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Beobachtungen und Aktivitäten

31. Dezember 2021
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31. Dezember 2021
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Beobachtungen im Dezember 2021

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Zuchtform der Mandarinente (Aix galericulata)
(Photo: K. Spindler)
Mehrere rufende Singschwäne hörte H. Böhm am 2.12. über Blankenberg. An diesem Tag zählte P. Neupert im Saaleabschnitt Walsburg – Ziegenrück 8 Höckerschwäne, dabei eine Fam. mit 2 diesjährigen Juv. Vier Ind. hielten sich am 11.12. auf der Klosterplatte auf (M. Ostermann, R. Walther). Fünf Höckerschwäne waren es am 13.12. auf dem Speicher Frankendorf (ornitho.de). Auf der Talsperre Lössau konnte P. Neupert am 15.12. eine Familie mit 6 Ind. notieren. Neben weiteren Nachweisen um Dobareuth meldeten I. u. J. Schmidt am 22.12. mit 11 Ind. das Max. aus diesem Gebiet. Vermutlich dieselben Ind. sah S. Fiedler am Vortag bei Blankenberg. Etwa 230 Gänse, größtenteils Saatgänse, dabei vermutlich auch Blässgänse, konnte P. Neupert am 4.12. bei Neundorf (bei Schleiz) beobachten. 14 nach SW ziehende Graugänse notierte I. Hermann am 17.12. bei Wurzbach. 186 Blässgänse überflogen am 30.12. die Sperrmauer der Bleilochtalsperre nach NW (S. Kästner, R. Walther). Bei der Nilgans brachte auch dieser Monat wieder größere Ansammlungen. 95 Ind. konnten am 2.12. bei Kloster gezählt werden, 120 Ind. waren es am 4.12. Nachdem am 7.12. sowohl S. Fiedler als auch R. Zielke von min. 150 Nilgänsen bei Zoppoten berichtet hatten, konnte diese Zahl am nächsten Tag mit 163 Nilgänsen bestätigt werden. Bei Folgebeobachtungen waren dann meist mehr als 100 Ind. zu sehen, wobei am 23.12. mit 173 Ind. ein erneutes Maximum erreicht wurde. Zu den am 7.12. notierten 3 Rostgänsen hatte sich am 8.12. eine vierte gesellt. Diese waren auch noch am 10.12. zu beobachten. Die erstmals im November 2018 im Gebiet gesichtete weiße Mandarinente konnte in Ebersdorf (R. Müller), in Friesau (K. Spindler; R. Reichel) und auf der Bleilochtalsperre bei Saalburg bestätigt werden (Abbildung). 1,0 Schnatterente wurde am 21.12. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer gesehen, 8 Ind. waren es am 29.12. auf der Bleilochtalsperre. 418 Stockenten hielten sich am 2.12. auf der Bleilochtalsperre bei Kloster auf, und am 3.12. wurden mit 508 Ind. erstmals mehr als 500 gezählt. Am 28.12. wurde mit 821 Ind. die diesjährige Höchstzahl erreicht. Auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer hielten sich am 21.12. 409 Ind. auf. In der Remptendorfer Bucht der Bleilochtalsperre sahen K. u. M. Ostermann am 6.12. 2 Löffelenten. Von der mehrfach im Gebiet gesichteten Krickente (R. Müller; R. Walther, z.T. mit M. Ostermann), stellten letztere am 11.12. mit 22 Ind. das Max. fest. Auch in diesem Monat war die Pfeifente ständiger Gast auf der Bleilochtalsperre (S. Fiedler; S. Kästner; R. Müller; R. Walther, z.T. mit M. Ostermann). Der mit 26 Ind. größte Trupp hielt sich am 15.12. bei Kloster auf. Spießenten wurden mehrfach mit max. 4 Ind. im Gebiet gesehen (R. Walther, z.T. mit S. Kästner). Eine Reiherente hielt sich während des gesamten Monats auf dem unteren Dorfteich in Schönbrunn auf (K. Friedrich). Die mit 23 Ind. größte Ansammlung der Reiherente stellte P. Neupert am 18.12. auf der Saale bei Ziegenrück fest. 22 Tafelenten rasteten am 11.12. bei Kloster (M. Ostermann, R. Walther). 18 Ind. zählte R. Müller am 15.12. bei Saaldorf. 2 Schellenten ruhten am 1.12. auf der Bleilochtalsperre. Am 31.12. konnte S. Kästner 3 Ind. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer notieren. Von der nicht alljährlich im Gebiet anzutreffenden Samtente konnte 1 Ind. vom 28. bis zum 31.12. auf der Bleilochtalsperre gesehen werden (R. Walther, z.T. mit S. Kästner).

Bei durchgängiger Anwesenheit von Gänsesägern auf der Bleilochtalsperre oberhalb Saaldorf und der sich anschließenden Saalefließstrecke (H. Böhm; S. Fiedler; H. Geitner; R. Müller; ornitho.de; I. u. J. Schmidt) wurde am 31.12. mit 19 Ind. das Max. gemeldet (R. Müller). Unregelmäßig und mit max. 5 Ind. hielten sich Gänsesäger auf den großen Wasserflächen bei Saalburg auf (R. Walther, z.T. mit S. Kästner; M. Kohl; M. Ostermann). Dagegen konnte P. Neupert im Saaleabschnitt Walsburg - Ziegenrück die Art an allen Beobachtungstagen mit max. 5 Ind. sehen. Wie in den Vorjahren war die Mehrzahl der Gänsesäger auf der Talsperre Lössau zu sehen und am 31.12. wurde mit 68 Ind. die absolute Höchstzahl erreicht (P. Neupert). Vom nicht alljährlich zu beobachtenden Zwergsäger rasteten 5 Ind. am 11.12. auf der Bleilochtalsperre (M. Ostermann, R. Walther). Haubentaucher waren an allen Beobachtungstagen auf der Bleilochtalsperre anzutreffen (R. Walther, z.T. mit S. Kästner; M. Kohl; M. Ostermann). Mit 14 Ind. wurde am 12.12. das monatliche Max. erreicht. Zwergtaucher sind ständige Gäste auf der Saale zwischen Walsburg und Ziegenrück, wo P. Neupert am 2.12.und 18. 12. jeweils 2 Ind. notieren konnte. Ebenfalls 2 Ind. meldeten I. u. J. Schmidt am 15.12. vom Saalelauf oberhalb der Bleilochtalsperre. 3 Ind. waren es, die S. Fiedler am 27.12. bei Blankenberg sah. Möglicherweise einer der seit November anwesenden Sterntaucher war bis zum 4.12. anzutreffen (R. Walther, z.T. mit M. Ostermann). Am 4.12. waren es erneut 2 Ind., zu denen sich ein Prachttaucher gesellt hatte. Dieser (?) wurde noch mehrfach und letztmalig am 20.12. gesehen (R. Walther, z.T. mit M. Ostermann). Ab dem 23.12. konnte dann die ständige Anwesenheit von 2 Prachttauchern vor Kloster festgestellt werden (R. Walther, z.T. mit S. Kästner). Bei einer am 12.12. erfolgten Kontrolle der Bleilochtalsperre zwischen Lemnitzhammer und Remptendorfer Bucht wurden 122 Kormorane erfasst (R. Müller; R. Walther; ornitho.de) Größere Ansammlungen sind beim Graureiher nur noch selten zu sehen. Max. waren es 6 Ind. am 22.12. am der Saale oberhalb von Blankenberg (I. u. J. Schmidt). Silberreiher waren im Dezember durchgehend im Gebiet zu beobachten (S. Fiedler; H. Geitner; S. Kästner; M. Kohl; R. Müller; M. Ostermann; I. u. J. Schmidt; K. Spindler; R. Walther;). Dabei wurden sie vorwiegend an den Ufern der Bleilochtalsperre gesehen. R. Zielke konnte am 2.12. mit 7 Ind. in der Remptendorfer Bucht die größte Anzahl notieren. Außerhalb der Saale hielten sich 5 Silberreiher am 15.12. bei Ullersreuth (I. u. J. Schmidt) sowie 2 Ind. mehrere Tage in Lückenmühle auf (B. Wurzbacher). Einzelne waren bei Oberlemnitz, Neundorf und Remptendorf zu sehen (I. Hermann; S. Kästner; K. u. M. Ostermann; R. Walther).

Bei Schmorda, wenig außerhalb unseres Beobachtungsgebietes, sah P. Neupert am 17.12. eine männliche Kornweihe. Einen diesjährigen Seeadler konnten M. Ostermann u. R. Walther am 11.12. über der Bleilochtalsperre beobachten. Ein weiterer Seeadler überflog die Sperrmauer der Bleilochtalsperre am 13.12. Zwei Seeadler kreisten am 24.12. über der Saale bei Walsburg und am 31.12. wurde ein weiterer Vogel an der Talsperre Lössau gesehen (beide P. Neupert). Je einen Rauhfußbussard sahen I. u. J. Schmidt am 11.12. über Dobareuth sowie S. Kästner am 29.12. bei Neundorf. Vier Rotmilane stellte P. Neupert am 8.12. bei Lössau fest. Drei Rotmilane auf ihrem Flug nach SW sah I. Hermann am 10.12. bei Wurzbach. 2 Ind. kreisten am 11.12. über Liebschütz (C. u. W. Hager), 1 Rotmilan überflog Lössau am 12.12. (P. Neupert). Einen weiteren Vogel sahen K. u. M. Ostermann am 27.12. bei Eliasbrunn und Oberlemnitz und R. Walther am 29.12. bei Zoppoten und Röppisch. Bei der letzten Beobachtung überflog 1 Rotmilan am 31.12. Schönbrunn (K. Horn). 7 Turmfalken zählte P. Neupert am 4.12. entlang der Straße Schleiz – Eßbach.

79 den Stausee bei Röppisch überfliegende Kraniche konnte M. Kohl am 29.12. feststellen. 28 Ind. waren es, die R. Müller am 31.12. bei Saaldorf sah. Mit 28 Bleßrallen wurden am 12.12. im Umfeld der Klosterplatte erstmals mehr als 20 Ind. gezählt. Das Max. waren 35 Ind. am 28.12. Eine Teichralle meldete R. Müller am 12.12. vom Friesauer Mühlteich. Im Krämerfeld bei Frössen konnte S. Kästner am 30.12. neben 2 Bekassinen noch 10 Zwergschnepfen feststellen. 3 Waldwasserläufer konnte V. Vopel noch am 26.12. am Speicher Oettersdorf beobachten. Eine Sturmmöwe zeigte sich am 2.12. auf der Klosterplatte. Hier sahen M. Ostermann und R. Walther am 11.12. 9 Lachmöwen. Während eine Mittelmeermöwe am 15.12. auf der Bleilochtalsperre rastete, wurde diese von 56 unbestimmten Großmöwen überflogen. Drei Silbermöwen hielten sich am 28.12. auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch ständig in der Nähe jagender Kormorane auf.

Der Nachweis je eines Eisvogels gelang P. Neupert am 18.12. und 24.12. bei Ziegenrück. Eine dritte Beobachtung machten S. Kästner und R. Walther am 31.12. am Staudenteich bei Remptendorf. Am Grünen Esel bei Schönbrunn konnte K. Spindler am 11.12. einen Raubwürger beobachten. Einen weiteren Vogel sah S. Kästner am 29.12. im Langwassergrund bei Neundorf. Sieben Eichelhäher sah P. Neupert am 18.12. bei Walsburg. 10 Ind. suchten am 19.12. Nahrung auf einer Maisstoppel bei Röppisch. 17 Elstern zählte I. Hermann am 31.12. in Wurzbach. Eine Saatkrähe wurde am 2.12. zusammen mit Rabenkrähen und 62 Dohlen bei Pöritzsch gesehen. Mehr als 100 Dohlen zählte I. Hermann am 14.12. in Schleiz. Hier stellte V. Vopel am 30.12. mit 140 Ind. die monatliche Höchstzahl fest. 80 Ind. sah I. Hermann am 31.12. bei Oberlemnitz. Stare wurden mehrfach an den verschiedenen Winterfütterungen gesehen (I. Hermann; F. Holzapfel; S. Kästner; B. Möschl; P. Neupert; K. u. M. Ostermann; M. Schulze; V. Vopel; R. Walther; U. Wolf). Die vorerst letzte Meldung datiert auf den 31.12. mit einem singenden Männchen in Schönbrunn (S. Kästner). Neben einer singenden Sumpfmeise konnten S. Kästner u. R. Walther am 31.12. noch mehrfach den Gesang von Tannenmeise und Wintergoldhähnchen notieren. Der erste singende Kleiber wurde am 30.12. in Ebersdorf gehört. Ebenfalls am 30.12. vernahm S. Kästner am Stausee bei Saalburg den Gesang eines Zaunkönigs. P. Neupert sah am 2.12. eine Wasseramsel an der Saale bei Ziegenrück. Bei allen folgenden Begehungen dieses Saaleabschnittes konnte er stets bis zu 2 Ind. notieren. An der Mündung der Selbitz hielt sich am 12.12. 1 Ind. auf (R. Müller). Am 15. und 18.12. wurde eine Wasseramsel am Zulauf des Kalkteiches bei Schönbrunn gesehen (K. u. R. Friedrich). Eine späte Misteldrossel notierte V. Vopel am 12.12. am nördlichen Rand unseres Beobachtungsgebietes zwischen Oettersdorf und Pörmitz. K. u. M. Ostermann zählten am 3.12. entlang eines heckenbestandenen Wegeabschnitts bei Remptendorf 21 Amseln. Hier notierte M. Kohl am Folgetag 25 Ind. Bis zu 20 Amseln suchten in der letzten Dekade die Fütterung von K. Spindler in Friesau auf. Dagegen waren in den letzten Dezembertagen nur noch wenige Vögel dieser Art zu sehen. Etwa 50 Wacholderdrosseln sah I. Hermann am 18.12. bei Wurzbach. Mind. 100 Ind. konnte M. Kohl am 18.12. zwischen Remptendorf und Lückenmühle notieren. 60 Ind. zählte P. Neupert am 29.12. bei Lössau. 83 Ind. stellten K. u. M. Ostermann am 31.12. bei Remptendorf fest.

Die nicht in jedem Winter zu beobachtende Heckenbraunelle wurde mit je 1 Ind. am 22.12. in Dobareuth (I. u. J. Schmidt) sowie am 23. und 30.12. (R. Walther, z.T. mit S. Kästner) an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre gesehen. Mit mehr als 40 Haussperlingen stellte M. Schulze am 23.12. in Liebschütz die größte Ansammlung dieser Art fest. Am 2.12. konnte P. Neupert eine Gebirgsstelze bei Ziegenrück notieren. Weitere Nachweise gelangen ihm am 18.12. und 29.12. ebenda. Etwa 80 Erlenzeisige stellten I. u. J. Schmidt am 1.12. bei Dobareuth fest. Mehr als 100 Erlenzeisige notierte I. Hermann am 2.12. in Wurzbach. 13 Gimpel sahen K. u. M. Ostermann am 3.12. bei Remptendorf, 10 Gimpel waren es am 4.12. bei Neundorf (I. Hermann). Den mit 40 Ind. größten Trupp Grünfinken sahen K. u. R. Friedrich ab dem 15.12. an einer Fütterung in Schönbrunn. Stieglitze waren Mitte des Monats noch immer Gäste der inzwischen vertrockneten Blühstreifen bei Pöritzsch (K. Horn; R. Walther) Mit jeweils etwa 70 Ind. konnten die größten Ansammlungen am 10.12., 11.12., 16.12., 23.12. und am 29.12. gesehen werden. 47 Goldammern zählten K. u. M. Ostermann am 3.12. bei Remptendorf. Etwa 70 Ind. waren am 8.12. bei Röppisch auf Nahrungssuche. 91 Goldammern sah I. Hermann am 17.12. bei Wurzbach.

30. November 2021
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Beobachtungen im November 2021

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

25 Höckerschwäne wurden lt. ornitho.de am 3.11. bei Neundorf (bei Schleiz) gesehen. An diesem Tag konnte P. Neupert bei Walsburg zwei Familien mit je 4 Ind. feststellen. Aus dem südlichen AKOOS-Gebiet wurde die Beobachtung von 14 Höckerschwänen auf der Saale bei Lamitz bekannt. Eine 6 Ind. umfassende Familie hielt sich am 28.11. bei Dobareuth auf (beide I. u. J. Schmidt). Der seit Juni 2019 vom Vorstau Lemnitzhammer bekannte Höckerschwan konnte am 26.11. von I. Hermann erneut bestätigt werden. Etwa 90 unbestimmte Gänse überflogen am späten Nachmittag des 5.11. Remptendorf nach Norden (T. Hammermüller). Zwei überfliegende Graugänse notierte S. Kästner am 20.11. bei Isabellengrün. Bei Schönbrunn rasteten am 21. und 22.11. 9 Weißwangengänse (K. Friedrich). Die Zahl der Nilgänse am Stausee bei Saalburg hatte sich von anfangs 40 Ind. am 2.11. auf 48 Ind. am 8.11. erhöht. An diesem Tag hatten sich 3 Rostgänse dazugesellt. Diese konnten auch noch am 11.11. gesehen werden, als die Zahl der Nilgänse auf 80 gestiegen war. Am 13.11. standen 52 Nilgänse auf einer Maisstoppel bei Pöritzsch (M. Ostermann, R. Walther). Eine nächste größere, 63 Ind. zählende Ansammlung konnten S. Kästner und R. Walther am 20.11. erneut bei Saalburg feststellen. Ein neuer Höchstwert wurde bei dieser Art am 24.11. mit 118 Ind. notiert und am 26.11. von S. Kästner und R. Walther bestätigt.

Stockenten waren Anfang des Monats nur vereinzelt auf dem Stausee anzutreffen. Diesen standen über 40 Ind. am 7.11. auf einem kleinen Teich bei Remptendorf (K. u. M. Ostermann) und 50 Ind. am 10.11. auf dem Speicher Oberlemnitz (I. Hermann) gegenüber. Auf der Talsperre Lössau konnte P. Neupert am 8.11. 102 Ind. zählen. Im Bereich der Klosterplatte wurden erst am 13.11. mit 137 Stockenten mehr als 100 Ind. gesehen (M. Ostermann, R. Walther). Am 15.11. hatte sich diese Zahl auf 246 erhöht. Auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer wurde am 21.11. mit 220 Ind. die bisherige Höchstzahl erreicht (S. Kästner, R. Walther). Außerhalb des Saaletals zählte an diesem Tag die größte Konzentration 183 Stockenten auf den Eliasbrunner Klärteichen. Auf der Bleilochtalsperre (BLT) wurde am 25.11. mit 334 Ind. erstmals die 300er Marke übertroffen. Eine erste größere Ansammlung von 22 Reiherenten war am 22.11. auf der BLT zu sehen. Von den nicht im Beobachtungsgebiet brütenden Entenarten wurden 2 Schnatterenten am 2.11. auf der Klosterplatte gesehen. Bei weiteren sieben Nachweisen wurde am 14.11. mit 16 Ind. das Max. erreicht. Weitere 2 Schnatterenten werden für den 14.11. vom Speicher Spielmes gemeldet (ornitho.de). Seit dem 2.11. zählen Pfeifenten zu den regelmäßigen Gästen der BLT. Bei Nachweisen an allen Beobachtungstagen wurde am 22.11. mit 15 Ind. die Höchstzahl notiert. Am 11.11. meldete P. Neupert 3 Ind. für die Talsperre Lössau, und für den 15.11. wurden ebenda 4 Pfeifenten genannt (ornitho.de). Während die erste Krickente am 8.11. von P. Neupert auf der Talsperre Lössau gesehen wurde, waren es am 14.11. 11 Ind., die auf der BLT rasteten. Dazu hatten sich 10 Löffelenten und 2 Spießenten gesellt. Auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer waren es 4 Spießenten (ornitho.de). Von der Krickente wurden weitere 5 Ind. am 15.11. sowie 7 Ind. am 22.11. auf der BLT gesehen. Mit 3 Tafelenten auf der BLT gab es am 11.11. den ersten Herbstnachweis dieser Art. Der zweite Nachweis datiert auf den 22.11. mit 8 Ind. Von der nicht alljährlich bei uns auftretenden Kolbenente rasteten am 22.11. 8 Ind. auf der Klosterplatte. Hier wurden am 14.11. auch die ersten 2 Schellenten gesehen. Auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer wurde 1 Ind. am 21.11. von S. Kästner und R. Walther nachgewiesen. 14 Ind. waren es dann am 22.11., wieder auf der BLT.

