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Beobachtungen und Aktivitäten

2. März 2024
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Beobachtungen im Januar und Februar 2024

Graureiher (Ardea cinerea)
(Photo: I. Hermann)
Die großen Höckerschwan-Ansammlungen auf einem Rapsfeld zwischen Volkmannsdorf und Schöndorf sind durch das angrenzende Plothener Teichgebiet bedingt. Bei stets mehr als 50 Ind. wurde am 9.2. mit 82 Höckerschwänen das Max. erreicht. 9 Höckerschwäne überflogen am 14.1 den Speicher Oettersdorf. Weitere Nachweise gab es mit 2 Ind. auf den Probst-Teichen bei Pörmitz, mit 3 Ind. auf den Gelängeteichen zwischen Pörmitz und Pahnstangen, mit 1 Ind. auf dem Zipfelteich bei Görkwitz (alle V. Vopel). 4 Höckerschwäne sahen K. u. M. Ostermann am 10.1. auf dem AB Grochwitz. 5 Ind. notierten K. u. W. Hillebrand am 20.1. über der Bleilochtalsperre bei Saaldorf. Auf dem Pfarrteich bei Spielmes hielten sich am 27.2. 2 Ind. auf (I. Hermann). 60 Graugänse überflogen am 28.1. die Crispendorfer Flur nach Norden (S. Kästner). 24 unbestimmte graue Gänse sahen S. Kästner und R. Walther am 29.1. über der Klosterplatte der Bleilochtalsperre. Die erstmals am 31.12.23 von S. Kästner in der Schönbrunner Flur festgestellte Bleßgans hielt sich am Unteren Teich in Schönbrunn bis zur Vereisung am 9.1. auf (K. u. R. Friedrich). 2 Nilgänse umflogen am 1.2. den vormaligen Brutplatz "Alter Turm" in Bad Lobenstein (I. Hermann). Je 2 Ind. sah K. Horn am 6.1., 8.1., 28.1. und 31.1. über der Feldflur zwischen Schönbrunn und Ebersdorf. Ständige Anwesenheit von 1,1 Ind. am Bad Lobensteiner Stadtteich (M. Kohl; R. Müller) sowie mehrfache Nachweise von 2 Ind. auf den Probstteichen bei Pörmitz, an den Speichern Oettersdorf (beide V. Vopel), Oberlemnitz (I. Hermann), in Lückenmühle (R. Walther), im Gebiet der Stauden nördlich Remptendorf und am Kalkteich bei Schönbrunn sowie im Ort selbst (K. u. R. Friedrich) lassen auf künftige Reviere schließen. Bei der größten Ansammlung hielten sich bis zu 50 Nilgänse in den ersten beiden Monaten im Gebiet nordöstlich Remptendorf auf (M. Kohl; K. u. M. Ostermann; R. Walther). Aus dem nördlichen Beobachtungsgebiet meldete V. Vopel am 6.2. mit 11 Ind. das Max. Auf der Bleilochtalsperre bei Kloster waren Pfeifenten an allen Beobachtungstagen zu sehen. Der größte Trupp zählte am 3.2. 28 Ind. (R. Walther). 1,1 Krickenten notierte S. Kästner am 24.2. auf dem Ruhteich bei Remptendorf. Auf Glücks Teich bei Dobareuth konnte I. Hermann am 21.2. 1,0 Krickente beobachten. P. Neupert sah am 14.2. 1,0 Spießente auf der Talsperre Lössau. V. Vopel stellte am 18.2. 1,1 Schnatterenten auf dem Zipfelteich bei Görkwitz fest. 105 Stockenten brachte eine Zählung am 12.1. am Unteren Teich in Schönbrunn (K. u. R. Friedrich). Mit 214 Ind. wurden am 29.1. an der Bleilochtalsperre bei Kloster ebenfalls mehr als 100 Stockenten gezählt (S. Kästner, R. Walther). Auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer notierten K. u. M. Ostermann am 6.2. mehrere Trupps mit insgesamt 302 Stockenten. Auf der Talsperre Lössau waren Reiherenten an allen Beobachtungstagen anzutreffen. Dabei zählte P. Neupert am 9.2. und 21.2. max. 6 Ind. Trupps mit mehr als 10 Reiherenten sahen mit jeweils 14 Ind. derselbe Beobachter am 10.1. auf der Saale an der ehemaligen Pappenfabrik Ziegenrück sowie F. Seeliger am 18.2. auf dem Pfotenteich im Park Ebersdorf. Vom Ausgleichsbecken Grochwitz liegen zudem die Feststellungen von 18 und 24 Reiherenten am 10.1., von zwei Trupps mit 17 + 16 Reiherenten am 16.1. sowie von 13 Ind. am 1.2. vor (alle K. u. M. Ostermann). 3,4 Schellenten wurden am 10.1. auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz gesehen, und am 16.1. waren es erneut 7 Ind. ebenda, zu denen sich weitere 2 Schellenten gesellt hatten (alle K. u. M. Ostermann). Ebenda sahen beide Beobachter am 2.2. nochmals 4,2 Ind. Am 24.2. notierte S. Kästner an dieser Stelle 8 Schellenten. Auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer sah derselbe Beobachter am 24.2. weitere 5 Ind. P. Neupert meldete am 4.1. mit 31 (15,16) Gänsesägern ein erstes Max. für die Talsperre Lössau. Selbst bei weitgehender Vereisung hielten sich am 25.1. noch 4,4 Ind. hier auf. Im Februar konnte P. Neupert an allen Beobachtungstagen Gänsesäger feststellen. Max. waren es am 4.2. 38 Ind. Wiederum P. Neupert notierte am 5.1. 4,3 Ind. im Saaleabschnitt Walsburg - Ziegenrück. Auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz hielten sich am 10.1. 2 Gänsesäger auf (K. u. M. Ostermann). 2,0 Ind. sah R. Müller am 14.1. auf der Bleilochtalsperre bei Mühlberg. Ebenda beobachteten K. u. W. Hillebrand am 23.1. und 27.1. 1,1 Gänsesäger. Erneut 1,1 Ind. wurden am 27.2. unterhalb Saaldorf von K. u. R. Friedrich beobachtet. 2,2 Gänsesäger rasteten am 14.2., 23.2. und 24.2. auf dem Kalkteich bei Schönbrunn (K. u. R. Friedrich; S. Kästner). Möglicherweise dieselben Vögel wurden bereits am 20.1. und 30.1. von K. u. W. Hillebrand auf der Bleilochtalsperre bei Saaldorf gesehen. Den auf der Bleilochtalsperre mit 8 Gänsesägern größten Trupp sah F. Seeliger am 25.2. nahe der Sperrmauer. Für den Speicher Oettersdorf brachte V. Vopel am 18.2. den Nachweis von 20 (9,11) Gänsesägern. Weitere Nachweise außerhalb des Saaletals meldete S. Kästner am 22.2. mit 8 Ind. vom Speicher Seubtendorf, und mit 1 Ind. von den Staudenteichen bei Remptendorf, sowie am 25.2. mit 2 Ind. vom Speicher Zoppoten. Die Bleilochtalsperre als bevorzugtes Rastgewässer des Haubentauchers wurde nur sporadisch aufgesucht. 4 Ind. notierten S. Kästner und R. Walther am 29.1. bei Kloster. 1 Haubentaucher sah R. Walther am 1.2. auf der Klosterplatte, wo er am 5.2. 2 Ind. feststellen konnte. Auf der Talsperre Lössau gelang ebenfalls nur eine Beobachtung mit 1 Ind. am 4.1. (P. Neupert).

In der Brutkolonie am Wolfstein zählte I. Hermann am 21.2. 16 Graureiher, von denen er einzelne bereits beim Ausbessern der alten Nester beobachten konnte. 13 Graureiher sah P. Neupert am 10.1. nahe der ehemaligen Pappenfabrik Ziegenrück. 7 Graureiher meldete V. Vopel am 18.2. vom Speicher Oettersdorf. Weitere Nachweise meist einzelner Ind. liegen aus dem gesamten Beobachtungsgebiet vor (K. u. R. Friedrich; I. Hermann; K. Horn; S. Kästner; M. Kohl; K. u. M. Ostermann). Silberreiher waren in den ersten Monaten des Jahres wieder häufiger, auch im südlichen Beobachtungsgebiet, anzutreffen. Bis zu 3 Ind. waren es an der Saale oberhalb Blankenstein (I. Hermann; R. Müller). 5 Silberreiher überflogen am 20.1. die Liebschützer Flur nach W (M. Schulze). Am 24.1. sahen K. u. R. Friedrich erstmals 1 Ind. am Speicher Pfotenbach bei Schönbrunn. Vermutlich derselbe Vogel war dann ab dem 27.1. und bis zum 18.2. im weiteren Umfeld anzutreffen (K. u. R. Friedrich; K. Horn; M. Kohl). Mehrfache Nachweise von 1 - 2 Ind. brachten K. u. W. Hillebrand in der 3. Januardekade von der Bleilochtalsperre bei Saaldorf. Im stärker von der Art frequentierten nördlichen Teil des Beobachtungsgebietes wurde die größte Anzahl am 10.1. mit 11 Silberreihern an der Saale oberhalb Ziegenrück festgestellt (P. Neupert). Am 28.1. überflog 1 Seeadler die Liebschützer Flur nach W (M. Schulze). M. Kohl konnte am 18.2. einen Seeadler im Überflug östlich Remptendorf beobachten. 2 Seeadler sah V. Vopel an diesem Tag am Großen Pörmitzteich. Die ersten Kornweihen des Jahres sah S. Kästner am 28.1. bei Wernsdorf und am 29.1. bei Helmsgrün. Möglicherweise haben einzelne Rotmilane bei uns, zumindest aber in angrenzenden Gebieten überwintert. Für den Januar meldete P. Neupert bereits am Monatsersten wieder 1 Ind. aus seinem Lössauer Beobachtungsgebiet. Den 2. Nachweis brachte er am 25.1. ebenda. M. Schulze sah 1 Rotmilan am 27.1. über Liebschütz. Nachdem P. Neupert am 6.2. eine weitere Beobachtung bei Lössau machte, wurde ab dem 12.2. die ständige Anwesenheit der Art im Gebiet gemeldet (K. Horn; S. Kästner; M. Kohl; P. Neupert; K. u. M. Ostermann; V. Vopel). Die wohl früheste Beobachtung eines Schwarzmilans machte M. Schulze, der am 14.2. 1 Ind. im Suchflug und rastend bei Liebschütz sah. 20 Mäusebussarde rasteten am 18.2. auf einem Feld bei Göritz (M. Köhler). Am 27.2. zählte I. Hermann ebenda noch 11 Ind. Je 1 Rauhfußbussard wurde am 28.1. bei Wernsdorf, am 5.2. bei Unterlemnitz, Oberlemnitz und Helmsgrün (alle S. Kästner) sowie am 28.2. bei Wurzbach (I. Hermann) gesehen. 1 Wanderfalke wurde am 23.2. am bekannten Brutplatz in Blankenstein festgestellt (S. Kästner). Das aus dem NO des Beobachtungsgebietes bekannte Kranich-BP konnte erstmals am 16.2. in der Nähe des Brutplatzes festgestellt werden (P. Neupert). Von den im Vormonat mehrfach an der Bleilochtalsperre bei Kloster notierten Bleßrallen konnten am 29.1. noch 2 Ind. festgestellt werden (S. Kästner, R. Walther). Die ersten Nachweise von Bleßrallen auf potentiellen Brutgewässern bei Remptendorf gelangen M. Kohl am 18.2. mit 2 Ind. auf dem Ruhteich und 1 Ind. auf den Staudenteichen. Einen Winternachweis des Waldwasserläufers brachte V. Vopel mit der Beobachtung von 2 Ind. am 20.1. am Speicher Oettersdorf. Das Krämerfeld bei Frössen wurde von S. Kästner am 28.1., 5.2., 22.2. und 25.2. aufgesucht. Dabei konnten stets Bekassinen mit max. 3 Ind. nachgewiesen werden. Am 5.2. gelang ebenda der Nachweis einer Zwergschnepfe. Eine weitere Zwergschnepfe sah derselbe Beobachter an diesem Tag an einem Teich in der Ruhe bei Neundorf (bei Schleiz). Das Max. der Stadttauben an den Türmen des ehemaligen Schleizer Schlosses zählte V. Vopel am 25.1. mit 16 Ind. 20 rastende Ringeltauben zählten K. u. M. Ostermann am 23.1. bei Remptendorf. Weitere Ringeltauben sah P. Neupert am 26.1. bei Lössau. Eine nächste Beobachtung machte derselbe Beobachter am 31.1. mit 1 Ind. in Schleiz. Die erste singende Ringeltaube hörte ebenfalls P. Neupert am 9.2. an der Talsperre Lössau. Den Balzflug notierte R. Walther am 24.2. in Remptendorf. Eine Hohltaube hörte K. Horn erstmals am 15.2. im Park Ebersdorf. 1,0 Uhu hörte P. Neupert am 9.2. und 14.2. an der Talsperre Lössau. Einen Eisvogel sah P. Neupert am 5.1. an der Saale oberhalb Ziegenrück. K. u. M. Ostermann konnten am 10.1. 1 Eisvogel am Ausgleichsbecken Grochwitz bei Burgk beobachten. Für den Park Ebersdorf meldeten F. Seeliger am 26.2. und K. u. R. Friedrich am 28.2. die Beobachtung eines Ind., vermutlich desselben Vogels. Je 1 Mittelspecht hielt sich am 14.1. und 21.1. an einer Fütterung in Bad Lobenstein auf (R. Müller). 3 Kleinspechte stellte S. Kästner am 24.2. bei Burgkhammer fest.

Bei zwei Raubwürger-Nachweisen sah S. Kästner 1 Ind. am 28.1. auf dem Lerchenhügel bei Ziegenrück und am 23.2. 1 Ind. zwischen Neundorf und Helmsgrün. Etwa 60 Rabenkrähen, die in kleinen Gruppen vermutlich einem Schlafplatz zuflogen, sah M. Schulze am Abend des 27.1. über Liebschütz. Min. 70 Dohlen sah K. Horn am 16.1. in Schleiz. Den größten Flug notierte V. Vopel am 8.2. mit ca. 130 Dohlen ebenda. Die Beobachtung von 4 Ind. durch V. Vopel im Park Heinrichsruh lässt eine mögliche Baumbrüterkolonie vermuten. An einer Fütterung in Liebschütz sah M. Schulze am 10.1. 1 Tannenhäher. In Wurzbach konnte I. Hermann am 2.2. 1 Tannenhäher beobachten. Singende Feldlerchen wurden erstmals am 13.2. gemeldet (K. u. R. Friedrich; K. Horn). In der Folge war die Art allgegenwärtig (I. Hermann; S. Kästner; M. Kohl; K. u. M. Ostermann; V. Vopel). Etwa 40 Kohlmeisen waren am 16.1. (mit Blaumeisen vergesellschaftet) am Sophienberg bei Burgk auf Nahrungssuche (K. u. M. Ostermann). Nach den Dezember-Beobachtungen in Lückenmühle (K. Däumler), brachte V. Vopel am 14.1. den Nachweis von 3 Seidenschwänzen für das Gebiet am Speicher Oettersdorf. Stare waren auch im Januar mehrfach im Gebiet mit 50 Ind. am 12.1. in Schönbrunn und am 14.1. in Remptendorf und min. 60 Ind. am 1.2. in Lössau anzutreffen (K. u. R. Friedrich; I. Hermann; K. Horn; M. Kohl; P. Neupert; K. u. M. Ostermann). Erste Gesänge waren ab dem 25.1. zu hören (K. u. M. Ostermann). Zug zeigte ein rastender Trupp von etwa 200 Staren am 19.2. bei Schönbrunn an, der sich am 23.2. auf etwa 400 Ind. vergrößert hatte, doch am 25.2. nur noch 150 Ind. zählte (alle K. u. R. Friedrich). Die Beobachtung jeweils einer Wasseramsel meldeten P. Neupert am 4.1. von der Talsperre Lössau, V. Vopel am 18.2. von der Kläranlage Schleiz und F. Seeliger am 24.2. aus Wurzbach. Erste Misteldrosseln sahen am 15.2. K. Horn bei Schönbrunn und P. Neupert in Walsburg, letztere bereits singend. Mehr als 100 Wacholderdrosseln notierten P. Neupert am 4.2. mit etwa 200 Ind. bei Lössau und R. Walther am 9.2. mit etwa 120 Ind. auf dem Sportplatz Saalburg. Das Krämerfeld bei Frössen überflog am 25.2. 1 Rotdrossel (S. Kästner). Eine singende Amsel hörte K. Horn am 11.2. in Schönbrunn. Mit 31 Haussperlingen zählte V. Vopel am 26.1. das Max. der Art an seiner Fütterung in Oettersdorf. Auf min. 30 Ind. schätzte I. Hermann am 13.2. einen Trupp im Gewerbegebiet Goldbach in Bad Lobenstein. Einen frühen Nachweis der Bachstelze brachten S. Kästner und R. Walther am 29.1. mit 1 Ind. an der Bleilochtalsperre bei Kloster. An der Bleilochtalsperre bei Lemnitzhammer sah S. Kästner am 23.2. 2 Gebirgsstelzen. Den mit 15 Ind. größten Trupp Kernbeißer sahen K. u. M. Ostermann am 6.2. bei Burgkhammer. Den ersten größeren, 120 Ind. zählenden Flug Buchfinken notierten K. u. M. Ostermann am 16.1. bei Burgkhammer. Einen singenden Buchfink hörte K. Horn am 18.2. in Schönbrunn. Als Durchzügler ist der Bergfink regelmäßig, als Wintergast seltener im Gebiet anzutreffen. Am 7.1. rasteten etwa 40 Bergfinken kurzzeitig am südlichen Ortsrand von Schönbrunn (K. u. R. Friedrich). 16 Ind. zählte K. Horn am 30.1. an ihrer Fütterung in Schönbrunn. Im Februar zeigte sich die Art hier durchgehend mit max. 8 Bergfinken am 4.2. und 9.2., wobei diese Vögel wohl einem seit längerem anwesenden, etwa 60 Ind. umfassenden Trupp im Park Ebersdorf zugeordnet werden können (F. Seeliger). Etwa 40 Bergfinken notierten K. u. M. Ostermann am 6.2. bei Burgkhammer. Am Ufer der Bleilochtalsperre bei Kloster waren am 29.1.etwa 40 Bluthänflinge auf Nahrungssuche (S. Kästner, R. Walther). Auf dem Pfaffenhügel bei Zoppoten notierte R. Walther am 3.2. ca. 60 Bluthänflinge. Erlenzeisige waren im Januar verstärkt an den Fütterungen anzutreffen (I. Hermann; K. Horn; M. Kohl; K. u. M. Ostermann; R. Walther). Das Max. meldete I. Hermann am 24.1. mit min. 25 Ind. aus Wurzbach. Dieselben Beobachter meldeten auch die Anwesenheit der Art im Februar an ihren Fütterungen mit min. 30 Ind. in Wurzbach. K. u. M. Ostermann sahen am 12.1. 2 Birkenzeisige an ihrer Fütterung in Remptendorf. Ebenfalls 2 Ind. meldeten P. Neupert am 21.1. aus Lössau und K. Horn am 30.1. von ihrem Grundstück in Schönbrunn, wo sie am 3.2. nochmals 1 Birkenzeisig feststellte. 90 Goldammern zählte M. Kohl am 20.1. nördlich Remptendorf. 120 Ind. waren es am 25.2. nordöstlich des Ortes (M. Kohl). 2 Rohrammern konnte S. Kästner am 25.2. am Krämerfeld bei Frössen nachweisen.

