Ind. am 28.2. Für die Talsperre Lössau meldete P. Neupert die Beobachtung eines Haubentauchers am 15.2. Der Nachweis eines Zwergtauchers gelang K. u. M. Ostermann am 5.2. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer. Auf dem Saalewehr der ehemaligen Ziegenrücker Pappenfabrik sah F. Seeliger am 25.2 einen Zwergtaucher. Die im Januar genannten 3 Prachttaucher konnten wieder und noch bis zum Ende des Monats beobachtet werden (R. Walther, teilweise mit M. Ostermann; L. Schunke).

Über das gesamte Gebiet verstreut vorliegende Meldungen belegen die ständige Anwesenheit des Silberreihers (S. Fiedler; K. u. R. Friedrich; I. Hermann; H. u. P. Hirth; R. Müller; P. Neupert; K. u. M. Ostermann; R. Reichel; I. u. J. Schmidt; M. Schulze; L. Schunke; K. Spindler; V. Vopel; R. Walther; R. Zielke). Maximal wurden 8 Ind. am 28.2 bei Schönbrunn gesehen (L. Schunke). Jeweils 6 Ind. wurden am 12.2. bei Möschlitz (R. Walther), am 15.2. bei Reuth (I. u. J. Schmidt) und vom 16.2. bis 19.2. bei Zoppoten (K. Spindler; R. Walther) notiert. R. Müller sah am 24.2. 5 Ind. in der Unterlemnitzer Flur. An der Talsperre Lössau wurde die Höchstzahl von ebenfalls 5 Ind. am 3.2 notiert (P. Neupert). Graureiher werden derzeit seltener als Silberreiher gemeldet. Das Maximum von 15 Ind. vom 17.2. bis 19.2. bei Zoppoten lag dennoch über dem des Silberreihers. Den ersten Weißstorch sah V. Vopel am 15.2. auf dem vorjährigen Horst in Oettersdorf. Am Kalkteich bei Schönbrunn beobachteten K. u. R. Friedrich am 18.2. 2 Weißstörche.

Ein Seeadler konnte am 8.2. über der Bleilochtalsperre bei Kloster beobachtet werden. Bei einer weiteren Beobachtung überflog ein Ind. das Ausgleichsbecken Burgkhammer. Einen Rotmilan sah P. Neupert am 10.2. über Ullersreuth. An diesem Tag meldete K. Horn für Schönbrunn ebenfalls die Beobachtung eines Rotmilans. Eine zweite Beobachtung machte sie am 12.2. ebenda. Zwei Rotmilane, dabei wieder der 2015 im spanischen Winterquartier mit Flügelmarken versehene Vogel, sah J. Neumeister am 11.2. bei Zollgrün. Für Zoppoten meldete F. Seeliger die erste Beobachtung am 13.2. Aus dem Remptendorfer Gebiet kam die erste Meldung am 14.2 von K. u. M. Ostermann. An diesem Tag sahen auch I. u. J. Schmidt den ersten Rotmilan über Dobareuth und K. Spindler bei Friesau. Die Erstbeobachtung für den Raum Liebschütz datiert auf den 16.2. (M. Schulze). Danach gab es täglich und in zunehmender Anzahl Beobachtungen von Rotmilanen im Gebiet, wobei K. u. M. Ostermann am 24.2. mit 9 Ind. das Maximum meldeten. Eine weibliche Kornweihe wurde am 14.2 bei Liebschütz notiert. 1,0 Ind. sah J. Neumeister am 17.2 bei Frankendorf. Wiederum 0,1 Ind. wurde am 20.2. bei Zoppoten bei erfolgreicher Mäusejagd beobachtet. Eine solche Beobachtung machte auch M. Schulze bei 1,1 Kornweihen am 23.2. und 25.2. bei Liebschütz. Vom 26.2. bis 28.2. hielten sich hier 1,2 Ind. auf. Eine weibliche Kornweihe sahen I. u. J. Schmidt am 27.2. bei Dobareuth. Die Maxima der Mäusebussard-Beobachtungen waren 11 Ind. am 15.2 bei Möschlitz und 17 Ind. am 25.2. bei Remptendorf. H. Böhm notierte am 5.2. 2 Rauhfußbussarde bei Blechschmidtenhammer.