Die ersten 6 Gänsesäger meldete P. Neupert am 8.11. von der Talsperre Lössau, wo am 11.11. mit 14 Ind. ein erstes Maximum erreicht wurde. 2 Ind. sah S. Fiedler am 9.11. auf der Saale bei Blankenberg. 9 Gänsesäger hielten sich am 14.11. auf dem Speicher Spielmes auf (ornitho.de). Einen weiteren Vogel nennt S. Fiedler am 15.11. nochmals für Blankenberg. H. Böhm sah am 25.11. 6 Ind. auf der Saale in Blankenstein. Die Höchstzahl des Monats stellte P. Neupert am 24.11. und 28.11. mit jeweils 23 Ind. auf der Talsperre Lössau fest. Mittelsäger treten nur unregelmäßig im Gebiet auf. 1 Ind. wurde am 18.11. auf der Klosterplatte gesehen. Mit 11 Ind. hielt sich hier am 22.11. eine für unser Gebiet ungewöhnlich hohe Anzahl dieser Art auf. Die ersten 3 Haubentaucher des Herbstes wurden am 3.11. auf dem Stausee bei Röppisch-Remptendorf gesehen. Bei dann durchgehenden Nachweisen wurde am 22.11. mit 7 Ind. ein erster Höchstwert erreicht. Abseits der BLT wurde lediglich 1 Ind. am 24.11. und 28.11. auf der Talsperre Lössau gesehen (P. Neupert). Ein Rothalstaucher hielt sich am 16.11. auf der BLT bei Kloster auf. Unweit davon schwammen 2 Schwarzhalstaucher. Einen Zwergtaucher konnte R. Müller noch am 6.11. auf dem Speicher Oberlemnitz beobachten. Am 15.11. wurde der erste Zwergtaucher auf der Saale bei Hirschberg gesehen (I. u. J. Schmidt). Ein Zwergtaucher war noch bis zum 18.11. auf dem Ruhteich anzutreffen. Ein weiterer wurde am 16.11. auf dem Speicher Zoppoten gesehen. An der BLT erschienen die ersten Zwergtaucher mit 3 Ind. am 21.11. (S. Kästner, R. Walther). Seetaucher sind seltene Gäste im AKOOS-Gebiet. Den ersten Sterntaucher dieses Herbstes hatte R. Walther am 10.11. auf der Klosterplatte. Vom 14.11. bis 20.11. wurde dann die Anwesenheit von 2 Ind. festgestellt. Diesen hatte sich am 21.11. für einen Tag ein dritter Vogel angeschlossen (S. Kästner, R. Walther). Beide Sterntaucher waren noch mind. bis zum 29.11. anwesend. Am 24.11. konnte erstmals in diesem Herbst ein Prachttaucher gesehen werden. Ein weiterer Nachweis gelang am 28.11.

Silberreiher (Ardea alba)
(Photo: S. Kästner)
Dagegen waren Silberreiher stete Gäste im Gebiet (H. Böhm; S. Fiedler; K. u. R. Friedrich; I. Hermann; S. Kästner; M. Kohl; R. Müller; P. Neupert; K. u. M. Ostermann; I. u. J. Schmidt; R. Walther; Y. Wittich; R. Zielke). Nachweise von 5 und mehr Ind. gab es am 2.11. mit 5 Ind. am Speicher Oberlemnitz (I. Hermann) und am 6.11. mit 12 Ind. bei Möschlitz (M. Kohl), wo K. u. M. Ostermann wenig später noch 5 bestätigen konnten. Für den 10.11. wurde die Beobachtung von 9 Silberreihern bei Tanna genannt. 8 Ind. waren es am 14.11. am Speicher Spielmes (beide ornitho.de). 6 Silberreiher standen am 17.11. in der Remptendorfer Bucht. 16 Ind. notierte S. Fiedler am 17.11. bei Pottiga. Mit 8 Ind. wurde am 24.11. nochmals eine größere Gruppe bei Ullersreuth gesehen (I. u. J. Schmidt). Einen Rotmilan sah I. Hermann am 6.11. bei Neundorf. Am 7.11. notierte P. Neupert 1 Ind. bei Lössau. Drei zielstrebig Richtung SW ziehende Rotmilane wurden am 10.11. bei Remptendorf gesehen. In ornitho.de wurde für den 13.11. die Beobachtung eines Rotmilans bei Ebersdorf genannt. Je einen Rotmilan stellten am 14.11. M. Schulze bei Liebschütz sowie C. u. W. Hager bei Lothra fest. 4 Rotmilane konnten am 20.11. mehrfach, sowohl ziehend als auch rastend, bei Kloster bzw. Röppisch und Zoppoten von S. Kästner und R. Walther beobachtet werden. K. Hoh sah am 29.11. während Feldarbeiten noch 5 Rotmilane bei Karolinenfield. Stärkere Zugbewegungen des Mäusebussards wurden um den 11.11. gemeldet. 10 Mäusebussarde waren am 10.11. auf einer Rinderweide bei Zoppoten zu beobachten. Unweit davon zählte I. Hermann am 12.11. 15 Ind. auf einer Maisstoppel. I. u. J. Schmidt sahen am 11.11. 8 Ind. bei Neundorf und 5 Ind. bei Schlegel. In den Morgenstunden des 1.11. und 2.11. hatte ein Wanderfalke bei Remptendorf einen Gittermast als Sitzwarte gewählt. Hier wurde er dann am 3.11. beim Kröpfen eines drosselgroßen Vogels erneut beobachtet.

Mehrere überfliegende Kraniche konnte K. Spindler am 9.11. bei Friesau hören. Fünf Kraniche sah M. Schulze am 14.11. über Liebschütz. Zwei Nachzügler überflogen noch am 24.11. Lössau (P. Neupert). Am Speicher Oberlemnitz wurde die letzte Blessralle am 2.11. festgestellt (I. Hermann). Von den Blessrallen, die sich durchgängig auf dem Ruhteich aufhielten, konnten bis zum 10.11. weiterhin 9 Ind. gesehen werden. Ab dem 11.11. waren es noch 7 Ind., von denen ab dem 16.11. und letztmalig am 26.11. bei beginnender Vereisung des Gewässers noch 6 notiert werden konnten (K. u. R. Friedrich; S. Kästner; K. u. M. Ostermann; R. Walther). Kiebitze wurden am 3.11. mit 4 Ind. bei Zoppoten und am 8.11. mit 1 Ind. bei Kloster gesehen. Der letzte Nachweis gelang K. Spindler am 12.11. mit 9 Ind. bei Friesau. Einen späten Waldwasserläufer sah P. Neupert am 8.11. an der Talsperre Lössau. Ein letzter Grünschenkel war am 16.11. am Ufer des Stausees bei Kloster auf Nahrungssuche. Eine große Gruppe von 11 rastenden Bekassinen konnte S. Kästner am 21.11. im Frössener Krämerfeld feststellen. Hier zählte er am 26.11. weitere 6 Ind. Derselbe Beobachter konnte ebenda am 21.11. 9 Zwergschnepfen erfassen, deren Anzahl sich am 26.11. auf 13 erhöht hatte. An der Klosterplatte rasteten am 2.11. 10 Lachmöwen. Am 17.11. hielten sich 5 Ind. ebenda auf. Der Erstnachweis einer Schwarzkopfmöwe auf und über der Klosterplatte, wo sie in stetem Kontakt mit einer Sturmmöwe stand, gelang am 11.11. Weitere 4 Sturmmöwen rasteten am 22.11. in Begleitung dreier Lachmöwen bei Saalburg. Eine Steppenmöwe wurde am 18.11. auf der Klosterplatte gesehen.

Die letzten Ringeltauben überflogen am 6.11. den Zählpunkt bei Remptendorf. Vom 11.11. bis 14.11. suchte ein Waldkauz einen Dachsparren eines Wohnhauses in Bad Lobenstein auf (M. Schulze). Die bereits im Oktober bei Lössau singende Waldohreule war auch wieder am 10.11. zu hören (P. Neupert). Ein Eisvogel wurde am 8.11. an der Talsperre Lössau gesehen (P. Neupert). Lt. ornitho.de hielt sich am 14.11. ein Eisvogel am Stadtteich Bad Lobenstein auf. Am Ausgleichsbecken Grochwitz konnte S. Kästner am 27.11. 1 Ind. notieren. Je 1 Raubwürger sah R. Müller am 13.11. bei Neundorf und am 14.11. bei Schönbrunn. Am 19.11. wurde von I. Hermann 1 Raubwürger bei Neundorf gesehen, wo er am 27.11. vermutlich denselben Vogel nochmals sehen konnte. Am Vortag hatte P. Neupert die Beobachtung eines Raubwürgers bei Langenbuch gemeldet. 164 Rabenkrähen wurden am 18.11. bei Remptendorf gezählt. Bei den ziehenden Saatkrähen wurden zwei Flüge mit mehr als 100 Ind. notiert. 115 Saatkrähen überflogen am 6.11. den Zählpunkt bei Remptendorf und am 28.11. sahen I. u. J. Schmidt 102 Ind. über Dobareuth. Einen Trupp von 9 Eichelhähern stellten K. u. M. Ostermann am 11.11. bei Remptendorf fest. 10 Elstern notierte I. Hermann am 12.11. bei Friesau. Nicht alltäglich war die Beobachtung von 72 Blaumeisen, die am 10.11. den Zählpunkt bei Remptendorf überflogen. Eine Gruppe von 7 Wintergoldhähnchen sah P. Neupert am 11.11. an der Talsperre Lössau. Etwa 3500 Stare rasteten am 5.11. auf Gittermasten bei Remptendorf. Ebenda gaben K. u. M. Ostermann am 8.11. die Anzahl der hier rastenden und dann teils in den Rohrkolbenbestand des Staudenteiches einfliegenden Stare mit etwa 4000 an. Am Vortag waren ebenso viele auf einem Feld nahe Gebersreuth auf Nahrungssuche (E. Mergner). Eine letzte Gruppe von ca. 30 Staren konnte K. Hoh noch am 29.11. bei Karolinenfield beobachten. Zwei Wasseramselmeldungen gehen auf P. Neupert zurück, der je 1 Ind. am 3.11. in Ziegenrück und am 24.11.an der Talsperre Lössau sah. Die dritte Beobachtung machte K. Friedrich am 18.11. am Kalkteich bei Schönbrunn. Im Gegensatz zu den Vorjahren liegen für die Wacholderdrossel keine Meldungen zu Ansammlungen von 100 und mehr Ind. vor. Max. wurden ca. 80 Ind. am 24.11. bei Röppisch gesehen. Singdrosseln konnten noch am 11.11. mit je 1 Ind. an zwei verschiedenen Stellen bei Remptendorf notiert werden.

Einen späten Hausrotschwanz sah K. Horn am 12.11. in Schönbrunn, und am 27.11. konnte S. Kästner noch 1 Ind. am Stausee bei Isabellengrün nachweisen. Den letzten durchziehenden Wiesenpieper sah S. Kästner am 21.11. im Krämerfeld bei Frössen. An der Talsperre Lössau hielt sich am 8.11. eine Gebirgsstelze auf (P. Neupert). Eine weitere wurde am 20.11. von S. Kästner und R. Walther bei Burgkhammer gesehen. Bei Oberlemnitz beobachtete I. Hermann am 17.11. etwa 100 Bergfinken, 50 Ind. waren es am 24.11. ebenda. Etwa 40 Grünfinken zählte K. Friedrich am 4.11. bei Ebersdorf. Min. 130 Stieglitze sah R. Walther am 3.11. in einem Blühstreifen bei Pöritzsch. Am 15.11. wurden hier noch ca. 40 Ind. festgestellt. Am 20.11. waren es wieder etwa 140 Ind. (S. Kästner, R. Walther). Etwa 90 Erlenzeisige waren am 14.11. bei Isabellengrün auf Nahrungssuche. Ca. 50 Ind. notierte I. Hermann am 24.11. bei Wurzbach, wo er dann am 26.11. über 100 zählen konnten. Am 3.11. überflogen 11 Birkenzeisige den Zählpunkt bei Remptendorf. Mehr als 100 Goldammern wurden am 6.11. auf einem Feld nahe Venzka von I. Hermann gesehen. Das monatliche Maximum stellte wiederum I. Hermann am 24.11. mit etwa 200 Ind. bei Wurzbach fest. 86 Ind. sahen dann I. u. J. Schmidt am 28.11. bei Dobareuth. Die wohl letzte Rohrammer des Jahres konnten S. Kästner und R. Walther am 26.11. bei Kloster notieren.

1. November 2021
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Beobachtungen im Oktober 2021

Den einzigen Nachweis von Höckerschwänen meldete S. Fiedler. Er sah am 29.10. 5 Ind. auf der Saale bei Blankenberg. In ornitho.de wurde für den 25.10. die Beobachtung von 7 Singschwänen bei Saalburg genannt. Am 1.10. überflogen 9 Graugänse das Gebiet bei Oßla Richtung SW (I. Hermann). Tags darauf sah R. Walther 6 Ind. den Zählpunkt bei Remptendorf nach SW überfliegend. K. Horn sah am 4.10. bei Schönbrunn 20 ziehende, unbestimmte graue Gänse. Ebenfalls auf dem Durchzug befanden sich 12 Graugänse, die M. Schulze am 7.10. über Liebschütz zählen konnte. Für Lössau nennt P. Neupert am 12.10. 7 Ind. im Flug nach S. Wiederum den Zählpunkt bei Remptendorf überflogen am 17.10. sowie am 24.10. je 4 Ind. (M. Ostermann, R. Walther). Erneut K. Horn sah dann am 24.10. 30 Graugänse über Schönbrunn Richtung SW ziehend. Bei Blankenstein konnte H. Böhm am 24.10. 8 ziehende Kanadagänse beobachten. Östlich des Remptendorfer Zählpunktes sah R. Walther am 11.10. einen nach S fliegenden Gänsesäger. Im Gegensatz zu den Vorjahren liegen die Stockentenzahlen derzeit meist nur im zweistelligen Bereich. Lediglich der Kalkteich am Grünen Esel bei Schönbrunn war am 18.10. mit 140 Ind. besetzt (ornitho.de). Ebenda veröffentlicht wurde die Beobachtung einer Pfeifente am 17.10. auf dem Stadtteich Bad Lobenstein. Eine weitere Pfeifente wurde am 22.10. auf dem Ruhteich bei Remptendorf gesehen (R. Walther). Von der Krickente liegen nur Angaben von der Talsperre Lössau vor. Hier sah P. Neupert am 6.10. 17 und am 25.10. nochmals 4 Ind. Sechs Reiherenten hielten sich in diesem Monat durchgehend auf dem Ruhteich bei Remptendorf auf (K. Friedrich; S. Kästner; K. u. M. Ostermann; R. Walther). Silberreiher traten in der ersten Monatshälfte noch mehrfach und in größerer Anzahl auf. 25 Ind. sah P. Neupert am 2.10. bei Lössau. I. u. J. Schmidt notierten am 4.10. 24 und am 6.10. 33 Ind. jeweils bei Ullersreuth. 15 Silberreiher zählte M. Schulze am 7.10. über Liebschütz. Ebenso viele sah M. Kohl am 10.10. auf einem Feld bei Möschlitz. Ornitho.de meldete am 18.10. 44 Ind. für Neundorf (bei Schleiz).

Am Kieselbachsteich bei Karolinenfield konnte E. Walther am 6.10. einen Fischadler beobachten. Zehn Richtung S ziehende Rotmilane zählte R. Walther am 1.10. bei Friesau. Am 3.10. konnten während Feldarbeiten ebenda 11 Ind. beobachtet werden (R. Walther). Bei abnehmender Anzahl war die durchgehende Anwesenheit der Art bis zum Monatsletzten mit noch 4 Ind. bei Schönbrunn (K. Horn) festzustellen. Bei Crispendorf ließ sich am 8.10. eine männliche Kornweihe auf einem Leitungsmast nieder (M. Schulze). K. Horn sah am 12.10. bei Schönbrunn eine weibchenfarbige Kornweihe im nach S gerichteten Suchflug. Eine dritte Beobachtung gelang E. u. R. Walther mit einem Weibchen am 28.10. bei Liebengrün. Die im Monat letzten beiden Kornweihen sah K. Horn am 31.10. bei Schönbrunn. Auf dem bereits im September genannten Schlag bei Friesau wurden am 1.10. und letztmalig am 3.10. jeweils noch 8 Mäusebussarde festgestellt (R. Walther). Die größte Ansammlung des Monats meldeten I. u. J. Schmidt am 9.10. mit 18 Ind. bei Haidefeld. Am 31.10. konnten dann noch 9 Ind. auf einer Weidefläche bei Zoppoten gesehen werden (R. Walther). Den ersten Rauhfußbussard des Herbstes sah P. Staudt am 22.10. bei Haidefeld.

Bleßrallen waren in diesem Monat bereits von den meisten Gewässern verschwunden. Lediglich der Ruhteich war durchgängig mit 9 Ind. besetzt (K. Friedrich; S. Kästner; K. u. M. Ostermann; R. Walther). Während die Wasserralle im angrenzenden Plothener Teichgebiet als Brutvogel auftritt, wird sie im Gebiet nur sehr vereinzelt auf dem Durchzug wahrgenommen. Der erste Nachweis seit 2014 gelang R. Walther am 28.10. auf dem Ruhteich bei Remptendorf. Vier Kiebitze rasteten am 1.10. auf einem Feld bei Friesau (R. Walther). Am 3.10. konnte hier noch 1 Ind. angetroffen werden (R. Walther). 19 Kiebitze hielten sich am 4.10. bei Haidefeld auf (I. u. J. Schmidt). Einen rufend den Friesauer Hügel bei Remptendorf nach W überfliegenden Großen Brachvogel notierte S. Kästner am 16.10. Die Bekassine ist im Gebiet als Brutvogel verschwunden, kann aber noch regelmäßig auf dem Zug beobachtet werden. Den mit mindestens 15 Bekassinen größten bei uns rastenden Trupp konnte S. Kästner am 16.10. im Krämerfeld bei Frössen feststellen. Einen Nahrung suchenden Grünschenkel beobachteten I. u. J. Schmidt am 3.10. bei Gefell. Einen Waldwasserläufer sah P. Neupert am 25.10. an der Talsperre Lössau. Ringeltaubenzug setzte Anfang des Monats ein. Der größte, am 4.10. gesichtete Verband umfasste mind. 1800 Ind. Starken Zug gab es am 7.10., als innerhalb zwei Stunden 10340 Ringeltauben den Zählpunkt bei Remptendorf überflogen (alle R. Walther). Zwei Uhus wurden am 16.10. bei Sparnberg gesehen. Der Herbstgesang des Sperlingskauzes war am 24. und 29.10. bei Venzka zu hören, und am 7.10. sang ein Rauhfußkauz nahe der Lamitzmühle (alle I. u. J. Schmidt). Ein Vorkommen der Waldohreule bei Lössau konnte wieder bestätigt werden. P. Neupert hörte bereits im September und auch noch am 17.10. 1 Ind. ebenda. Eintrag bei ornitho.de fand am 8.10. am Stadtteich in Bad Lobenstein ein Eisvogel. Eine weitere Beobachtung des Eisvogels meldete A. Meißner am 9.10. von den Hainteichen bei Schleiz. Wiederum bei ornitho.de wurde für den 18.10. ein Eisvogel für Remptendorf genannt.