3. Januar 2024
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Beobachtungen im Dezember 2023

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Bleßgans (Anser albifrons)
(Photo: S. Kästner)
6 Höckerschwäne stellten K. u. M. Ostermann am 5.12. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer unweit der Eisbrücke fest. 2 Höckerschwäne notierte S. Fiedler mehrfach auf der Saale bei Blankenberg. Ebenfalls 2 Ind. sah I. Hermann am 11.12. am Glücksteich bei Dobareuth. 2 diesjährige Ind. waren am 13.12. auf der Bleilochtalsperre bei Kloster zu sehen. 3 Höckerschwäne stellten S. Fiedler bzw. R. Müller an diesem Tag an der Mündung der Selbitz fest. Die mit 72 Ind. größte Ansammlung wurde am 17.12. auf einem Rapsfeld zwischen Volkmannsdorf und Schöndorf gesehen. (V. Vopel). Weitere Höckerschwäne meldete derselbe Beobachter an diesem Tag mit 3 Ind. vom Katzentümpel, sowie mit je 2 Ind. vom Zomsen- und Probstteich bei Pörmitz. 37 Graugänse überflogen am 5.12. den Lerchenhügel östlich Heinersdorf (M. Ostermann). 8 Ind. ruhten am 12.12. am Ufer der Bleilochtalsperre bei Kloster. 57 Saatgänse wurden am 17.12. von V. Vopel über den Gelängeteichen bei Pahnstangen gesehen. Eine Bleßgans rastete am 31.12. bei Schönbrunn (S. Kästner). Nilgänse fanden sich wieder in größerer Anzahl im Gebiet der Bleilochtalsperre ein. 20 Ind. waren es am 10.12., 26 Ind. am 12.12. und 33 bis 35 Ind. ab dem 13.12. nahe Kloster. Weitere Nachweise gab es mit 5 Ind. bei Schönbrunn (K. Horn) bzw. 6 Ind. bei Pörmitz (V. Vopel), meist wurden aber Beobachtungen von 1,1 Ind. aus dem gesamten Beobachtungsgebiet gemeldet (S. Fiedler; I. Hermann; K. u. W. Hillebrand; K. Horn; S. Kästner; M. Kohl; R. Müller; V. Vopel; R. Walther). Von der Rostgans brachte V. Vopel einen Nachweis, als er am 17.12. 8 Ind. an den Probstteichen bei Pörmitz zählte. 1,1 Krickenten hielten sich am 10.12. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre auf. 1,0 Ind. konnte am 13.12. und 16.12. auf dem teilweise vereisten Speicher Pfotenbach notiert werden. Pfeifenten waren an allen Beobachtungstagen an/auf der Bleilochtalsperre bei Kloster mit max. 5,12 Ind. am 12.12. zu sehen. 4 Schnatterenten wurden am 10.12. auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch gezählt. 1 Ind. sah V. Vopel am 17.12. auf dem Katzentümpel. Der Nachweis von 1,0 Spießente gelang P. Neupert am 18.12. und 31.12. auf der Talsperre Lössau. Mehr als 100 Stockenten wurden von K. u. M. Ostermann auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz am 5.12. mit 170 Ind. gezählt. Mit 366 Ind. wurde am 5.12. das Max. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer erreicht (K. u. M. Ostermann). Bei Kloster hielten sich am 12.12. 304 Ind. auf. Auf den kleinen Eliasbrunner Klärteichen zählte I. Hermann am 14.12. 120 Ind. Auf der Talsperre Lössau wurde die 100er Grenze am 31.12. mit 102 Stockenten überschritten. 0,1 Schellente sahen K. u. M. Ostermann am 5.12. auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz bei Burgk und R. Walther am 11.12. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer. 1,0 Ind. landete am 10.12. auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch. 2,0 Schellenten sahen wiederum K. u. M. Ostermann am 27.12. auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz. 30 (11,19) Reiherenten waren am 1.12. auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz zu sehen. Hier wurden am 5.12. nochmals 31 (13,18) Ind. gezählt (beide K. u. M. Ostermann). Auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer notierte I. Hermann bei mehrfachen Beobachtungen mit 7,3 Reiherenten am 7.12. die Höchstzahl. Weitere Nachweise meist weniger Ind. gelangen mehrfach auf der Bleilochtalsperre. Max. waren es 2,2 am 13.12. Oberhalb des Stausees brachte S. Fiedler mehrfach Nachweise und am 15.12. mit 2,4 Ind. die Höchstzahl. Auf der Saale bei Ziegenrück notierte P. Neupert an allen Beobachtungstagen die Art und am 10.12. mit 18 Ind. die größte Anzahl. Außerhalb des Saaletals gab es wenige Nachweise, wobei V. Vopel am 17.12. auf dem Alten Teich bei Pörmitz mit 3,5 Ind. das Max. meldete. Von der nicht alljährlich im Gebiet auftretenden Samtente hielten sich am 12.12. 2 Ind., am 13.12. 4 Ind. auf der Klosterplatte auf.

Haubentaucher waren an den meisten Beobachtungstagen auf der Bleilochtalsperre mit max. 6 Ind. am 12.12. zu sehen. Von der Talsperre Lössau brachte P. Neupert den Nachweis von je 1 Ind. am 26.12. und 31.12. 1 Zwergtaucher wurde am 5.12. von K. u. M. Ostermann auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz bei Burgk notiert. Am 6.12. und 15.12. zählte S. Fiedler 5 Ind. bei Blankenberg. Die Höchstzahl sah I. Hermann am 11.12. mit 7 Ind. an dieser Stelle. 2 Zwergtaucher meldete P. Neupert am 10.12. und 1 Ind. am 13.12. von der Saale bei Ziegenrück. 1 Zwergtaucher sahen K. u. M. Ostermann am 27.12. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer. Auf der Saale bei Ziegenrück stellte P. Neupert am 30.12. nochmals 5 Ind. und 1 Ind. fest. Auf dem Speicher Pfotenbach war an allen Beobachtungstagen noch 1 Zwergtaucher zu sehen. Mehr als 50 Kormorane konnten mehrfach auf/an der Bleilochtalsperre mit max. 66 Ind. am 19.12. gezählt werden. Gänsesäger hielten sich vorwiegend auf der Fließstrecke oberhalb der Bleilochtalsperre auf. S. Fiedler notierte hier an allen Beobachtungstagen die Art mit max. 4,3 Ind. an der Mündung der Selbitz und max. 21 (13,8) Gänsesäger bei Blankenberg. 1,1 Gänsesäger waren am 11.12. auf der Bleilochtalsperre unweit der Sperrmauer zu sehen. 2,3 Ind. notierte S. Kästner am 27.12. auf der Bleilochtalsperre bei Harra. 3 Ind. waren es am 28.12. auf der Bleilochtalsperre bei Saaldorf (R. Müller). Bei Ziegenrück zählte die größte Ansammlung am 30.12. 4,5 Ind. (P. Neupert). Außerhalb des Saaletals war erneut die Talsperre Lössau ein Magnet für Gänsesäger. Hier wurde die Art an allen Beobachtungstagen bei max. 56 (39,17) Ind. am 18.12. angetroffen (P. Neupert). Mit 51 (27,24) Ind. notierte V. Vopel am 17.12. auf dem Katzentümpel bei Dittersdorf eine für unser Gebiet ebenfalls nicht alltägliche Ansammlung. Zudem sah er an diesem Tag weitere 3 Gänsesäger auf dem Großen Pörmitzteich. Graureiher wurden flächendeckend, aber in geringer Anzahl gemeldet. Maximal kamen 4 Ind. am 10.12. an der Saale in Ziegenrück (P. Neupert) sowie je 5 Ind. am 18.12. an der Bleilochtalsperre bei Saalburg, am 20.12. bei Zoppoten (R. Walther) und am 23.12. bei Saaldorf (K. u. W. Hillebrand) zur Beobachtung. 4 Silberreiher waren am 2.12. nahe der Selbitzmündung zu sehen. Ebenfalls 4 Ind. waren es am 5.12. bei Blankenberg, zudem noch 1 Ind. an der Selbitz-Mündung. Am 6.12. waren alle 5 Ind. bei Blankenberg zu sehen (alle S. Fiedler). 1 Silberreiher wurde am 8.12. von R. Friedrich am unteren Dorfteich in Schönbrunn festgestellt. 4 Ind. standen am 10.12. am unteren Ortsrand von Crispendorf. 1 Silberreiher hielt sich an diesem Tag an der Saale bei Ziegenrück auf. 5 Silberreiher wurden am 11.12. südöstlich von Kirschkau gesehen. Dazu kam an diesem Tag 1 Ind. an der Talsperre Lössau, wo am 31.12. nochmals 1 Silberreiher beobachtet werden konnte (alle P. Neupert). Wiederum bei Blankenberg zählte I. Hermann an diesem Tag 4 Ind. 1 Silberreiher wurde vom selben Beobachter am 16.12. in Wurzbach notiert. Ebenfalls 1 Ind. sah V. Vopel am 17.12. am Alten Teich bei Pörmitz. Die Höchstzahl von 6 Ind. zählte P. Neupert am 18.12. an der Talsperre Lössau. 1 Ind. überflog am 22.12. Wurzbach (S. Hermann). Am südöstlichen Ortsrand von Töpen konnte K. Spindler am 23.12. 4 Silberreiher feststellen. 2 Ind. sah K. Horn am 28.12. über Schönbrunn. Ebenda meldete S. Kästner an diesem Tag nochmals 4 Ind. Der sich seit Ende Oktober in Ziegenrück aufhaltende Schwarzstorch wurde auch noch am 10.12. dort festgestellt (P. Neupert).

An der Talsperre Lössau sah P. Neupert am 11.12. 2 Seeadler. Ebenfalls 2 Seeadler meldete V. Vopel am 17.12. vom Großen Pörmitzteich. 2 Rotmilane überflogen am 3.12. Oettersdorf (V. Vopel). M. Schulze meldete am 4.12. 4 ziehende Rotmilane über Liebschütz, wo er am 5.12. nochmals 1 Ind. sah. 1 Ind. überflog am 7.12. Wurzbach (I. Hermann). P. Neupert hatte Beobachtungen von jeweils 1 Ind. am 3.12., 4.12.,5.12. und letztmalig am 11.12. im Gebiet Lössau - Schleiz. M. Schulze sah am 18.12. nochmals 1 Ind. über Liebschütz und M. Kohl notierte an diesem Tag 4 nach SW ziehende Rotmilane über Bad Lobenstein. 12 Mäusebussarde überflogen am 4.12. Liebschütz nach W. (M. Schulze). 1 Rauhfußbussard notierte I. Hermann am 15.12. bei Wurzbach. 1 Ind. sah R. Walther am 16.12. bei Ebersdorf. Den dritten Nachweis brachte wiederum I. Hermann am 29.12. mit 1 Ind. bei Wurzbach. S. Kästner konnte am 30.12. 1 Wanderfalken über dem Staatsbruch Lehesten beobachten. Auf einem Feld am Katzentümpel waren am 17.12. 2 Kraniche auf Nahrungssuche (V. Vopel). Auf einer Ruderalflur an der Bleilochtalsperre bei Kloster war in der Zeit vom 13.12. bis 17.12. 1 Kiebitz zu sehen. Das war der fünfte Nachweis der Art im Dezember im Gebiet. 5 Bleßrallen stellten K. u. M. Ostermann am 5.12. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer fest. 4 Ind. sah I. Hermann am 7.12. ebenda. Nochmals 4 Ind. waren es am 12.12. bei Kloster. Hier konnten bis Monatsende 3 Ind. festgestellt werden. 2 Teichrallen waren am 5.12. bei -5° C und geschlossener Schneedecke an der Saale bei Blankenberg zu beobachten. 1 Ind. war es noch am Folgetag ebenda (beide S. Fiedler). Gezielte Nachsuche brachte durch S. Kästner erneut Nachweise von Zwergschnepfe und Bekassine. So fand er am 27.12. 2 Bekassinen am Krämerfeld bei Frössen und 1 Zwergschnepfe in der Ruhe nahe Neundorf (bei Schleiz). Hier konnte er am 30.12. nochmals 3 Ind. nachweisen. Ebenfalls drei Zwergschnepfen wurden von ihm am 29.12. am Krämerfeld bei Frössen und 1 Ind. in der Sumpfwiese Helmsgrün gefunden. Auf dem weitgehend vereisten Bad Lobensteiner Stadtteich ruhten am 6.12. 2 Sturmmöwen (M. Kohl). Eine unbestimmte Großmöwe (Silbermöwe?) meldeten K. u. M. Ostermann am 27.12. vom Ausgleichsbecken Burgkhammer. Der 27.12. brachte die Beobachtung einer Ringeltaube bei Zoppoten. Einen Waldkauz hörte K. Horn am 13.12. im Pohlig bei Ebersdorf. M. Schneider konnte am 8.12. am Friesauer Mühlteich erneut einen Eisvogel beobachten. 2 Eisvögel sah P. Neupert am 10.12. an der Saale bei Ziegenrück. 1 Eisvogel meldete I. Hermann am 11.12. von der Saale bei Blankenberg. Am Pfotenteich im Park Ebersdorf beobachteten K. u. W. Hillebrand am 13.12. 1 Eisvogel. Für den 17.12. meldete V. Vopel 1 Ind. vom Großen Pörmitzteich. M. Kohl stellte am 29.12. 1 Eisvogel am Ausgleichsbecken Grochwitz fest. Für Wurzbach meldete I. Hermann am 7.12. eine Mittelspecht-Beobachtung. K. Däumler machte eine solche am 16.12. in Lückenmühle. Ein intensiv trommelnder Kleinspecht war am 16.12. in der Nähe der Sperrmauer der Bleilochtalsperre zu hören. Am 17.12. waren es 2 Ind. Bei der Rabenkrähe gab es kaum Meldungen von großen Ansammlungen. Mehr als 50 Ind. zählte lediglich I. Hermann am 29.12. mit 51 Rabenkrähen. Etwa 150 Dohlen notierte derselbe Beobachter am 17.12. auf einem Feld bei Oberlemnitz. An der Fütterung von M. Schulze in Liebschütz waren ab dem 9.12. wiederholt 2 Tannenhäher zu sehen. Den mit 14 Ind. größten Trupp Schwanzmeisen sah R. Müller am 28.12. am Stausee bei Saaldorf. Seidenschwanz-Beobachtungen gelangen im Gebiet letztmalig 2020. Nun sah K. Däumler 1 Ind. am 14.12. am Ortsrand von Lückenmühle. Am 24.12. konnte sie ebenda nochmals 2 Ind. beobachten. Wasseramseln wies P. Neupert am 10.12. mit 4 Ind., am 13.12. mit 2 Ind. und am 30.12. mit 1 Ind. an der Saale bei Ziegenrück, mit je 1 Ind. am 11.12. und 18.12., 2 Ind. am 31.12. an der Talspere Lössau und 1 Ind. am 15.12. an der Wisenta bei Langenbuch nach. Stare waren während des gesamten Monats zu beobachten. Singende Stare wurden in Remptendorf ab dem 18.12. mehrfach gehört (K. u. M. Ostermann). Größere Trupps meldeten P. Neupert am 11.12. und 16.12. mit 52 bzw. ca. 50 Ind. in Lössau, L. Knäschke bis zum 21.12. mit 45 Staren in Dörflas und K. Däumler mit 59 Ind. am 28.12. in Lückenmühle. Die größte Ansammlung wurde am 29.12. mit etwa 150 Ind. in den Helmsgrüner Hofgelängen gesehen. Mit diesen waren ca. 100 Wacholderdrosseln vergesellschaftet (beide S. Kästner). Von der Wacholderdrossel wurden ebenfalls etwa 100 Ind. am 31.12. aus Langenbuch gemeldet und 120 Ind. am selben Tag in Lössau gesehen (beide P. Neupert). An der Futterstelle bei K. Däumler in Lückenmühle kam es zu nicht alltäglichen Amsel-Ansammlungen. Dabei wurden am 3.12. max. 29 Ind. gezählt. 1 Misteldrossel meldete K. Horn am 9.12. aus Schönbrunn. Im Saaletal bei Burgk konnten K. u. M. Ostermann am 5.12. 2 Hausrotschwänze feststellen. Am 6.12. sah V. Vopel 1 Ind. in Schleiz. 1 Hausrotschwanz hielt sich noch am 16.12. am Stausee bei Kloster auf. An einer Fütterung in Wurzbach war mehrfach 1 Heckenbraunelle zu beobachten (I. Hermann). 2 Gebirgsstelzen waren am 12.12. am Friesaubach in Friesau auf Nahrungssuche (K. Spindler). An Fütterungen in Wurzbach wurden mehrfach bis zu 19 Gimpel gezählt (I. Hermann). Einen "Trompetergimpel" hörte M. Kohl am 29.12. bei Isabellengrün. 20 Kernbeißer zählte K. Däumler am 16.12. an ihrer Fütterung in Lückenmühle. Am 24.12. waren es nochmals 19 Ind. Etwa 25 Fichtenkreuzschnäbel waren am 23.12. in einer Fichtengruppe am Ortsrand von Ebersdorf auf Nahrungssuche (R. Reichel). Weitere größere Trupps meldete S. Kästner am 25.12. mit 9 Ind. aus Schönbrunn, am 27.12. mit 21 Ind. aus der Frössener Flur und am 29.12. mit 17 Ind. vom Speicher Blintendorf. 55 Goldammern zählte M. Kohl am 24.12. nördlich von Remptendorf.

2. Dezember 2023
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Beobachtungen im November 2023

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

4 Höckerschwäne waren seit dem 2.11. auf der Saale bei Blankenberg zu sehen (S. Fiedler; I. Hermann). 16 Ind. zählte am 2.11. M. Schulze am Fernmühlenwehr in Ziegenrück. 14 Höckerschwäne hielten sich am 12.11. zwischen Walsburg und Ziegenrück auf (P. Neupert). Zudem notierte I. Hermann am 11.11. 1 Ind. auf Glücks Teich in Dobareuth. 2 Höckerschwäne sah V. Vopel am 12.11. auf den Teichen am Probst zwischen Pörmitz und Dittersdorf. Weitere Höckerschwäne wurden am 23.11. mit 1 Ind. und am 26.11. mit 2 Ind. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre gesehen. Ebenfalls 2 Höckerschwäne notierte I. Hermann am 28.11. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer, und 6 Ind. überflogen an diesem Tag Remptendorf nach W (M. Ostermann). Etwa 760 Tundrasaatgänse rasteten am 9.11. auf dem Pfaffenhügel in der Zoppotener Flur (K. Däumler, R. Walther). Am Morgen des 10.11. landeten ebenda nochmals etwa 600 Ind., um dann nach S weiter zu fliegen (R. Walther; K. Horn). Mit den Saatgänsen waren am 9.11. 2 Bleßgänse vergesellschaftet. Weitere 6 Bleßgänse überflogen am 12.11. den Zählpunkt bei Remptendorf. 11 Graugänse wurden am 7.11. am Zählpunkt bei Remptendorf erfasst. Ebenda wurden am 12.11. 13 überfliegende Ind. gezählt. Min. 25 unbestimmte graue Feldgänse überflogen am 3.11. Karolinenfield Richtung SW (K. Horn). Die etwa 35 unbestimmten grauen Feldgänse, die S. Fiedler am Abend des 7.11. im Saaletal bei Blankenberg sah, waren vermutlich auf Schlafplatzsuche. Nilgänse wurden zum Ende des Monats häufiger und in steigender Anzahl gemeldet (I. Hermann; M. Kohl; K. u. M. Ostermann; V. Vopel; R. Walther). Max. zählte R. Walther am 27.11. 14 Ind. 0,1 Krickente notierte I. Hermann am 3.11. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer. 0,2 Ind. waren am 15.11. und 27.11. auf dem Speicher Pfotenbach zu sehen. 3,4 Schnatterenten rasteten am 19.11. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre. Am 24.11. waren es 1,2 Ind. Mit diesen war an beiden Tagen 1,0 Pfeifente vergesellschaftet. Min. 150 Stockenten waren am 3.11. auf dem Kalkteich zu sehen (I. Hermann). Ebenso viele meldete R. Müller am 11.11. von diesem Gewässer. Auf einem der Eliasbrunner Klärteiche ruhten am 3.11. 72 Stockenten. Auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer wurden mehr als 100 Stockenten nur am 7.11. mit 132 Ind. von K. u. M. Ostermann festgestellt. Ebenfalls mehr als 100 Ind. wurden auf der Bleilochtalsperre erstmals am 24.11. mit 142 Ind. bei Kloster notiert. Die ersten 2,0 Schellenten wurden am 19.11. auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch gesehen. Bei der zweiten Beobachtung hielt sich am 26.11. 1,0 Ind. ebenda auf. Auf der Klosterplatte rasteten am 17.11. (F. Seeliger) und 19.11. (R. Walther) 4 Tafelenten. Sie waren am 19.11. mit 73 Reiherenten vergesellschaftet. Weitere Nachweise der Reiherente gelangen auf dem Speicher Zoppoten (max. 10 Ind., R. Reichel), auf den Ausgleichsbecken Burgk (max. 9 Ind.) und Ausgleichsbecken Grochwitz (max. 6 Ind., K. u. M. Ostermann), auf dem Kleinen Pörmitzteich (6 Ind., V. Vopel) sowie auf dem Speicher Friesaugrund, dem Speicher Pfotenbach und den Eliasbrunner Klärteichen (I. Hermann; R. Müller; R. Walther). Ein Haubentaucher wurde seit dem 19.11. an allen Beobachtungstagen auf der Klosterplatte gesehen. Weitere 4 Ind. hielten sich am 26.11. und 3 Ind. am 27.11. an der Kösperaleite der Bleilochtalsperre bei Röppisch auf. Auf der Saale bei Blankenberg sah S. Fiedler am 2.11. 2 Zwergtaucher. Am 7.11. zählte er ebenda 5 Ind., am 14.11. waren es 10 Zwergtaucher. Durch die milden Temperaturen waren Zwergtaucher auch abseits der Saale noch mehrfach anzutreffen. 4 Ind. wurden bis zum 24.11. auf dem Ruhteich bei Remptendorf beobachtet. 5 Ind. waren es bei teilweiser Vereisung am 26.11. ebenda. Jeweils 2 Zwergtaucher wurden am 17.11. auf dem Speicher Pfotenbach und Speicher Zoppoten gesehen. 1,0 Gänsesäger stellte I. Hermann am 3.11. nahe der Sperrmauer Burgkhammer fest. 1,8 Ind. wurden am 8.11., 3,4 Ind. am 15.11. auf der Talsperre Lössau gesehen (P. Neupert). 3,2 Ind. sah V. Vopel am 12.11. auf dem Großen Pörmitzteich. 0,1 Ind. ruhte am 23.11. auf der Bleilochtalsperre unweit der Sperrmauer. S. Fiedler meldete die Beobachtung von 1,1 Gänsesägern auf der Saale in Blankenstein. 0,3 Gänsesäger landeten am 26.11. auf der Bleilochtalsperre nahe Isabellengrün. Ebenfalls 3 Ind. (1,2) rasteten am 27.11. kurzzeitig auf dem Brauhausteich in Ebersdorf (U. Haußner). Der erste Sterntaucher konnte am 26.11. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre beobachtet werden.