Mehrere Kraniche überflogen am 23.2. bei Dunkelheit Liebschütz nach N (M. Schulze). Außerhalb des Saaletals wurde die erste Bleßralle am 18.2. auf einem Teich bei Willersdorf gesehen (P. Staudt). Auf dem Remptendorfer Staudenteich erschien nach einer Einzelbeobachtung vom 23.2. das erste Brutpaar am 27.2. Wie bereits im Januar hielt sich auch in diesem Monat eine Teichralle auf dem Crispendorfer Dorfteich auf (P. Neupert). Die ersten Kiebitze des Jahres wurden am 9.2. mit etwa 25 Ind. bei Friesau gesehen (K. Spindler). Am 13.2. stellte F. Seeliger 16 Ind. in der Zoppotener Flur fest. Weitere 15 Ind. hielten sich am 18.2. erneut bei Friesau auf (K. Spindler). Nochmals 8 Kiebitze sah R. Walther am 25.2. bei Remptendorf. 6 Goldregenpfeifer rasteten am 23.2. bei Zoppoten. Am 5.2. wurden wieder 2 Mittelmeermöwen zwischen Kormoranen auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch festgestellt, die hier nochmals am 11.2. von M. Ostermann, L. Schunke und R. Walther beobachtet werden konnten. Drei Steppenmöwen hielten sich am 20.2. im Bereich der Klosterplatte auf.

Eine Ringeltaube flog am 2.2. aus einer Baumreihe westlich Remptendorf ab. Am Folgetag gelang unweit davon eine weitere Beobachtung. Die Erstbeobachtung einer Ringeltaube bei Wurzbach datiert auf den 9.2. (I. Hermann). Für Lössau – Langenbuch (P. Neupert) und Dobareuth (I. u. J. Schmidt) wird der 12.2. als Tag der Erstbeobachtung genannt. Den Ausdrucksflug konnte V. Vopel bereits am 22.2. in Schleiz beobachten. Eine singende Ringeltaube hörte R. Walther am 23.2. an der Bleilochtalsperre bei Röppisch. In Bad Lobenstein hörte R. Müller die erste Ringeltaube am 25.2. Im Ebersdorfer Park sang das erste Männchen am 27.2. (K. Horn). Hohltauben wurden erstmals am 10.2. mit 8 Ind. bei Zoppoten gesehen. In Bad Lobenstein wurde in der ersten Monatshälfte mehrfach ein singender Waldkauz gehört (M. Kohl; R. Müller). Ein Eisvogel hielt sich am 8.2. nahe der Sperrmauer der Bleilochtalsperre auf. Bei Burgkhammer hörten K. u. M. Ostermann am 5.2. einen singenden Kleinspecht. I. Hermann meldete am selben Tag einen singenden Grünspecht aus Wurzbach. Einen ebenfalls singenden Grauspecht notierten M. Ostermann, L. Schunke und R. Walther am 12.2. bei Isabellengrün.