Stieglitz (Carduelis carduelis)
(Photo: I. Hermann)
Am 9.10. wurde der erste Raubwürger im angrenzenden sächsischen Vogtland gesehen (ornitho.de). Für unser Beobachtungsgebiet konnten die ersten Raubwürger am 13.10. bei Frössen (S. Fiedler) und Weisbach (R. Walther) nachgewiesen werden. Eine zweite Beobachtung gelang erneut R. Walther am 16.10., diesmal bei Remptendorf. Hier sah M. Kohl am 17.10. einen weiteren Raubwürger. Ebenso wie die am Zählpunkt bei Haidefeld von P. Staudt am 17.10. und 18.10. mit je 1 Ind. und am 19.10. und 24.10. mit je 2 Ind. erfassten Raubwürger zeigten die Beobachtungen Durchzug an. Etwa 150 Rabenkrähen als größte Ansammlung der Art notierte I. Hermann am 13.10. bei Neundorf. Etwas früher als im Mittel der Vorjahre erreichten die ersten Saatkrähen unser Gebiet. Am 10.10. überflogen etwa 50 Ind. den Zählpunkt bei Remptendorf (S. Kästner, M. Ostermann, R. Walther). Ab dem 16.10. waren dann fast täglich weitere Saatkrähen zu sehen (K. Horn; K. u. M. Ostermann; R. Walther), wobei am 28.10. mit ca. 200 (K. Horn) bzw. ca. 250 Saatkrähen (R. Walther) die größten Flüge das Gebiet querten. In den meisten Fällen hatten sich Dohlen angeschlossen, die bis zu einem Drittel der Flüge ausmachten. Außergewöhnlich war die Beobachtung, die I. u. J. Schmidt wenig östlich unseres Beobachtungsgebietes im Sächsischen Vogtland machen konnten. Wie in den Vorjahren bereits von P. Staudt festgestellt, können sich dort über 100 Kolkraben zusammenfinden. Bei der Zugbeobachtung am 28.10. waren über 130 Kolkraben mit 250 bis 280 Dohlen vergesellschaftet. Durch die häufigen Rufe beider Arten schließen die Beobachter eine Verwechslung mit Saatkrähen aus. Tannenhäher traten in diesem Monat in geringerer Anzahl als in den Vorjahren auf. Maximal waren es 5 Ind., die am 3.10. in Wurzbach von I. Hermann gesehen wurden. Mind. 1000 Stare rasteten am 6.10. auf einem Feld bei Bad Lobenstein (I. Hermann). Während Feldarbeiten suchten etwa 3500 Stare am 28.10. bei Liebengrün nach Nahrung (E. u. R. Walther). Noch einmal etwa 1000 Stare auf dem Zug sahen I. u. J. Schmidt am 30.10. bei Ullersreuth. Meldungen zur Wasseramsel sind derzeit selten, was sicher dem Beobachterverhalten geschuldet ist. I. u. J. Schmidt sahen am 4.10. 1 Ind. am Hirschberger Saalewehr. Der zu den Zugzeiten unser Gebiet wohl regelmäßig überfliegende, aber meist nicht erkannte Bergpieper wurde am 29.10. mit 4 Ind. auf einem Feld bei Zoppoten gesehen (R. Walther).mMit 180 ziehenden Rotdrosseln, die den Zählpunkt bei Remptendorf querten, zeigte sich der 15.10. als stärkster Zugtag bei dieser Art (R. Walther). 47 Bachstelzen zählte R. Walther am 1.10. und 36 Ind. am 3.10. auf einem Feld bei Friesau. Etwa 50 Ind. waren es, die I. Hermann am 7.10. bei Neundorf notierte. An Sonnenblumen eines Blühstreifens bei Zoppoten konnte K. Horn am 17.10. etwa 50 Stieglitze beobachten. Die doppelte Anzahl meldete I. Hermann am 22.10. von einem Blühstreifen bei Oberlemnitz. Ebenda sah derselbe Beobachter am 27.10. nochmals mehr als 100 Ind. Starken Zug des Buchfinken registrierte R. Walther ab dem 1.10. bei Remptendorf. Einschließlich der am 6.10., dem intensivsten Zugtag, gezählten 9525 Finken wurden in diesen sechs Tagen 35200 Ind. erfasst. Den größten Flug dieses Zeitraums sahen I. u. J. Schmidt am 9.10. mit 400 Ind. bei Haidefeld. In der letzten Oktoberdekade wurden dann, erstmals in diesem Umfang, sowohl Finkentrupps mit hohem Bergfinkenanteil als auch viele reine Bergfinkentrupps festgestellt. Bestätigung fand dies durch I. Hermann mit der Beobachtung eines mind. 650 Bergfinken umfassenden, Nahrung suchenden Schwarms am 27.10. bei Oberlemnitz. Grünfinken waren ebenfalls stärker vertreten. So konnte M. Schulze am 29.10. einen mind. 40 Ind. zählenden Trupp notieren. Ziehende Goldammern sind selten zu sehen. 20 nach SW fliegende Goldammern konnte K. Horn am 23.10. über Schönbrunn zählen.

2. Oktober 2021
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Punktzählungen bei Remptendorf

Von einem Zählpunkt auf dem Friesauer Hügel bei Remptendorf aus wird jährlich von September bis November der Herbstzug verfolgt und dokumentiert. Die Beobachtungen beginnen im Morgengrauen und enden meist am späten Vormittag, wenn der Zug deutlich abflaut. In den vergangenen Jahren konnten insbesondere durch die intensive Arbeit von R. Walther zehntausende Datensätze gesammelt werden, welche eindrucksvoll das Zuggeschehen insbesondere von Singvögeln, Tauben und Greifvögeln dokumentieren. Dabei werden immer wieder Arten festgestellt, welche auf anderem Wege nicht zur Beobachtung gelangt wären. Jeder Tag ist anders und bringt seine eigenen Überraschungen.
Interessenten, die mehr über den Vogelzug in der Region erfahren oder Kenntnisse zur Bestimmung der Durchzügler vertiefen wollen, sind jederzeit herzlich willkommen. Von besonderem Wert sind auch Helfer, welche die Dokumentation übernehmen und die Beobachtungen über ein eigens entwickeltes Eingabeformular auf einem Tablet erfassen, so dass sich die versierten Beobachter mit dem Fernglas bewaffnet auf das Zählen und Bestimmen konzentrieren können.
Wetterfeste, warme und winddichte Bekleidung wird für den Aufenthalt auf dem exponierten Zählpunkt empfohlen. Dieser befindet sich am Friesauer Weg zwischen Remptendorf und Friesau. Den Zählpunkt findet man von Bad Lobenstein kommend an der Tankstelle links abbiegend, der Straße über das stillgelegte Bahngleis folgend bis zu einer Kreuzung am Ortsrand, dort nach links abbiegend auf dem höchsten Punkt des Friesauer Hügels. Absprachen zu Zählttagen sind bitte direkt mit Reinhart Walther zu treffen.

2. Oktober 2021
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Beobachtungen im September 2021

Silberreiher (Ardea alba)
(Photo: I. Hermann)
Eine bisher noch nicht genannte Höckerschwanfamilie mit 2 Jungvögeln fanden I. u. J. Schmidt 14.9. auf einem Teich bei Zollgrün. Am 6.9. überflogen 30 unbestimmte graue Gänse Schönbrunn nach Süden (K. Horn). Zwei Graugänse sah I. Hermann am 9.9. über dem Speicher Herrenteich bei Neundorf. Wiederum 2 Graugänse notierte derselbe Beobachter am 20.9., diesmal über der Oßlaer Flur. Sieben nach Süden ziehende, unbestimmte graue Gänse zählte R. Walther am 25.9. bei Remptendorf. Am 7.9. stellte I. Hermann 19 Nilgänse bei Saalburg fest. Am 19.9. waren es 24 Ind. (R. Walther). Beginnenden Zug der Krickente zeigen die Beobachtungen von 3 Ind. am 14.9. und 5 Ind. am 20.9. auf der Talsperre Lössau an (P. Neupert). Am 20.9. notierte R. Walther auch 2 Ind. auf dem Ruhteich bei Remptendorf. Reiherenten waren durchgehend auf dem Remptendorfer Ruhteich anzutreffen. Maximal waren es 8 Ind. am 19.9. (R. Walther). Für den Speicher Herrenteich bei Neundorf meldete I. Hermann die erste Reiherente am 21.9. Derselbe Beobachter notierte am 6.9. bei Neundorf 5 ziehende Graureiher. 8 Ind. sah er dann am 25.9. zusammen mit Silberreihern auf einem Feld bei Möschlitz. Vom 1.9. bis zum 20.9. hielten sich in der Zoppotener und Friesauer Flur Silberreiher auf (M. Ostermann; M. Schulze; R. Walther; P. Ostermann), wobei 14 Ind. am 3.9. das Maximum bildeten (P. Ostermann). 22 Silberreiher sah P. Neupert am 5.9. bei Neundorf (Schleiz). Ebenda konnten I. u. M. Schulze am 7.9. 27 Silberreiher zählen. Bei Möschlitz fand I. Hermann am 25.9. 13 Ind., weitere 19 Ind. sah M. Kohl an diesem Tag auf einem Feld bei Unterlemnitz. Am 28.9. konnte dann P. Neupert 24 Silberreiher bei Lössau notieren, 14 Ind. waren es, die I. u. J. Schmidt am 29.9. bei Ullersreuth sahen. Acht Weißstörche überflogen am 1.9. Oettersdorf (V. Vopel). Laut ornitho.de wurde am 5.9. 1 Weißstorch über Göritz gesehen. An diesem Tag rastete auch 1 Ind. längere Zeit in Bad Lobenstein (OTZ vom 7.9.). Drei Weißstörche sah R. Reichel am 16.9. zwischen Zoppoten und Ebersdorf, 4 Ind. stellte dann R. Walther am nächsten Tag nahe Zoppoten fest. Am 18.9. überflog 1 Ind. Dobareuth (I. u. J. Schmidt).

I. u. J. Schmidt sahen am 5.9. an der Saale bei Venzka einen Fischadler. Ein zweiter Nachweis gelang ihnen unweit davon am 23.9. Zuvor konnte P. Neupert bereits am 14.9. 1 Ind. an der Talsperre Lössau registrieren. Nach der Beobachtung einer Steppenweihe im August bei Lössau (P. Neupert) konnten I. u. J. Schmidt erneut einen Vogel dieser Art für unser Beobachtungsgebiet nachweisen. Am 15.9. hielt sich eine männliche Steppenweihe bei Gefell auf. Der einzige Seeadlernachweis des Monats gelang P. Neupert am 24.9. bei Crispendorf. Nach der Beobachtung eines Schreiadlers im August bei Remptendorf konnte R. Walther am 3.9. nur wenige hundert Meter südlich vom damaligen Beobachtungsort erneut einen Vogel dieser Art feststellen. Diesmal wurde der Adler bei der Nahrungssuche am Boden beobachtet. Acht nach Süden ziehende Rotmilane wurden am 14.9. von I. u. J. Schmidt über Dobareuth gesehen. Am 17.9. konnten dieselben Beobachter ebenda 24 Ind. zählen. Acht Rotmilne sah S. Fiedler am 20.9. bei Künsdorf. Wiederum 8 nach Süden ziehende Rotmilane zählte R. Walther am 27.9. bei Remptendorf. Die am 29.9. einzeln oder in kleinen Trupps den Zählpunkt bei Remptendorf überfliegenden Rotmilane summierten sich auf 13 Ind. (R. Walther). Neun Rotmilane zählte I. Hermann am 30.9. bei Wurzbach. Seit dem 10.9. konnten bei einen Maximum von 35 Ind. am 11.9. (M. Ostermann) auf und über einem Schlag an der Gemarkungsgrenze Friesau – Zoppoten Mäusebussarde in wechselnder Anzahl festgestellt werden. Letztmalig waren es 10 Ind. am 29.9. (R. Walther). Einen jagenden Wanderfalken sahen I. u. J. Schmidt am 23.9. bei Venzka. Von dem im Norden Eurasiens beheimateten Merlin, der oft den Kleinvogelschwärmen auf dem Weg in den Süden folgt, wurde der erste Vogel am 25.9. bei Remptendorf gesehen (R. Walther).

Am 1.9. konnte P. Neupert einen Flussuferläufer an der Talsperre Lössau feststellen. Am 8.9 sah er 2 Ind. an gleicher Stelle. Zehn Kraniche überflogen am 5.9. Friesau in südliche Richtung (F. Seeliger). Elf Kraniche sah A. Triebel am 20.9. über Thimmendorf. Am 15.9. rasteten bei Görkwitz 11 Kiebitze (ornitho.de). Am 20.9. notierte S. Fiedler 14 Kiebitze bei Künsdorf. Über der Saale in Ziegenrück beobachtete F. Seeliger am 11.9. eine Trauerseeschwalbe beim Nahrungsflug. Etwa 150 Ringeltauben stellte I. Hermann am 3.9. bei Oßla fest, ca. 200 Ind. sah er am 6.9. bei Neundorf. Ebenso viele notierte R. Walther am 8.9. bei Remptendorf. Wiederum min. 200 Ringeltauben sah I. Hermann am 11.9. bei Ullersreuth. Am 15.9. meldete derselbe Beobachter erneut min. 200 Ind. bei Neundorf. Hier waren es dann am 23.9. mehr als 400 Ind. (I. Hermann). Etwa 290 Ringeltauben notierte M. Kohl am 24.9. in der Remptendorfer Flur. Die wohl letzte Turteltaube des Jahres stellte R. Walther am 16.9. bei Friesau fest. Einen rufenden Waldkauz hörte M. Schulze am 1. u. 2.9. nahe Bad Lobenstein. Ein weiterer Waldkauz rief am 9.9. in Ebersdorf (P. Hirth). Ein Eisvogel hielt sich am 18.9. längere Zeit am Bleilochstausee nahe der Sperrmauer auf (R. Walther). Einen weiteren Vogel sah M. Kohl am 26.9. an einem kleinen Teich bei Lückenmühle. Eine ebensolche Beobachtung machte I. Hermann am 28.9. bei Oberlemnitz. 14 Bienenfresser konnten am 6.9. über Bad Lobenstein beobachtet werden (ornitho.de).

Gimpel(Pyrrhula pyrrhula)
(Photo: I. Hermann)
Im Langwassergrund wurden am 2.9. 4 weibchenfarbige Neuntöter beobachtet, 1 Ind. war es am 9.9. (I. Hermann). Erste Zugbewegungen des Eichelhähers zeigten die am 6.9. zur Punktzählung auf bei Remptendorf erfassten 11 Ind. (R. Walther). Hier wurde am 26.9. mit 46 Ind. auch der bisherige Zughöhepunkt registriert (R. Walther). Heidelerchen wurden erstmals am 25.9. notiert. An diesem Tag überflogen 3 Ind. den Zählpunkt (R. Walther). Mit 10 Feldlerchen sah I. Hermann am 20.9. den ersten größeren Trupp dieser Art. Gleich 186 ziehende Feldlerchen notierten I. u. J. Schmidt am 29.9. bei Dobareuth. Eine Ansammlung von mehr als 200 Mehlschwalben konnte I. Hermann am 3.9. in Wurzbach notieren. Ebenso viele nannten M. Schulze für den 7.9. in Liebschütz und E. Walther für den 9.9. in Remptendorf. Etwa 300 Mehlschwalben überflogen am 8.9. das Gebiet bei Ullersreuth nach Südwesten (I. u. J. Schmidt). E. Pinske sah am 10.9. in Saaldorf eine besonders große Ansammlung und konnte diese fotografieren. Die Auszählung ergab min. 620 Mehlschwalben. I. u. J. Schmidt konnten am 21.9. in Gefell noch juv. Mehlschwalben im Nest feststellen. 150 in kleinen Trupps nach Südwesten ziehende Mehlschwalben zählte I. Hermann noch am 27.9. Einen späten Fitis hörte R. Walther am 10.9. bei Isabellengrün. Die letzte Klappergrasmücke meldete I. Hermann am 23.9. vom Langwassergrund bei Neundorf. Mehr als 300 Stare überflogen am 6.9. Liebschütz nach Süden (M. Schulze). Die beginnende Rückkehr an die bekannten Brutplätze und ersten Herbstgesang der Stare meldete R. Walther am 19.9. aus Remptendorf. Wiederum ca. 300 Stare, diesmal bei Gefell rastend, sahen I. u. J. Schmidt am 24.9. R. Walther konnte 700 auf einem Hochspannungsmast bei Remptendorf rastende Stare am 26.9. zählen. Mehr als 3100 rastende bzw. in verschieden großen Trupps ziehende Stare wurden am 29.9. erneut bei Remptendorf gezählt (M. Kohl; M. Ostermann; R. Walther), wobei der größte Schwarm ca. 1200 Ind. umfasste. An der Saale in Ziegenrück konnte F. Seeliger am 11.9. 2 Wasseramseln beobachten. Eine weitere sah er am 17.9. bei Sparnberg. Mit 34 Misteldrosseln wurde am 4.9. bei Remptendorf ein vorläufiges Maximum erreicht (R. Walther). Dasselbe gilt für 36 Wacholderdrosseln, die I. u. J. Schmidt am 19.9. bei Gefell sahen. Starken Zug registrierte R. Walther am 27.9 bei der Singdrossel. Innerhalb von drei Stunden konnte er am Zählpunkt Friesauer Hügel bei Remptendorf 282 Ind. erfassen. Von der in Skandinavien und Sibirien beheimateten Rotdrossel, die unser Beobachtungsgebiet meist erst im Oktober quert, konnte der erste Vogel bereits am 25.9. bei Remptendorf gesehen werden.

Während der Punktzählung auf dem Friesauer Hügel konnte R. Walther am 3.9. einen Grauschnäpper notieren. Ein durchziehendes Schwarzkehlchen wurde vom selben Beobachter am 15.9. ebenda erfasst. Vier Braunkehlchen rasteten am 2.9. bei Frössen (S. Fiedler). Drei Braunkehlchen sah I. Hermann an diesem Tag im Langwassergrund bei Neundorf. Wiederum 3 Ind. waren es am 9.9. ebenda (I. Hermann). 1 Ind. rastete am 4.9. bei Remptendorf (P. Hirth, R. Walther). S. Fiedler meldete am 7.9. 1 Braunkehlchen aus der Künsdorfer Flur. Ziehende Gartenrotschwänze wurden ab dem 3.9. von R. Walther während der Punktzählungen nahe Remptendorf festgestellt. Einen Steinschmätzer notierte R. Walther am 3.9. in der Zoppotener Flur. Am Folgetag sah S. Fiedler 4 Ind. bei Künsdorf, wo derselbe am 7.9. erneut einen Steinschmätzer feststellen konnte. Bei Zoppoten konnte R. Walther am 21.9. nochmals 3 Ind. notieren. Die beiden ersten ziehenden Baumpieper wurden von R. Walther am 3.9. während der Punktzählung bei Remptendorf erfasst. Zeitiger als in den Vorjahren querten Wiesenpieper unser Gebiet. So konnte P. Hirth bereits am 4.9. 4 ziehende Wiesenpieper über dem Zählpunkt bei Remptendorf registrieren. Ebenda wurden am 7.9. von P. Hirth und R. Walther weitere 11 Ind. gezählt. Wie schon im August konnte R. Walther am 3.9. erneut 12 Wiesenschafstelzen bei Zoppoten beobachten. 27 Bachstelzen waren am 7.9. bei Saalburg zu sehen, 30 Ind. waren es am 15.9. bei Neundorf (I. Hermann). 46 rastende Bachstelzen meldeten I. u. J. Schmidt am 29.9. aus der Ullersreuther Flur. Auf ca. 50 Bachstelzen schätzte I. Hermann am 30.9. eine Nahrung suchende Ansammlung bei Wurzbach. Etwa 60 Stieglitze wurden am 18.9. auf einem Feld bei Juchhöh gesehen (I. u. J. Schmidt). Einen ersten größeren Trupp von ca. 50 Buchfinken stellte I. Hermann am 6.9. bei Neundorf fest. Die ersten Bergfinken überflogen am 25.9. den Zählpunkt bei Remptendorf (R. Walther). Intensiver Finkenzug setzte am 26.9. ein. An diesem und am Folgetag erfasste R. Walther 4180 Buchfinken. Etwa 30 Goldammern wurden am 28.9. von I. Hermann an der Bahnlinie bei Oberlemnitz gesehen.