Am alten Schlafplatz bei Burgk wurden mehrfach Kormorane erfasst. Max. zählte I. Hermann hier am 3.11. 23 Kormorane. Am Speicher Oettersdorf wurde am 12.11. die Höchstzahl mit 36 Ind. erreicht (V. Vopel). 40 Ind. waren am 16.11. auf der Bleilochtalsperre zwischen Sperrmauer und Remptendorfer Bucht zu sehen. Am 23.11. ruhten 36 Kormorane am Ufer der Bleilochtalsperre an der Kösperaleite. Graureiher waren regelmäßig, dabei aber meist nur in geringer Anzahl zu beobachten. Das Max. von 5 Ind. meldeten V. Vopel am 12.11. von den Teichen am Probst zwischen Pörmitz und Dittersdorf sowie I. Hermann am 22.11. von der Saale bei Blankenberg. Weitere Nachweise gelangen an der Bleilochtalsperre (I. Hermann; R. Walther), an beiden Ausgleichsbecken (I. Hermann; K. u. M. Ostermann; R. Walther) und entlang der Saale zwischen Walsburg und Ziegenrück (P. Neupert). Abseits der Saale konnten Graureiher an allen kontrollierten Gewässern oder bei der Nahrungssuche auf Grünland nachgewiesen werden (I. Hermann; K. u. W. Hillebrand; M. Kohl; K. u. M. Ostermann; K. Spindler; V. Vopel; R. Walther) Südlich Schönbrunn war am 3.11. 1 Silberreiher auf Nahrungssuche (K. Horn). B. Wurzbacher meldete 3 Ind., die sie am 5.11. an einem Teich in Lückenmühle beobachten konnte. Ebenfalls 3 Silberreiher stellte S. Fiedler am 7.11. an der Saale bei Blankenberg fest. Hier fand I. Hermann am 22.11. noch 1 Ind. Wiederum 3 Ind. sah P. Neupert am 8.11. und 15.11. an der Talsperre Lössau sowie jeweils 2 Silberreiher an diesen Tagen am Goldbachteich bei Lössau. Hier war in den Folgetagen noch 1 Ind zu sehen. Für das Gebiet Pörmitz - Oettersdorf brachte V. Vopel vier Nachweise mit max. 6 Ind. am 12.11. am Speicher Oettersdorf. 1 Silberreiher war am 14.11. am Goldbach bei Bad Lobenstein auf Nahrungssuche (C. u. W. Hillebrand). 2 Ind. überflogen am 19.11. die Klosterplatte flussaufwärts. Einen Silberreiher sah K. Horn an diesem Tag unweit des Ebersdorfer Parks. 1 Ind. hielt sich am 27.11. am Ruhteich bei Remptendorf auf. Über Wurzbach war am 30.11. 1 Ind. zu sehen (I. Hermann). 3 Weißstörche, die am 5.11. das Gebiet nordöstlich Remptendorf überflogen, konnte M. Kohl im Bild festhalten. Der Ende Oktober von L. Knäschke gemeldete Schwarzstorch wurde am 5.11. von W. Schmidt erneut an der Saale in Ziegenrück gesehen. Kurz nacheinander überflogen am 9.11. 1,1 und 1,0 Kornweihen die südliche Remptendorfer Flur. K. Däumler sah am 12.11. 1,0 Kornweihe nördlich Lückenmühle. Ein Seeadler überflog am 8.11. den Zählpunkt bei Remptendorf. Zwei Seeadler rasteten am 14.11. auf einem Saatfeld westlich Remptendorf (A. Pasold; R. Walther). Beim dritten Nachweis wurde am 17.11. 1 Seeadler über der Klosterplatte gesehen. Am 24.11. landete 1 Seeadler an den Trebenteichen westlich von Remptendorf. Rotmilane traten im November auch in der zweiten Monatshälfte noch regelmäßig und in größerer Anzahl im Gebiet auf. Neben vielen Einzelnachweisen kamen größere Gruppen zur Beobachtung. Mit 21 ziehenden Rotmilanen sah I. Hermann am 3.11. den größten Trupp der Art über Bad Lobenstein. Am 4.11. überflogen 11 (7 + einzelne), am 5.11. 12 (7 + einzelne) und am 6.11. nochmals 12 (9 + einzelne) Rotmilane den Zählpunkt bei Remptendorf. Ein mit 13 Rotmilanen weiterer großer Trupp wurde am 13.11. von R. Rosenkranz über Burgk gesehen. Nochmals 7 Rotmilane überflogen am 17.11. den südlichen Ortsrand von Remptendorf. Weitere 6 Ind. sah K. Ostermann am 24.11. wiederum über Remptendorf. 4 Ind. überflogen Lössau am 26.11. nach SW (P. Neupert). Derselbe Beobachter sah am 27.11. nochmals 8 Ind. bei Schleiz, und M. Schulze stellte 2 Rotmilane über Liebschütz fest. Die letzten Nachweise brachten am 28.11. R. Müller mit 3 Ind. über Bad Lobenstein und M. Ostermann mit 2 Ind. über Remptendorf. Den wohl spätesten Schwarzmilan des Jahres meldete M. Schulze. Er sah am 6.11. 1 Ind. über Liebschütz. Ein Rauhfußbussard war am 7.11. über dem Zählpunkt bei Remptendorf zu sehen. Ein nach S ziehender Merlin wurde am 12.11. am Zählpunkt bei Remptendorf erfasst. Beim zweiten Nachweis jagte 1 Ind. an einer Fütterung am Ortsrand von Remptendorf (K. Ostermann). 11 Kraniche auf dem Flug nach SW sah F. Seeliger am 7.11. über Bad Lobenstein. Nachweise der Bleßralle liegen überwiegend vom Ruhteich bei Remptendorf vor. Hier waren zeitweise 6 Ind. anwesend (K. u. M. Ostermann; R. Walther). Die letzte Beobachtung gelang am 26.11. mit 6 Ind. 1 Bleßralle stellte I. Hermann am 20.11. auf den Eliasbrunner Klärteichen fest. 2 Ind. hielten sich bis Monatsende auf dem Speicher Pfotenbach auf (R. Müller; R. Walther). 5 Teichrallen sah S. Fiedler am 7.11. an und auf der Saale bei Blankenberg. Ebenda zählte er am 14.11. 6 Ind. I. Hermann meldete 24 Kiebitze, die am 4.11. die Wurzbacher Flur überflogen. 8 Ind. rasteten am 11.11. südlich Friesau (K. Spindler). Je 1 Waldschnepfe fand F. Seeliger am 5.11. und 10.11. in einem Feuchtwaldstück westlich Friesau. 7 Lachmöwen landeten am 26.11. auf der Klosterplatte. Eine Mittelmeermöwe sah R. Müller am 12.11. an der Bleilochtalsperre bei Saaldorf. Von der nur ausnahmsweise bei uns auftretenden Mantelmöwe kam 1 Ind. am 19.11. an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre zur Beobachtung. Mit etwa 1200 Ringeltauben wurde am 5.11. bei Remptendorf der letzte große, mehr als 1000 Ind. zählende Flug der Art im November gesehen. Insgesamt wurden bei den diesjährigen Zugbeobachtungen, die zwischen dem 2.9. und 12.11. an 67 Tagen wiederum auf dem Friesauer Hügel bei Remptendorf erfolgten, 78.700 Ringeltauben erfasst. Weitere, mit ca. 400 Ind., ca. 400 Ind. und ca. 300 Ind. bemerkenswerte Flüge sahen K. u. M. Ostermann noch am 14.11. bei Remptendorf. Die späteste Ringeltauben-Beobachtung meldete P. Neupert, der am 26.11. noch 8 Ind. bei Löhma sah.

Mittelspecht (Leiopicus medius)
(Photo: R. Müller)
M. Schneider meldete am 14.11. 1 Eisvogel vom Mühlteich Friesau. An diesem Tag wurde auch 1 Ind. am Ruhteich und am 16.11. 1 Eisvogel an Grafs Teich bei Remptendorf gesehen. Vom Mittelspecht, spärlicher Brutvogel im Gebiet, wurden drei Nachweise gemeldet. K. Horn sah am 13.11. 1 Ind. nahe des Ebersdorfer Parks. R. Müller fotografierte am 28.11. 1 Ind. in Bad Lobenstein. Ein Mittelspecht war am 29.11. an einer Fütterung in Lückenmühle zu sehen (K. Däumler). P. Neupert sah am 17.11. 1 Raubwürger zwischen Lössau und Langenbuch. Min. 100 Rabenkrähen waren am 3.11. östlich Bad Lobenstein auf Nahrungssuche (I. Hermann). Einen ebenso großen Trupp sowie weitere 300 Ind. sah derselbe Beobachter am 4.11. bei Wurzbach. Die Anzahl der am 2.11. Schönbrunn überfliegenden Saatkrähen gab K. Horn mit 150 Ind. an. Mit 753 Ind. in mehreren Flügen wurde am 3.11. am Zählpunkt bei Remptendorf die größte Anzahl ziehender Saatkrähen erfasst. Bis Ende der Zählungen am 12.11. kamen täglich weitere Saatkrähen in meist kleineren Trupps zur Beobachtung. Etwa 140 Dohlen kreisten am 24.11. über dem Stadtzentrum von Schleiz (V. Vopel). 12 Elstern waren am 6.11. bei Wurzbach auf Nahrungssuche (I. Hermann). 15 Trupps mit insgesamt 126 Kohlmeisen wurden am 8.11. innerhalb 110 Min. am Zählpunkt bei Remptendorf erfasst. 30 Ind. sahen K. u. M. Ostermann am 21.11. bei Burgkhammer. 10 Schwanzmeisen notierte M. Kohl am 4.11. östlich Remptendorf. 13 Schwanzmeisen querten am 5.11. den Zählpunkt bei Remptendorf. 3 Wasseramseln stellte P. Neupert am 12.11. an der Saale oberhalb Ziegenrück fest. Auffallender Feldlerchenzug war am 3.11. zu verzeichnen, als innerhalb 70 min. 25 Trupps mit insgesamt ca. 756 Ind. den Zählpunkt bei Remptendorf überflogen. Einen verspäteten Zilpzalp konnte I. Hermann am 30.11. in Wurzbach nachweisen. Etwa 500 Stare zählte ein Schwarm, den I. Hermann am 3.11. bei Oberlemnitz feststellen konnte. Etwa 600 Ind. umfasste ein Flug am 7.11. am Zählpunkt bei Remptendorf. Zwei Schwärme mit zusammen 600 Staren sahen K. u. M. Ostermann am 14.11. bei Oßla. Etwa 200 Stare wurden am 22.11. von P. Neupert bei Crispendorf festgestellt. Weitere Beobachtungen meist einzelner Ind. wurden noch bis Ende des Monats gemeldet, wobei der ganztägige Nachweis von 20 Staren an einer Hühnerfütterung in Liebengrün am 30.11. hervorzuheben wäre (K. Däumler). Etwa 300 Wacholderdrosseln waren am 22.11. am Bahnhof Ebersdorf auf Nahrungssuche. Zu ihnen hatten sich 30 Rotdrosseln gesellt (beide M. Ostermann). Bei Zoppoten rasteten am 10.11. 1 + 2 Bergpieper. Drei Schwarzkehlchen stellte V. Vopel am 12.11. am Speicher Oettersdorf fest. S. Fiedler sah noch am 14.11. 1 Ind. im Krämerfeld bei Frössen. C. u. W. Hager konnten in Liebschütz bis zum 26.11. bei -3° C und dünner Schneedecke 1 Hausrotschwanz beobachten. Eine letzte Bachstelze wurde am 16.11. bei Remptendorf gesehen. Eine Gebirgsstelze war am 8.11. an der Talsperre Lössau auf Nahrungssuche, 2 Ind. waren es am 15.11. ebenda (beide P. Neupert). Eine weitere Beobachtung machte R. Müller mit 1 Ind. am 12.11. an der Selbitz in Blankenstein. Buchfinken wurden bei den Zugbeobachtungen (siehe Ringeltaube) mit etwas mehr als 54.000 Ind. erfasst. Mit 35 Ind. wurde der größte Trupp Grünfinken am 22.11. von M. Ostermann am Bahnhof Ebersdorf notiert. Verstärktes Auftreten des Fichtenkreuzschnabels vermerkte I. Hermann im Frankenwald im Gebiet um Wurzbach. Dabei konnten mehrfach Trupps mit mehr als 10 Ind. und maximal 35 Ind. festgestellt werden. K. u. M. Ostermann notierten am 21.11. auf einer Stoppel westlich Remptendorf etwa 100 Goldammern.

1. November 2023
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Beobachtungen im Oktober 2023

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Auf Glücks Teich bei Dobareuth schwammen am 5.10. 2 ad. und 5 dj. Höckerschwäne (I. u. J. Schmidt). Auf der Saale zwischen Walsburg und Ziegenrück zählte P. Neupert am 14.10. 11 Höckerschwäne. 8 Ind. notierte V. Vopel am 16.10. auf dem Kleinen Pörmitzteich. Die Nilgans, von der in den Vormonaten noch Trupps von über 100 Ind. gemeldet worden waren, hat sich rar gemacht. Die Anwesenheit von bis zu 4 Ind. dokumentierte M. Kohl für den Stadtteich Bad Lobenstein. Ebenfalls 4 Ind. zählten S. Kästner und R. Walther am 22.10. über der Zoppotener Flur. 2 Nilgänse wurden mehrfach auf dem Kalkteich bei Schönbrunn gesehen (I. Hermann; R. Müller). Ebenfalls 2 Ind. sahen S. Kästner am 30.10. auf den Staudenteichen bei Remptendorf und V. Vopel am 15.10. auf dem Rehwiesenteich nördlich Oettersdorf. Mit 8 Ind. wurde das Max. am 28.10. am Ufer BLT bei Kloster erreicht. Am 9.10. überflogen 10 Graugänse den Zählpunkt bei Remptendorf nach Süden. Etwa 30 unbestimmte graue Gänse meldete I. Hermann am 17.10. aus der Wurzbacher Flur. Krickenten wurden am 11.10. und 24.10. mit jeweils 5 Ind. von der Talsperre Lössau gemeldet (P. Neupert). 2 Ind. sahen K. u. M. Ostermann am 24.10. auf dem AB Grochwitz nahe Burgk. Ebenfalls 2 Krickenten waren am 28.10. auf dem Speicher Pfotenbach zu sehen (S. Kästner; R. Walther). 47 Stockenten zählte I. Herman am 3.10. auf dem kleinen Mödlareuther Dorfteich. In der zweiten Monatshälfte stiegen die Ansammlungen auf etwa 150 Stockenten am 21.10. auf dem Kalkteich (I. Hermann), und ebenso viele kamen auf dem Speicher Oberlemnitz zusammen (K. Däumler; I. Hermann; S. Kästner). Auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz zählten K. u. M. Ostermann am 24.10. die mit 70 Ind. größte Ansammlung auf der Saale. Reiherenten-Beobachtungen wurden nur wenige gemeldet. Lediglich V. Vopel hatte am 16.10. mit 29 Ind. eine größere Ansammlung auf dem Kleinen Pörmitzteich. Auf den Eliasbrunner Klärteichen sah I. Hermann letztmalig am 1.10. 0,2 Ind. Weitere Nachweise gab es am 3.10. mit 1,2 Ind. auf dem Speicher Friesauer Grund und 4,3 Ind. auf dem Ruhteich. Hier kamen nochmals 3 Ind. am 24.10. (K. u. M. Ostermann) und 2 Ind. am 26.10. (K. Däumler) zur Beobachtung. Auf dem Speicher Pfotenbach, wo die Art durchgängig anwesend war, meldete R. Müller am 14.10. mit 10 Ind. das Max. und zählten S. Kästner bzw. R. Walther am 28.10. noch 5 Reiherenten. Beim einzigen Nachweis der Tafelente notierte V. Vopel am 16.10. 1,1 Ind. auf dem Kleinen Pörmitzteich. In der Remptendorfer Bucht der Bleilochtalsperre konnten S. Kästner und R. Walther am 22.10. die ersten 2,3 Gänsesäger des Herbstes für dieses Gewässer feststellen. 14 weibchenfarbige, vermutlich diesjährige Gänsesäger, beobachteten K. u. M. Ostermann am 24.10. unmittelbar unterhalb der Staumauer Burgkhammer. 0,2 Ind. notierte P. Neupert an diesem Tag auf der Talsperre Lössau. Zwei Zwergtaucher-Nachweise brachte P. Neupert mit der Beobachtung von 2 Ind. am 14.10. auf der Saale bei Ziegenrück und mit 1 Ind. am 24.10. auf der Talsperre Lössau. Die einzige Beobachtung auf dem Speicher Zoppoten machte R. Müller am 14.10. mit 1 Ind. Auf dem Ruhteich bei Remptendorf sahen K. Däumler (18.10) und R. Walther (20.10.) je einen, K. u. M. Ostermann am 24.10. 5 Zwergtaucher. S. Kästner meldete die Beobachtung eines Zwergtauchers am 28.10. auf dem Speicher Pfotenbach. Mit 19 Graureihern zählten I. u. J. Schmidt am 12.10. die größte Ansammlung des Monats am Roten Kreuz bei Gefell. Weitere Trupps mit mehr als 5 Ind. notierten P. Neupert am 11.10. mit 8 Ind. an der Talsperre Lössau, sowie mit jeweils 7 Ind. R. Müller am 14.10. bei Saaldorf und K. u. W. Hillebrand am 29.10. südlich Schönbrunn. Meldungen von einzelnen Graureihern liegen von den meisten der kontrollierten Gewässer vor (K. Däumler; K. u. R. Friedrich; I. Hermann; S. Kästner; M. Kohl; P. Neupert; K. u. M. Ostermann; V. Vopel; R. Walther). Auch in diesem Monat sind Nachweise des Silberreihers im südlichen Beobachtungsgebiet selten. 4 Ind. stellten I. u. J. Schmidt am 10.10. bei Gefell fest. 1 Silberreiher hielt sich am 13.10. an der Bleilochtalsperre bei Saaldorf auf (K. u. R. Friedrich). K. Däumler sah 1 Ind. am 18.10. am Ruhteich bei Remptendorf. 11 Silberreiher überflogen am 22.10. den Zählpunkt bei Remptendorf, 2 Ind. waren es am 26.10. (beide S. Kästner, R. Walther). Im nördlichen Beobachtungsgebiet, hier ist von einer durchgängigen Anwesenheit auszugehen, wurden größere Trupps gemeldet. Am 7.10. sah P. Neupert 18 Ind. bei Crispendorf. Weitere Nachweise brachte derselbe Beobachter von der Talsperre Lössau mit 8 Ind. am 11.10. und 11 Ind. am 24.10. sowie mit 3 Ind. am 20.10. bei Lössau. Die größte Ansammlung meldete V. Vopel, als er am 15.10. 23 Silberreiher bei Pörmitz zählte. Derselbe Beobachter sah dann am 16.10. weitere 10 Ind. westlich Oettersdorf. Einen sehr späten Nachweis eines Schwarzstorches meldete L. Knäschke. Er sah am 25.10. 1 dj. Ind. an der Saale in Ziegenrück. Der Vogel soll sich bereits am Vortag und auch in den Folgetagen dort aufgehalten haben.