Das Winterrevier eines Raubwürgers bei Lössau – Langenbuch konnte von P. Neupert am 12.2. und am 27.2. bestätigt werden. Vom Kolkraben liegen zwei Nachweise mit mehr als 10 Ind. vor. Jeweils 12 Ind. überflogen am 24.2. und am 25.2. die Sperrmauer der Bleilochtalsperre nach W. Am 20.2. wurde in Remptendorf die erste Elster mit Nistmaterial gesehen. Bei Wurzbach notierte I. Hermann am 9.2. und 14.2. erneut einen Tannenhäher. Am 2.2. wurden 102 Rabenkrähen auf einer Maisstoppel bei Remptendorf gesehen. Am 16.2. wurden hier 110 Ind. gezählt. Die Saatkrähe wurde nur am 12.2. mit 4 Ind. bei Schönbrunn beobachtet (K. u. R. Friedrich). Die ersten Feldlerchen sahen am 13.2. P. Staudt bei Rothenacker und K. Spindler bei Friesau. Weitere Feldlerchen wurden am 14.2. an verschiedenen Stellen bei Möschlitz notiert, dabei 2 Ind. singend. Die Erstbeobachtung für Lössau datiert P. Neupert ebenfalls auf diesen Tag. Bei Dobareuth sahen I. u. J. Schmidt die ersten Feldlerchen am 21.2. und am 27.2. mit 46 Ind. den ersten größeren Trupp. Die Schwanzmeise wurde einmal für den 4.2. genannt, als P. Neupert 6 Ind. bei Walsburg sah. Beim zweiten Nachweis notierte R. Müller 2 Ind. am 28.2. an einer Fütterung in Bad Lobenstein. Ein erster Kleiber sang am 5.2. bei Isabellengrün. K. Horn hörte den Gesang erstmals am 18.2. in Schönbrunn. Bei ständiger Anwesenheit von teils singenden Staren im Gebiet (H. Böhm; S. Fiedler; I. Hermann; K. Horn; M. Kohl; P. Neupert; K. u. M. Ostermann; I. u. J. Schmidt; P. Staudt; R. Walther), konnte K. Ostermann am 11.2. den mit etwa 80 Ind. ersten größeren Trupp dieser Art in Remptendorf feststellen. Ebenso viele hielten sich am 16.2. bei Zoppoten auf. Am Tag darauf waren es etwa 100 Ind., am 18.2. bereits 150 Ind., am 19.2. 220 Ind. und am 22.2. ca. 300 Ind., jeweils bei Remptendorf. Auf etwa 350 Ind. schätzte F. Seeliger einen Schwarm, den er am 26.2.bei Zoppoten sah. Der vorjährige Schlafplatz bei Remptendorf wurde erstmals am 25.2. aufgesucht und war am 28.2. mit etwa 400 Ind. besetzt (T. Hammermüller; M. Kohl; S. Kohl; E. Punge).

Außer der erneuten Feststellung einer Wasseramsel bei Ziegenrück am 15.2. und einer weiteren an der Talsperre Lössau am 20.2. (beide P. Neupert) wurden keine weiteren Beobachtungen von dieser Art gemeldet. Eine erste, kurz singende Misteldrossel hörte P. Neupert am 8.2. bei Lössau. Den zweiten Nachweis brachte derselbe Beobachter am 14.2. für Walsburg. Die Erstbeobachtung im Remptendorfer Gebiet mit 2 Ind. datiert auf den 21.2. Singende Misteldrosseln hörten am 23.2. I. u. J. Schmidt bei Dobareuth und R. Walther bei Gräfenwarth. Die erste singende Amsel hörte V. Vopel am 11.2. in Oettersdorf. Bei der bisher nur in kleinen Trupps auftretenden Wacholderdrossel konnte am 15.2. mit etwa 220 Ind. bei Zoppoten eine erste größere Ansammlung gesehen werden. Bei Remptendorf waren es am 17.2. bereits etwa 350 Wachholderdrosseln. Zwischen solchen wurde erstmals am 19.2. eine Rotdrossel ebenfalls bei Remptendorf gesehen. Die Erstbeobachtung von Singdrosseln gelang I. u. J. Schmidt am 21.2. bei Dobareuth. Den ersten Gesang vernahm P. Neupert am 23.2. bei Lössau. In Friesau notierte K. Spindler am 19.2. eine Gebirgsstelze. Die erste Bachstelze sah R. Walther am 25.2. bei Remptendorf. Der zweite Nachweis gelang P. Staudt am 26.2. in Rothenacker. Am 27.2. wurde eine weitere Bachstelze bei Zoppoten gesehen. Vom Stieglitz liegen größtenteils Einzelbeobachtungen vor. Lediglich K. u. R. Friedrich sahen 28 Ind. an einer Fütterung in Schönbrunn. I. Hermann erstellte eine umfangreiche Dokumentation zum Auftreten des Erlenzeisigs im Wurzbacher Gebiet. Während dabei zum Monatsbeginn bereits bis zu 50 Ind. auftraten, wurden aus anderen Gebietsteilen meist nur Einzelnachweise bekannt. Hier folgten erst in der letzten Dekade Meldungen über ein ein regelmäßiges Auftreten an den verschiedenen Fütterungen mit meist um die 30 Ind. (H. Böhm; T. Dietzel; M. Kohl; R. Müller; K. u. M. Ostermann; S. Völker; R. Walther). Das von I. Hermann erfaßte Monatsmaximum von 71 Ind. lag weit unter den Truppstärken der Vorjahre. Etwa 75 Bluthänflinge wurden am 2.2. auf einem Saatfeld bei Remptendorf gesehen. 25 Gimpel zählte I. Hermann am 8.2. in Wurzbach. Eine etwa 50 Goldammern umfassende Ansammlung sah I. Hermann am 9.2. bei Wurzbach. Die erste singende Goldammer hörte T. Dietzel am 15.2. in Remptendorf. Eine weitere singende G. meldete K. Horn am 27.2. für Schönbrunn. Bei Zoppoten wurde am 27.2. die erste Rohrammer gesehen.