5. September 2021
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Beobachtungen im August 2021

Neu ist eine Höckerschwanfamilie mit 5 Juv., die P. Neupert am 10.8. im Teichgebiet bei Lössau fand. Weitere Bruten der Nilgans meldeten R. Zielke mit 5 Juv. bei Saalburg, R. Walther mit 5 Juv. bei Eliasbrunn und P. Neupert mit 2 Juv. bei Lössau. Einen ersten größeren Trupp von 16 Nilgänsen zählten I. u. J. Schmidt am 28.8. an der Saale bei Hirschberg. Mit 4 Juv. auf dem Gefeller Kirchteich (I. u. J. Schmidt), weiteren 4 Juv. auf dem Pfotenteich und 3 Juv. in Helmsgrün (F. Seeliger) und mind. 2 Juv. in der Remptendorfer Bucht (F.-H. u. G. Ponelies) wurden auch im August Brutnachweise der Stockente erbracht. Die jeweils am 29.8. festgestellten 96 Stockenten in Crispendorf (P. Neupert) und 68 Ind. in Dobareuth (I. u. J. Schmidt) stellen die ersten größere Ansammlungen der Art dar. Eine adulte Schnatterente mit 7 Juv. rastete am 5.8. auf der Bleilochtalsperre bei Saalburg (R. Walther). In Crispendorf fand P. Neupert zwei Reiherentenbruten mit insgesamt 6 Juv., in Wüstendittersdorf waren es bei einer weiteren Brut 3 Juv. Ebenfalls 3 Juv. sahen I. u. J. Schmidt auf dem Glücksteich bei Dobareuth. Einen weibchenfarbigen Gänsesäger konnte P. Neupert am 13.8. auf der Saale bei Ziegenrück beobachten. Zwei Haubentaucher stellte R. Walther am 8.8. auf der Klosterplatte fest.

Der nur selten unser Gebiet querende Schreiadler wurde am 10.8. bei Remptendorf gesehen, wobei der Beobachter eine Verwechslung mit dem Schelladler nicht gänzlich ausschließen kann (R. Walther). Bei Neuenbeuthen konnte am 19.8. 1 Wespenbussard bei der Nahrungssuche beobachtet werden. Am 22.8. überflog 1 Ind. Remptendorf nach S (beide R. Walther). Mit 16 Rotmilanen konnte M. Schulze am 3.8. eine erste größere Ansammlung der Art bei Liebengrün zählen. P. Neupert meldete am 9.8. 14 Rotmilane aus der Flur Langenbuch. 13 Ind. sahen I. u. J. Schmidt am 17.8. bei Ullersreuth, und 10 Ind. wurden am 24.8. von P. Staudt bei Rothenacker gezählt. Herausragend war dann eine Beobachtung von P. Staudt, bei der er am 31.8. 93 (!) Rotmilane über einem Feld bei Spielmes zählte. Den Suchflug einer weiblichen Wiesenweihe konnte R. Walther am 17.8. bei Zoppoten verfolgen. Von der Rohrweihenbrut bei Lössau wurden 3 Juv. (P. Neupert), von der Remptendorfer min. 2 Juv. flügge (R.Walther). Am 19.8. hielt sich ein Fischadler kurzzeitig an der Bleilochtalsperre bei Saalburg auf, um dann nach Westen weiter zu fliegen. An gleicher Stelle konnte am 22.8. 1 Ind. mehrfach bei der erfolgreichen Jagd beobachtet werden. P. Neupert sah am 24.8. 1 Ind. bei Walsburg. Ebenfalls am 24.8. und am Folgetag sah J. Neumeister einen Fischadler am Speicher Frankendorf. P. Neupert stellte am 27.8. 1 Ind. bei Lössau fest. Den letzten Nachweis des Monats brachte P. Staudt am 31.8. mit 1 Ind. bei Spielmes. Am 26.8. und 30.8. wurde erneut 1 Ind. an der Bleilochtalsperre angetroffen (R. Walther). Einen diesjährigen Wanderfalken sahen I. u. M. Schulze am 10.8. bei Altenbeuthen. Einen Baumfalken beobachtete P. Neupert am 20.8. bei Lössau.

Am 6.8. überflog ein Kranich die Bleilochtalsperre bei Saalburg nach Nordosten (R. Walther). I. u. J. Schmidt hörten am 8.8. zwei Wachteln bei Juchhöh. Ungewöhnlich und bisher einmalig ist die Beobachtung eines entflogenen/entlaufenen Pfaus am 5.8. nordöstlich von Hirschberg (I. u. J. Schmidt). Eine diesjährige Teichralle wurde am 16.8. am Remptendorfer Ruhteich angetroffen. Eine Brut der Teichralle konnte R. Walther am 19.8. auf den Eliasbrunner Klärteichen nachweisen. Eine weitere diesjährige Teichralle fanden I. u. J. Schmidt am 22.8. auf dem Glücksteich bei Dobareuth. Einen einzelnen Kiebitz notierte R. Walther am 13.8. bei Zoppoten. Bei einer Beobachtung am Speicher Frankendorf waren es 8 Ind. (J. Neumeister). Die jungen Schwarzstörche eines Brutpaares in der weiteren Umgebung von Dobareuth verließen am 1.8. den Horst (I. u. J. Schmidt). Weitere Nachweise meldeten beide Beobachter für Bad Lobenstein (1 Ind. am 4.8.), Dobareuth (je 1 Ind. am 8.8. und 26.8.) sowie für Mödlareuth, wo sie am 18.8. 1 Ad. mit 1 Juv. sahen. Drei in große Höhe aufsteigende, vermutlich bereits ziehende Schwarzstörche sah M. Schulze am 6.8. bei Liebengrün. Einen weiteres, nach Süden ziehendes Ind. notierte derselbe Beobachter dort am 13.8. Am 15.8. überflog 1 Ind. Wurzbach, ebenso am 21.8. (I. Hermann). Am 17.8. landete 1 Ind. am Küchenteich in Ebersdorf (H. Schneider). Einen diesjährigen Schwarzstorch sah K.-H. Weiß am 21.8. auf einem Feld bei Remptendorf. Am 22.8. überflog 1 Ind. die A9 bei Schleiz (ornitho.de). Vom Weißstorch wurden 6 Ind. am 5.8 während Feldarbeiten bei Helmsgrün beobachtet (A. Adlung). Dieselben Ind. konnte R. Schulze am 8.8. bei Heinersdorf fotografieren. 2 Ind. hielten sich am 8.8. bei Neundorf/SCZ auf (P. Neupert). Am 24.8. beobachtete M. Ostermann 2 Ind. über Remptendorf.

Kormorane konnten an allen Beobachtungstagen im Gebiet gesehen werden. Das Max. wurde am 24.8. mit 87 Ind. am Ausgleichsbecken Burgkhammer erreicht (R. Walther). 16 Graureiher am 8.8. bei Ullersreuth (I. u. J. Schmidt) sind das monatliche Max. bei dieser Art. Zug des Graureihers zeigt die Beobachtung von K. Horn an. Sie sah am 24.8. über Schönbrunn 10 nach SW fliegende Ind. Acht Silberreiher sah P. Neupert am 5.8. bei Neundorf/SCZ. Am 8.8. konnte derselbe Beobachter hier 17 Ind. zählen. Am Speicher Zoppoten wurden erstmals am 11.8. wieder 2 Silberreiher nachgewiesen, die wiederholt bis zum 20.8. ebenda gesehen wurden (R. Walther). Nochmals 2 Ind. konnte P. Hirth am 22.8. zwischen Friesau und Ebersdorf notieren, 4 Ind. sah D. Könitzer am 27.8. am Dorfbach bei Ebersdorf, und 3 Silberreiher notierte R. Walther am 31.8. bei Friesau. Zwei Flussuferläufer hielten sich am 2.8. an der Talsperre Lössau auf (P. Neupert). Einen Flussuferläufer sah R. Walther am 5.8. an der Bleilochtalsperre bei Isabellengrün und weitere 7 Ind. am Grünen Teich bei Remptendorf. Am 6.8 hielten sich 2 Ind. an der Bleilochtalsperre bei Röppisch bzw. Isabellengrün auf (F. Seeliger; R. Walther). Am 11.8. rastete je 1 Ind. an der Talsperre Lössau (P. Neupert) und am Speicher Zoppoten (R. Walther). An der Saale in Ziegenrück stellte P. Neupert am 13.8. 1 Ind. fest. Je 1 Ind. wurde am 16.8. und 22.8. erneut am Grünen Teich gesehen (R. Walther). Jeweils 1 Ind. konnte S. Fiedler vom 15. bis 21.8. sowohl am Speicher Blintendorf als auch an der Saale bei Blankenberg beobachten. Einen weiteren Nachweis brachte P. Neupert am 26.8. mit 1 Ind. an der Talsperre Lössau. P. Staudt meldete am 29.8. 1 Ind. aus Rothenacker. Vom Waldwasserläufer liegt nur die Angabe von S. Fiedler vor. Er beobachtete vom 15. bis 21.8. 1 Ind. am Speicher Blintendorf. Lachmöwen wurden in der ersten Augustwoche mehrfach an der Bleilochtalsperre mit max. 14 Ind. am 2.8. festgestellt. Am 22.8. rasteten erneut 15 Ind. ebenda. Der einzige Nachweis der Steppenmöwe in diesem Monat gelang am 16.8. mit 2 Ind. an der BLT bei Röppisch. Den Nahrungsflug zweier Trauerseeschwalben beobachtete R. Walther am 11.8. über der Klosterplatte. Ebenda hielten sich am Folgetag 8 Flussseeschwalben auf (alle R. Walther).

Auf einer Stoppel bei Schönbrunn notierte M. Schulze am 5.8. mit ca. 400 Ringeltauben das Monatsmaximum. Ebenfalls ca. 400 Ind., verteilt auf zwei Beobachtungspunkte, fand R. Walther am 31.8. bei Friesau und Zoppoten. Mit 17 Turteltauben sah R. Walther am 29.8. bei Friesau die bisher größte Ansammlung. Am 31.8. kamen ebenda nochmals 10 Ind. zur Beobachtung. Letztmalig singend wurden am 1.8. je 1 Turteltaube bei Lössau (P. Neupert) und Liebengrün (S. Kästner, R. Walther) gehört. An diesem Tag hörten S. Kästner und R. Walther auch noch eine singende Hohltaube bei Liebengrün. Nach Abzug der Masse der Remptendorfer Mauersegler hielten sich bis zum 5.8. max. 9 Ind. im Ort auf und flogen noch min. drei Nistplätze mit nicht flüggen Jungvögeln an. Die letzte Beobachtung eines Ind. über dem Ort datiert auf den 10.8. (E. u. R. Walther). I. u. J. Schmidt gaben als LB in Dobareuth den 9.8. an. H. Böhm sah noch am 13.8. einen zielstrebig nach S ziehenden Vogel. Eine ebensolche Beobachtung machte V. Vopel noch am 25.8. über Oettersdorf. Erstmals seit Januar wurden wieder Eisvögel gemeldet. Am 13.8. konnte P. Neupert an zwei Saaleabschnitten bei bzw. in Ziegenrück jeweils 1 Ind. feststellen. Einen weiteren Eisvogel sah er am 26.8. an der Talsperre Lössau. Auf dem Wegzug befand sich ein Wendehals, den R. Walther am 22.8. auf dem Friesauer Hügel bei Remptendorf sah.

Ebenfalls auf dem Zug befand sich ein Pirol, der am 25.8. auf dem Friesauer Hügel bei Remptendorf beobachtet werden konnte (R. Walther). Nach den sieben Brutnachweisen vom Neuntöter im Juli gab es im August weitere. Am 1.8. waren bei Liebengrün 3 Juv (S. Kästner, R. Walther) und bei Gefell 1 Juv. (I. u. J. Schmidt) zu sehen. Weitere Brutnachweise brachte M. Schulze am Schweinebach bei Liebschütz mit 2 Juv., dazu 2 Brutnachweise mit isg. 6 Juv. am Trobach und 1 Brutnachweise mit 2 Juv. im Stantal, jeweils in der Flur Liebengrün. F. Seeliger meldete einen Brutnachweis mit 2 Juv. südlich von Bad Lobenstein. 3 Juv. sahen I. u. J. Schmidt bei Dobareuth. In der zweiten Monatshälfte wurden nochmals 5 Brutnachweise bekannt. In allen Fällen fütterten die Ad. die bereits flüggen Juv., so am 16.8. 2 Juv. bei Saaldorf, am 20.8. 3 Juv. bei Neundorf, am 22.8. 3 Juv. bei Kulm und 2 Juv. bei Wernsdorf (alle F. Seeliger). Zudem fand R. Walther am 19.8. bei Remptendorf eine Brut mit mind. 2 bettelnden Juv. Etwa 100 Rabenkrähen auf Nahrungssuche sah I. Hermann am 3.8. bei Wurzbach. Am 10.8. notierte R. Walther 118 Ind. bei Remptendorf und am 19.8. ebenda bereits 146 Ind. Bei Saalburg konnte er am 17.8. 107 Ind. zählen. 110 Ind. waren es am 22 8. erneut bei Wurzbach (I. Hermann). Die größte Ansammlung stellte R. Walther am 31.8. mit ca. 170 Ind. bei Unterlemnitz fest. Aus Schleiz wurde am 11.8. ein Tannenhäher gemeldet (ornitho.de). H. Böhm notierte 1 Ind. am 15.8. in Blankenberg. Weitere Tannenhäher wurden am 19.8. (1 Ind.), am 22.8. (2 Ind.) und am 26.8. (1 Ind.) bei Remptendorf, am 27.8. und 30.8. (je 1 Ind.) auch bei Isabellengrün festgestellt (R. Walther). Drei Tannenhäher notierte P. Neupert am 19.8. bei Lössau. Seit diesem Tag und bis zum Monatsende konnten auch in Wurzbach 2 Ind. beobachtet werden (K. Brandeis). Einen Gehölzstreifen bei Liebengrün durchstreiften am 11.8. 9 Eichelhäher (M. Schulze).

Kanarengirlitz (Kanarienvogel) (Serinus canaria forma domestica)
(Photo: I. Hermann)
Auf Stromleitungen in Lichtenbrunn sammelten sich am 5.8. mind. 350 Mehlschwalben (F. Seeliger). Am 13.8. zählte M. Schulze 320 Mehlschwalben auf Stromleitungen in Liebengrün. Den Nahrungsflug von etwa 200 Rauchschwalben konnte M. Kohl am 17.8. bei Burgkhammer beobachten. Auf wiederum 200 Ind. schätzte R. Walther deren Anzahl ebenda am 24.8. Bei Liebengrün gelang M. Schulze am 6.8. einer der seltenen Brutnachweise von der Feldlerche. Sehr selten wird die Sperbergrasmücke im Gebiet nachgewiesen. I. u. M. Schulze konnten am 11.8. und 12.8. in Liebschütz diesen Vogel an Hand seines Gesangs und dem charakteristisch knatternden Erregungsruf bestimmen. Nachdem letztmalig am 8.7. Stare im Gebiet nachgewiesen wurden, sah R. Walther am 11.8. wieder 1 Ind. über Remptendorf, 12 Ind. waren es am 13.8. bei Saalburg. Nochmals 3 Ind. wurden am 25.8. bei Remptendorf gesehen, bevor am 28.8. ein erster größerer Flug von ca. 150 Ind. notiert werden konnte (alle R. Walther). Für den östlichen Teil des Beobachtungsgebietes meldete P. Staudt ab dem 22.8. die Anwesenheit von Staren, die nach anfänglichen Einzelnachweisen bereits am 29.8. mit 500 Ind. ein erstes Maximum erreichten. Den für 2021 bisher einzigen Brutnachweis von der Wasseramsel meldete P. Neupert am 26.8. von der Talsperre Lössau. Eine erste größere Ansammlung von 20 Misteldrosseln notierte R. Walther am 24.8. bei Remptendorf. 41 Wacholderdrosseln zählten I. u. J. Schmidt am 28.8. bei Dobareuth. Auf Zug lassen die Beobachtungen je eines weibchenfarbigen Trauerschnäppers am 25.8. bei Remptendorf (R. Walther), am 29.8. bei Blankenberg (S. Fiedler) und am 31.8. in Liebschütz (M. Schulze) schließen. Gleiches gilt für 2 Braunkehlchen, die wiederum S. Fiedler am 25.8. bei Frössen sah. Wegzug zeigen auch die beobachteten Gartenrotschwänze an. Einen frühen Nachweis brachte R. Walther bereits am 14.8. mit der Beobachtung eines Ind. an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre. Weitere Gartenrotschwänze meldeten U. Haußner am 21.8. für Ebersdorf und S. Fiedler am 25.8. vom Speicher Herrnteich und nochmals R. Walther am 30.8. für Remptendorf. Bereits am 7.8. konnte S. Fiedler einen ersten Steinschmätzer bei Künsdorf beobachten. Der zweite Nachweis gelang erst am 30.8. mit 1 Ind. bei Remptendorf (R. Walther). Vier ziehende Baumpieper stellte R. Walther am 25.8. bei Remptendorf fest, 5 Ind. waren es am 29.8. Einen Brachpieper notierte R. Walther am 22.8. im Zuge der Punktzählung auf dem Friesauer Hügel. Ebenda gelang ihm am selben Tag die Beobachtung acht ziehender Wiesenschafstelzen. Bei Zoppoten hielten sich am 26.8. 4 Ind. auf (R. Walther). S. Fiedler stellte am 25.8. 2 Ind. am Speicher Herrnteich fest. Die am 31.8. wiederum bei Zoppoten erfassten 12 Wiesenschafstelzen stellen das bisherige Maximum dar. Hierbei waren sie mit min. 30 Bachstelzen vergesellschaftet (R. Walther). Etwa 60 Ind. umfasste ein Trupp Stieglitze, den R. Walther am 26.8. bei Remptendorf sah. Ein unbekannter, fehlfarbener Kleinvogel, den I. Hermann am 13.8. in Wurzbach beobachtete und fotografierte wurde als Zuchtform des Kanarienvogels (Kanarengirlitz) bestimmt.