Ringeltauben (Columba palumbus)
(Photo: S. Fiedler)
8 Rotmilane konnten I. u. J. Schmidt am 7.10. auf bzw. über einem Feld bei Dobareuth beobachten. 12 Ind. wurden am 5.10. über dem Zählpunkt bei Remptendorf erfasst. 14 Ind. waren es am 10.10. ebenda. Über Ullersreuth wurden am 11.10. von I. Hermann 11 Rotmilane gezählt. 7 Ind. waren es am 13.10. über Lössau (P. Neupert) und Crispendorf (L. Knäschke). 8 Ind. überflogen am 15.10. die Lückenmühler Flur (K. Däumler). 22 Rotmilane zählten I. u. J. Schmidt an diesem Tag über dem Saaletal bei Ullersreuth. Am 17.10. wurden erneut 12 Ind. am Zählpunkt bei Remptendorf erfasst. Weitere 14 Ind. waren es am 24.10., die Remptendorf nach Südwesten überflogen (M. Ostermann; R. Walther). Ein Trupp von 5 Ind. wurde noch am 29.10. von M. Kohl östlich von Remptendorf gesehen. Vom Schwarzmilan liegt eine Meldung vor. R. Müller sah am 12.10. 1 Ind. bei Lössau. 0,1 Kornweihe war am 15.10. über dem Zählpunkt bei Remptendorf zu sehen (R. Walther), desgleichen am 22.10. (S. Kästner; R. Walther). K. Horn sah 2 weibchenfarbige Rohrweihen am 7.10. über Schönbrunn ziehend nach Südwesten. 0,1 Ind. wurde im Rahmen der Zugvogelerfassung am 11.10. bei Remptendorf gesehen. R. Reichel meldete 1 Rauhfußbussard, den sie am 4.10. über dem östlichen Ortsrand von Ebersdorf sah. Ein zweiter Vogel überflog am 10.10. den Zählpunkt bei Remptendorf. Ein weiterer Rauhfußbussard konnte am Folgetag ebenda erfasst werden. Augenfälligen Zug gab es beim Mäusebussard am 25.10. mit 13 Ind. über dem Zählpunkt bei Remptendorf. Ein Wanderfalke war am 10.10. am Zählpunkt bei Remptendorf zu sehen. Hier gelang am 15.10. ein zweiter Nachweis. S. Kästner und R. Walther konnten am 29.10. den dritten Nachweis eines Wanderfalken am Zählpunkt bringen. Am 5.10. wurde erneut ein Rotfußfalke am Friesauer Hügel bei Remptendorf festgestellt. Ebenda wurde am 14.10 der erste Merlin des Herbstes gesehen. 10 Kiebitze überflogen am 3.10. den Zählpunkt bei Remptendorf. 2 Ind. waren es am 11.10. ebenda. Etwa 90 Kiebitze wurden dann hier nochmals am 12.10. erfasst. Den mit etwa 150 Kiebitzen größten Flug konnte K. Spindler am 14.10. südlich Friesau notieren und im Bild festhalten. Tags darauf waren es 28 Ind., die derselbe Beobachter ebenda zählte. 87 Kiebitze notierte V. Vopel am 16.10. westlich Oettersdorf. Am 30.10. wurden etwa 50 Ind. über Schönbrunn gesehen (S. Kästner) und am 31.10. überflogen nochmals 22 Kiebitze den Zählpunkt bei Remptendorf (S. Kästner, R. Walther). Je 1 Waldschnepfe fand S. Kästner am 29.10. in der Grünhute bei Liebengrün sowie am 30. 10. auf dem Kuhberg bei Remptendorf. Bei Kontrollen des Krämerfeldes bei Frössen wurden am 21.10. 1 Bekassine und 1 Zwergschnepfe, am 28.10. 1 Bekassine, am 29.10. 3 Bekassinen und 1 Zwergschnepfe festgestellt. Weitere gezielte Suche brachte am 26.10. 4 Zwergschnepfen und am 30.10. 2 Bekassinen an Jakobs-Teichen bei Neundorf (bei Schleiz). Auf dem Zschörnickel bei Möschlitz rasteten am 26.10. 2 Bekassinen. Hier wurde am 30.10. neben weiteren 3 Bekassinen 1 Dunkler Wasserläufer bei der Nahrungssuche in einem entleerten Teich festgestellt. An den Staudenteichen bei Remptendorf wurde am 26.10. 1 Bekassine erfasst, dito am 29.10. am unweit gelegenen Delleteich. 1 Bekassine und 1 Zwergschnepfe wurden am 28.10. an den Teichen auf dem Lerchenhügel bei Ziegenrück gefunden (alle S. Kästner). Drei Grünschenkel stellte S. Fiedler am 25.10. an der Saale bei Blankenberg fest. Im entleerten Speicher Mönchgrün waren am 26.10. 2 Waldwasserläufer auf Nahrungssuche (S. Kästner). Der 17.10. war der stärkste Zugtag bei der Ringeltaube seit Beginn unserer Punktzählungen auf dem Friesauer Hügel. Innerhalb 175 min. passierten mehr als 32.300 Vögel diesen Zählpunkt bei Remptendorf. 4 Türkentauben sah I. Hermann am 3.10. in Ullersreuth. Die durchgängige Anwesenheit von 4 Ind. in Liebschütz zeigen die Meldungen von K. Däumler und M. Schulze. 5 Türkentauben hielten sich ständig auf dem Anwesen von S. Fiedler in Blankenberg auf. Einen Waldkauz hörte K. Däumler am 5.10. am östlichen Ortsrand von Lückenmühle. S. Kästner stellte am 29.10. 1,1 Ind. im Ebersdorfer Park fest. Je einen Eisvogel notierte P. Neupert am 7.10. und 14.10. im Saaleabschnitt Walsburg - Ziegenrück. Ebenfalls am 14.10. sah R. Müller jeweils 1 Ind. am Pfotenteich im Park Ebersdorf und am Speicher Zoppoten. Die ungewöhnlich späte Feststellung eines Wiedehopfes meldete G. Spröh. Er sah noch am 28.10. 1 Ind. auf einer Grünfläche in Bad Lobenstein.

Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra)
(Photo: I. Hermann)
Einen Raubwürger sahen I. u. J. Schmidt am 12.10. bei Gefell. Ein Ind. rastete am 14.10. am Zählpunkt bei Remptendorf. V. Vopel notierte 1 Raubwürger am 16.10. in der Nähe des Kleinen Pörmitzteiches. Während der Punktzählung überflogen am 15.10. 14 Kolkraben den Friesauer Hügel nach Westen. Nahe Schönbrunn stellte I. Hermann am 1.10. etwa 100 Nahrung suchende Rabenkrähen fest. Ebenso viele sah derselbe Beobachter am 3.10. bei Frössen und nochmals am 23.10. westlich Wurzbach. Die mit etwa 200 Rabenkrähen größte Ansammlung sah wiederum I. Hermann am 25.10. Die ersten Saatkrähen meldete S. Kästner am 21.10. mit 34 Ind. aus der Oberlemnitzer Flur. Mehr als 50 Dohlen meldete lediglich V. Vopel mit der Beobachtung von 60 Ind. am 19.10. in Schleiz. 13 Elstern zählte I. Hermann am 4.10. in Wurzbach. Auf 500 Ind. schätzten I. u. J. Schmidt einen Schwarm Stare, der am 1.10. bei Gefell rastete. Etwa 550 Stare waren am 3.10. nahe Umspannwerk Remptendorf zu sehen. Unweit dieser Stelle wurden am 14.10. etwa 800 Ind. festgestellt. Auf jeweils 500 Stare schätzten K. u. R. Friedrich am 18.10. einen Flug bei Ebersdorf sowie K. u. M. Ostermann am 24.10. einen Schwarm westlich Remptendorf. Wiederum 800 Ind. waren es am 25.10. bei Wurzbach (I. Hermann). Die größte Ansammlung meldete R. Müller, der am 14.10. etwa 1000 Ind. auf einer Mahdfläche bei Neundorf (bei Bad Lobenstein) sah. Min. 600 Wacholderdrosseln rasteten am 20.10. westlich Remptendorf. Etwa 400 Ind. sahen K. u. M. Ostermann am 24.10. ebenda. Zwei späte Mehlschwalben wurden noch am 16.10. am Zählpunkt bei Remptendorf registriert. 3 Rauchschwalben waren es am 22.10. ebenda (S. Kästner, R. Walther). 1 Schwarzkehlchen wurde am 11.10. am Zählpunkt bei Remptendorf erfasst. 1,1 Schwarzkehlchen rasteten am 13.10. bei Wurzbach (I. Hermann). Am 27.10. wurde 1 Ind. von S. Kästner bei Röttersdorf gesehen. 1 Steinschmätzer wurde am 6.10. während der Punktzählung auf dem Friesauer Hügel bei Remptendorf notiert. Etwa 500 Buchfinken rasteten am 6.10. bei Juchhöh. Mind. 900 Ind. waren es am 10.10. ebenda. Am 13.10. wurde mit mehr als 800 Buchfinken ein weiterer großer Flug bei Gebersreuth notiert (alle I. u. J. Schmidt). Binnen 2 Stunden überflogen am 9.10. etwa 4500 Buchfinken den Zählpunkt bei Remptendorf. Es ist davon auszugehen, dass dabei nur etwa ein Drittel der den Zählpunkt tangierenden Vögel erfasst werden konnte. Weiteres intensives Zuggeschehen mit mehr als 3000 Buchfinken war am 1.10. (3074 Ind.), 10.10. (3820 Ind.), 15.10. (3711 Ind.) (alle R. Walther) und 22.10. (3362 Ind.) (S. Kästner, R. Walther) zu verzeichnen. Nachdem bereits in der dritten August-Dekade ein Hausgimpel für Lückenmühle gemeldet worden war, lassen die am 7.10. und 21.10. von K. Däumler ebenfalls in Lückenmühle gemachten Beobachtungen erneut auf diesen Vogel schließen. (In einer frühreren Version war von einem Hakengimpel die Rede. Die bis dahin vorliegenden Bilder zeigten den Vogel nicht vollständig, waren etwas unscharf und ließen entsprechende Merkmale erkennen. Neue Aufnahmen zeigen jetzt klar einen Hausgimpel.)

2. Oktober 2023
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Beobachtungen im September 2023

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Die Anwesenheit von max. 10 Höckerschwänen, vor allem den Saaleabschnitt Walsburg - Ziegenrück betreffend, wurde mehrfach gemeldet. Eine für unser Gebiet nicht alltägliche Ansammlung von 47 Ind. sah V. Vopel am 17.9. auf dem Kleinen Pörmitzteich. Am Morgen des 3.9. überflogen 2 Graugänse Remptendorf nach N. Ebenfalls 2 Ind. wurden am 9.9. über dem Friesauer Hügel auf dem Flug nach S erfasst. S. Kästner sah am 30.9. 7 Ind. fliegend bei Remptendorf. K. Horn meldete 12 unbestimmte graue Gänse, die am 4.9. Schönbrunn Richtung NO überflogen. 6 Rostgänse wurden am 29.9. von M. Kohl, M. Ostermann und R. Walther am Zählpunkt bei Remptendorf erfasst. Krickenten-Beobachtungen machten V. Vopel und P. Neupert. Ersterer sah am 17.9. 3 Ind. an den Teichen zwischen Pahnstangen und Pörmitz. Von der Talsperre Lössau meldete P. Neupert die Beobachtung von 8 Ind. am 13.9. und von 6 Ind. am 22.9. Die mit 170 Ind. vorerst größte Stockenten-Ansammlung meldete I. Hermann am 1.9. vom Kalkteich bei Schönbrunn. Während von der Bleilochtalsperre einschließlich ihrer Ausgleichsbecken nur vereinzelte Stockenten-Nachweise vorliegen, sind auf den Dorf- bzw. ortsnahen Teichen größere Ansammlungen anzutreffen. So zählte I. Hermann am 14.9. auf dem nur 200 m² großen Oberlemnitzer Dorfteich 61 Stockenten. Auf einem der gleichgroßen Eliasbrunner Klärteiche sah er an diesem Tag 73 Ind. 71 Stockenten zählte P. Neupert am 13.9. auf den Crispendorfer Dorfteichen (37 Ind. oberer Teich; 34 Ind. unterer Teich). Von den Nachweisen der Reiherente ragt die Beobachtung von 41 (18,23) Ind. heraus, die V. Vopel am 17.9. auf dem Kleinen Pörmitzteich machen konnte. Die Bergente erscheint nur unregelmäßig im Gebiet. 2 dj. Vögel rasteten am 20.9. auf dem Ruhteich bei Remptendorf. Zwei dj. Gänsesäger wurden von K. u. M. Ostermann und A. Franz am 20.9. auf der Saale unterhalb Walsburg gesehen. S. Greim stellte noch am 2.9. einen Schwarzstorch am Tannbach in Mödlareuth fest. Sechs Graureiher waren am 19.9. südlich des Gewerbegebietes Schönbrunn auf Nahrungssuche (K. u. M. Ostermann). 5 Ind. zählte V. Vopel am 17.9. am Speicher Oettersdorf. Silberreiher werden insbesondere im südlichen Beobachtungsgebiet derzeit nur selten festgestellt. So meldeten lediglich K. u. R. Friedrich am 5.9. 4 Ind. aus der Schönbrunner Flur. Im nördlichen Teil unseres Gebietes sah P. Neupert am 2.9. 3 Silberreiher und am 3.9. 4 Ind. bei Neundorf sowie nochmals 4 Ind. am 4.9. bei Crispendorf. V. Vopel nennt die Beobachtung von je 1 Ind. am 17.9. bei Pahnstangen und vom Speicher Oettersdorf und von 2 Ind. am 19.9. bei Pörmitz. Weitere Nachweise gelangen P. Neupert im östlichen Gebiet mit 1 Silberreiher am 22.9. an der Talsperre Lössau sowie am 29.9. mit 5 Ind. unweit dieser.

Diamanttäubchen (Geopelia cuneata)
(Photo: K. Friedrich)
Ein Seeadler, aus Norden kommend, ruhte am 22.9. längere Zeit auf einer Hochspannungsleitung nordöstlich Remptendorf. Unweit davon sah S. Kästner am 29.9. einen Seeadler. Am 11.9. landete und rastete 1 Fischadler min. zwei Stunden am Zählpunkt bei Remptendorf. Ein weiterer Vogel wurde am 15.9. ebenda erfasst. Am 13.9. hielt sich 1 Ind. an der Talsperre Lössau auf (P. Neupert). I. u. J. Schmidt sahen am 21.9. 1 Fischadler über der Saale bei Venzka. Den Suchflug von 4 Rot- und 2 Schwarzmilanen konnte M. Schulze am 6.9. bei Liebschütz beobachten. Sieben Rotmilane zählte I. Hermann am 20.9. über gemähtem Grünland bei Wurzbach. Bei der größten Ansammlung konnte U. Wolf am 23.9. 16 Ind. nahe des Speichers Lothratal zählen. Zwei weibchenfarbige Rohrweihen stellte K. Horn am 25.9. zwischen Ebersdorf und Schönbrunn fest. Im Gefolge des starken Rauchschwalbenzuges war am 8.9. am Zählpunkt bei Remptendorf ein Baumfalke zu beobachten. Weitere Nachweise gelangen am 19.9. und 20.9. ebenda. Erstmals wurden Rotfußfalken für unser Beobachtungsgebiet nachgewiesen. Am Vormittag des 18.9. konnte während einer zweistündigen Beobachtungszeit am Friesauer Hügel südlich Remptendorf ein männlicher Rotfußfalke beim Nahrungsflug bzw. auf einer Hochspannungsleitung ruhend betrachtet werden. Am 21.9. konnte K. Däumler einen 2. Vogel dieser Art, diesmal bei Liebschütz nachweisen. Beim 3. Nachweis stellte K. Spindler einen dj. Rotfußfalken bei Friesau fest. Wie bereits am 18.9. hielt sich am 25.9. erneut ein Ind. am Zählpunkt bei Remptendorf auf (M. Kohl, R. Walther). K. u. R. Friedrich zählten 12 Kiebitze, die am 12.9. den Speicher Pfotenbach überflogen. 5 Kiebitze rasteten am 19.9. in den Schönbrunner Moosholzgelängen (K. u. M. Ostermann). Von der Teichralle gelang ein weiterer Brutnachweis. P. Neupert fand am 1.9. auf einem der Kirschkauer Steinwiesenteiche 2 Ad. mit 2 Juv. Am 5.9. sahen K. u. M. Ostermann 1 Flussuferläufer am Ausgleichsbecken Grochwitz bei Burgk. Weitere Meldungen brachte P. Neupert, der am 13.9. und am 22.9. je 1 Ind. an der Talsperre Lössau sah. Einen Waldwasserläufer stellte V. Vopel am 17.9. am Speicher Oettersdorf fest. Mit der Beobachtung von 2 Raubseeschwalben gelang am 11.9. der Erstnachweis dieser Art für unser Gebiet. R. Walther konnte die Vögel längere Zeit beim Nahrungsflug über der Bleilochtalsperre im Umfeld der Kösperaleite beobachten. Etwa 170 Ringeltauben sah K. Däumler am 4.9. östlich Liebengrün bei der Nahrungssuche. Etwa 120 Ind. waren es am 8.9. im Geschwend bei Remptendorf. Hier kam es am 15.9. mit etwa 700 Ringeltauben zur bisher größten Ansammlung (M. Kohl, R. Walther). Auf 300 Ind. schätzte M. Ostermann einen Schwarm am Lerchenhügel bei Heinersdorf. Ein Diamanttäubchen wurde ab dem 31.8. von K. u. R. Friedrich auf ihrem Grundstück in Schönbrunn festgestellt. Der Vogel war hier und in der näheren Umgebung bis zum 30.9. anzutreffen. Einen Waldkauz hörte K. Horn am 3.9. im Park Ebersdorf. Bienenfresser zählen inzwischen zu den fast regelmäßigen Dz. 21 Ind. dieser Art konnte M. Kohl am 3.9. über dem Remptendorfer Sportplatz feststellen. Am 4.9. wurden nochmals 2 Bienenfresser über dem Zählpunkt bei Remptendorf gesehen. Wie bereits im Vormonat betrafen die Eisvogel-Nachweise am Kalkteich (I. Hermann) wohl Vögel des Brutpaares vom nahegelegenen Friesaubach. 1 Ind. stellte P. Neupert am 13.9. an der Saalebrücke in Walsburg fest. Zwei Eisvögel wurden am 20.9. am Ziegenrücker Fernmühlenwehr gesehen, einer war es am Wehr der ehemaligen Pappenfabrik (K. u. M. Ostmann, A. Franz). Ebenfalls 2 und 1 Ind. konnte M. Kohl am 28. am Ausgleichsbecken Grochwitz nahe der Holzbrücke beobachten. Weitere Nachweise brachten P. Neupert mit 1 Ind. am 22.9. an der Talsperre Lössau und V. Vopel, der 1 Eisvogel an der Wisenta nahe der Kläranlage Schleiz feststellte.