31. Januar 2022
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Beobachtungen im Januar 2022

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Prachttaucher (Gavia arctica)
(Photo: S. Fiedler)
Bis zu 4 Höckerschwäne wurden mehrfach auf der Saale zwischen Walsburg und Ziegenrück, bei Eßbach und Lössau gesehen (P. Neupert). Die ständige Anwesenheit von 5 Ind. meldeten J. Neumeister und P. Staudt für den Speicher Frankendorf. Drei Ind. hielten sich täglich bei Mühlberg auf (I. u. J. Schmidt). Etwa 30 Höckerschwäne wurden am 26.1. bei Görkwitz gesehen (ornitho.de). Fünf Graugänse rasteten am 19.1. bei Kloster, 4 waren es am 24.1. ebenda. 45 Bleßgänse überflogen am 1.1. die Bleilochtalsperre nach W (S. Kästner). Eine Richtung SO fliegende Weißwangengans notierte I. Hermann am 7.1. bei Wurzbach. 102 Nilgänse ruhten am 1.1. auf einem Feld bei Zoppoten (I. Hermann; S. Kästner). Ebenfalls 102 Nilgänse konnten am 5.1. an der Strandwiese bei Saalburg gezählt werden. Einen Tag später hielten sich hier 135 Ind. auf. Auch in der Folge konnten meist mehr als 100 Nilgänse gezählt werden. Das monatliche Max. wurde am 12.1. mit 148 Ind. erreicht. Auf dem Staudenteich bei Remptendorf konnten K. u. M. Ostermann am 2.1. 1 Krickente beobachten. Weitere Krickenten sah R. Müller dann am 15.1. mit 1 Ind. bei Mühlberg und 2 Ind. auf dem Dorfteich Unterlemnitz. Eine Schnatterente hielt sich vom 1.1. (S. Kästner) bis 6.1. (R. Walther) auf der Bleilochtalsperre auf. Den einzigen Nachweis einer Löffelente brachte S. Kästner am 1.1. ebenda. Einzelne Spießenten mit max. 4 Ind. am 20.1. waren an allen Beobachtungstagen auf der Bleilochtalsperre anzutreffen (S. Fiedler; S. Kästner; M. Ostermann; L. Schunke; R. Walther). Zwei Ind. sah P. Neupert am 26.1. auf der Talsperre Lössau. Bei durchgehender Anwesenheit der Pfeifente (S. Fiedler; S. Kästner; R. Müller; M. Ostermann; L. Schunke; F. Seeliger; R. Walther) wurden am 2.1. max. 47 Ind. gezählt (S. Kästner, R. Walther). Ansammlungen der Stockente als häufigste unserer Enten erreichten nicht mehr die 1000er Grenze. 686 Ind. in der ersten Dekade, 731 Ind. in der zweiten Dekade und 669 Ind. in der dritten Dekade waren das jeweilige Maximum im weiteren Umkreis der Klosterplatte. Auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer zählten C. u. L. Schunke am 12.1. 320 Ind. Auf dem durchgehend mit Stockenten besetzten Ebersdorfer Brauhausteich wurde am 4.1. mit 150 Ind. die Höchstzahl erreicht (R. Müller). Bei lediglich zwei Beobachtungen der Tafelente wurde am 2.1. 1,0 Ind. (S. Kästner, R. Walther) und am 19.1. 0,1 Ind. gesehen. Größere Ansammlungen der Reiherente wurden nicht genannt. Mehr als 10 Ind. meldete lediglich P. Neupert für den Saaleabschnitt Walsburg–Ziegenrück mit 13 Ind. am 10.1. und 12 Ind. am 15.1. Die bereits in den Dezemberbeobachtungen genannte Samtente wurde letztmalig am 1.1. von S. Kästner gesehen.