31. Juli 2021
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Beobachtungen im Juli 2021

Höckerschwan (Cygnus olor)
(Photo: I. Hermann)
Noch immer anwesend ist der Höckerschwan auf dem Lemnitzhammer Vorstau (I. Hermann). Graugänse überflogen die Bleilochtalsperre nach S am 12.7. mit 7 Ind. und am 19.7. mit 4 Ind. (R. Walther). Am 25.7. rasteten 10 Brandgänse auf der Klosterplatte (R. Walther). Bei Lössau sah P. Neupert am 27.7. eine Nilgansfamilie mit 6 Juv. Ab dem 28.7. konnte R. Walther eine Nilgansfamilie mit 11 Juv. bei Saalburg notieren. Von der Stockente liegen bisher 30 Brutnachweise vor, dabei 9 x I. Hermann, 7x K. Horn, 4 x S. Fiedler, 4 x F. Seeliger sowie weitere von U. Haußner, P. Hirth, M. Ostermann, I. u. J. Schmidt, M. Schulze und R. Walther. Maximal wurden 9 bzw. 10 Juv. gezählt. Eine erste Pfeifente notierte R. Walther am 25.7. an der Bleilochtalsperre. Nachdem aus den Vormonaten nur wenige Meldungen zur Reiherente vorlagen, gelangen U. Haußner am 3.7. mit 3 Juv. in Ebersdorf sowie F. Seeliger am 10.7. mit 7 Juv. in Friesau erste Brutnachweise. In Crispendorf hielten sich bis zu 10 Reiherenten auf. Ein Brutnachweis mit 6 Juv. gelang am 24.7. ebenda (P. Neupert). Auf dem Remptendorfer Ruhteich wurde am 1.7. mit 13 Ind. das Monatsmaximum erreicht (R. Walther). Die von S. Kästner bereits vor einigen Jahren geäußerte Vermutung, dass der Gänsesäger im Saaleabschnitt oberhalb oder unterhalb der Bleilochtalsperre Brutvogel sein könnte, fand in diesem Jahr ihre Bestätigung. I. Hermann sah bei Blankenberg am 24.7. ein Weibchen mit 3 Juv. Diese könnten nach Ansicht des Beobachters bereits flugfähig gewesen sein, doch lässt der noch führende Altvogel auf eine Brut in unmittelbarer Nähe schließen.

Von der Wachtel gibt es nur vereinzelte Nachweise. Die einzigen Julinachweise gelangen am 11.7. bei Friesau (S. Kästner, R. Walther) sowie in der 3. Dekade bei Wurzbach (I. Hermann). Bei den drei am 4.7. wieder auf der Bleilochtalsperre gesichteten Haubentauchern (R. Walther) könnte es sich um die bereits in den Vormonaten angetroffenen Ind. gehandelt haben. Am 25.7. stellte R. Walther eine zweite Brut des Zwergtauchers auf dem Speicher Friesauer Grund und eine Brut auf dem Remptendorfer Ruhteich fest. Kormorane wurden erneut an allen Beobachtungstagen festgestellt. Max. waren es 63 Ind. am 26.7. an der Bleilochtalsperre (R. Walther). Eine erste größere Ansammlung von 6 Graureihern notierte P. Neupert am 9.7. bei Lössau. Das Max. meldeten I. u. J. Schmidt mit 11 Ind. am 12.7. bei Ullersreuth. In der Graureiherkolonie am Wolfstein unweit von Blankenstein konnten letztmalig am 27.7. noch 3 Ind. gesehen werden (H. Böhm). Nach elf Wochen ohne Nachweis sah K. Horn am 7.7. den ersten Silberreiher. Am 9.7. notierte P. Neupert einen weiteren bei Lössau. Ein Silberreiher hielt sich am 16.7. am Remptendorfer Ruhteich auf (M. Ostermann).

M. Ostermann und R. Walther sahen am 27.7. einen ad. Seeadler über der Bleilochtalsperre. Ebenda konnte R. Walther am 29.7. nochmals 1 Ind. beobachten. Ein Nahrung suchender Wespenbussard wurde am 11.7. von S. Kästner und R. Walther bei Oberlemnitz gesehen. Den zweiten Nachweis meldete R. Walther am 24.7. für das Remptendorfer Gebiet. Die Konzentrationen von Rotmilanen an günstigen Nahrungsquellen erreichten nicht mehr die hohen Zahlen der Vormonate. Beim Maximum am 3.7. konnten I. u. J. Schmidt bei Gefell 23 Ind. zählen. P. Hirth sah am 7.7. 11 Ind. bei Schönbrunn. Zehn Ind. waren es am 21.7. bzw. neun Ind. am 6.7 jeweils bei Liebengrün (M. Schulze), acht am 8.7 bei Weisbach (M. Kohl). Mit 4 juv. Rotmilanen brachten I. u. J. Schmidt am 18.7. bei Dobareuth sowie F. Seeliger mit 3 Juv. am 20.7. bei Zoppoten Brutnachweise für die Art. Brutnachweise des Mäusebussards meldeten P. Neupert aus dem Bereich Lössau, A. Pitzing vom Lothratal und M. Schulze aus der Liebschützer Flur. Beute tragende Sperber lassen auf Bruten im weiteren Umfeld von Ebersdorf und Helmsgrün schließen (F. Seeliger). Ein dritter diesjähriger Brutnachweis der Rohrweihe gelang R. Walther am 4.7. bei Zoppoten. Die dort am 11.7. von S. Kästner notierte Familie mit 3 Juv. betraf wohl diese Brut. Durchziehend sahen eine weibliche Kornweihe I. u. J. Schmidt am 31.7. bei Gefell und einen Fischadler S. Kästner und R. Walther am 11.7. bei Friesau. Einen Wanderfalken konnte S. Kästner am 16.7. am Heinrichstein bei Schönbrunn beobachten. Mehrfache Nachweise des Baumfalken mit Brutverdacht meldete S. Kästner für das Gebiet Schönbrunn–Unterlemnitz. In einem von T. Gräfe in Titschendorf angebrachten Nistkasten zogen Turmfalken 5 Juv. groß. Ebenfalls 5 Juv. hatten ein Brutpaar in Unterlemnitz (F. Seeliger) sowie zwei Brutpaare in Liebschütz (M. Schulze). A. Pitzing berichtete von einer Brut in einem Wohnhaus in Neuenbeuthen. Am 26.7. konnte F. Seeliger in Bad Lobenstein das Füttern eines noch im Horst befindlichen juv. Turmfalken in beobachten. An diesem Tag meldete K. Friedrich 4 flügge Juv. für Schönbrunn.

Von der Blessralle wurden 11 erfolgreiche Bruten gemeldet (K. Horn; P. Neupert; M. Schulze; R. Walther, z. T. mit S. Kästner). Im Einzelnen waren es 6 Juv. auf dem Unteren Teich in Schönbrunn (K. Horn), 2 Juv. auf dem Kieselbachsteich bei Karolinenfield (R. Walther), 4 Juv. auf dem Ruhteich und 5 Juv. auf dem Staudenteich bei Remptendorf (R. Walther), 4 Juv. auf dem Herrenteich und 5 Juv. auf einem anderen Teich bei Liebengrün (M. Schulze), 3 Juv. auf dem Speicher Oberlemnitz (S. Kästner, R. Walther), 4 Juv. auf einem Teich bei Wüstendittersdorf (P. Neupert) sowie 1, 2 und 3 Juv. auf den Teichen im Lössauer Flurstück Rödern (P. Neupert). Auf dem Ebersdorfer Brauteich notierte P. Hirth am 12.7. 5 juv. Teichrallen der 2. Brut. Die beiden jungen Kraniche der Löhmaer Brut fielen im Alter von fünf Wochen vermutlich Raubwild zum Opfer. Die Altvögel blieben im Revier und konnten weiterhin, am 9.7. auch von P. Neupert bestätigt werden. Zwei Weißstörche rasteten am 4.7. bei Helmsgrün (M. Hitzig). In Schleiz übernachteten am 5.7. ebenfalls 2 Ind. (ornitho.de). R. Walther sah am 6.7. einen Nahrung suchenden Weißstorch. bei Ebersdorf. Nochmals 2 Ind. sah M. Schulze am 7.7. über Liebschütz, während K. u. M. Ostermann an diesem Tag 3 Ind. bei der Nahrungssuche nahe Eßbach beobachten konnten. Am 12.7. waren 2 Ind. bei Langenbuch auf Nahrungssuche (P. Neupert). Ebenfalls 2 Ind. waren es am 22.7. bei Helmsgrün (F. Seeliger). Im Horst des Oettersdorfer Brutpaares konnten die 3 Juv. am 17.7. bei Flugübungen gesehen werden (V. Vopel). Zwei dieser Juv. und einen Altvogel beobachtete P. Neupert am 24.7. bei Görkwitz. Am 25.7. meldete derselbe nochmals 1 Ind. für Görkwitz-Neundorf. Jeweils einen Schwarzstorch sahen am 7.7. R. Schricker bei Hirschberg und C. u. H. Beyküfner in Wurzbach. M. Schulze notierte am 8.7. 1 Ind. über Liebschütz. Auf Nahrungssuche war 1 Ind. am 9.7. bei Lössau (P. Neupert). Zwei vermutlich bereits auf dem Zug befindliche Schwarzstörche notierte S. Kästner am 10.7. über Schönbrunn. Über Mühltroff kreiste 1 Ind. am 12.7. (P. Neupert). Einen weiteren Schwarzstorch sah H. Hirth an diesem Tag bei Friesau. Am 16.7. hielt sich 1 Ind. im Friesaugrund bei Schönbrunn auf (S. Kästner) und am 21.7. überflog ein Schwarzstorch den Park Ebersdorf (R. Walther). Am 22.7. und 26.7. sah P. Neupert erneut je1 Ind. im Raum Lössau. Für Walsburg meldete F. Seeliger am 24.7. die Beobachtung eines Schwarzstorches. Am 31.7. sah er ebenda 3 Ind. Mehrfache Nachweise für das Gebiet südöstlich von Schönbrunn (K. u. R. Friedrich ) lassen Brutverdacht aufkommen.

Zwei Flußuferläufer notierte R. Walther am 6.7. an der Bleilochtalsperre bei Kloster. Am 13.7. hielt sich 1 Ind. an der Talsperre Lössau auf (P. Neupert). Bis zu 3 Steppenmöwen konnten vom 1.7. bis 24.7. an der Bleilochtalsperre bei Röppisch gesehen werden, wo sie meist auf Bojen ruhten. Vom 2.7. bis zum 11.7. hielt sich eine diesjährige Lachmöwe auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch auf, ohne sich anderen, durchziehenden Lachmöwen anzuschließen. Diese waren in mehr oder weniger großen Gruppen vielfach am Stausee anzutreffen. Der größte Trupp wurde am 4.7. mit 69 Ind. erfasst (R. Walther). Erste frühe Zugbewegungen stellte R. Walther bei dieser Art am 8.7 mit 5, 36, 12, 5, 7, 17, 5 und 3 Ind. sowie am 18.7. mit 16, 24, 15 und 6 Ind. fest. Am 20.7. rasteten erneut 19, 5 und 26 Lachmöwen an der Bleilochtalsperre. Die Flussseeschwalbe wird im Gebiet nur selten nachgewiesen. Am 6.7. konnte R. Walther 2 und am 19.7. 1 Ind. an der Bleilochtalsperre beobachten. Mehr als 300 Ringeltauben auf Nahrungssuche sah F. Seeliger am 20. 7. während Feldarbeiten bei Röppisch. Ein Brutnachweis der Turteltaube gelang R. Walther am 25.7. mit 2 Juv. bei Remptendorf. Je einen Totfund eines jungen Uhus meldeten P. Neupert und I. u. J. Schmidt aus ihren Beobachtungsgebieten.

Den größten Flug Mauersegler sahen M. Ostermann und R. Walther am 25.7. mit ca. 70 Ind. über Remptendorf. Bereits am 27.7. hatte die Masse den Ort verlassen. Nester mit nicht flüggen Juv. wurden dagegen auch am letzten Julitag noch beflogen (R. Walther). Gleiches ist wohl auch von den 5 noch am 31.7. in Wurzbach notierten Mauerseglern anzunehmen (I. Hermann). Wohl auf dem Zug waren ca. 30 Ind. am 31.7. über Remptendorf (R. Walther). Brutnachweise vom Eisvogel wurden in diesem Jahr noch nicht bekannt. Je 1 Ind. konnten S. Kästner und R. Walther am 16.7. bei Burgkhammer sowie R. Walther am 19.7., 24.7. und 29.7. an der Bleilochtalsperre nachweisen. Dazu kommt ein am 26.7. bei ornitho.de eingestellter Nachweis für Hirschberg. Je einen Brutnachweis mit flüggen Juv. des Grünspechtes brachten K. Horn für Schönbrunn-Ebersdorf, S. Fiedler für Frössen sowie I. u. J. Schmidt für Dobareuth.

Braunkehlchen (Saxicola rubetra)
(Photo: I. Hermann)
Alljährlich sind zum Ende der Brutzeit erste größere Ansammlungen der Rabenkrähe festzustellen. Am 16.7. sah I. Hermann bereits 50 Ind. bei Wurzbach. Einen der bei der Feldlerche eher seltenen Brutnachweise brachten I. u. J. Schmidt für Juchhöh. Für den kleinen, elf Wohnhäuser zählenden Remptendorfer Ortsteil Karolinenfield meldete R. Walther die hohe Anzahl von 34, 18 und 7 besetzten Nestern der Mehlschwalbe. Ein erneuter Nachweis eines Pirols gelang M. Schulze am 12.7. bei Liebschütz. Zeitiger als in den Vorjahren verließ der Star das Beobachtungsgebiet. Als Letztbeobachtungen nannten I. u. J. Schmidt den 2.7., I. Hermann den 6.7., R. Walther und M. Schulze jeweils den 8.7. sowie P. Neupert den 13.7. in ihren Orten. Allerdings fehlen diesbezügliche Meldungen aus dem Großraum Tanna, wo die Art bisher meist durchgehend festgestellt werden konnte. Von der Misteldrossel wurde, ebenfalls zeitiger als in Vorjahren, am 17.7. mit 25 Ind. ein erster größerer Flug gemeldet (ornitho.de). Der Wiesenpieper findet kaum noch Brutmöglichkeiten und ist meist nur noch auf dem Zug anzutreffen. Bemerkenswert ist daher die Beobachtung von I. u. J. Schmidt, die am 12.7. erneut einen singenden Wiesenpieper auf bayerischer Seite nahe Sparnberg feststellten. Ein Brutnachweis der Wiesenschafstelze gelang am 5.7. bei Bad Lobenstein (ornitho.de). Mehrtägige Beobachtungen von 1,1 Braunkehlchen bei Wurzbach durch I. Hermann lassen Brutverdacht aufkommen. Brutnachweise vom Neuntöter brachten P. Neupert mit min. 2, 1 und 1 Juv. für Rödern und Erlich bei Lössau, I. Hermann mit 4 Juv. für Wurzbach, S. Fiedler mit min. 2 Juv. für das Frössener Krämerfeld und F. Seeliger mit je 3 Juv. für das Helmsgrüner Moor und für Oschitz. In einem Blühstreifen bei Dobareuth zählten I. u. J. Schmidt am 27.7. einen ersten größeren Flug von 60 Stieglitzen.

30. Juni 2021
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Beobachtungen im Juni 2021

Das am 25.5. von E. u. R. Walther bei Ziegenrück gemeldete Höckerschwan-BP wurde am 2.6. ebenda mit 4 Juv. beobachtet (F. Seeliger). P. Neupert sah an diesem Tag 1 BP mit 3 Juv. an der Talsperre Lössau. R. Walther meldete die folgenden Beobachtungen: Auf der Bleilochtalsperre bei Kloster landeten am 10.6. 13 Höckerschwäne. An gleicher Stelle grasten am 4.6. 2 Kanadagänse und landeten am 17.6. 2 Brandgänse. Am 14.6. stellte derselbe Beobachter 4 Schnatterenten auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch fest, 3 Ind. waren es am 30.6. auf dem Speicher Mönchgrün. Ebenfalls auf der Klosterplatte rasteten am 27.6. 5 Löffelenten. Die zunächst letzte Beobachtung der bereits im Mai aufgeführten 3 Haubentaucher gelang am 3.6. Am 19.6. überflogen erneut 3 Haubentaucher die Bleilochtalsperre flussaufwärts, 2 Ind. hielten sich am 27.6. in der Remptendorfer Bucht auf. Der nur unregelmäßig auftretende Schwarzhalstaucher konnte im Juni nachgewiesen werden. R. Walther sah am 24.6. 4 Ind auf der Klosterplatte. Einen Brutnachweis des Zwergtauchers meldete R. Walther am 30.6. am Speicher Friesauer Grund bei Lückenmühle.

Kormorane wurden erneut an allen Beobachtungstagen an der Bleilochtalsperre angetroffen. Max. waren es 15 Ind. am 23.6. (R. Walther). Nach zehnwöchiger Abwesenheit – Letztbeobachtung am 20.4. - konnte am 29.6. wieder ein Silberreiher beobachtet werden (K. Horn). In der Graureiher-Kolonie am Wolfstein bei Blankenstein zählte H. Böhm am 26.6. noch 5 nicht flügge Juv. Das Seeadler-Vorkommen im angrenzenden Plothener Teichgebiet führt auch im AKOOS-Gebiet zu wiederholten Beobachtungen. M. Kohl sah am 14.6. an der Hohenwartetalsperre bei Ziegenrück einen mit Beute auffliegenden Seeadler. Im weiteren Umfeld von Gefell konnten I. u. J. Schmidt drei Rotmilanhorste mit Juv. nachweisen. Nur ausnahmsweise ist die Kornweihe als Gast im Gebiet anzutreffen. In diesem Jahr gelangen M. Schulze am 2. 6. und 15.6. mit je 1 Ind. bei Liebschütz sowie am 16.6 bei Moxa weitere Nachweise. Wiederholte Beobachtungen von Rohrweihen zeigen Reviere bei Friesau und Zoppoten und lassen auf mögliche Bruten schließen (P. Hirth; F. Seeliger; K. Spindler; R. Walther). Eine ungewöhnliche Greifvogel-Konzentration konnte M. Kohl am 14.6. bei Liebengrün feststellen. Auf den während der Grasernte gemachten Fotos konnten mind. 59 Vögel (!) gezählt, aber nicht identifiziert werden. Bei einer Kontrolle am Folgetag berichtete S. Schulze von noch 29 Rot- und 3 Schwarzmilanen, 8 Mäusebussarden, 5 Turmfalken, 1 Baumfalken, sowie weiteren, nicht bestimmten Vögeln. Nochmals einen Baumfalken sah R. Walther am 21.6. bei Remptendorf. Von einem erstmals am 10.5. bei Venzka von I. u. J. Schmidt gesehenen Baumfalken liegen Folgebeobachtungen für den gesamten Juni vor.

Bei dem am 1.6. und 2.6. bei Friesau (F. Seeliger; K. Spindler) sowie am 3.6. bei Ebersdorf (P. Hirth) beobachteten Weißstorch dürfte es sich um den bereits am 31.5. bei Schönbrunn genannten Vogel gehandelt haben. Laut ornitho.de vom 9.6. hat das Oettersdorfer BP 2 Juv. Am Grünen Esel bei Schönbrunn landeten am 11.6. 3 Weißstörche. (K. Friedrich). Nochmals 1 Ind. sah P. Hirth am 25.6. wiederum bei Ebersdorf. Vier Schwarzstörche suchten am 2.6. in der Saale zwischen Walsburg und Ziegenrück nach Nahrung (F. Seeliger). Ebenda konnte M. Kohl am 13.6. einen nahrungssuchenden Schwarzstorch fotografieren. Mehrfache Beobachtungen von ein bis zwei Schwarzstörchen zwischen dem 2. und 13.6. im Raum Ebersdorf durch P. Hirth, K. Horn, C. Werner und R. Walther lassen auf ein bisher unbekanntes Vorkommen schließen. Eine Brut mit 3 Juv. meldeten I. u. J. Schmidt für Gefell. Überfliegend sah M. Schulze 2 Ind. am 15.6. bei Liebengrün. Einen weiteren Vogel notierte F. Seeliger am 22.6. bei Mielesdorf. Am Ortsrand von Crispendorf sah M. Schulze am 25.6. einen nahrungssuchenden Schwarzstorch. Über Hirschberg kreiste am 27.6. 1 Ind. (P. Hirth).