Laut ornitho.de hielt sich am 24.9. ein Raubwürger am Speicher Pfotenbach auf. In Summe überflogen am 5.9. 63 Kolkraben in mehreren Gruppen den Friesauer Hügel südlich Remptendorf nach Südwesten. Die ersten durchziehenden Heidelerchen wurden am 25.9. am Zählpunkt bei Remptendorf erfasst (M. Kohl, R. Walther). Auf ein günstiges Nahrungsangebot ist eine Ansammlung von 15 Amseln am 5.9. bei Wurzbach zurückzuführen (I. Hermann). Letzte große Ansammlungen der Mehlschwalbe stellten I. Hermann am 6.9. mit etwa 200 Ind. in Oberlemnitz sowie I. u. J. Schmidt am 10.9. mit 150 Ind. in Dobareuth fest. Ziehende Mehlschwalben wurden noch am 23.9. mit 10 Ind. bei Remptendorf gesehen. Den letzten Nachweis brachte R. Müller mit einer ziehenden Mehlschwalbe am 26.9. bei Schönbrunn. Bei der Rauchschwalbe gab es zwei herausragende Zugtage. Am Zählpunkt bei Remptendorf wurden am 8.9. innerhalb einer Stunde 35 Trupps mit insgesamt 449 Ind. erfasst. Zwei große Flüge mit mind. 400 Ind. und mit etwa 180 Ind. querten am 20.9. dieses Gebiet. Den mit etwa 600 Staren größten Flug meldete M. Schulze am 4.9. aus Liebschütz. Auf jeweils min. 300 Ind. schätzten K. u. M. Ostermann am 19.9. einen Trupp Stare westlich Schönbrunn sowie am 29.9. in Remptendorf. Ebenso viele notierte U. Wolf am 23.9. und 29.9. am Speicher Lothratal. Eine Ansammlung von 25 Singdrosseln stellte I. u. J. Schmidt am 5.9. bei Juchhöh fest. 48 Ind. querten am 28.9. in kleinen Trupps den Zählpunkt bei Remptendorf. Früher als im Mittel der letzten Jahre kamen Rotdrosseln zur Beobachtung. M. Kohl und R. Walther erfassten am 27.9. die ersten Ind. am Zählpunkt bei Remptendorf. 2 Braunkehlchen tangierten am 7.9. den Zählpunkt bei Remptendorf. Je 3 Ind. waren es am 8.9. und 9.9. ebenda. Letztmalig rastete hier am 15.9. 1 Braunkehlchen. 1 Ind. hatte I. Hermann noch am 12.9. bei Wurzbach gesehen. Schwarzkehlchen wurden erstmals am 27.9. registriert. 2 und 1 Ind. überflogen an diesem Tag den Zählpunkt bei Remptendorf (M. Kohl, R. Walther). Auf dem Durchzug rastende Steinschmätzer konnte I. Hermann am 2.9. mit 1 Ind. und am 4.9. mit 3 Ind. bei Wurzbach dokumentieren. Weitere 2 Steinschmätzer rasteten am 8.9. bei Remptendorf. Ebenda wurde am Folgetag noch 1 Ind. festgestellt. Am 13.9. und 14.9. konnten hier erneut 2 Steinschmätzer beobachtet werden. Für den 19.9. und den 28.9. nennt K. Spindler die Beobachtung von je 2 Steinschmätzern in den Lothragelängen südlich Friesau. Wiederum am Zählpunkt bei Remptendorf rastete am 25.9. 1,0 Steinschmätzer (M. Kohl, R. Walther). Etwa 60 Haussperlinge fand I. Hermann am 1.9. in Eliasbrunn. 52 Feldsperlinge zählte derselbe Beobachter am 11.9. in Wurzbach. Beim Wiesenpieper wurde der Durchzug ab dem 25.9. registriert. Eine Schafstelze wurde am 10. 9. am Zählpunkt bei Remptendorf erfasst. 2 Ind. waren es am 24.9. ebenda. Für den Speicher Oettersdorf datiert V. Vopel die Anwesenheit einer Schafstelze auf den 17.9. Den größten Trupp Stieglitze stellten I. u. J. Schmidt am 26.9. mit etwa 200 Ind. bei Juchhöh fest. Am 12.9. beobachtete K. Däumler an ihrer Fütterung/Vogeltränke in Lückenmühle einen auffällig gelb gefärbten Finkenvogel, der als entflogener Kanarengirlitz bestimmt werden konnte. Bei dieser Art handelt es sich um die Wildform des allseits bekannten Kanarienvogels, der ebenfalls als Käfigvogel gehalten wird.

24. September 2023
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Einladung zum Herbsttreffen 2023

Am 1. Oktober 2023 planen wir nach langer Zeit wieder eine Zusammenkunft in gewohntem Format. Das Herbsttreffen beginnt um 15 Uhr im ehemaligen Schönbrunner Schulgebäude, dem Vereinsraum des Heimat- und Kulturvereins (Schönbrunn 108, 07929 Saalburg-Ebersdorf). Die Inhalte für das Treffen werden noch erstellt. Im Kern soll es um Erfahrungsaustausch in informeller Runde gehen. Voraussichtlich werden einige Auswertungen zu einzelnen Arten präsentiert, bei denen eine gezielte Nachsuche wünschenswert ist, um bestehende Wissenslücken schließen zu können. Wir sehen eine Zeit rascher Veränderungen in den Lebensbedingungen zahlreicher Arten. Diese Entwicklungen zu dokumentieren, sollte bei anhaltender Freude in der Beschäftigung mit der Vogelwelt ein parallel zu verfolgendes Ziel sein.

2. September 2023
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Beobachtungen im August 2023

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Weißstörche (Ciconia ciconia)
(Photo: V. Vopel)
Die mit 64 Höckerschwänen größte Ansammlung der Art stellte V. Vopel am 18.8. auf dem Kleinen Pörmitzteich fest. Auf Glücksteich bei Dobareuth sah I. Hermann am 17.8. 1 Krickente. Erneut gab es Brutnachweise der Stockente. I. Hermann stellte am 3.8. 0,1 mit 5 Juv. auf den Eliasbrunner Klärteichen fest. Ebenfalls 5 Juv. zählte P. Neupert am 11.8. an der Talsperre Lössau. Größere Ansammlungen der Stockente gab es auf dem Kalkteich bei Schönbrunn, wo I. Hermann am 17.8. mit 79 Ind. das Max. zählen konnte. Eine weitere Brut der Reiherente meldete P. Neupert am 2.8. mit 5 Juv. vom Schlossteich in Crispendorf. Nachweise vom Kormoran auf der Bleilochtalsperre fehlen, da dieses Gebiet im August nicht kontrolliert wurde. Die wenigen Kormoran-Beobachtungen haben wir K. u. M. Ostermann zu verdanken, die im Bereich der Ausgleichsbecken Burgkhammer und Grochwitz unterwegs waren. Dabei konnten bei Anwesenheit an allen Beobachtungstagen max. 8 Ind. am 15.8. und 22.8. an der Staumauer Burgkhammer erfasst werden. Während im nördlich angrenzenden Gebiet Silberreiher regelmäßig und in größerer Anzahl anzutreffen sind, wurden aus unserem Beobachtungsgebiet nur wenige Nachweise bekannt. P. Neupert sah am 4.8. 1 Ind. an der Talsperre Lössau. In der letzten Dekade stellte derselbe Beobachter nahe Neundorf (Schleiz) mehrfach einzelne Silberreiher - fest bei einem Max. von 4 Ind. am 26.8. K. u. W. Hillebrand berichteten von 1 Schwarzstorch, den sie am 1.8. und am 6.8. an der Mündung der Friesau sahen. An der Talsperre Lössau beobachtete P. Neupert am 4.8., 7.8. und am 11.8. jeweils 2 Schwarzstörche. Ein Ind. kreiste am 21.8. über dem Wisentatal bei Wüstendittersdorf (P. Neupert). In Klettigshammer sah S. Hermann am 22.8. 1 Schwarzstorch. Bei einer weiteren Beobachtung stellte P. Neupert am 26.8. 1 Ind. über dem Saaletal bei Walsburg fest. Den letzten Schwarzstorch fand I. Hermann am 31.8. bei Göritz. U. Kleinert und M. Walther stellten am 10.8. erneut 2 Weißstörche auf den Wehrwiesen bei Möschlitz fest. V. Vopel meldete jeweils 5 Ind., die er am 14.,15. und 16.8. über Oettersdorf bzw. auf den nördlich angrenzenden Wiesen sehen konnte. Ein Ind. wurde am 21.8. von S. Burger über Mödlareuth gesehen. 22 diesjährige Weißstörche zählte V. Vopel am 23.8. auf den Wiesen nördlich Oettersdorf. 5 Weißstörche waren am 29.8. bei Schönbrunn auf Nahrungssuche (M. Schulze). Je einen Fischadler sah P. Neupert am 4.8. und am 7.8. an der Talsperre Lössau. Die Beobachtung eines Wespenbussards gelang I. u. J. Schmidt am 22.8. bei Juchhöh. Vom Rotmilan liegen nur wenige Beobachtungen vor. Das Max. erfassten K. u. R. Friedrich am 13.8. mit 21 Nahrung suchenden Ind. über einem Feld südlich Schönbrunn. 4 Ind. waren am 13.8. bei Venzka zu sehen. Drei juv. Rotmilane wurden am 18.8. bei Dobareuth und 2 Juv. am 19.8. bei Juchhöh festgestellt (I. u. J. Schmidt). Einen Schwarzmilan sah M. Schulze am 8.8. bei Liebschütz. K. Horn zählte 12 Ind., welche am 15.8. über Schönbrunn kreisten und dabei nach S drifteten. Am 20.8. kreiste 1 Schwarzmilan südwestlich Oettersdorf (V. Vopel). Zwischen Langgrün und Seubtendorf notierte S. Fiedler am 27.8. einen Schwarzmilan. Ein junger Seeadler hielt sich am 28.8. und nochmals am 30.8. an den Teichen westlich Liebengrün auf (K. Däumler). Eine Rohrweihe fotografierte S. Fiedler am 9.8. bei Langgrün. 0,1 Kornweihe überflog am 18.8. die Venzkaer Flur (I. u. J. Schmidt). Einen jagenden Baumfalken sah S. Kästner am 13.8. nördlich Remptendorf. I. u. J. Schmidt brachten am 1.8. mit der Beobachtung zweier juv. Turmfalken einen Brutnachweis der Art für Dobareuth. Ein zweiter Brutnachweis gelang I. Hermann am 2.8. mit 6 Juv. in Wurzbach. Von der Bleßralle meldete I. Hermann am 17.8. 1 Ad. und 4 Juv. auf der Saale bei Blankenberg. Ebenda sah S. Fiedler am 29.8. 3 ad. und 3 juv. Teichrallen. Wie bereits im Vormonat konzentrierten sich die Limikolen-Nachweise auf die Talsperre Lössau. 6 Flussuferläufer und 2 Waldwasserläufer zählte P. Neupert hier am 4.8. Am 7.8 hatte sich zu 2 Flussufer- und 2 Waldwasserläufern 1 Bruchwasserläufer gesellt. Vielleicht derselbe Vogel war am 11.8. mit 2 Flussufer- und 1 Waldwasserläufer, am 14.8. mit 4 Flussufer- und 3 Waldwasserläufern vergesellschaftet. Der letzte Flussuferläufer wurde an diesem Gewässer am 25.8. gesehen (P. Neupert). Von den bereits im Juli von der Saale bei Blankenberg gemeldeten Flussuferläufern gab es bis zum 15.8. weitere Nachweise mit max. 2 Ind. am 9.8. (S. Fiedler; I. Hermann). Einen Flussuferläufer sahen K. u. M. Ostermann am 8.8. am Ausgleichsbecken Grochwitz bei Burgk. Mit anfangs 6, später 8 Flussuferläufern, die teils fotografisch dokumentiert werden konnten, rastete der größte Trupp am 26.8. am Brauhausteich in Ebersdorf (U. Haußner). An den Remptendorfer Staudenteichen hielt sich am 12.8. und 13.8. 1 Waldwasserläufer auf (S. Kästner). Am Speicher Blintendorf sah S. Fiedler am 29.8. letztmalig 3 Waldwasserläufer.

Goldammer (Emberiza citrinella)
(Photo: I. Hermann)
Ca. 50 Ringeltauben sahen K. u. R. Friedrich am 10.8. bei Schönbrunn. Am Oßlaberg bei Wurzbach waren am 25.8. etwa 100 Ringeltauben auf Nahrungssuche (I. Hermann). Etwa 150 Ind. notierten I. u. J. Schmidt am Folgetag bei Juchhöh. Acht Turteltauben sah S. Kästner am 12.8. in den Remptendorfer Staudengelängen. In Remptendorf flog ein Mauersegler noch am 11.8. einen Nistplatz an (E. u. R. Walther). Ebenfalls am 11.8. sah R. Müller 3 Ind. über Bad Lobenstein. K. Horn stellte am 14.8. 2 Ind. über Schönbrunn fest. Die letzten Nachweise brachten am 19.8. wiederum K. Horn mit 1 Ind. über Schönbrunn und R. Müller mit der Beobachtung von 5 Ind. über Bad Lobenstein. Am 5.8. war 1 Eisvogel am Kalkteich bei Schönbrunn auf Nahrungssuche (I. Hermann). Ein Ind. hielt sich am 7.8. an der Talsperre Lössau auf (P. Neupert). Weitere Nachweise brachte derselbe Beobachter mit je 1 Ind. am 11.8. an den Steinwiesenteichen östlich Kirschkau und am 15.8. an der Saale bei Ziegenrück. An diesem Tag sahen K. u. M. Ostermann zwei Eisvögel an der Staumauer des Ausgleichsbeckens Burgkhammer. Einen Eisvogel notierte S. Kästner am 13.8. an den Staudenteichen bei Remptendorf. I. Hermann stellte 1 Ind. am 17.8. an der Saale bei Blankenberg fest. Am Ziegenrücker Fernmühlenwehr sah P. Neupert am 18.8. 1 Eisvogel. Einen weiteren Nachweis brachten K. u. M. Ostermann am 22.8. mit 1 Ind. am Ausgleichsbecken Grochwitz. Je einen, vermutlich denselben Wiedehopf meldeten V. Ludwig am 8.8. sowie T. Hammermüller am 9.8. vom östlichen Ortsrand Remptendorfs. Auf einem Waldweg nahe der Langenbucher Waldhäuser war am 14.8. 1 Ind. auf Nahrungssuche (P. Neupert). Am Röppischer Weg nördlich Pöritzsch beobachtete P. Böhm am 22.8. einen Wiedehopf. Vom Raubwürger wurde ein Nachweis bekannt. I. Hermann sah am 11.8. 1 Ind. bei Wurzbach. Am nord-östlichen Ortsrand von Remptendorf rasteten am 5.8. etwa 120 Dohlen (K. u. M. Ostermann). 110 Dohlen überflogen am 11.8. Oettersdorf Richtung Schleiz (V. Vopel). Etwa 100 Rabenkrähen wurden von I. Hermann am 10.8. aus dem Raum Wurzbach gemeldet. Von der Rauchschwalbe wurde der mit 70 Ind. größte artreine Trupp am 8.8. beim Nahrungsflug über dem Ausgleichsbecken Burgkhammer gesehen. Hier konnten am 27.8. ca. 90 Rauchschwalben (mit Mehlschwalben), beim Nahrungsflug beobachtet werden. In Remptendorf waren an diesem Tag mehr als 150 Ind. ebenfalls mit Mehlschwalben vergesellschaftet (alle K. u. M. Ostermann). Bei der Mehlschwalbe registrierte R. Walther am 10.8. die größte Ansammlung der ersten Dekade in Remptendorf, als sich etwa 300 Mehlschwalben auf Stromleitungen in der Bahnhofstraße gesammelt hatten. Mit etwa 190 Ind. am 11.8. und ca. 250 Ind. am 15.8. meldeten K. u. M. Ostermann weitere größere Ansammlungen in Remptendorf, wo dieselben Beobachter am 27.8. mit etwa 450 Mehlschwalben das Max. für diesen Ort sahen. Eine Ansammlung von min. 400 Schwalben bei hohem Anteil Mehlschwalben meldeten K. u. R. Friedrich am 11.8. für die Ortslage Schönbrunn. Etwa 200 Mehlschwalben waren es am 17.8. in Dobareuth (I. u. J. Schmidt). Ebenso viele hatten sich am 29.8. in Oschitz gesammelt (L. Knäschke). Für Weisbach brachte U. Wolf täglich Mehlschwalbennachweise. Bei der LB am 27.8. wurde das Max. von 250 Ind. erreicht. Die monatliche Höchstzahl von etwa 500 Ind. notierte I. Hermann am 27.8. in Wurzbach. Ein weiterer Brutnachweis vom Neuntöter geht auf S. Fiedler zurück, der am 15.8. 1,1 und 4 Juv. am Krämerfeld bei Frössen feststellte. Am Saalsteig zwischen Liebschütz und Walsburg brachte K. Däumler am 10.8. mit der Beobachtung von 1 ad. und 1 efl. Tannenhäher einen Brutnachweis der Art. 2 Tannenhäher wurden am 1.8. in Wurzbach bei der Nahrungssuche beobachtet (K. Brandeis). Weitere Nachweise brachte I. Hermann bis zum 29.8. mit der Feststellung einzelner Ind. ebenda. Einen Tannenhäher sah K. Horn am 14.8. in Schönbrunn. Am 23.8. stellte wiederum I. Hermann 1 Tannenhäher am Herrenteich bei Neundorf fest. 11 Elstern zählte S. Kästner am 12.8. am Speicher Zoppoten, 13 Ind. waren es am 15.8. in Wurzbach (I. Hermann). Wie in den Vorjahren räumten die Stare das Gebiet bis Mitte Juli, doch wurde ihre (zwischenzeitliche) Rückkehr diesmal bereits nach vier Wochen und auch nicht flächendeckend gemeldet. Bei der ersten Beobachtung sah V. Vopel am 6.8. 190 Ind. über Oettersdorf. Am Folgetag berichtet P. Neupert von 300 Ind. über Lössau. Hier konnte er die Art bis zum 16.8. durchgehend mit max. 60 Ind. feststellen. Mind. 80 Stare hielten sich am 12.8. auf dem Gelände der Agrar eG Liebengrün auf (M. Schulze). 20 Ind. ruhten am 13.8. am Ortsrand von Schönbrunn (K. u. R. Friedrich). 10 Stare überflogen am 16.8. diesen Ort (K. Horn). Auf etwa 200 Ind. schätzte M. Kohl am 17.8. einen Trupp am östlichen Remptendorfer Ortsrand. 28 und 38 Stare zählte derselbe Beobachter am 20.8. ebenda. Die größten Schwärme sah I. Hermann, so am 22.8. 500 Ind. über Ullersreuth und etwa 1000 Ind. am 23.8. bei Wurzbach. Ein Nachweis mit 100 Ind. in Dobareuth datiert auf den 25.8. (I. u. J. Schmidt). Einen letzten, mit 350 Ind. nochmals großen Flug sahen K. u. M. Ostermann am 30.8. in Remptendorf. Am Saaleabschnitt bei Blankenberg traf I. Hermann am 5.8. auf eine Wasseramsel. Weitere Nachweise gab es erneut an der Sormitz in Wurzbach (I. Hermann), im Umfeld der ehemaligen Pappenfabrik bei Ziegenrück sowie an der Talsperre Lössau, wo P. Neupert am 7.8. mit 2 Juv. ein zweiter Brutnachweis gelang. Ziehende Braunkehlchen tangierten vornehmlich in der zweiten Monatshälfte unser Gebiet. Die Erstbeobachtung datierte auf den 11.8., als I. Hermann 1 Ind. bei Wurzbach feststellen konnte. Nach der Beobachtung eines Braunkehlchens durch S. Fiedler am 15.8. bei Künsdorf brachte wiederum I. Hermann weitere Nachweise. So konnte er in der Folge die Art im weiteren Umfeld Wurzbachs mit max. 7 Ind. am 19.8. meist fotografisch dokumentieren. Beim letzten August-Nachweis sah S. Fiedler 2 Ind. am 27.8. im Krämerfeld bei Frössen. Etwa 140 Feldsperlinge waren am 12.8. am Pfaffenhügel bei Zoppoten auf Nahrungssuche (S. Kästner). Nahe Pörmitz sah V. Vopel am 21.8. 1,0 Steinschmätzer. 2 Gebirgsstelzen hielten sich am 5.8. am Wehr der alten Blankenberger Papierfabrik auf. Ebenda waren es am 17.8. 3 Ind. Je 1 Gebirgsstelze war am 11.8. und am 16.8. an der Sormitz in Wurzbach zu sehen. 2 Ind. suchten am 23.8. am Ufer des Herrenteiches bei Neundorf nach Nahrung. (alle I. Hermann). K. u. M. Ostermann sahen am 15.8. 2 Gebirgsstelzen an der Staumauer des Ausgleichsbeckens Burgkhammer. M. Schulze notierte am 12.8. 3 Schafstelzen südöstlich Röppisch. Tags darauf erfasste S. Kästner 1 ziehende Schafstelze bei Remptendorf. V. Vopel nennt 4 Ind., die er am 21.8. nahe Pörmitz feststellte. S. Kästner beringte am 12.8. eine Nachtigall in den Remptendorfer Staudengelängen. Derselbe Beobachter hörte dort am Folgetag wiederum eine Nachtigall, möglicherweise denselben Vogel. Min. 10 Kernbeißer notierte I. Hermann am 10.8. bei Wurzbach. In Lückenmühle hielt sich an der Fütterung von M. Köhler vom 22.8. bis 25.8. ein beringter weiblicher Hausgimpel auf, der als Gefangenschaftsflüchtling gelten darf. (In einer frühreren Version war von einem Hakengimpel die Rede. Die bis dahin vorliegenden Bilder zeigten den Vogel nicht vollständig, waren etwas unscharf und ließen entsprechende Merkmale erkennen. Neue Aufnahmen zeigen jetzt klar einen Hausgimpel.) Etwa 40 Erlenzeisige zählte ein Trupp, den F. Seeliger am 17.8. in den Erlen an der Sormitz in Wurzbach sah. Den mit 50 Ind. größten Goldammer-Trupp meldete I. Hermann am 21.8. aus dem Raum Wurzbach.