Für Gänsesäger stellt die Talsperre Lössau das bevorzugte Rastgewässer im Gebiet dar. Auch in diesem Monat war die Art an allen Beobachtungstagen mit mehr als 20 Ind. und am 3.1. mit max. 59 Ind. anzutreffen (P. Neupert). Auf der Bleilochtalsperre wurden überwiegend kleinere Trupps angetroffen (S. Fiedler; S. Kästner; M. Ostermann; L. Schunke; R. Walther). Lediglich am 15.1. zählte R. Müller zwischen Saaldorf und Blankenstein 60 Gänsesäger. Vom nur 2,4 ha großen Speicher Frankendorf wurden am 10.1. 41 Ind. gemeldet. Ebenda hielten sich am 17.1. noch 22 Ind. auf (beide J. Neumeister; P. Staudt). Der durchgehend auf der Bleilochtalsperre anzutreffende Haubentaucher (S. Fiedler; S. Kästner; M. Kohl; M. Ostermann; L. Schunke; F. Seeliger; R. Walther) erreichte am 6.1. mit 14 Ind. die größte Anzahl. Zwergtauchernachweise liegen nur von den Saalefließstrecken vor. Je 1 Ind. sah P. Neupert am 5.1. und 23.1. bei Ziegenrück. Am 15.1. notierte R. Müller 1 Ind. bei Blankenberg, und I. u. J. Schmidt sahen an diesem Tag je 1 Zwergtaucher bei Hirschberg bzw. Sparnberg. Die auf der Bleilochtalsperre seit dem 23.12.21 anwesenden Prachttaucher konnten bis zum 4.1. beobachtet werden (S. Fiedler; I. Hermann; S. Kästner; R. Walther). Die erneute Beobachtung eines Prachttauchers gelang dann am 12.1. ebenda, bevor ab dem 13.1. 3 Ind. gezählt werden konnten, die sich hier noch bis zum 26.1. aufhielten (S. Fiedler; R. Glaser; M. Ostermann; L. Schunke; R. Walther). Der Schlafplatz am Ausgleichsbecken Burgkhammer wurde zum Monatsende von min. 420 Kormoranen genutzt, von denen sich ca. 350 zur Bleilochtalsperre (und weiter?) und etwa 60 Ind. flussabwärts auf Nahrungssuche begaben. Im weiteren Umfeld der Klosterplatte zählte S. Kästner am 1.1. 114 Kormorane. 118 Ind. waren es am 6.1. Bis zu 64 Ind. konnte R. Müller bei Saaldorf zählen. An der nur selten aufgesuchten Wisentatalsperre Grochwitz notierten S. Kästner und R. Walther am 3.1. 61 Kormorane. Meldungen zum Silberreiher liegen aus dem gesamten Beobachtungsgebiet vor und belegen die durchgehende Anwesenheit (S. Fiedler; I. Hermann; S. Kästner; M. Kohl; R. Müller; P. Neupert; M. Ostermann; I. u. J. Schmidt; F. Seeliger; P. Staudt; R. Walther). Das Max. bildeten 13 Ind. am 23.1. in der Feldflur zwischen Burgk und Möschlitz.