Nach nur einer Feststellung der Wachtel im Mai bei Dobareuth (I. u. J. Schmidt) hörte R. Walther erst am 15.6. eine weitere bei Liebengrün. K. Spindler folgte am 20.6. mit 1 Ind. bei Friesau. Eine Boje auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch hatte sich eine Steppenmöwe am 2.6., und eine weitere am 17.6. als Ruheplatz ausgewählt. Ab dem 21.6. wurden Steppenmöwen an allen Beobachtungstagen ebenda mit dem Maximum von 8 Ind. am 28.6. angetroffen. Eine Silbermöwe hielt sich am 16.6. längere Zeit im Bereich der Remptendorfer Bucht auf. Lachmöwen wurden an zehn Beobachtungstagen festgestellt. Maximal waren es am 20. und 28.6. jeweils 21 Ind. (alle R. Walther). Von der nur unregelmäßig im Gebiet anzutreffenden Zwergmöwe konnte R. Walther am 29.6. 1 Ind. bei Kloster beobachten. Zwei Trauerseeschwalben waren am 11.6. beim Nahrungsflug über der Klosterplatte zu sehen, am Tag darauf nochmals 1 Ind. Am 19.6. wurden erneut Trauerseeschwalben beobachtet. Diesmal waren es 6 Ind., die über der Klosterplatte Nahrung suchten. (alle R. Walther).

Der im nördlichen Beobachtungsgebiet (vermutlich) nicht mehr als Brutvogel auftretende Kuckuck konnte am 9. und 16.6. bei Hirschberg gehört werden (I. u. J. Schmidt). Bei dem seit Mitte Mai bei Venzka singenden Wendehals (I. u. J. Schmidt) wird es sich wohl um einen nicht verpaarten Vogel handeln. Außergewöhnlich und bisher einmalig war die Beobachtung einer Alpendohle bei Liebschütz durch M. Schulze am 2.6. Die Angaben des Beobachters lassen keinen Zweifel an der Artbestimmung. Einen Brutnachweis des Eichelhähers brachte M. Schulze am 28.6. mit der Beobachtung einer Fam. mit zwei eben flüggen Juv. am Liebschützer Ortsrand.

Mehlschwalbe (Delichon urbicum)
(Photo: I. Hermann)
Wie schnell und intensiv unsere Schwalben auf Angebote von geeignetem Nestbaumaterial reagieren und von diesem abhängig sind, zeigt die Beobachtung von ca. 40 Mehlschwalben am 3.6. im abgelassenen Ullersreuther Dorfteich (I. Hermann). Einen singenden Pirol hörte R. Walther am 18.6. bei Remptendorf. Brutverdacht besteht laut I. u. J. Schmidt bei einem seit dem 20.6. bei Venzka singenden Feldschwirl. Bemerkenswert ist auch die Feststellung von I. Hermann, der am 15.6. in Mödlareuth im Kanonenrohr eines Panzers einen Nistplatz des Feldsperlings fand. Zwei singende Wiesenpieper am 15. und 17.6. bei Sparnberg lassen BV aufkommen (I. u. J. Schmidt) – die einzigen im Beobachtungsgebiet. Wie der Wiesenpieper ist auch das Braunkehlchen im AKOOS-Gebiet aus den angestammten Brutgebieten verschwunden. Umso erfreulicher ein neuer Brutnachweis, der H. Böhm am 27.6 mit einem Futter tragenden Weibchen bei Frössen gelang.

5. Juni 2021
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Ornithologischer Jahresbericht 2019 erschienen

Ornithologischer Jahresbericht 2019 Mit dem Ornithologischen Jahresbericht 2019 ist nunmehr das 17. Heft der Reihe erschienen. Nach einer kurzen Abhandlung zum Vogel des Jahres 2020, der Turteltaube, nimmt die Auswertung der Beobachtungen 2019 den wesentlichen Teil des Hefts ein. Für das mittlerweile 799 km² große Beobachtungsgebiet wurden im Berichtsjahr 80.450 Datensätze zu 174 Taxa (Arten, Unterarten, Hybriden) gesammelt. Der Bericht wertet diesen Datenbestand auf 256 Seiten aus. Die Texte werden mit 89 Tabellen und 87 Abbildungen durchgehend farbig ergänzt. Erstnachweise im Berichtsjahr betrafen Nymphensittich und Bartmeise. Bemerkenswert waren auch der zweite Nachweis von Rosellasittich und Kiebitzregenpfeifer im Gebiet. Als Ringfundmitteilung der Beringungszentrale Hiddensee (7/2021) sind neben den Beringungsergebnissen auch bemerkenswerte Ringfunde aufgeführt, unter anderem von Rotmilan und Wanderfalke. Auch die regelmäßig den Herbstzug begleitenden Punktzählungen bei Remptendorf erfahren eine umfangreiche Betrachtung. Dabei war 2019 ein besonders starker Durchzug des Eichelhähers zu beobachten.
Der Bericht ist in der Buchhandlung Bad Lobenstein oder im Direktbezug bei Reinhart Walther in Remptendorf für 18 EUR erhältlich. Für den Versand berechnen wir 2,50 EUR je Heft.

31. Mai 2021
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Beobachtungen im Mai 2021

Einen brütenden Höckerschwan notierten E. u. R. Walther am 25.5. an der Saale bei Ziegenrück. Bei den Höckerschwänen in Dobareuth schlüpften um den 28.5. 4 Jungvögel (I. u. J. Schmidt). Am Stausee bei Kloster hielten sich am 5.5. 8 Graugänse auf. Während der Haubentaucher auf der Talsperre Lössau als Brutvogel auftritt, enden die Nachweise der Art auf der BLT meist im April. In diesem Jahr hielten sich im Mai durchgehend 2, am 8.5. auch 3 Ind. auf diesem Gewässer auf. (R. Walther, teils mit S. Kästner). Ein verspäteter Sterntaucher wurde noch vom 6.5. bis 8.5. ebenfalls auf der Bleilochtalsperre gesehen. Ein ebenfalls später Nachweis der Brandgans gelang am 10.5. mit 2 Ind. bei Kloster, der bisher späteste am 21.5. mit 4 Ind. ebenda. 7,2 Löffelenten rasteten am 3.5. auf der Klosterplatte (alle R. Walther). Die Beobachtung von 1,1 Schnatterenten am 22.5. bei Mönchgrün, 4,6 km vom nächstliegenden Brutplatz im Plothener Teichgebiet entfernt, lässt künftige Bruten auch im AKOOS-Gebiet möglich erscheinen (S. Kästner, R. Walther).

Je einen Fischadler konnten I. u. J. Schmidt am 11.5. bei Venzka sowie T. Erdmann am 15.5. bei Walsburg beobachten. Vom Wespenbussard gab es lediglich am 30.5. bei Birkenhügel einen Nachweis. Ebenso selten sind Seeadler-Beobachtungen. Am 27.5. überflog ein Ind. die Bleilochtalsperre (beide R. Walther). Einen seit dem 9.5. besetzten Rotmilanhorst meldeten I. u. J. Schmidt für den Raum Gefell. Die für die Brutzeit ungewöhnlich hohe Anzahl von 12 Rotmilanen stellte K. Spindler am 16.5. bei Schönbrunn fest. Ein Horst des Schwarzmilans mit beiden Ad. wurde am 16.5. in der Friesauer Flur gefunden (S. Kästner, R. Walther). Die Beobachtungen am 23.5. bei Frössen und bei Görkwitz könnten weitere Reviere anzeigen (S. Kästner). Rohrweihen brüten, wie auch im Vorjahr, wieder bei Löhma (P. Neupert). Eine weitere Rohrweihenbrut konnten C. Pilz und R. Walther am 23.5. bei Remptendorf bestätigen. Mehrfache Feststellungen, teils von 1,1 Ind., lassen auf weitere Reviere bei Friesau (K. Spindler; K. Horn) und Crispendorf (T. Erdmann; S. Kästner, R. Walther) schließen. Den ersten Baumfalken konnte M. Schulze am 10.5. bei Liebschütz beobachten. Kopulationen bei einem Turmfalkenpaar konnte I. Hermann ab dem 1.5. bei Wurzbach notieren. Zehn Jahre nach Anbringen eines Nistkastens in Friesau konnte K. Spindler erstmals am 13.5. ebenda 1,1 Turmfalken feststellen. Beim Brutpaar in den Friesaugelängen wurde 1 Juv. flügge (P. Hirth).

Eine erste Wachtel hörten I. u. J. Schmidt am 14.5. bei Dobareuth. Während vom Kormoran aus den zurückliegenden zwei Jahrzehnten nur vereinzelte, dabei aber zunehmende Mai- und Juni-Beobachtungen vorliegen, konnte die Art in diesem Mai erstmals durchgängig mit max. 23 Ind. nachgewiesen werden (S. Kästner; P. Neupert; R. Walther). In der Graureiherkolonie am Wolfstein zählte H. Böhm acht besetzte Nester. Im entleerten Ausgleichsbecken Burgkhammer war am 4.5. ein Schwarzstorch auf Nahrungssuche (R. Walther). Am 16.5. überflog ein Schwarzstorch Walsburg. Bei den zwei am 17.5. auf einer Wiese bei Dörflas beobachteten Schwarzstörchen (T. Erdmann) wird es sich um das Walsburger Brutpaar gehandelt haben, welches den Brutplatz aufgegeben hat. Ursache war - wieder einmal - Holzeinschlag bis an den Horstbaum. Das gleiche Schicksal ereilte das Lössauer Brutpaar, obwohl dem zuständigen Revierleiter der Brutplatz bekannt war (!) (P. Neupert). Weitere, meist überfliegende Schwarzstörche meldeten am 18.5. I. u. J. Schmidt für Dobareuth, K. Horn und E. Seidel am 20.5. für Ebersdorf, S. Kästner am 22.5. für Neundorf bei Bad Lobenstein, M. Schulze am 24.5. für Liebschütz, P. Hirth am 28.5. und 31.5. erneut für Ebersdorf sowie M. Kohl 3 Ind am 30.5. für Dörflas. Die ständige Anwesenheit zweier Weißstörche am bekannten Brutplatz in Oettersdorf stellte V. Vopel ab dem 11.5. fest. Ab dem 22.5. sah er die Vögel brütend. Nahrungssuchend hielten sich 4 Weißstörche vom 28.5. bis 30.5. bei Schönbrunn auf, wo am 31.5. letztmalig 1 Ind. gesehen wurde (K. Horn).

Rufend überflog am 9.5. 1 Kranich Schönbrunn nach S (K. Horn). Ein Gelege der Teichralle fanden K. u. F. Seeliger am 14.5. am Ebersdorfer Brauteich. An der Nassstelle eines Feldes bei Gräfenwarth hielten sich am 1.5. 2 Flussregenpfeifer auf (S. u. S. Sparsbrod). Ebenfalls 2 Flussregenpfeifer waren am 1.5. am Ufer des Ausgleichsbeckens Burgkhammer zu sehen (F. Seeliger). Bei weiteren 2 Flussregenpfeifern nahe Saalburg konnte R. Walther am 3.5. Balz und Kopulation beobachten. Die letzte Beobachtung der Art gelang am 27.5. am Speicher Lothratal (R. Walther). Am Abend des 8.5. konnte T. Erdmann eine Waldschnepfe bei Walsburg, eine weitere am 16.5. im Burgkwald feststellen. Ein dritter Nachweis gelang S. Kästner am 22.5. nahe dem Speicher Herrenteich bei Neundorf. An der Bleilochtalsperre bei Röppisch konnten F. u. K. Seeliger am 23.5. einen Flussuferläufer beobachten. 5 Bruchwasserläufer ruhten am 3.5. am Ufer Bleilochtalsperre bei Saalburg. Auf der Klosterplatte nutzten am 3.5. 8 Lachmöwen ein Stück Treibholz als Rastplatz. 11 Ind. ruhten am 9.5 an der Bleilochtalsperre bei Kloster. Dazu hatte sich eine Sturmmöwe gesellt. Eine letzte Lachmöwe wurde am 30.5. erneut auf der Klosterplatte gesehen. Von der Trauerseeschwalbe als seltenem Durchzügler rastete 1 Ind. am 6.5. ebenda. Nochmals 5 Ind. folgten am 8.5. (alle R. Walther).

Star (Sturnus vulgaris)
(Photo: M. Kohl)
Mehr als 400 Ringeltauben zählte M. Schulze am 16.5. auf einem frisch bestellten Maisfeld bei Liebschütz. K. Horn hörte am 10.5. den ersten Kuckuck im Park Ebersdorf. Weitere Nachweise brachte S. Kästner am 15.5. bei Neundorf und am 21.5. bei Pottiga. 5 Mauersegler bezogen am Nachmittag des 7.5. in Schleiz ihre vorjährigen Nistplätze (ornitho.de). 9:50 des Folgetages konnte R. Walther die Ankunft eines BP an seinem Wohnhaus notieren. Die EB von 2 Ind. meldeten am 9.5. P. Hirth aus Ebersdorf und V. Vopel aus Oettersdorf. Nass-kaltes Maiwetter veranlasste sowohl Segler als auch beide Schwalbenarten sich bei der Nahrungssuche über wärmeren und wohl auch insektenreicheren Gewässern und blühenden Rapsfeldern aufzuhalten. Max. sahen sowohl I. u. J. Schmidt mehr als 200 Mehlschwalben über der Saale bei Venzka als auch R. Walther am 20.5. bei Remptendorf. Die Erstbeobachtung des Neuntöters gelang T. Erdmann am 13.5. mit 1,1 Ind. bei Walsburg. Es folgten S. Kästner am 15.5. bei Frössen, I. Hermann am 17.5. bei Wurzbach, I. u. J. Schmidt am 18.5. bei Dobareuth, R. Walther am 20.5. bei Remptendorf, F. u. K. Seeliger am 23.5. nahe Neundorf bei Bad Lobenstein, am 24.5. K. Horn in Schönbrunn und F. Seeliger bei Gräfenwarth sowie F. Seeliger am 29.5. bei Burgk. Erst am letzten Maitag erreichten Neuntöter Liebschütz und M. Schulze konnte an drei Örtlichkeiten, an denen in den Tagen zuvor keine Nachweise gelangen, 16 Ind. nachweisen. Nestbauende Eichelhäher konnte I. Hermann ab dem 11.5. in Wurzbach beobachten und im Foto festhalten. Eine singende und 1,1 Heidelerchen im geeigneten Bruthabitat stellten S. Kästner und R. Walther am 16.5. bei Ruppersdorf fest. Die ersten singenden Waldlaubsänger wurden am 9.5. im Park Ebersdorf (P. Hirth) und bei Dobareuth (I. u. J. Schmidt) gehört. Ungewöhnlich ist die Beobachtung eines Drosselrohrsängers am 9.5. in Schönbrunn (K. Horn). Der erste Sumpfrohrsänger wurde am 15.5. aus der Saaleaue bei Blankenstein gemeldet (S. Kästner). Einen singenden Gelbspötter hörten I. u. J. Schmidt am 15.5. bei Dobareuth und P. Hirth am selben Tag bei Saalburg, am 22.5. dann auch bei Friesau. 11 Steinschmätzer rasteten am 7.5. bei Remptendorf (R. Walther). Die 2 Wiesenschafstelzen, die V. Vopel am 4.5. im bekannten Brutgebiet bei Oettersdorf feststellte, könnten nach Aussage des Beobachters bereits Brutvögel anzeigen. Gleiches ist bei den in der zweiten Maidekade erfolgten Feststellungen von S. Kästner und R. Walther bei Remptendorf sowie von F. Seeliger bei Neundorf (Bad Lobenstein) anzunehmen.

30. April 2021
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Beobachtungen im April 2021

Mitten in der Kernbrutzeit hielten sich am 29.4. zwei Graugänse – inzwischen fester Bestandteil der Plothener Avifauna - bei Saalburg auf. Am Tag darauf waren es 4 Ind. auf dem Speicher Zoppoten (R. Walther). Eine Nilgansfamilie mit vier, kaum zwei Tage alten Jungen sah F. Seeliger am 12.4. am Bad Lobensteiner Stadtteich. Am 14.4. schlüpften 3 Pulli des 6er Geleges in den Friesaugelängen (P. Hirth). Der dritte diesjährige Nachweis der Brandgans gelang am 1.4. mit 4 Ind. erneut auf der Bleilochtalsperre (R. Walther). Einen frühen Brutnachweis einer Stockente brachte I. Hermann am 18.4. mit zwei etwa zwei Tage alten Pulli in Wurzbach. Von den Enten, die nur als Durchzügler im Gebiet auftreten, wurden 3 Knäkenten am 1.4., 2 Spießenten am 8.4. und 4 Spießenten am 20.4., 12 Löffelenten am 14.4., 2 Löffelenten am 21.4. und eine Löffelente am 24.4. von der Bleilochtalsperre gemeldet (R. Walther). Weiterhin waren 2 Krickenten vom 8.4. bis 19.4. auf der Talsperre Lössau zu sehen (P. Neupert). Dazu kamen 2 Schnatterenten am 15.4. bei Remptendorf (R. Walther) sowie 13 Löffelenten am 20.4. und 2 Löffelenten am 23.4. auf dem Speicher Zoppoten (F. Seeliger; R. Walther). Der vorerst letzte Gänsesäger hielt sich am 19.4. auf der Talsperre Lössau auf (P. Neupert). Der Mittelsäger zählt im Gebiet zu den selteneren Gästen. 2,0 Ind. konnten am 4.4. auf der Klosterplatte beobachtet werden, und mit 2,6 Ind. wurde am 18.4. die bisherige Höchstzahl erreicht (R. Walther).

Außergewöhnlich für das Gebiet ist eine Bodenbrut beim Graureiher, die P. Neupert am 25.4. bei Lössau finden konnte. 15 Silberreiher am 9.4. bei Friesau (P. Hirth) bildeten das Max. bei den Aprilbeobachtungen dieser Art, von der am 20.4. letztmalig ein Vogel gesehen wurde (K. Horn). Jeweils einen überfliegenden Schwarzstorch sahen K. Horn am 12.4. bei Ebersdorf, M. Kohl am 14.4. bei Remptendorf und R. Walther am 21.4. bei Neuenbeuthen. Auf Nahrungssuche war ein Ind., das K. Hoh am 22.4. bei Karolinenfield sah. Ein Weißstorch überflog am 8.4. Ebersdorf-Friesau, am 14.4. waren es 2 Ind. (P. Hirth). Am 15.4. stellte T. Heuchel 1 Ind. bei Willersdorf und R. Walther am 22.4. 2 Ind. bei Remptendorf fest.

Waldohreule (Asio otus)
(Photo: Y. Wittich)
Den ersten durchziehenden Fischadler sah S. Kästner am 3.4. über dem Stausee bei Harra. Noch auf dem Zug befanden sich sowohl je 1 Schwarzmilan am 2.4. bei Liebschütz (M. Schulze) und am 6.4. bei Zoppoten wie auch 0,2 Rohrweihen an gleicher Stelle (F. Seeliger). Bereits am 3.4. und 4.4. meldete P. Neupert 1 bzw. 2 Rohrweihen aus dem östlichen Beobachtungsgebiet. In der Folge trat die Art wiederholt im Gebiet auf (T. Erdmann; P. Hirth; K. Horn; S. Kästner; P. Neupert; R. Walther). 2,0 Kornweihen auf dem Flug nach Norden notierte M. Schulze am 1.4. bei Schönbrunn. Weitere Nachweise datieren auf den 7.4., 9.4., 24.4. (R. Walther) und 10.4. (S. Kästner). Eine zügig das Gebiet überfliegende Wiesenweihe konnte R. Walther am 27.4. bei Remptendorf beobachten. Einen letzten Rauhfußbussard sah R. Walther am 16.4. bei Zoppoten. Bei den Turmfalken konnte nach einer ersten Paarung am 26.3. in Bad Lobenstein (F. Seeliger) eine weitere am 2.4. bei Friesau beobachtet werden (P. Hirth).