5. August 2023
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Beobachtungen im Juli 2023

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Juvenile Nilgänse (Alopochen aegyptiaca)
(Photo: I. Hermann)
Fünf Graugänse überflogen am 29.7. Schönbrunn Richtung NO (K. Horn). Weitere Brutnachweise der Nilgans gelangen P. Neupert am 5.7. mit 2 Ad. und 3 Juv. und am 29.7. 2 Ad. und 6 Juv., jeweils an der Talsperre Lössau, V. Vopel am 9.7. mit 2 Ad. und 7 Juv. auf dem Zipfelteich bei Görkwitz, R. Müller am 10.7. mit 2 Ad. und 4 Juv. am unteren Teich in Schönbrunn sowie I. Hermann bzw. I. u. J. Schmidt am 17.7. bzw. 18.7. auf Glücksteich bei Dobareuth mit 7 Juv. Den ersten Brutnachweis der Rostgans für unser Beobachtungsgebiet gab es am Zipfelteich. Nach der Erstbeobachtung am 18.6. durch M. Vopel (1,1 und 4 Juv.) meldete V. Vopel am 9.7. beide Ad. mit noch 1 Juv. Auf der Talsperre Lössau stellte P. Neupert am 20.7. 4 Krickenten fest. Von der Stockente wurden ungewöhnlich viele Spätbruten gemeldet. 0,1 Ind. mit 6 Juv. meldete I. Hermann am 1.7. vom Teich am Koselstein. Auf dem Speicher Friesauer Grund wurde am 2.7. ein Weibchen mit 10 Juv. gesehen. Weitere, bisher noch nicht genannte Bruten wurden von P. Neupert am 3.7. am Saalewehr Walsburg mit 8 Juv. und 9 Juv. sowie 7 Juv. und 2 Juv. auf der Saale an der Elisabethbrücke bei Ziegenrück und 10 Juv. nahe der ehemaligen Pappenfabrik gefunden, wo er am 9.7. einen erneuten Brutnachweis mit 3 Juv. erbrachte. R. Müller zählte am 10.7. 8 Juv. auf dem Pfotenteich im Park Ebersdorf. Auf dem unteren Crispendorfer Dorfteich stellte P. Neupert am 19.7. 0,1 Stockente mit 4 Juv. fest. I. Hermann sah am 17.7. ein Weibchen mit 5 wenige Tage alten Juv. in Mödlareuth und am 20.7. ein Weibchen mit 8 Juv. in Wurzbach. Des Weiteren stellte derselbe Beobachter am 25.7. auf dem Dobareuther Grafenteich nochmals zwei Bruten mit jeweils 2 Juv. fest. An diesem Tag sah P. Neupert sowohl auf dem Crispendorfer Schlossteich als auch auf dem unteren Dorfteich jeweils ein Weibchen mit 1 Juv., wobei sich letzteren noch 2 juv. Reiherenten angeschlossen hatten. Eine bisher noch nicht erfasste Brut wurde am 28.7. mit 8 juv. Stockenten auf dem Pfotenbach-Speicher gesehen. Eine neue Brut meldete I. Hermann am 29.7. mit 7 Juv. in Wurzbach. Den 19. Brutnachweis brachte R. Müller am 30.7. mit 4 Juv. auf dem Stadtteich Bad Lobenstein. Ansammlungen mit mehr als 25 Stockenten wurden nur einmal genannt. I. Hermann zählte 47 Ind. am 31.7. auf dem Kalkteich bei Schönbrunn. 8 Brandgänse überflogen am 15.7. die Bleilochtalsperre nach N. Mit 1,1 und 1 juv. Reiherente brachten K. u. M. Ostermann am 4.7. auf der Saale bei Burgkhammer den ersten Brutnachweis der Art für 2023. Am 5.7. stellte I. Hermann ein Weibchen mit 5 Juv. auf der Saale bei Blankenberg fest. Auf dem unteren Dorfteich in Crispendorf zählte P. Neupert am 9.7. 20 Reiherenten. Hier fand er am 21.7. 0,1 Reiherente mit zwei nur einen Tag alten Jungen und am Folgetag eine Brut mit 8 Juv. 0,1 mit 7 Juv. wurden am 29.7. auf dem Speicher Friesaugrund bei Lückenmühle gesehen, dazu weitere 15 Reiherenten. P. Neupert gelangen am 30.7. nochmals zwei Brutnachweise mit 3 Juv. in Crispendorf sowie mit 6 Juv. nahe der ehemaligen Pappenfabrik bei Ziegenrück. Am 3.7. überflog ein Haubentaucher die Klosterplatte der Bleilochtalsperre. Einen späten ersten Brutnachweis des Zwergtauchers gab es am 2.7. mit der Beobachtung von 2 ad. und 4 Juv. auf dem Speicher Friesauer Grund. Am 7.7. konnte auf dem Pfotenbach-Speicher eine Brut mit 3 Juv. nachgewiesen werden (S. Kästner, R. Walther). Einen dritten Nachweis gab es am 12.7. mit 1 juv. Zwergtaucher auf dem Ruhteich bei Remptendorf. P. Neupert stellte am 26.7. 1 Ad. und 3 Juv. auf dem Schwandteich bei Lössau fest. Ein zweites Brutpaar mit 4 Juv. wurde am 27.7. auf dem Pfotenbach-Speicher gesehen. Auf dem Speicher Friesaugrund wurde am 29.7. eine weitere Brut mit 5 Juv. gefunden.

Auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer konnten K. u. M. Ostermann am 11.7. mit 21 Ind. die vorerst größte Kormoran-Ansammlung feststellen. Seit dem 6.7. erscheint der Kormoran zur Nahrungssuche auch wieder auf der Bleilochtalsperre. Max. waren es 14 Ind. am 28.7. 12 Graureiher sah S. Kästner am 1.7. am Föhrenteich bei Eßbach. 6 Graureiher, dabei 4 Jungvögel, landeten am 3.7. am Speicher Zoppoten. 2 ad. und 3 juv. Graureiher standen am 3.7. an der Saale bei Walsburg (P. Neupert). 2 Juv. sah derselbe Beobachter am 5.7. an der Talsperre Lössau. Am 20.7. meldete erneut P. Neupert 2 ad. und 5 juv. Graureiher wiederum von der Talsperre Lössau. Letztgenannte Feststellungen lassen auf Einzelbruten im näheren Umfeld schließen. Nachdem Mai und Juni ohne Silberreiher-Nachweise blieben, wurde am 10.7. wieder 1 Ind. am Pfotenbach-Speicher bei Friesau gesehen. Weitere Beobachtungen gelangen am 21.7. und 24.7. (R. Walther, M. Ostermann) ebenda. Am Nachmittag des 1.7. kreiste 1 Schwarzstorch über Lückenmühle (B. Wurzbacher). Am selben Tag überflog 1 Ind. Lössau. Im Saaleabschnitt Walsburg – Ziegenrück wurden am 3.7. insgesamt 5 Schwarzstörche gezählt, darunter ein besenderter Vogel. Dieser und weitere 3 Ind. wurden am Folgetag erneut angetroffen. Ebenfalls am 4.7. hielt sich ein Ind. südlich der Zeitera in der Langenbacher Flur auf (alle P. Neupert). I. Hermann sah am 5.7. 1 Ind. über der Saale bei Harra. In einem mit einzelnen Altbuchen durchsetzten Fichtenbestand bei Lückenmühle hatte ein Brutpaar den vorjährigen Horst wieder besetzt. In der ersten Juli-Dekade wurde dieser (gesunde) Fichtenbestand abgeholzt. Einen Schwarzstorch bei der Nahrungssuche sah M. Horn am 14.7. bei Klein Friesa. 2 Ind. überflogen am 22.7. Lössau nach SO, und 3 Ind. kreisten am 29.7. über der Talsperre Lössau (beide P. Neupert). Ein Schwarzstorch überflog am 30.7. Bad Lobenstein in Richtung Sieglitz (R. Müller). R. Schricker sah an diesem Tag 1 Ad. mit 2 Juv. über Göritz kreisen. Zwei Nahrung suchende Weißstörche waren in der letzten Dekade an allen Beobachtungstagen bei Neundorf (Schleiz) zu sehen (P. Neupert). Ein Ind. stellten U. Kleinert und M. Walther am 21.7. bei Möschlitz fest. Entgegen der im Juni-Bericht gemachten Angabe zum Bruterfolg beim Oettersdorfer Brutpaar wurde der Juv. im Horst gesehen aber nicht flügge (P. Neupert). Einen Fischadler mit Beute konnten S. Kästner und R. Walther am 7.7. auf der Silbergrube bei Liebengrün beobachten. U. Siebert sah 1 Fischadler, der am 9.7. in der Remptendorfer Bucht der Bleilochtalsperre erfolgreich jagte. Beim dritten Nachweis überflog 1 Fischadler am 29.7. die Bleilochtalsperre nach S. Ein Seeadler hielt sich am 5.7. an der Talsperre Lössau auf, und am 9.7. überflog 1 Ind. die Saale oberhalb Ziegenrück (beide P. Neupert). Den dritten Nachweis gab es am 28.7. mit 1 Ind. über der Bleilochtalsperre bei Kloster. Die Beobachtung eines Wespenbussards gelang am 12.7. im Umfeld des Remptendorfer Ruhteichs. F. Seeliger kontrollierte bei Friesau eine Brut des Rotmilans, wo der dritte Jungvogel am 12.7. den Horst verließ. Den Suchflug von 7 Rotmilanen beobachteten E. u. R. Walther am 4.7. bei Külmla. Zu den Rotmilanen hatte sich ein Schwarzmilan gesellt. Am 22.7. (R. Walther) und 24.7. (F. Seeliger) konnte, wie bereits im Vormonat, eine 0,1 Rohrweihe am Speicher Zoppoten gesehen werden. 3 juv. Turmfalken stellte P. Neupert am 3.7. am bekannten Brutplatz in Eßbach fest. In einem ehemaligen Taubenschlag in Liebschütz wurden 4 Juv. flügge (S. Prüller). In Friesau wurden die 2 juv. Turmfalken erstmals am 17.7. außerhalb des Nistkastens gesehen (K. Spindler). Ein Baumfalke überflog am 10.7. den Pfotenbach-Speicher bei Friesau. Das im AKOOS-Gebiet ansässige Kranichpaar brütete erfolgreich und beide Juv. wurden flügge (P. Neupert). In den Bachwiesen südlich Friesau, wo K. Spindler im Juni mehrfach 1 Wachtel feststellen konnte, hörte derselbe Beobachter an allen Beobachtungstagen erneut 1 Ind., 2 Ind. waren es am 1.7. und am 17.7. Drei Wachteln riefen ab dem 4.7. im Geschwend bei Remptendorf (K. u. R. Friedrich; R. Walther). Je eine Wachtel hörte K. Däumler am 8.7. und 9.7. in den Liebengrüner Flurstücken Überm Hessenteich und Quise. Nahe Oettersdorf war min. bis zum 20.7. 1 Ind. zu hören (V. Vopel).

Blessrallen (Fulica atra)
(Photo: I. Hermann)
Das Bleßrallen-Brutpaar, das am 30.5. auf dem Ruhteich noch beim Nestbau beobachtet werden konnte, zeigte sich am 1.7. mit 3 Juv. (S. Kästner). 4 Juv. führte am 7.7. das Brutpaar auf dem Hessenteich bei Liebengrün (S. Kästner, R. Walther). 1,1 Bleßrallen mit 1 Juv. sah V. Vopel am 9.7. auf den Elschnitzteichen bei Görkwitz. Ein Brutpaar der Teichralle mit 3 Juv. stellte S. Kästner am 1.7. am Hessenteich bei Liebengrün fest. An diesem Tag sah F. Seeliger 4 Juv. auf dem unteren Dorfteich in Crispendorf. Fünf etwa drei Wochen alte Teichrallen wurden am 2.7. auf den Staudenteichen bei Remptendorf nachgewiesen. Ebenso alt waren drei juv. Teichrallen, die S. Kästner und R. Walther am 7.7. auf dem Friesauer Mühlteich sahen. An der Saalefließstrecke bei Blankenberg stellte S. Fiedler mehrfach juv. Teichrallen fest. Max. waren es 3 Ind. am 23.7. An diesem Tag sah er weitere 2 Juv. auf dem Speicher Seubtendorf. Am 23.7. fand R. Walther am Speicher Lothratal einen ad. Flussregenpfeifer mit 2 kaum zwei Tage alten Juv. Ziehende Limikolen wurden insb. von der Talsperre Lössau gemeldet. Hier rasteten am 5.7. ein Waldwasserläufer und ein Flussregenpfeifer. Am 12.7. waren es 2 Flussregenpfeifer, 3 Flussuferläufer und 2 Waldwasserläufer und am 20.7. nochmals 3 Waldwasserläufer und 2 Flussuferläufer. Am 29.7. waren 2 Waldwasserläufer, und diesmal 9 Flussuferläufer zu sehen (alle P. Neupert). Gehäuftes Auftreten des Flussuferläufers meldete auch S. Fiedler vom Saaleufer bei Blankenberg. So stellte er erstmals am 12.7. 3 Ind. fest. Weitere Nachweise folgten am 23.7. (2 Ind.), am 24.7. und 28.7. (je1 Ind.), am 29.7. (3 Ind.) und am 30.7. (2 Ind.). Ein Flussuferläufer rastete am 22.7. am Speicher Zoppoten, ein weiterer am 26.7. am Ruhteich bei Remptendorf. Am 28.7. suchte 1 Flussuferläufer am Ufer der Bleilochtalsperre bei Röppisch Nahrung. Ein Grünschenkel war am 20.7. am Ufer der Bleilochtalsperre bei Kloster auf Nahrungssuche, einen weiteren Vogel sah P. Neupert am 29.7. an der Talsperre Lössau. 37 Lachmöwen hielten sich am 5.7. längere Zeit über der Klosterplatte der Bleilochtalsperre auf. 78 Ind. konnten S. Kästner und R. Walther am 7.7. ebenda feststellen. 18 Lachmöwen rasteten am 10.7. am Ufer der Bleilochtalsperre bei Kloster, 4 Ind. waren es am 11.7., am 13.7. wiederum 18 Ind., am 15.7. 26 Ind., am 19.7. 64 Ind., am 21.7. 7 Ind. ebenda. Mit den 7 Lachmöwen vom 21.7. war eine Zwergmöwe vergesellschaftet. Seit dem 7.7. wurden an allen Beobachtungstagen bis zu 1 ad. und 3 immat. Steppenmöwen auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch gesehen (R. Walther, z. T. mit S. Kästner). Ebenda ruhte am 11.7. eine ad. Mittelmeermöwe. An und über der Bleilochtalsperre nahe Kloster konnte am 11.7. 1 Trauerseeschwalbe beobachtet werden. Eine Ringeltaube mit Nistmaterial sah K. Horn am 7.7. nahe des Unterlemnitzer Bahnviaduktes. 70 Ringeltauben waren am 27.7. südlich Friesau auf Nahrungssuche. Am Nachmittag des 12.7. erfasste R. Walther in Remptendorf min. 60 Mauersegler. Ebenso viele sahen M. Ostermann und R. Walther am Abend des 14.7. über der Ortsmitte von Remptendorf. Ungewöhnlich zeitig erfolgte am 23.7. der Wegzug des Großteils der Remptendorfer Population. Weiterhin anzutreffen waren noch Mauersegler mit nicht flüggen Juv. Am 24.7. zählten M. Ostermann und R. Walther innerhalb 30 Minuten 58 Ind., die in kleinen Trupps die Sperrmauer der Bleilochtalsperre nach SW überflogen. An der Saale nahe der ehemaligen Ziegenrücker Pappenfabrik notierte P. Neupert am 3.7. 1 Eisvogel, und am 9.7. sah er ebenda 2 Ind. Ein Eisvogel war am 13.7. an der Bleilochtalsperre im Bereich der Sperrmauer zu sehen. Am 14.7. ruhte ein Ind. auf der Staumauer des Ausgleichsbeckens Burgkhammer.

Neuntöter (Lanius collurio)
(Photo: I. Hermann)
K. Däumler beobachtete am 3.7. 1 Raubwürger auf dem Bühl bei Liebengrün. Vom Neuntöter gelangen S. Kästner und R. Walther am 7.7. am Bergert bei Liebengrün 2 Brutnachweise. Für Juchhöh meldeten I. u. J. Schmidt am 9.7. einen Brutnachweis mit 2 Juv. Zwei Brutnachweise aus der Wurzbacher Flur meldete I. Hermann am 13.7. mit min. 2 Juv. und am 15.7. mit 5 Juv. 1,1 Neuntöter, die min. 3 Juv. fütterten, stellte R. Walther am 13.7. bei Remptendorf fest. Wiederum in Wurzbach brachte I. Hermann am 20.7. einen dritten Brutnachweis. Ein weiterer Brutnachweis gelang am 23.7. am Speicher Lothratal, wo 1,1 Ind. mit Futter in eine Hecke einflogen. P. Neupert hatte am 26.7. mit 0,1 und 3 Juv. einen Brutnachweis bei Lössau. 1,1 Neuntöter mit 3 Juv. fand F. Seeliger am 27.7. bei Klein Friesa östlich Bad Lobenstein, und R. Müller brachte am 29.7. einen Brutnachweis mit 3 juv. Neuntötern im Langwassergrund bei Neundorf. 10 Eichelhäher zählte I. Hermann am 20.7. an der Ziegelhütte bei Wurzbach. Dohlen waren, wie bereits Ende Juni, am 2.7. wieder nördlich Remptendorf anzutreffen. Eine Herkunft dieser etwa 90 Ind. ist spekulativ, die nächsten bekannten, größeren Brutplätze befinden sich im Raum Burgk (4,5 km), am Heinrichstein sowie im Park Ebersdorf (6,0 km). Hinter der Herkunft der etwa 170 Dohlen, die E. u. R. Walther am 4.7. bei Külmla antrafen, steht ebenso ein Fragezeichen wie bei den etwa 185 Ind. am 7.7. am Ortsrand von Liebengrün (S. Kästner, R. Walther). Diese waren in der Folge bis Ende des Monats hier anzutreffen (K. Däumler; M. Schulze; R. Walther). Einen Flug mit 140 Dohlen sah V. Vopel am 26.7. über Oettersdorf in Richtung Schleiz. 40 Rabenkrähen waren am 18.7. bei Wurzbach auf Nahrungssuche (I. Hermann). Etwa 60 Ind. beobachteten M. u. K. Ostermann am 24.7. nördlich von Remptendorf. Einer der seltenen Brutnachweise vom Sommergoldhähnchen gelang I. Hermann am 29.7. mit 2 bettelnden Juv. in Wurzbach. Einen BN von der Klappergrasmücke brachten I. u. J. Schmidt am 7.7. in Dobareuth. Ansammlungen von mehr als 100 Staren wurden mehrfach von F. Seeliger gemeldet. Dieser sah am 2.7. und 6.7. jeweils min. 200 Ind. in Friesau. Etwa 500 Ind. umfasste ein Flug Stare, den er am 9.7. wiederum in Friesau feststellen konnte. Vermutlich derselbe Schwarm wurde von ihm am 11.7. im 2,5 km entfernten Oberlemnitz gesehen. Nach dem 15.7., als K. Horn nochmals 10 Ind. über Schönbrunn zählen konnte, wurden keine Stare mehr aus dem westlichen Beobachtungsgebiet gemeldet. Im östlichen Beobachtungsgebiet wurden noch am 26.7. 110 Stare über Oettersdorf gesehen (V. Vopel). Als größte Ansammlung des Monats wurden bei der Misteldrossel 26 Ind. am 30.7. bei Weisbach und etwa 30 Ind. am 31.7. bei Friesau gesehen. Am Speicher Pfotenbach waren am 27.7. mit min. 60 Ind. erstmals mehr als 50 Rauchschwalben beim Nahrungsflug zu beobachten. Von der Wasseramsel wurde ein Brutnachweis gemeldet. P. Neupert sah am 3.7. 3 Juv. nahe der ehemaligen Ziegenrücker Pappenfabrik. Die Anwesenheit der Wasseramsel in den bekannten Revieren konnten I. Hermann für Wurzbach und P. Neupert für die Talsperre Lössau bestätigen. Bei Zoppoten wurden am 22.7. mit min. 60 Ind. und am 28.7. mit etwa 55 Feldsperlingen die größten Ansammlungen der Art gesehen. Etwa 30 Bachstelzen waren am 29.7. am Ufer der Bleilochtalsperre bei Kloster auf Nahrungssuche. Min. 20 umherstreifende Kernbeißer sah I. Hermann am 24.7. bei Wurzbach.