Ein Seeadler konnte am 5.1. längere Zeit über der Bleilochtalsperre bei Kloster beobachtet werden. Eine weitere Beobachtung wurde am 27.1. über dem Ausgleichsbecken Burgkhammer gemacht. Eine weibliche Kornweihe überflog am 2.1. die Frössener Flur (S. Kästner). Eine weitere wurde am 22.1. nahe Pöritzsch gesehen (ornitho.de). Ein Habicht schlug am 16.1. in Lössau ein Haushuhn (P. Neupert). 6 Bleßrallen hielten sich seit dem 10.1. an der Bleilochtalsperre bei Kloster auf. Auf dem Crispendorfer Dorfteich konnte P. Neupert am 23.1. eine Teichralle beobachten. Wiederum im Krämerfeld bei Frössen konnte S. Kästner am 2.1. noch 6 Zwergschnepfen und 3 Bekassinen finden. Am Wenzelstau bei Oettersdorf sah V. Vopel am 16.1. 2 Waldwasserläufer. 7 Lachmöwen rasteten am 2.1. kurzzeitig auf der Bleilochtalsperre (S. Kästner, R. Walther). 3 Ind. waren es am 5.1. Ein weiterer Nachweis gelang am 14.1. (M. Ostermann, L. Schunke, R. Walther). Eine Sturmmöwe wurde am 10.1. bei Kloster gesehen. Zwei Steppenmöwen meldete P. Neupert am 6.1. von der Talsperre Lössau. Eine Mittelmeermöwe hielt sich am 2.1. und 3.1. auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch zwischen Kormoranen auf, denen sie erfolgreich Fische abjagte. Zudem konnten hier an beiden Tagen 36 bzw. 7 Großmöwen beim Nahrungsflug beobachtet und nach Fotoauswertung ebenfalls als Mittelmeermöwen bestimmt werden (beide S. Kästner, R. Walther). Die Anwesenheit weiterer Mittelmeermöwen konnte noch mehrfach bestätigt werden (S. Fiedler; M. Ostermann; L. Schunke; F. Seeliger; R. Walther), von denen 2 Ind. das o. g. Verhalten nochmals am 26.1. bei Kloster zeigten.

Unweit Isabellengrün hörte S. Kästner am 1.1. einen singenden Kleinspecht, und am 15.1. notierte R. Walther ebenda einen singenden Schwarzspecht. Bei Schönbrunn gelang am 12.1. die erste diesjährige Beobachtung eines Raubwürgers (K. u. M. Ostermann). 18 Kolkraben überflogen das Ausgleichsbecken Burgkhammer am 27.1. nach SW. Etwa 100 Dohlen wurden von I. Hermann am 1.1. aus Schleiz gemeldet. Tannenhäher werden im Januar nur vereinzelt im Gebiet angetroffen. Zwei Vögel sah I. Hermann am 1.1. in Wurzbach sowie am 12.1., 19.1. und 29.1. ebenda noch 1 Ind. Ebenfalls 1 Tannenhäher stellten K. u. M. Ostermann am 6.1. bei Remptendorf fest. Zum Monatsbeginn herrschten frühlingshafte Temperaturen und so sangen am 1.1. an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre bei 10°C erste Kohl-, Sumpf- und Haubenmeisen. In Schönbrunn waren es am selben Tag eine Blaumeise und ein Star (alles S. Kästner). Singende Wintergoldhähnchen hörte M. Kohl am 8.1. bei Isabellengrün. Eine singende Weidenmeise notierten I. u. J. Schmidt am 15.1. bei Hirschberg. Ein Waldbaumläufer sang am 24.1. bei Ebersdorf (K. u. R. Friedrich). Den mit 11 Ind. größten Trupp Schwanzmeisen sah P. Neupert am 26.1 an der Talsperre Lössau. Stare waren durchgehend zu sehen. An ihrer Fütterung konnten K. u. M. Ostermann bis zu 3 Ind. beobachten und am 21.1. einen weiteren singenden Star notieren. Das Max. in der Remptendorfer Flur wurde am 23.1. mit 