Ein später Kranich hielt sich am 21.4. am Speicher Lothratal auf (R. Walther). Brütende Blessrallen fand M. Schulze bereits am 7.4. in Liebengrün. Die ersten Juv. sah P. Neupert am 27.4. bei einer Brut auf dem Straßenteich bei Wüstendittersdorf. Der teilweise entleerte Speicher Lothratal diente am 12.4. und 13.4. als Rastplatz für 1 Flussregenpfeifer und 2 Waldwasserläufer. Letztere konnten bereits am 9.4. und 1 Ind. auch noch bis 17.4. ebenda gesehen werden (R. Walther). Die Spuren einer im Schnee Nahrung suchenden Waldschnepfe fand S. Kästner am 9.4. bei Schlegel. In der Nähe des Muckenbergs hörte T. Erdmann am 20.4. und 21.4. eine Waldschnepfe. Von anderen Schnepfenarten konnten am 3.4. 4 Bekassinen und 1 Zwergschnepfe (S. Kästner, R. Walther) sowie am 9.4. 1 Bekassine und 4 Zwergschnepfen (S. Kästner) rastend am Frössener Schilf erfasst werden. Mit der Beobachtung einer Heringsmöwe auf der Klosterplatte am 17.4. gelang R. Walther der 2. Nachweis für unser Gebiet. 7 Sturmmöwen rasteten am 11.4. auf der Klosterplatte, ebenso 5 Lachmöwen am 17.4., 4 am 28.4. und 7 am 30.4. (R. Walther).

Nestbauende Ringeltauben beobachteten am 4.4. I. Hermann in Wurzbach und M. Schulze in Liebschütz. Schneefall und geschlossene Schneedecke waren die Begleiter der ersten beiden Turteltauben, die R. Walther am 16.4. bei Remptendorf sah. Singende Turteltauben konnten er und auch P. Neupert ab dem 25.4. hören. P. Staudt meldete sie am 26.4. Bei Gefell wurde am 9.4. eine verletzte Waldohreule gefunden. Sie kam zur weiteren Pflege in die Auffangstation Mühltroff (Y. Wittich). Mit zunehmender Regelmäßigkeit tritt der Wiedehopf im Gebiet auf. Nach Meldung von P. Staudt hielt sich am 3.4. 1 Ind. bei Mißlareuth auf. Am Tag darauf sahen C. u. W. Hager 1 Ind. am Ortsrand von Liebschütz. Eine weitere Beobachtung gelang S. und T. Erdmann am 17.4. in Walsburg. Es folgten mit je 1 Ind. F. Seeliger am 18.4. bei Zoppoten und I. Hermann am 22.4. in Wurzbach. Bei Blankenberg hörte S. Fiedler bereits am 11.4. einen Wendehals. Am 18.4. kam 1 Ind. bei Oettersdorf dazu (ornitho.de). Zwei weitere Nachweise gehen auf R. Walther zurück. Einen Totfund meldete I. Hermann am 24.4. aus Wurzbach.

Bergpieper (Anthus spinoletta)
(Photo: S. Kästner)
Nach ersten Sichtungen von Rauchschwalben Ende März wurden weitere am 3.4. bei Frössen, am 5.4. an der Bleilochtalsperre gesehen (S. Kästner, R. Walther) und hält sich die Art seit diesem Tag auch in der Schweinemastanlage Remptendorf auf (B. Kelbert). In Schönbrunn konnte K. Friedrich am 8.4. bei Winterwetter den Nestbau beobachten. Am 10.4. trafen die ersten Rauchschwalben in Karolinenfield ein und am 12.4. bei Schneefall die erste Mehlschwalbe (G. Hoh), doch bereits am 8.4. berichtete P. Neupert von 6 Mehlschwalben über der Talsperre Lössau wie auch von 25 Rauchschwalben am 9.4. über der Saale bei Walsburg. Die Masse der Wiesenpieper querte unser Gebiet später als in den Vorjahren. 40 Ind. am 24.4. bei Friesau waren das Max. (P. Hirth). Ein seltener, weil meist unerkannt unser Gebiet überfliegender Pieper, ist der Bergpieper. Diese Art konnten S. Fiedler mit 1 Ind. am 1.4. am Speicher Blintendorf und S. Kästner mit 2 Ind. am 3.4. bei Neundorf nachweisen. Den ersten Baumpieper notierte R. Walther am 24.4. bei Weisbach. Der Nachweis mit Fotodokumentation einer Nachtigall gelang I. Hermann am 23.4. bei Mödlareuth. Am selben Tag entdeckte M. Schulze eine Ringdrossel in Liebschütz. Der in diesem Jahr erst Ende März beginnende Durchzug der Rotdrossel - Erstbeobachtung durch I. Hermann mit 50 Ind. am 24.3. - fand im April seine Fortsetzung. Dabei wurden oft nur kleine, meist mit Wacholderdrosseln vergesellschaftete Trupps gesehen. Lediglich einen weiteren artreinen Rotdrosselflug mit 45 Ind. sahen S. Kästner und R. Walther am 3.4. als Max. Der späteste Nachweis datiert auf den 27.4. (R. Walther).

Zusammen mit 1 Trauerschnäpper konnte auch das erste Braunkehlchen am 25.4. nahe Remptendorf gesehen werden. Bereits am 27.4. zeigte sich der erste Grauschnäpper (R. Walther). Nach den bereits erwähnten Märzbeobachtungen stellte I. Hermann erst am 22.4. ein weiteres Schwarzkehlchen bei Wurzbach fest. Bereits am Morgen des 11.4. konnten Hausrotschwänze beim Nestbau in einem künstlichen Rauchschwalbennest, das am Nachmittag des Vortages angebracht worden war, beobachtet werden (R. Walther). Breit gestreut sind die Erstnachweise des Steinschmätzers im Gebiet. In diesem Jahr gelang der früheste Nachweis durch S. Kästner am 4.4. mit 1 Ind. bei Zoppoten. Eine erste singende Mönchsgrasmücke hörte M. Schulze am 1.4. in Liebschütz. K. Horn bemerkte am 7.4. bei Winterwetter die erste Klappergrasmücke in Schönbrunn. Eine ebenfalls zeitige Gartengrasmücke meldete H. Böhm am 23.4. Als letzte der vier Grasmückenarten wurde die Dorngrasmücke am 29.4. festgestellt (ornitho.de). S. Kästner notierte den ersten singenden Fitis am 9.4. bei Pottiga. Die Beutelmeise gilt als unregelmäßiger Durchzügler im Gebiet und ist bei den wenigen Nachweisen stets in Rohrkolbenbeständen gesehen worden. In einem solchen sah R. Walther 3 Ind. am 15.4. bei Remptendorf. Die Anlage einer Nisthöhle durch 2 Haubenmeisen beobachteten S. Kästner u. R. Walther am 10.4. bei Isabellengrün. Der diesjährige Erstnachweis einer Wiesenschafstelze gelang F. Seeliger am 20.4., mit 10 Ind. wurde am 23.4. das Max. erreicht (R. Walther). Girlitze begannen am 7.4. in Remptendorf (R. Walther) und am 8.4. in Ebersdorf (P. Hirth) zu singen.

31. März 2021
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Beobachtungen im März 2021

Einen frühen Schwarzhalstaucher sah R. Walther am 25.3. auf der Bleilochtalsperre. Zwergtaucher konnten ab Mitte März auf potentiellen Brutgewässern notiert werden. Der Erstnachweis zweier Ind. gelang am 14.3. auf dem Speicher Zoppoten. Eine Graugans fand sich am 23.3. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre und wurde dort auch am 24. und 25.3. noch festgestellt. Nach der Februarbeobachtung folgte im März ein weiterer Nachweis der Brandgans. Diesmal hielten sich 2 Ind. am 18.3. auf der Klosterplatte auf (alle R. Walther). 8,7 Pfeifenten rasteten wie auch 1,1 Spießenten am 23.3. auf der Talsperre Lössau (P. Neupert). 3,4 Spießenten waren es am 25.3. auf der Klosterplatte. Hier wurden am Tag darauf 3,3 und am 29.3. 5,5 Löffelenten gesehen. Am 28.3. hielten sich 2,0 Knäkenten ebenda auf. Am 30.3. konnten 6,2 Knäkenten gezählt werden. 2,2 Schnatterenten landeten am 31.3. auf dem Gewässer. Die Beobachtung von 12 Tafel- und 16 Reiherenten am 18.3. auf der Bleilochtalsperre zeigt auch bei diesen Arten ersten Zug an. Am 24.3. konnte ebenda die Balz von 15 Tafelenten notiert werden (alle R. Walther). Das Max. von 22 Gänsesägern zählte P. Neupert am 23.3. auf der Talsperre Lössau.

Graureiher (Ardea cinerea) im Horst
(Photo: S. Kästner)
Sehr selten sind Nachweise der Rohrdommel. Eine tote, vermutlich verhungerte R. wurde am 15.3. an der Mündung der Selbitz gefunden (ornitho.de). Silberreiher wurden im März zu einer regelmäßigen Erscheinung. Maximal waren es 26 Ind. am 15.3. bei Ullersreuth (I. u. J. Schmidt) und 38 Ind. am 18.3. im Raum Oettersdorf - Löhma (P. Neupert). In der Graureiherkolonie „Wolfstein“ waren am 2.3. bereits 15 Horste besetzt. Am 30.3. konnten nur noch 11 besetzte Horste bestätigt werden (H. Böhm). Nachdem Kraniche bereits im Februar notiert wurden, liegen vom März weitere Beobachtungen vor. So überflogen am 2.3. 34 Ind. Ebersdorf in Richtung NO (K. Horn). Am 5.3. wurden 8 Ind. über Hirschberg gesehen (ornitho.de). In der Nacht vom 5. zum 6.3. rastete 1 Ind. bei Remptendorf. Dieser Vogel flog am Vormittag des 6.3. nach N weiter (E. u. R. Walther). Weitere 2 Ind. standen am 18.3. am Lerchenhügel bei Eßbach (P. Neupert). Nach den beiden Februarnachweisen des Schwarzstorches kam es in diesem Monat nur zu vereinzelten Beobachtungen. Am 12.3. überflog 1 Ind. Dobareuth (I. u. J. Schmidt). Erst am 27.3. konnte M. Kohl einen weiteren Schwarzstorch westlich von Remptendorf fotografieren. Ebenfalls im Bild festhalten konnte K. Däumler 2 Ind. am 29.3. über Lückenmühle und nochmals 1 Ind. am 30.3. ebenda nachweisen.

Rauhfußbussard (Buteo lagopus)
(Photo: S. Kästner)
Von der Talsperre Lössau meldete P. Neupert für den 3.3. einen überfliegenden Seeadler. Einen weiteren sah R. Walther am 27.3. bei Kloster im Flug nach N. Einen am 23.3. ebenfalls nach N überfliegenden Adler bestimmte S. Kohl als Schreiadler. Im Gebiet rastende oder dieses überfliegende Rauhfußbussarde wurden in der zweiten Dekade augenfällig. Vom 11.3. bis 14.3. wurden 10 Ind. erfasst (S. Kästner; F. Seeliger; P. Staudt; R. Walther). Die erste Kornweihe (1,0) wurde am 13.3. aus dem Raum Gefell gemeldet (ornitho.de). Tags darauf sah P. Staudt 0,1 Ind. bei Willersdorf. F. Seeliger stellte am 18.3. bei Zoppoten ein Männchen der Rohrweihe fest. Als männliche Steppenweihe sprach P. Neupert am 31.3. eine auf einem Feld bei Langenbuch stehende Weihe an. Im Mittel der letzten 15 Jahre erschienen die ersten Schwarzmilane um den 22.3. im Gebiet der Oberen Saale, in diesem Jahr am 17.3. (R. Walther). Drei Teichrallen sind seit dem 16.3. wieder auf dem Ebersdorfer Brauhausteich zu beobachten (R. u. U. Haußner). Bemerkenswert bei der Bleßralle ist das zeitige und dauerhafte Besetzen der Staudenteiche bei Remptendorf. Bereits seit dem 27.2. konnte hier die Anwesenheit nachgewiesen werden (S. Kästner, R. Walther). Vom Kiebitzzug gelangen die Nachweise von 8 rastenden Ind. am 5.3. (R. Walther), weiteren 7 und 26 Ind. am 6.3. (S. Kästner) sowie 33 am 7.3. und 52 am 8.3. bei Zoppoten (R. Walther). Dabei wurden am 6.3. zwischen den Kiebitzen 2 Goldregenpfeifer erkannt (S. Kästner). Am 7.3. flogen 6 Bekassinen von der Frössener Feuchtwiese auf. Zeitgleich wurden ebenda 6 Zwergschnepfen erfasst. Am 12.3. waren es 7 Zwergschnepfen und 4 Bekassinen (S. Kästner). Am Speicher Blintendorf fand S. Fiedler am 31.3. 2 Waldwasserläufer. Von der alljährlich und meist an den Talsperren auftretenden Lachmöwe wurde das Maximum mit 92 Ind. am 24.3. auf der Klosterplatte gesehen (R. Walther). Die Zwergmöwe zeigt sich zu den Zugzeiten nur selten im Gebiet. Ein sehr früher Nachweis gelang S. Kästner und R. Walther mit 8 Ind. am 13.3. bei Saalburg.

Bei der Ringeltaube waren Ansammlungen von mehr als 50 Ind. ab dem 9.3. zu sehen. Ein erster größerer Flug mit ca. 650 Ind. hielt sich am 15.3. bei Weisbach auf (R. Walther). Die etwa 2500 Ind., welche F. Seeliger am 17.3. bei Unterlemnitz sah, stellen das Maximum des Frühjahrszuges dar. Der Remptendorfer Starenschlafplatz wurde durchgehend aufgesucht. Dabei wurde am 12.3. mit etwa 10.000 Ind. ein erstes Maximum erreicht. Parallel dazu stellte S. Kästner ca. 5000 Stare im Frössener Schilf fest. Bei täglich steigender Anzahl der einfallenden Stare wurde am 18.3. mit mehr als 20.000 Ind. eine weitere Höchstzahl erreicht, die am 23.3. in etwa 30.000 Ind. gipfelte. Dieser Anstieg ist wohl auf den Anschluss durchziehender als auch auf den Zuzug von Staren kleinerer Schlafplätze wie dem Frössener zurückzuführen, denn dieser Schlafplatz war in der Folge aufgegeben worden. Ab dem 24.3. einsetzendes Frühlingswetter führte zur steten Abnahme der übernachtenden Vögel, und am 31. 3.flogen noch etwa 2000 Ind. ein. Von der Wacholderdrossel wurden erste größere Trupps am 9.3. mit ca. 150 Ind. bei Zoppoten (R. Walther) und am 10.3. mit ca. 180 Ind. bei Hirschberg (I. u. J. Schmidt) gesehen, regelmäßiger Zug aber erst ab dem 27.3. festgestellt.

Den Bau eines Schwanzmeisennestes an einer Felswand konnte R. Walther am 24.3. beobachten. Für das Oberland ungewöhnlich zeitig ist der Fund eines Amselnestes mit drei Eiern am 8.3. in Schleiz durch G.-E. Weber. Wenngleich singende Singdrosseln bereits in den letzten Februartagen zu hören waren, liegen erst ab der zweiten Märzwoche durchgehend Meldungen zum Auftreten der Art vor. Bei zunehmender Individuenzahl wird dies wohl größtenteils Durchzügler betroffen haben, da die Singdrosseln meist mit Wacholderdrosseln vergesellschaftet waren. Von der Rotdrossel, aus dem angrenzenden Vogtland seit dem 12.3. gemeldet, datiert ein erster später Nachweis auf den 27.3. bei Remptendorf (R. Walther). Am letzten Märztag trafen die ersten Rauchschwalben in Remptendorf (T. Hammermüller) und Schönbrunn (K. Horn) ein. Bereits Ende März erscheint alljährlich als erste Grasmückenart die Mönchsgrasmücke. Diesmal notierte R. Walther am 25. die erste Mönchsgrasmücke. Am Tag zuvor konnte M. Kohl in Bad Lobenstein den ersten rufenden Zilpzalp nachweisen. Das Schwarzkehlchen tritt im letzten Jahrzehnt zunehmend regelmäßig auf dem Zug im Gebiet auf. 2021 sah R. Walther die ersten 3 Ind. am 9.3. I. Hermann folgte am 25.3. mit 1,0 bei Wurzbach.

Mit dem Nachweis eines Hausrotschwanzes am 16.3. bei Remptendorf (M. Kohl, R. Walther) zeigte sich der erste Vogel des beginnenden Heimzuges. Erst am 26.3. folgten weitere Nachweise, dabei ein singendes Männchen. Während bis zum 30.3. weder auf ornitho.de noch auf der Internetseite des VTO Eintragungen vom Gartenrotschwanz vorlagen, konnte R. Walther an diesem Tag einen ersten Vogel dieser Art notieren. Nach einer ersten Beobachtung am 4.3. in der Lamitzer Flur (I. u. J. Schmidt) und weiteren Einzelnachweisen ab Monatsmitte (T. Hammermüller, K. Horn, F. Seeliger) ist die Bachstelze seit dem 24.3. wieder durchgängig im Gebiet zu beobachten. Eine am 4.3. in Dobareuth beobachtete Heckenbraunelle stellt den ersten Nachweis dar (I. u. J. Schmidt). Singend notierte R. Walther die Art am 22.3. Einen ersten Wiesenpieper fand S. Kästner am 12.3. bei Frössen.

Ein erster großer Flug mit ca. 400 Buchfinken wurde am 10.3. aus Tanna gemeldet (ornitho.de). Auf etwa 500 Ind. schätzte P. Hirth die Bergfinkenansammlung am 9.3. im Ebersdorfer Park. Den wohl frühesten Nachweis eines Girlitzes erbrachte T. Dietzel, als er am 4.3. ein Männchen an seiner Fütterung in Remptendorf feststellen konnte. Eine Fehlbestimmung schließt der Beobachter aus. Die noch in den Vorjahren gemeldeten Ansammlungen von 200 bis 300 Erlenzeisigen fehlten in diesem Winter. Nach dem von S. Fiedler im Februar notierten Trupp mit über 80 Ind. trat die Art dann im März zwar regelmäßig aber meist mit weniger als 30 Ind. auf. Maximal zählte T. Dietzel 75 Ind. am 15.3. an seiner Fütterung in Remptendorf. Eine Beobachtung von mehr als 50 Bluthänflingen am 25.2. in der Lamitzer Flur wurde von I. u. J. Schmidt nachgereicht. Nach den zwei Februarnachweisen zeigen die Beobachtungen der Rohrammer ab Mitte März einsetzenden Zug an. Beginnend am 12.3. mit 1 Ind. bei Frössen (S. Kästner) und am 14.3. mit 1 Ind. am Speicher Lothratal, setzten sich die Nachweise am 15.3. mit 2 Ind. fort. Die vorerst letzten Rohrammern wurden am 31.3. von S. Fiedler (3 Ind.) und R. Walther (1 Ind.) gesehen.