7. Juli 2023
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Ornithologischer Jahresbericht 2021 erschienen

Ornithologischer Jahresbericht 2021 Leider dauerte auch die Erstellung des Ornithologischen Jahresberichts 2021 länger als erhofft. Nun kann der Bericht jedoch für 19 EUR bei Reinhart Walther in Remptendorf abgeholt werden. Wird Versand gewünscht, erhöht sich der Preis um eine Versandpauschale von 3 EUR. Alternativ ist der Bericht mit einem geringen Aufpreis ab voraussichtlich 12. Juli über die Buchhandlung in Bad Lobenstein erhältlich. Insgesamt wurden 40 Exemplare gedruckt.
Mit 312 Seiten im Format A5 in durchgängigem Farbdruck ist der Bericht der umfangreichste in der Geschichte des AKOOS. Nicht nur das stellt einen Rekord dar. Auch die etwa 110.000 verarbeiteten Datensätze übertrafen das bereits aufkommensstarke Vorjahr. Verantwortlich waren 178 namentlich bekannte Beobachter, wobei etwa 46.500 Datensätze auf Tageslisten und etwa 17.700 Beobachtungen auf Punktzählungen zurückgehen. Auch die 192 Arten, Unterarten und Hybriden, die 2021 erfasst wurden, stellen einen neuen Höchstwert dar. Im Vorjahr waren es 190 Taxa. Mit 117 Tabellen und 123 Abbildungen werden die umfangreichen Informationen zum Beobachtungsjahr 2021 ergänzt. Enthalten sind im Heft auch ein kurzer Beitrag zum Vogel des Jahres 2022, dem Wiedehopf, und der meteorologische Jahresrückblick. Besonderheiten im Berichtsjahr 2021 waren die Erstnachweise von Pfau, Weißwangengans, Schwarzkopfmöwe, Alpendohle, Hakengimpel, Hausgimpel und Kanarengirlitz. Bemerkenswerte Brutnachweise gelangen von Wespenbussard, Rohrweihe und Kranich.
Die Arbeiten am Ornithologischen Jahresbericht für das Jahr 2022 haben begonnen. Der mit der Auswertung der weiterhin sehr umfangreichen Datenmenge verbundene Zeitaufwand lässt angesichts der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit auch für diesen Bericht Verzögerungen in der Fertigstellung erwarten. Einmal mehr hoffen wir, dass dies dem Beobachtungs- und Meldeeifer keinen Abbruch tut.

2. Juli 2023
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Beobachtungen im Juni 2023

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Schwarzstorch (Ciconia nigra)
(Photo: M. Kohl)
Auf dem Großen Teich bei Liebengrün fand M. Schulze am 5.6. drei juv. Nilgänse. Einen Brutnachweis mit 2 juv. Nilgänsen meldete I. Hermann am 26.6. vom Speicher Oberlemnitz. Zu der sich bereits seit Ende April am Ufer der Bleilochtalsperre bei Kloster aufhaltenden Nilgansfamilie hatte sich in diesem Monat ein weiteres Paar mit 7 Juv. gesellt. Die größte Ansammlung der Art meldete V. Vopel, der am 16.6. südlich Tausa 13 Ind. zählen konnte. 2,1 Krickenten hielten sich am 5.6. auf dem Pfotenbach-Speicher auf. Ebenda landeten am 19.6. 1,1 Knäkenten. Am 2.6. berichtete K. Horn von 3 juv. Stockenten auf dem oberen Schönbrunner Dorfteich, die seit min. 10 Tagen hier zu sehen waren. 1,1 Stockenten mit 7 Juv. meldete M. Kohl am 3.6. von der Bärentalbucht der Bleilochtalsperre bei Röppisch. Auf dem Ruhteich konnten am 4.6. 3 Juv. eines zweiten Brutpaares notiert werden. Acht junge Stockenten wurden an diesem Tag auf dem Speicher Friesauer Grund gezählt. Mit 7 Juv. konnte am 5.6. eine weitere Brut auf dem Speicher Pfotenbach nachgewiesen werden (R. Müller; R. Walther). Ebenfalls noch nicht genannte Bruten fand I. Hermann am 8.6. mit 5 Juv. und am 21.6. mit 6 Juv. in Wurzbach. 7 junge Stockenten zählte F. Seeliger am 13.6. im Gewerbegebiet Ebersdorf-Friesau. Neben mehrfachen Nachweisen der Reiherente auf verschiedenen Gewässern des Gebietes, sind die Feststellungen der Art auf dem unteren Crispendorfer Dorfteich bemerkenswert. Hier zählte R. Walther am 2.6. 30 Ind., 29 Reiherenten waren es am 16.6. (P. Neupert). Je eine rufende Wachtel wurde von I. u. J. Schmidt am 4.6. und 9.6. südlich, am 17.6. westlich Gefell gehört. R. Müller meldete ein Männchen am 9.6. vom Herrenteich bei Neundorf. V. Vopel hörte zwischen dem 4.6. und 21.6. mehrfach 1 Ind. bei Oettersdorf. K. Spindler meldete ebensolche Beobachtungen vom 18. bis 20.6. von den Bachwiesen bei Friesau. Eine weitere Wachtel wurde am 20.6. von I. Hermann am Wurzbächle westlich Wurzbach gehört. Zu den bereits im April genannten Vorkommen des Zwergtauchers kommen in diesem Monat noch Brutzeitfeststellungen auf dem Schwandteich bei Lössau (P. Neupert). Vom Haubentaucher gab es lediglich eine Meldung, als 1 Ind. am 12.6. auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch gesehen wurde. In der durch I. Hermann kontrollierten Graureiherkolonie am Wolfstein bei Blankenstein konnten am 13.6. 29 Ind., davon 26 Juv. gezählt werden. Wenngleich vom Kormoran derzeit nur einzelne Ind. anzutreffen sind, ist die Art stark unterrepräsentiert. Lediglich K. u. M. Ostermann berichteten von 1 Ind., das sie am 27.6. auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz sahen.

Die (weitgehend) fehlenden Angaben zum Kormoran sind wohl eher auf das Beobachterverhalten als auf den zeitweiligen Rückzug der Art aus dem Beobachtungsgebiet zurückzuführen. Zumindest sollten, wie auch in den Vorjahren, Nichtbrüter und diese insbesondere an den Fließstrecken zwischen Bleilochtalsperre und Hohenwartetalsperre, noch anzutreffen sein. Wie aus den Meldungen ersichtlich, wurden und werden jedoch die Ausgleichsbecken Burgkhammer und Grochwitz sowie der sich anschließende Abschnitt bis Ziegenrück, obwohl zu den ornithologisch interessantesten und artenreichsten Bereichen im AKOOS-Gebiet gehörend, nur (noch) vereinzelt aufgesucht. Unserem Arbeitskreis gehen hierdurch wertvolle Angaben zu den hier anzutreffenden Reihern, Spechten, Käuzen und Eulen, zu Eisvogel, Wasseramsel und Gebirgsstelze, aber auch zu Schwarzstorch und Gänsesäger verloren. Dieser inzwischen durch den Saale-Radweg ohne größeren körperlichen Aufwand be- und erfahrbare, landschaftlich reizvolle Abschnitt sollte wieder mehr in den Mittelpunkt ornithologischer Beobachtungen gerückt werden.

Junge Turmfalken (Falco tinnunculus)
(Photo: I. Hermann)
Ein Schwarzstorch überflog am 5.6. Friesau zur Nahrungssuche im Friesau-Grund. Im Tannbach in Mödlareuth war am 6.6. 1 Ind. auf Nahrungssuche (I. Hermann). Tags darauf hielten sich 1 Ind. in Wurzbach (C. Peter) und 1 Ind. erneut in der Ortslage Hirschberg auf (T. Knörnschild). In der Folge wurde der Schwarzstorch in Hirschberg zu einer gewohnten Erscheinung (E. Kösser; P. Schlotter). Am 11.6. überflog 1 Schwarzstorch Liebschütz (I. u. M. Schulze). Die Sormitz in Wurzbach wurde auch im Juni weiterhin von min. 1 Schwarzstorch zur Nahrungs-/Futtersuche aufgesucht (I. Hermann). C. Peter sah am 22.6. 1 Ind. im Oßlabach südwestlich Wurzbach. Die Mahd der Grünlandflächen bei Liebschütz und Liebengrün nutzte 1 Weißstorch vom 1.6. bis 3.6. zur Nahrungssuche (A. Seifarth). Nach Angaben von I. u. J. Schmidt wurde der Brutplatz in Gefell vor dem 12.6. aufgegeben. Beim Oettersdorfer Brutpaar wurde nur 1 Juv. flügge (P. Neupert). Die beiden am 6.6. südlich Pörmitz durch V. Vopel beobachteten Weißstörche dürften das Oettersdorfer Brutpaar betreffen. Ein Weißstorch war am 21.6. zwischen Helmsgrün und Heinersdorf auf Nahrungssuche (I. Hermann). K. u. M. Ostermann sahen am 6.6. einen Fischadler über der Saale nahe Burgkhammer. Einen Seeadler sah P. Neupert am 14.6. an der Talsperre Lössau. 0,1 Rohrweihe hielt sich am 1.6. längere Zeit am Speicher Zoppoten auf. Ebensolche Beobachtungen gab es am 3.6. und am 25.6. am Speicher Pfotenbach. Ohne Brutnachweis blieb auch die Beobachtung von 1,0 Ind. am 23.6. bei Lössau. Im Zuge der Grasernte bei Liebschütz und Liebengrün konnte M. Schulze am 2.6. 17 Rotmilane erfassen. Max. 15 Ind. waren es in der ersten Juniwoche südlich Weisbach (M. Schulze; R. Walther). Eine erfolgreiche Rotmilan-Brut mit zwei Juv., von denen der erste am 12.6. den Horst verließ, gab es in den Gebhardtsgelängen westlich Friesau (F. Seeliger). Bis zu 3 Schwarzmilane waren (wie die Rotmilane) im Raum Liebengrün und Liebschütz sowie bei Weisbach zu sehen (M. Schulze). Zwei Ind. stellte K. Horn am 17.6. über Schönbrunn und Ebersdorf fest. Einen Baumfalken sah F. Seeliger am 12.6. westlich Friesau. In einem Lüftungsrohr in der Fassade des Gerbereimuseums in Hirschberg fand R. Schricker eine Turmfalkenbrut mit 4 Juv. Ebenso viele schlüpften bei einer Brut am 19.6. in einem Taubenschlag in Liebschütz (S. Prüller). Zu den bereits im Mai genannten Brutnachweisen der Bleßralle kamen weitere, späte Juni-Nachweise. So fand P. Neupert am 16.6. 3 Juv. auf dem Teich am Kieferig bei Wüstendittersdorf und am Folgetag 1 Brutpaar mit 5 Juv. in den Rödern bei Lössau. Das Brutpaar, das am 17.5. auf dem Glücksteich bei Dobareuth noch beim Nestbau war (I. Hermann), zeigte sich am 18.6. mit 6 Juv. (I. u. J. Schmidt). 4 Juv. wurden am 23.6. auf dem Speicher Zoppoten gesehen. Mit der Beobachtung zweier Juv. brachten K. u. M. Ostermann am 27.6. den ersten diesjährigen Brutnachweis der Bleßralle für die Staudenteiche bei Remptendorf. Ein Brutnachweis der Teichralle gelang K. u. R. Friedrich am 1.6. mit 1 Ad. und 1 Juv. auf dem Speicher Pfotenbach. 5 juv. Teichrallen notierte I. Hermann am 13.6. auf dem Kalkteich bei Schönbrunn. Drei Juv. hatte das Brutpaar auf dem unteren Dorfteich in Crispendorf, wie P. Neupert am 25.6. feststellen konnte. Die Anwesenheit eines Waldwasserläufers am Speicher Pfotenbach am 3.6. betraf wohl eher einen Durchzügler als einen potentiellen Brutvogel. Weitere zwei Ind. wurden ebenda am 22.6. gesehen. Eine Steppenmöwe wurde am 12.6., 18.6., 21.6. und 29.6. an der Wasserskistrecke der Bleilochtalsperre bei Röppisch gesehen.

Gartengrasmuecke (Sylvia borin)
(Photo: I. Hermann)
Eine brütende Ringeltaube fand I. Hermann am 8.6. in einer Linde in Wurzbach. 2 juv. Ringeltauben wurden am 3.6. bereits außerhalb ihres Nestes von F. Seeliger in Friesau gesehen. Wenige Meter neben letztgenanntem Nest fand derselbe Beobachter am 11.6. eine erfolgreiche Brut der Türkentaube. Eine weitere Brutzeitfeststellung von der Turteltaube meldete I. Hermann am 24.6. vom Erlich südwestlich Oberlemnitz. Wie bereits Ende Mai rief auch noch am 4.6. 1 Kuckuck im Saalewald bei Venzka (I. u. J. Schmidt). Einen nächsten Nachweis brachte P. Neupert am 12.6. bei Lössau. Bei der einzigen Eisvogel-Beobachtung hielt sich am 26.6. 1 Ind. am Grünen Teich bei Remptendorf auf. Ein Ind. des nur unregelmäßig im Gebiet brütenden Raubwürgers stellten I. u. J. Schmidt am 16.6. bei Juchhöh fest. Vom Neuntöter konnten in diesem Monat weitere 2 Reviere in der Remptendorfer Flur erfasst werden. Brutverdacht bestand zudem Am Lobensteiner Weg südlich und am Stäudigt nördlich Friesau. Für die Gebiete Weinberg und Bühl bei Gräfenwarth gibt F. Seeliger 4 Reviere an. Brutverdacht meldete derselbe Beobachter für die südwestliche Kulmer Flur. Die noch im Vormonat mehrfach festgestellten großen Nahrungsflüge der Dohle blieben in diesem Monat weitgehend aus oder wurden nicht gemeldet. So notierte K. Horn etwa 60 Ind. am 19.6. bei Schönbrunn und Ebersdorf. Ebenso viele waren am 30.6. nördlich Remptendorf auf Nahrungssuche. Zwei eben flügge Elstern fand R. Müller am 16.6. in Bad Lobenstein. Eine späte, wohl Ersatzbrut der Elster mit fütternden Ad. fand I. Hermann in der letzten Dekade in einem augenscheinlich vorjährigen Nest in einer abgestorbenen Fichte bei Wurzbach. Einen Brutnachweis mit 4 eben flüggen Kolkraben brachte F. Seeliger am 7.6. westlich Friesau. Bruten der Gartengrasmücke werden nur selten gemeldet. I. Hermann konnte am 26.5. mit beiden fütternden Altvögeln eine Brut bei Wurzbach nachweisen. Einen großen, ca. 200 Stare zählenden Schwarm mit überwiegend Jungvögeln, meldete I. Hermann am 7.6. aus dem Wurzbacher Raum. Mehr als 60 Jungstare waren am 11.6. bei Liebschütz auf Nahrungssuche (M. Schulze). Am 25.6. sahen E. u. R. Walther etwa 120 Stare auf und über Mahdflächen bei Liebengrün. In Remptendorf verließen die 4 Jungvögel einer Zweitbrut am 30.6. den Nistkasten (K. u. M. Ostermann). Mehrere Braunkehlchen-Beobachtungen im Langwassergrund lassen Brutverdacht aufkommen. I. Hermann konnte bei seinen Exkursionen zwischen dem 10.6. und 29.6. stets die Anwesenheit mindestens eines Vogels nachweisen. Am 19.6. wurden auf ornitho.de von ebenda 1,1 Braunkehlchen gemeldet. Ein Schwarzkehlchen hielt sich am 1.6. am Bahnübergang Unterlemnitz auf (F. Seeliger). Während I. Hermann noch am 8.6. Stieglitze mit Nistmaterial sah, stellte derselbe Beobachter am 10.6. bereits eine Familie mit eben flüggen Jungvögeln fest.

2. Juni 2023
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Beobachtungen im Mai 2023

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Kuhreiher (Bubulcus ibis)
(Photo: I. Hermann)
Die Höckerschwäne vom Fernmühlenwehr bei Ziegenrück wurden am 17.5. mit 6 Juv. gesehen (M. Schulze). Sieben Juv. wurden an diesem Tag beim Brutpaar vom Speicher Mönchgrün gezählt. Acht junge Höckerschwäne führte das Brutpaar vom Ziegenrücker Lerchenhügel, das jetzt auf dem benachbarten Föhrenteich anzutreffen ist (beide S. Kästner). Das Brutpaar in den Rödern bei Lössau hatte am 27.5. 5 Junge (P. Neupert). R. Müller sah am 8.5. am oberen Unterlemnitzer Teich eine Kanadagans. Die einzige mit 13 Ind. größere Ansammlung von Nilgänsen sah V. Vopel am 19.5. bei Tausa. Bei den Nilgänsen an Kästners Teichen bei Friesau schlüpfte am 14.5. 1 Juv. Während dieses in der Folge vom Männchen geführt wurde, brütete das Weibchen weiter und am 20.5. schlüpften weitere 2 Juv. (H. Hirth). Die bereits im April an den Teichen bei Liebengrün beobachteten Rostgänse konnten hier noch in den ersten Maitagen bestätigt werden und wichen dann auf den Schafteich in Liebschütz aus (M. Schulze). 5 Brandgänse ruhten am 5.5. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre, bevor sie nach Norden weiterzogen. Am 7.5. waren es 6 Ind., die sich ebenda aufhielten. Südwestlich Tausa sah V. Vopel am 19.5. eine Brandgans. Am 23.5. verhinderte eine aggressive Nilgans die Rast zweier Krickenten auf dem Speicher Oberlemnitz (I. Hermann). Am 2.5. rasteten 2 Löffelenten auf dem Speicher Zoppoten (R. Müller). 0,1 Löffelente wurde von I. u. M. Schulze am 7.5. auf dem Saalewehr in Walsburg gesehen. Eine Stockente mit 6 Juv. wurde am 13.5. auf dem Ruhteich bei Remptendorf gesehen. Ebenfalls 6 Junge führte eine Stockente ab dem 17.5. auf dem Speicher Pfotenbach (R. Müller; K. Spindler; R. Walther). Bei einer zweiten Brut auf dem Ruhteich waren es am 29.5. 7 Juv. Jeweils 9 junge Stockenten zählte I. Hermann bei zwei Bruten am 20.5. bzw. 29.5. in Wurzbach. Ebenso viele sahen K. u. M. Ostermann sowie R. Walther am 21.5. auf den Staudenteichen bei Remptendorf. Seltener sind Bruten mit 14 Jungen, wie sie I. Hermann am 26.5. in Wurzbach fotografieren konnte. 1,0 Tafelente wurde am 5.5. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre gesehen. Auf den Teichen am Lerchenhügel hielten sich am 11.5. 2,1 Ind. auf. Bei der Reiherente ragen die Feststellungen von 30 und mehr Ind. (S. Kästner; P. Neupert; R. Walther) bei einem Max. von 41 Ind. am 16.5. (P. Neupert) auf dem unteren Dorfteich in Crispendorf heraus. Weitere Nachweise mit stets weniger als 10 Ind. gab es entlang der Saale und an fast allen Teichen und Speichern im Gebiet (I. Hermann; S. Kästner; R. Müller; P. Neupert; K. u. M. Ostermann; I. u. J. Schmidt; K. Spindler; R. Walther). Die letzten Gänsesäger sah H. Böhm am 2.5. mit 1,1 Ind. an der Selbitzmündung in Blankenstein. Im Gegensatz zu den Vorjahren fällt das weitgehende Fehlen des Haubentauchers im Gebiet auf. Lediglich P. Neupert berichtet von einem Ind. auf der Talsperre Lössau am 23.5. Von der Wachtel gibt es zwei Nachweise. Am 31.5. hörte I. Hermann 1 Ind. bei Wurzbach, und S. Sparsbrod berichtete von einem rufenden Vogel östlich Gahma. Auch vom Kormoran liegen nur wenige Beobachtungen meist einzelner, nicht geschlechtsreifer Vögel vor. So wurde die Bleilochtalsperre nur noch in der ersten Woche von max. 4 Ind. aufgesucht. Am 14.5. überflogen 2 Kormorane Remptendorf (M. Kohl), und 2 Ind. sah S. Kästner an diesem Tag auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer. Je 1 Kormoran hielt sich am 20.5. auf dem Kalkteich bei Schönbrunn (I. Hermann, S. Kästner) und auf dem Speicher Zoppoten (R. Walther) auf. Drei Kormorane waren am 23.5. vor der Staumauer des Ausgleichsbeckens Burgkhammer auf Nahrungssuche (K. u. M. Ostermann), wie auch 1 Ind., das S. Hermann am 28.5. ebenda sah. In der Graureiherkolonie am Wolfstein bei Blankenstein zählte I. Hermann am 17.5. 19 besetzte Horste. Mehrfache Beobachtungen einzelner Graureiher bei Wurzbach, am Speicher Oberlemnitz (beide I. Hermann) und am Speicher Zoppoten (R. Walther), bei Schönbrunn (S. Kästner) sowie bei Remptendorf und Karolinenfield (S. Kästner; M. Kohl; K. u. M. Ostermann; R. Walther) lassen Einzelbruten vermuten. K. u. W. Hillebrand konnten am 1.5. am Kalkteich bei Schönbrunn einen Nachtreiher ruhend und im Flug beobachten. Ebenda dokumentierte I. Hermann am 23.5 die erstmalige Feststellung eines Kuhreihers für das AKOOS-Gebiet. Am 6.5. und 8.5. wurde östlich Schleiz ein Nahrung suchender Weißstorch gesehen. Zwei Ind. waren es am 14.5. ebenda (alle P. Neupert). Den Brutbeginn des neu angesiedelten Weißstorch-Brutpaares in Gefell datierten I. u. J. Schmidt auf den 8.5. Fünf Weißstörche sah U. Macht am 11.5. über Schleiz. K. Ostermann berichtete am 24.5. von 1 Ind. nahe dem Grünen Esel bei Schönbrunn. V. Vopel beobachtete am 31.5. 2 Weißstörche in der Seng südlich Schleiz. Angaben zum Oettersdorfer Brutpaar liegen nicht vor. Ein Schwarzstorch überflog am 1.5. Liebschütz Richtung Walsburg (M. Schulze). Hier sahen I. u. M. Schulze am Folgetag 2 Ind. in der Saale bei der Nahrungs-/Futtersuche. Diese und die weiteren Nachweise in diesem Gebiet am 7.5. (P. Neupert) und am 28.5. (P. Neupert; R. Walther) zeigen ein Revier an. In der ersten Monatshälfte wurde in Mödlareuth wiederholt ein Schwarzstorch festgestellt (D. Weidlich). K. u. W. Hillebrand sahen am 9.5. einen Schwarzstorch über dem westlichen Gemäßgrund nördlich Schlegel. Ebenda stellte R. Müller am 22.5. erneut einen Schwarzstorch fest. Auf dem Festplatz in Friesau konnte K. Spindler am 11.5. und 12.5. einen Schwarzstorch beobachten und fotografieren. Von der unteren Kosel südlich Bad Lobenstein flog am 16.5. ein Schwarzstorch ab (F. Seeliger). Ein Ind. überflog am 17.5. den westlichen Ortsrand von Lössau (P. Neupert). I. Hermann sah am 19.5. 1 Ind. über Wurzbach. Auf der Rinderweide am Ortsrand von Karolinenfield war am 23.5. ein Schwarzstorch auf Nahrungssuche (G. Hoh). Zwei Ind. waren am 25.5. am Speicher Herrenteich bei Neundorf (Bad Lobenstein) zu sehen (R. Müller). Am 26.5. überflog 1 Ind. das Waldgebiet zwischen Oberlemnitz und Heinersdorf (A. Rohm), und am 27.5. sah M. Schulze 1 Ind. über der Saale bei Saaldorf.