6 Ind. notiert. Bis zu 18 Stare suchten täglich eine Fütterung in Lössau auf und wurden hier letztmalig am 23.1. gesehen (P. Neupert). K. u. R. Friedrich sahen ebenfalls während des gesamten Monats Stare in und um Schönbrunn. Die Höchstzahl notierten sie am 18.1. mit 35 Ind. 40 Stare meldete M. Schulze am 31.1. für Liebschütz. Weitere Nachweise von max. 3 Ind. brachten F. Holzapfel für Thimmendorf sowie I. u. J. Schmidt für Dobareuth. Die Anwesenheit der bereits in den Vormonaten bei Ziegenrück anzutreffenden Wasseramsel konnte P. Neupert am 5.1. bestätigen. Einen weiteren Vogel sah derselbe Beobachter am 14.1. an der Talsperre Lössau. S. Kästner u. R. Walther hörten am 2.1. eine singende Amsel nahe der Sperrmauer der Bleilochtalsperre. Eine erste größere Ansammlung von Wacholderdrosseln meldete K. Horn am 5.1. mit 55 Ind. bei Schönbrunn. Etwa 80 Ind waren am 6.1. bei Zoppoten zu sehen. M. Schulze zählte am 7.1. min. 90 Ind. in Liebschütz. Den mit etwa 150 Wacholderdrosseln größten Flug notierte M. Ostermann am 15.1. bei Remptendorf. Auf der Sperrmauer der Bleilochtalsperre hörte und sah S. Kästner am 1.1. einen singenden Hausrotschwanz. Am 3.1. meldete P. Neupert die Beobachtung eines Hausrotschwanzes in Lössau. Ein weiterer Nachweis gelang U. Jahn am 29.1. in Wurzbach.

45 Haussperlinge wurden am 9.1. an einer Fütterung in Remptendorf gezählt. In Dobareuth suchte eine Heckenbrauelle täglich die Fütterung von I. u. J. Schmidt auf. Eine Gebirgsstelze überflog am 1.1. das Gebiet an den Brücklasgelängen bei Friesau Richtung SW. Eine Gebirgsstelze hielt sich auch am 22.1. und 24.1. in Dobareuth auf (I. u. J. Schmidt). Buchfinkennachweise, insbesondere Trupps außerhalb von Siedlungen, sind im Januar eher selten und fehlten in diesem Jahr weitgehend. Lediglich am 1.1. sah S. Kästner nahe der Sperrmauer der Bleilochtalsperre 11 nach NO fliegende Ind. und am 26.1. wurden 17 Buchfinken auf einem Saatfeld bei Remptendorf gesehen. 12 Gimpel zählte I. Hermann am 2.1. nahe Wurzbach, 16 Ind. waren es am 7.1. Am 13.1. hatte sich ihre Zahl auf 21 erhöht. In Remptendorf zählte K. Ostermann am 17.1. 15 Gimpel. Am 1.1. hörte S. Kästner einen singenden Grünfink in Schönbrunn. Bis zu 32 Grünfinken suchten täglich die Fütterung von M. Schulze in Liebschütz auf. 40 Erlenzeisige stellte I. Hermann am 5.1. und 60 Ind. am 26.1. bei Wurzbach fest. Erstere waren mit 15 Stieglitzen vergesellschaftet, deren Anzahl am 13.1. auf 27 Ind. angewachsen war. 38 Stieglitze hielten sich am 15.1. in einem Blühstreifen bei Sachsenvorwerk auf (I. u. J. Schmidt). Das Januarmaximum von 41 Stieglitzen meldete P. Neupert am 11.1. aus Lössau. 105 Bluthänflinge ruhten am 2.1. in einer Allee bei Remptendorf (M. Kohl). Min. 200 Goldammern konnte I. Hermann am 2.1. bei Wurzbach notieren, am 26.1. war mit 218 ausgezählten Ind. das Max. erreicht. Ebenfalls etwa 200 Goldammern konnten K. u. R. Friedrich in den ersten drei Januarwochen mehrfach in und bei Schönbrunn feststellen. 136 Ind. zählten K. u. M. Ostermann am 6.1. in einer Baumreihe bei Remptendorf.