28. Februar 2021
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Neue interessante Beobachtungen im Winter 2020/21

Vom Sterntaucher, der im Gebiet nur unregelmäßiger Gast ist, liegt die Beobachtung eines Ind. vor. Am 13. und 14.2. wurde auf der größtenteils vereisten Klosterplatte ein Vogel dieser Art gesehen. Die an diesen Tagen ebenda gezählten 20 Haubentaucher stellen das Maximum dieses Winters dar. Ein Rothalstaucher und eine Brandgans hielten sich am 27.2. ebenfalls auf der Klosterplatte auf (alle S. Kästner, R. Walther). Wenngleich die Teiche der Umgebung durchweg vereist waren, konnte E. Rzesanke am Zufluss des Ebersdorfer Brauhausteiches am 14.2. 145 Stockenten zählen. Dem stehen lediglich 120 Stockenten auf dem Stausee im Bereich Saalburg–Kloster gegenüber. Das änderte sich bei frostfreiem Wetter in der dritten Dekade. Jetzt stieg ihre Zahl auf 590 Ind. an. Die erstmals im Nov. 2018 gemeldete weiße Mandarinente ist noch immer im Gebiet anzutreffen, diesmal am 14.2. in Saalburg. Fünf Erpel der Krickente rasteten am 20.2. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre. Regelmäßig, aber meist in geringer Anzahl, findet sich die Spießente am Stausee ein. Während sich am 20.2. 0,1 Ind. bei Kloster aufhielt, wurde am Folgetag 1,0 Ind. ebenda gesehen. Dazu hatte sich 1,0 Schnatterente gesellt (alle S. Kästner, R. Walther). Ein Erpel der Kolbenente, eine nur unregelmäßig bei uns auftretende Art, rastete am 18.2. auf der Klosterplatte (R. Walther). Zur Wasservogelzählung am 14.2. meldete R. Müller 1,1 Schellenten von der Saale bei Blankenstein. 3,4 Ind. waren es auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz, wo dann am 21.2. mit 3,5 Ind. das Max. erreicht wurde. Auf den Ausgleichsbecken Burgkhammer und Grochwitz hielten sich am 14.2. 31 Reiherenten auf. Die bereits in der ersten Zusammenstellung genannten Tafelenten waren auch im Feb. noch anwesend. Weitere Tafelenten wurden am 20.2. und 21.2. mit max. 3,3 Ind. auf der Bleilochtalsperre gesehen (alle S. Kästner, R. Walther). Gänsesäger werden derzeit kaum mehr als 10 Ind. festgestellt. Die Monatsmaxima waren 18 Ind. am 16.1. bei Walsburg (P. Neupert) und 6,11 Ind. am 13.2. bei Saaldorf (S. Kästner). Anders an der Talsperre Lössau. P. Neupert zählte hier am 27.2. 43 Vögel.

Zwei Silberreiher hielten sich vom 11. bis zum 15.2. am Ruhbach bei Lückenmühle auf (B. Wurzbacher). Dieselbe Beobachterin sah am 20.2. auch den ersten Schwarzstorch über Lückenmühle. Am Folgetag hielt sich ein Schwarzstorch im Mohlegrund zwischen Weisbach und Lückenmühle auf (G. Wurzbacher). Ein Seeadler überflog am 5.2. das Ausgleichsbecken Burgkhammer (R. Walther). Am selben Tag konnte R. Walther einen Wanderfalken am Brutplatz bei Burgk notieren. Dessen weitere Anwesenheit konnte am 20.2. durch S. Kästner und R. Walther bestätigt werden. Überwinterung beim Rotmilan dokumentieren die sich im Jan. und Feb. fortsetzenden Beobachtungen bei Liebengrün/Liebschütz (M. Schulze). Die ab dem 17.2. auch aus anderen Gebieten gemeldeten Nachweise betreffen wohl bereits Durchzügler und Brutvögel (K. Däumler; S. Kästner; P. Neupert; R. Walther). Bei 10-tägigem Dauerfrost und teils 25 cm hoher Schneedecke sicherte K. Däumler mit ihrer Fütterung im Feb. unter anderem 4 Mäusebussarden und 1 Turmfalke möglicherweise das Überleben. Erneut wurden Rauhfußbussarde gemeldet. U. und R. Reichel sahen am 17.1. 2 Ind. bei Pöritzsch. R. Walther notierte am 20.1. einen Rauhfußbussard in der Zoppotener Flur sowie am 22.1. 1 Ind. bei Ebersdorf. Weitere Nachweise liegen vom 5.2. erneut für das Gebiet Pöritzsch/Zoppoten (R. Walther) und vom 21.2. für Schönbrunn (S. Kästner) vor. Nachdem in Thüringen bereits in den ersten Februartagen Kraniche auf dem Weg in die Brutgebiete gemeldet worden waren, konnten C. u. W. Hager am 6.2. über Liebengrün 7 Ind. auf dem Flug nach S beobachten, was wohl als Winterflucht zu deuten ist. Ein namentlich nicht benannter Beobachter meldete 18 Kraniche, die am 8.2. bei Remptendorf nach kurzer Rast nach W weiterflogen. Ca. 75 Kraniche, die am 22.2. Remptendorf nach NO überflogen, wurden von T. Dietzel gemeldet. Weitere 8 Ind. zählte R. Walther am 23.2. ebenda.

Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus)
(Photo: S. Kästner)
Winternachweise der Teichralle sind nicht all zu häufig. Nach der bereits im Jan. gemeldeten Teichralle stellte S. Kästner am 21.2. 1 Ind. auf dem Ebersdorfer Brauhausteich fest. Nach einer ersten Meldung von 46 Kiebitzen bei Neundorf/Schleiz, rasteten am 23.2. etwa 125 Ind. bei Zoppoten (R. Walther). Zwergschnepfen werden für Deutschland als gelegentliche Überwinterer genannt. Eine erste Beobachtung, die das auch für unser Gebiet bestätigen könnte, gelang ebenfalls S. Kästner, der am 20.2. eine Zwergschnepfe im Frössener Schilf entdeckte. Am 27.2. waren es fünf Vögel. Der wohl früheste Nachweis des Waldwasserläufers für unser Gebiet gelang P. Neupert. Er sah am 22.2. 2 Ind. an der Talsperre Lössau. Großmöwen, insbesondere Steppenmöwen, können inzwischen als regelmäßige Gäste an und auf der Bleilochtalsperre bezeichnet werden. Erneut hielt sich ein größerer Trupp am 21.2., diesmal mit 31 Ind., am Stausee auf. Dagegen haben sich Lachmöwen rar gemacht. Bei vier Nachweisen wurden am 25.2. max. 13 Ind. gesehen. Am 23.2. hatte sich eine Sturmmöwe zu den Lachmöwen gesellt (S. Kästner, R. Walther).

Stare (Sturnus vulgaris)
(Photo: M. Kohl)
Die erste Ringeltaube meldete P. Neupert am 23.1. aus dem Raum Lössau. Singend wurden sie ab dem 20.2. bei Burgk gehört. Ebensolche Feststellungen liegen ab diesem Tag auch von der Hohltaube vor (S. Kästner; R. Walther). Nestbauende Elstern konnte R. Walther am 24.2. in Ebersdorf aufschreiben. Die erste Misteldrossel sahen S. Kästner und R. Walther bereits am 14.2. bei Burgk, bezeichnenderweise in der Nähe einer Tannenmistel. Mit dem Nachweis singender Misteldrosseln am 20.2. war die Art dann im gesamten Gebiet anzutreffen. Die erste singende Amsel hörte H. Böhm am 2.2. in Blankenberg. Erst am 20.2. folgte S. Kästner mit einem 2. Nachweis dieser Art in Schönbrunn. Ebenda sang am 24.2. die erste Singdrossel (K. Horn). Am Folgetag notierte R. Walther zwei ausdauernd singende Ind. bei Remptendorf. In den letzten Jahren mehren sich in Thüringen Winterbeobachtungen von Mönchsgrasmücken. Nach zwei Nachweisen bei Jena wurde eine Mönchsgrasmücke auch in unserem Gebiet festgestellt. Vom 1. bis 3.1. hielt sich ein Weibchen an einer Fütterung in Remptendorf auf und konnte im Foto festgehalten werden (A. u. U. Kläring). Raubwürger waren ehemals regelmäßige Wintergäste. Derzeit treten sie nur noch sporadisch auf. I. Hermann konnte am 2.1. 1 Ind. bei Wurzbach fotografieren. Einen weiteren Raubwürger stellte P. Neupert am 20.1. bei Crispendorf fest. Bis zum Kälteeinbruch am 7.2. waren Stare bereits zu einer täglichen Erscheinung geworden. Bei geschlossener Schneedecke und Dauerfrost mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich konzentrierten sich die Vögel dann an den Fütterungen, wo meist 20–30 Ind. anzutreffen waren. Max. 50 Stare zählte P. Hirth am 17.2. in Ebersdorf. Außergewöhnlich war dann die Feststellung von K. Brandeis in Wurzbach. Sie sah am 22.2. wie eine Elster ein frisch gelegtes Starenei aus einem Nistkasten holte, das dabei zu Boden fiel. Hier handelte es sich möglicherweise um ein Notgelege. Große herbstliche Schlafgesellschaften sind beim Star umfänglich bekannt. Dass es solche auch für die Zeit zwischen Rückkehr und Brutzeit gibt, zeigen die erstmals in Remptendorf gemachten Feststellungen. Mindestens seit dem 22.2. konnte dieses Schauspiel bei Remptendorf beobachtet werden. M. Kohl meldete anfangs „mehrere Hundert“, deren Zahl sich bis zum 25.2. auf etwa 4500 Ind. steigerte (M. Kohl, R. Walther). Das Frössener Schilf war in der Nacht zum 27.2. Schlafplatz für ca. 800 Stare (S. Kästner).

Die Erstbeobachtung der Feldlerche gelang P. Staudt. Er notierte am 14.2. nach nächtlichen -18 Grad und geschlossener Schneedecke 20 Ind. in Rothenacker. Ab dem 20.2. überflogen dann mehrfach meist einzelne Ind. das Gebiet und am 21.2. rasteten bereits ca. 150 Ind. bei Zoppoten (S. Kästner, R. Walther). Singend notierte P. Neupert die erste Feldlerche am 24.2. bei Lössau. Ungewöhnlich ist eine von H. Böhm gemeldete Feststellung. Er notierte – noch vor dem Kälteeinbruch - am 5.2. in Blankenberg einen singenden Hausrotschwanz. An einer Fütterung konnten C. u. L. Schunke unter 5 Schwanzmeisen ein weißköpfiges Ind. erkennen. Eine erste Gebirgsstelze notierte P. Neupert am 25.1. bei Walsburg. Beim 2. Nachweis hielt sich am 14.2. 1 Ind. am vereisten Dorfteich in Remptendorf auf (L. Schunke). Bemerkenswert ist auch die Feststellung der ersten Bachstelze am 22.2. bei Lössau (P. Neupert). Den ersten singenden Feldsperling notierte R. Walther am 31.1. in Remptendorf. Nicht alltäglich war die Ansammlung von 30 Gimpeln, die C. Schunke am 27.1. in Remptendorf zählte. Erste Bluthänflinge wurden am 20.2. bei Frössen (S. Kästner) und am Stausee bei Kloster gesehen (S. Kästner, R. Walther). Etwa 200 Goldammern stellte R. Walther am 4.2. an der Scheibe bei Zoppoten fest. Eine erste singende Goldammer notierte K. Horn am 24.2. in Schönbrunn. Nicht alltäglich ist die Beobachtung einer Rohrammer am 10.2. an einer Fütterung in Remptendorf (K. u. M. Ostermann). Der 2. Nachweis gelang S. Kästner am 20.2. im Frössener Schilf.

16. Januar 2021
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Erwähnenswerte Beobachtungen im Winter 2020/21

Bis Weihnachten brachte der Dezember kaum Frost, kaum Schnee und so lagen die Temperaturen erneut über dem Durchschnitt. Das veranlasste in Verbindung mit einem hohen Angebot an Feldmäusen sowohl Greifvögel als auch Reiher zum längeren Verweilen auf den Feldern des Gebietes. Nach teils mehr als 20 Silberreihern im November waren es im Dezember meist nur noch Einzelvögel, die sich bei Ebersdorf – Zoppoten auf den Rapsflächen aufhielten. Jetzt wurden, wie beispielsweise am 14. Dez., bis zu 8 Ind. bei Schönbrunn gesehen (M. Kohl; T. Josiger). Eine deutliche Zunahme der Nachweise wurde auch für die Talsperre Lössau gemeldet. R. Schuster zählte am 27. Dez. 24 Silber- und 15 Graureiher. Am selben Tag sah er weitere 22 Silberreiher zwischen Schleiz und Wüstendittersdorf. 12 Silber- und 8 Graureiher standen am 30. an den Teichen nordöstlich Langenbuch (R. Schuster). Im Saaleabschnitt Walsburg-Ziegenrück trat die Art durchgängig mit max. 3 Ind. auf. Die größte Ansammlung allerdings sah S. Kohl am 13. Dez. mit ca. 55 Ind. nördlich von Möschlitz.

Bei den Greifvögeln war die durchgängige Anwesenheit des Rotmilans augenfällig. Bis zu 3 Ind. konnten täglich bei Liebschütz/Liebengrün gesehen werden (M. Schulze). Ein bzw. zwei Milane hielten sich am 25. und 28. bei Friesau auf (K. Spindler). Für den 14. Jan. meldete M. Schulze erneut einen Rotmilan bei Liebschütz. Einzelne Rauhfußbussarde waren bereits seit November im Gebiet zu sehen. Zu einem stärkeren Einflug scheint es aber erst ab Mitte Dezember gekommen zu sein. 2 Ind. stellte R. Schuster am 15. an der Talsperre Lössau fest. An diesem Tag sah R. Walther ebenfalls 2 R. bei Zoppoten und möglicherweise dieselben Vögel nochmals am 18. Ebenda wurden an diesen Tagen auch bei den Mäusebussarden mit 4 bzw. 5 Ind. die Maximalzahlen gemeldet. Ein Seeadler überflog am 26. vom AB Grochwitz kommend Burgkhammer weiter flussaufwärts. Möglicherweise denselben Vogel sah P. Neupert ebenfalls an diesem Tag bei Walsburg. Von der Kornweihe liegen zwei Nachweise vor. Bei Friesau sah K. Spindler am 25. einen und am 30. sogar vier Ind. dieses Gastes.

Gänsesäger wurden auf der Bleilochtalsperre nur einmal mit 2 Ind. von N. und R. Glaser gesehen. Die meisten Nachweise der Art stammen von der Talsperre Lössau. Hier stieg die Zahl seit dem 7. Dez. kontinuierlich auf das bisherige Max. von 44 Ind. am 2. Jan. an (P. Neupert). Derselbe Beobachter stellte die Art auch im Saaleabschnitt Walsburg - Ziegenrück mit max. 16 Ind. am 30. Dez. fest. Von Seetauchern liegen bisher keine Nachweise vor. Auch die Lappentaucher waren nur in geringer Anzahl zu sehen. Bei den Haubentauchern wurde die größte Anzahl am 3. Dez. mit 9 Ind. festgestellt. 2 Zwergtaucher am 2.12. und 1 Ind. am 15.12. waren die einzigen Nachweise auf dem AB Burgkhammer (R. Walther). Dagegen stellte P. Neupert die Art an allen Beobachtungstagen zwischen Walsburg und Ziegenrück fest. Max. waren es 4 Ind. am 24. Dez.

Die großen Ansammlungen von Wasservögeln auf der Bleilochtalsperre dürften wohl der Vergangenheit angehören. Permanente Störungen während der Zug- und Überwinterungszeiten verhindern größere Ansammlungen und längeres Verweilen. Auch das Vereisen der umliegenden Teiche ab Ende Dezember führte hier zu keinen höheren Zahlen rastender Wasservögel. Wohl konnte die ständige Anwesenheit von Stockenten festgestellt werden, doch kam es zu keinen größeren Ansammlungen. Zwischen Saalburg und der Sperrmauer waren es max. 390 Ind. am 5. sowie 346 Ind. am 15.Dez. Das Ausgleichsbecken Burgkhammer war durchgängig mit meist über 200 Stockenten besetzt. Mehr als 300 Ind. konnten aber nur am 30. Dez. mit 317 Vögeln gezählt werden (alle R. Walther). Auf der Talsperre Lössau zählte P. Neupert das Max. von 130 Stockenten am 26. Dez.

Neben der Stockente war auf der Bleilochtalsperre auch die Pfeifente durchgängig anwesend. Die Höchstzahl wurde am 24. Dez. mit 24 Ind. erreicht. Weiterhin waren hier an jeweils zwei Tagen Spießenten (max. 2,2 am 15.) und Krickenten (max. 9 Ind. am 2. Dez.) zu sehen. 1,1 Schnatterenten hielten sich am 8. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer auf (alle R. Walther). Neben 3 Tafelenten waren an allen Beobachtungstagen auch Reiherenten auf diesem Gewässer zu sehen. Max. zählte R. Walther 41 Ind. am 10., 54 Ind. am 11. und 42 Ind. am 12. Dez. Zwischen Walsburg und Ziegenrück war die Art mit max. 14 Ind. am 13. Dez. anzutreffen (P. Neupert). Die erste Schellente wurde am 2. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer gesehen (R. Walther). Mit 6 Ind. stellten S. Kästner und R. Walther am 1. Jan. das Max. fest. 31 Saatgänse überflogen am 8. Dez. Wurzbach in südöstliche Richtung (I. Hermann).

Eine vermutlich durch Scheibenanflug verletzte vorjährige Teichralle wurde am 12. Jan. auf dem Fenstersims eines Wohnhauses in Schönbrunn gefunden. Der Vogel wurde von MA. der UNB abgeholt und in Pflege gegeben (F. Radon). Zwei späte Nachweise liegen vom Kiebitz vor. 2 Ind. hielten sich am 12. bei Friesau auf (K. Spindler). Ca. 40 Kiebitze zählten Ch. und U. Reichel am 27. bei Zoppoten. Eine Lachmöwe wurde am 5. über der Bleilochtalsperre gesehen. Am 24. kreisten min. 75 und später nochmals 10 (größtenteils wohl) Steppenmöwen über der Klosterplatte bevor sie über die Sperrmauer nach N weiterflogen (alle R. Walther).

Eine verspätete Ringeltaube landete am 20. in einen Gehölz an der Ratte bei Zoppoten (R. Walther). Gleich 4 Grünspechte suchten am 25. an einer Hausfassade in Remptendorf nach Nahrung (S. Glaßmann). Je einen Eisvogel sah P. Neupert am 31. Dez. bei Walsburg und am 2. Jan. an der Talsperre Lössau. Einen Kleinspecht sahen R. Walther und S. Kästner am 1. Jan. am Saalehang bei Burgk. 2 Gebirgsstelzen überflogen am 25. Dez. Remptendorf nach SW (R. Walther). Eine späte Mönchsgrasmücke notierte P. Neupert am 26. Nov. bei Walsburg. Am 6. zählte R. Walther 40 Birkenzeisige in einer Birkenallee bei Remptendorf. Einen Hausrotschwanz sah R. Walther am 8. Dez. an der Bleilochstaumauer, letztmals am 14. 1 Ind. in Burgkhammer. Stare wurden während des gesamten Dezember gesehen. Min. 150 Stare suchten am 16. auf einer Pferdekoppel bei Remptendorf Nahrung (K. Vester). Am 25. zählte R. Walther 29 Ind. bei Remptendorf. 40 Stare sahen Ch. und U. Reichel am 30. an ihrer Fütterung in Karolinenfield. Bis zum 13. Jan. übernachteten 2 Stare in Nistkästen in Remptendorf (R. Walther).

Am Kuhberg und in den Staudengelängen bei Remptendorf sah R. Walther am 3. Dez. zwei Trupps Goldammern mit 42 bzw. ca. 60 Ind. Ca. 70 Goldammern sah derselbe Beobachter nochmals am 26. Dez. Trompetergimpel hatten erstmals am 1. Oktober unser Gebiet erreicht. Im Dez. wurden sie nochmals an vier Tagen nachgewiesen (R. Walther). In Remptendorf wurden Fichtenkreuzschnäbel am 5., 7. sowie am 22., 26. und 31. Dez. und 12. Jan. gesehen (R. Walther; P. Hirth; K. Vester). Max. zählte K. Vester 7 Ind.