Schwarzstorch (Ciconia nigris)
(Photo: K. Spindler)
Am vorjährigen Brutplatz der Rohrweihe bei Lössau konnte P. Neupert lediglich am 5.5. und am 27.5. 1,0 Ind. feststellen. Die Beobachtung von 0,1 Rohrweihe meldete K. Horn am 8.5. für Schönbrunn. Ein mehrfach am Speicher Pfotenbach festgestelltes Männchen (K. Spindler; R. Walther) lässt eine Brut möglich erscheinen. Den Suchflug von 0,1 Rohrweihe am Speicher Herrenteich beobachtete S. Seeliger am 19.5. Tags darauf sah P. Neupert 0,1 Rohrweihe zwischen Erkmannsdorf und Eßbach. Am 6.5. wurde 1,0 Kornweihe bei Liebengrün gesehen (M. Schulze). Ein Schwarzmilan überflog am 7.5. Walsburg (I. u. M. Schulze). 4 Ind. ruhten am 11.5. auf der Bettelmannslinde bei Eßbach. Weitere Schwarzmilane sah M. Schulze am 12.5., 17.5., 18.5. über Liebschütz. Ein Ind. wurde am 22.5. im Gebiet Sieglitzbach – Heinrichsgrün bei Lichtenbrunn von R. Müller festgestellt. Wiederum bei Liebschütz erkannte M. Schulze am 31.5. zwei Schwarzmilane. Sieben Rotmilane zählte P. Neupert am 9.5. auf/über einem Feld östlich Lössau. Während der am 30.5. bei Liebengrün und Liebschütz begonnenen Grasmahd und Beräumung konnten von M. Schulze anfangs 14 Ind., am 31.5. dann 22 Rotmilane gezählt werden. In der Zeitera bei Langenbuch waren am 12.5. 2 Kraniche zu hören (P. Neupert). Zwei Bruten der Bleßralle konnten am 17.5. auf dem Speicher Pfotenbach festgestellt werden, wobei ein BP 6 Juv. führte (S. Kästner; R. Müller; R. Walther). Dagegen sah I. Hermann an diesem Tag auf dem Glücksteich in Dobareuth noch Bleßrallen beim Nestbau. Bei einer weiteren Brut wurden am 18.5. auf dem Ruhteich bei Remptendorf 4 Juv. erfasst. Hier war am 29.5. ein anderes Brutpaar noch mit dem Nestbau beschäftigt. Auf dem unteren Dorfteich Schönbrunn wurde am 24.5. erstmals eine Brut mit 6 Juv. festgestellt (K. u. R. Friedrich). Eine Teichralle, die bereits im Vormonat auf dem Kalkteich bei Schönbrunn gesehen wurde, meldeten K. u. W. Hillebrand erneut am 1.5. Die weitere, am 17.5. durch I. Hermann bestätigte Anwesenheit der Art macht eine Brut wahrscheinlich. Für den Brauteich in Ebersdorf konnten R. u. U. Haußner am 14.5. eine Brut mit vier Juv. nachweisen. Eine Brut mit 3 Juv. sah S. Kästner am 19.5. am Ortsrand von Zoppoten. Ein Flussuferläufer rastete am 4.5. am Ufer der Bleilochtalsperre bei Isabellengrün. Ebenda wurde am 15.5. und 19.5. nochmals 1 Ind. gesehen. Am Speicher Oberlemnitz notierte I. Hermann am 23.5. einen weiteren Flussuferläufer. Eine Lachmöwe hielt sich am 1.5. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre auf. 42 Ind. konnten am 2.5. ebenda längere Zeit beobachtet werden. Weitere 41 Lachmöwen waren hier am 5.5 zu sehen. Am 1.5. überflog eine Sturmmöwe die Sperrmauer der Bleilochtalsperre. Je eine Steppenmöwe sahen S. Kästner am 17.5. an der Saale bei Ziegenrück sowie P. Neupert am 23.5. an der Talsperre Lössau. Eine Flussseeschwalbe konnte am 5.5. über der Klosterplatte beobachtet werden. Nach dem frühen Nachweis im April folgten weitere Meldungen zur Turteltaube. I. u. J. Schmidt hörten am 4.5. 1 singendes Männchen bei Juchhöh. Im weiteren Umfeld Remptendorfs war die Art ab dem 10.5. zerstreut in der Flur zu hören (K. Däumler; R Walther). Für Wurzbach nennt I. Hermann am 13.5. eine Turteltaube aus dem Raum Ziegelhütte. Der erste Kuckuck rief am 4.5. bei Blankenberg (I. Hermann). Bei Hirschberg wurde am 6.5. ein Ind. gehört (N.N.). In der letzten Maiwoche ließ sich ein Kuckuck mehrfach bei Burgk hören (R. Rosenkranz). Im Saalewald bei Venzka stellten I. u. J. Schmidt am 29.5. einen Kuckuck fest. Ein weiterer Nachweis gelang am 15.5. im Saaletal bei Gräfenwarth. K. Däumler konnte am 5.5. am Ortsrand von Lückenmühle längere Zeit einen Wendehals hören. Bei der Wurzbacher Ziegelhütte gelang I. Hermann am 13.5. ein weiterer Nachweis. Mittelspecht-Beobachtungen meldeten K. Horn am 11.5. aus dem Park Ebersdorf sowie S. Kästner am 14.5. aus Burgk und am 19.5. von den Bleibergen bei Isabellengrün. Einen Brutnachweis vom Waldkauz im Ebersdorfer Park brachte S. Kästner am 17.5. mit der Beobachtung eines Jungvogels im Dunenkleid. Vom Eisvogel gelang demselben Beobachter am 17.5. ein Brutnachweis an der Friesau bei Schönbrunn. Nachweise der Art am 600 m entfernten Kalkteich sind diesem Brutpaar zuzurechnen. In Karolinenfield (K. Horn) und Remptendorf wurden erste Mauersegler am 1.5. gesehen. Am Folgetag hatte ein erstes Brutpaar den vorjährigen Nistplatz in Remptendorf besetzt. Als Erstbeobachtung für Oettersdorf nennt V. Vopel den 4.5. Ebenfalls am 4.5. sah I. Hermann 4 Mauersegler in Mödlareuth. In Gefell waren erstmals am 7.5. 4 Ind. zu sehen (I. u. J. Schmidt). Weitere Mauersegler-Beobachtungen machten S. Kästner in Blankenberg, Harra und Saaldorf sowie I. u. S. Hermann in Burgk. Für Lössau nannte P. Neupert einen Bestand 2 Brutpaaren und den für Liebschütz bezifferte M. Schulze auf 3 Brutpaare. An Wohnhaus und Scheune von E. u. R. Walther in Remptendorf brüten derzeit 8 Brutpaare Mauersegler.

Nestjunge Amseln (Turdus merula)
(Photo: K. Horn)
Einen singenden Pirol hörte S. Sparsbrod am 14.5. bei Löhma. Die ersten 1,0 Neuntöter wurden am 5.5. bei Wurzbach (I. Hermann) und Liebschütz (M. Schulze) gesehen. 1,1 Ind. sahen I. u. J. Schmidt am 11.5. bei Juchhöh. Ebenfalls 1,1 Ind. mit dem balzenden Männchen am 12.5. und Kopulation am 20.5. sah R. Walther bei Remptendorf. Weitere Nachweise brachten I. Hermann am 13.5. von der Ziegelhütte bei Wurzbach sowie F. Seeliger am 16.5. vom Moor Helmsgrün, am 19.5. vom Langwassergrund bei Neundorf (Bad Lobenstein) und zwischen Ober- und Unterlemnitz. An diesem Tag sah S. Kästner 1,1 Neuntöter an der Eichleith bei Zoppoten. Für Remptendorf wurden bis Monatsende weitere 5 Reviere gemeldet (T. Dietzel; R. Walther). Für Lössau nannte P. Neupert 3 Reviere. Ein Brutnachweis der Elster gelang M. Schulze am 18.5. mit 3 efl. in Liebschütz. Bei den etwa 60 Dohlen, die K. u. R. Friedrich am 19.5. südlich Schönbrunn sahen, wird es um Vögel der Kolonien vom Heinrichstein (1700 m entfernt) und Park Ebersdorf (1900 m) gehandelt haben. Ebenso lassen sich die 40 Dohlen, die I. Hermann am 23.5. am Kalkofen bei Schönbrunn zählte, diesen Kolonien (Heinrichstein 1100 m, Ebersdorfer Park 1600 m) zuordnen. Einen Brutnachweis des Kolkraben gab es am 19.5. mit der Beobachtung von 4 efl. Juv. bei Zoppoten (S. Kästner). Blaumeisen mit Futter sah I. Hermann erstmals am 22.5. Fütternde Kohlmeisen wurden ab dem 13.5. in Schönbrunn bemerkt. Hier verließen die Juv. am 27.5. das Nest. Eine weitere Brut wurde ab dem 21.5. gefüttert (alle K. Horn). Eine ebensolche Beobachtung machte I. Hermann am Folgetag in Wurzbach. Am 24.5. verließen die jungen Kohlmeisen einer Brut in Remptendorf den Nistkasten (T. Dietzel). Von der künftig wohl seltener werdenden Tannenmeise gelang am 27.5. nördlich Remptendorf ein Brutnachweis. Die am 15.5. von R. Müller in der Heinrich-Behr-Straße in Bad Lobenstein und die am Folgetag auf den Parkflächen zweier Einkaufsmärkte in Bad Lobenstein von I. Hermann, S. Kästner sowie K. u. M. Ostermann unabhängig voneinander gemachte Beobachtung einer Haubenlerche ist für unser Gebiet eher ungewöhnlich. Sie bestätigt aber in eindrucksvoller Weise die im „Atlas der Brutvögel Thüringens“ getroffene Aussage, dass die in Thüringen vom Aussterben bedrohte Art „ nur noch den urbanen Raum (besiedelt). Hierzu gehören auch Einkaufsmärkte mit ihren Parkflächen.“ Den ersten Sumpfrohrsänger hörten I. u. J. Schmidt am 15.5. in einem Rapsfeld bei Juchhöh. Den 2. Nachweis brachte S. Kästner am 18.5. vom Dorfbach bei Ebersdorf. Weitere Feststellungen gab es ab dem 19.5. mit 2 singenden Männchen an Manns Teichen bei Remptendorf (R. Walther) und am 20.5. mit je 1 Ind. am Kapfenberg und am Kalkteich bei Schönbrunn (beide S. Kästner). Zwei singende Männchen waren am 26.5. am Trobach östlich Liebengrün zu hören, wie auch 1 Ind. am 30.5. am Speicher Pfotenbach. Ebenda sang an diesem Tag ein Teichrohrsänger. Eine Kleiber-Brut in einem Nistkasten in Wurzbach verfolgte I. Hermann vom 8.5. bis Monatsende. Vier efl. Waldbaumläufer wurden am 30.5. von K. u. R. Friedrich an der Remptendorfer Bucht gesehen. Bereits am 11.5. waren in Lössau die ersten ausgeflogenen Stare zu sehen (P. Neupert). Erste größere Trupps junger Stare meldeten S. Kästner am 16.5. mit etwa 35 Ind. bei Liebengrün und M. Schulze am 18.5 mit ca. 40 Ind. in Liebschütz. Weitere flügge Stare wurden am 19.5. (K. Horn) und 21.5. (I. Hermann; R. u. U. Haußner) gemeldet. Bei Remptendorf war ein Trupp Jungstare am 24.5. auf etwa 60 Ind. angewachsen. Einen Trupp mit etwa 150 Ind., dabei ein Drittel Altvögel, sah I. Hermann an diesem Tag bei Wurzbach. Etwa 180 Stare waren ebenfalls am 24.5. auf den großen Wiesen bei Liebengrün zu sehen, darunter kaum 25 Altvögel. Möglicherweise 2 Brutnachweise von der Wasseramsel brachte I. Hermann mit der Beobachtung von jeweils 1 Juv. an zwei 780 m voneinander entfernten Brücken an der Sormitz in Wurzbach. Die Anwesenheit der Art ohne Brutnachweis konnten P. Neupert für die Talsperre Lössau und R. Walther für die Saale an der Pappenfabrik Ziegenrück bestätigen. Die 5 Jungen einer Amselbrut schlüpften am 6./7.5. und verließen das Nest am 22.5. (K. Horn). Einen ersten singenden Waldlaubsänger meldeten I. u. J. Schmidt am 5.5. aus dem Saalewald bei Venzka. K. Horn hörte am 7.5. 1 Männchen im Park Ebersdorf. Auf das Fortbestehen des Gelbspötter-Vorkommens bei Dobareuth lässt 1 singendes Männchen hoffen, das I. u. J. Schmidt am 8.5. dort hörten. Der erste, wohl noch ziehende Trauerschnäpper, wurde am 2.5. am nördlichen Ortsrand von Friesau gesehen (R. Walther). Weitere Nachweise singender Trauerschnäpper gelangen ab Monatsmitte bei Lemnitzhammer, am Heinrichstein, östlich Ebersdorf, an zwei Stellen auf den Bleibergen und bei Burgk (alle S.Kästner). Einen Brutnachweis brachte P. Neupert in der dritten Dekade nahe Walsburg. Entlang der laubwaldbestandenen Saalehänge zwischen Heinrichstein und Burgkhammer konnte wiederum S. Kästner Mitte des Monats 6 Männchen des Grauschnäppers erfassen. Einen weiteren Nachweis der Art brachte derselbe Beobachter am 19.5. bei Zoppoten. Der Zwergschnäpper ist in Thüringen als extrem seltene Art eingestuft. Seine Ansprüche an alte Laubwälder mit hohem Buchenanteil setzen seiner Verbreitung im AKOOS-Gebiet enge Grenzen. Ein bereits 2020 besetztes Revier am Saalehang bei Saaldorf konnte in diesem Jahr durch S. Kästner bestätigt werden. Der einzige Braunkehlchen-Nachweis datiert auf den 14.5., als R. Müller 1 singendes Männchen im Langwassergrund bei Neundorf feststellen konnte. Beim Rotkehlchen gelangen I. Hermann jeweils ein Brutnachweis am 12.5. bei Oberlemnitz und am17.5. bei Blankenberg. Singende Gartenrotschwänze waren zu hören im Tännig bei Bad Lobenstein, im Absang westlich Blankenstein und am Ortsrand von Pöritzsch (alle S. Kästner). Letzterer Vogel trug einen Mischgesang von Haus- und Gartenrotschwanz vor. Eine badende Wiesenschafstelze wurde am 2.5. an einem Gartenteich in Schönbrunn beobachtet (B. Kästner). Je 2 Ind. wurden am 5.5. und 18.5. von S. Fiedler bei Seubtendorf gesehen. Eine für das AKOOS-Gebiet bemerkenswerte Beobachtung gelang I. Hermann, als er am 6.5. bei Wurzbach 10 Steinschmätzer zählen konnte. Am 9.5. waren es noch 3 Ind. Letztmals sah I. Hermann am 11.5. 1 Ind. Zwei Steinschmätzer stellte F. Seeliger am 16.5. im Moor Helmsgrün fest. Bei Neundorf notierte S. Kästner am 18.5. 1 Ind. Ein Steinschmätzer war am 19.5. zwischen Ebersdorf und Zoppoten auf Nahrungssuche. 1,1 Birkenzeisige wurden am 12.5. von F. Seeliger am Stadtteich in Bad Lobenstein gesehen.

8. Mai 2023
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Einladung zu einer vogelkundlichen Wanderung

Am Sonntag, 14. Mai 2023, findet eine vogelkundliche Wanderung rund um das Schloß Burgk statt. Treffpunkt ist um 7 Uhr auf dem Parkplatz an der Sperrmauer Burgkhammer. Die Wanderung führt uns von dort über den Sophienberg zur Saale. An der Holzbrücke folgen wir dem Weg über den Weinberg zum Schloß. Von dort aus werden wir entweder über den Höhengrat des Sophienbergs oder auf direktem Weg zur Sperrmauer absteigen. Mit Saale, Mischwald und Siedlung können uns bei günstigem Wetter einige interessante Arten begegnen.

1. Mai 2023
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Beobachtungen im April 2023

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Rohrweihen (Kopulation) (Circus aeruginosus)
(Photo: S. Kästner)
Bei den Höckerschwänen auf der Talsperre Lössau wurde das 0,1 erstmals am 6.4. auf dem Nest gesehen. Ein neues BP wurde am 19.4. in den Rödern bei Lössau gefunden (beide P. Neupert). Weitere Bruten meldete S. Kästner am 23.4. vom Speicher Mönchgrün und vom Speicher Frankendorf. An den Teichen im Birkigt bei Oettersdorf stellte V. Vopel am 16.4. 2 Ind. fest. Der Speicher Seubtendorf wurde Mitte des Monats von 2 Höckerschwänen besetzt (S. Fiedler; S. Kästner). Wie bereits im Vormonat hielten sich am 23.4. wieder 2 Graugänse an den Teichen am Lerchenhügel auf (S. Kästner). Erneut wurden Kanadagänse gemeldet. I. u. J. Schmidt fotografierten 5 Ind. am Grafenteich in Dobareuth. Je ein Ind. hielt sich am 22.4. am Speicher Pfotenbach (S. Kästner) und am 23.4. am Ufer der Bleilochtalsperre bei Kloster auf. 4 Kanadagänse landeten am 24.4. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre. Bei den letzten Beobachtungen wurde am 29.4. je 1 Ind. am Speicher Pfotenbach (K. Spindler) sowie an der Bleilochtalsperre bei Kloster gesehen. I. u. S. Hermann sahen am 10.4. 2 Rostgänse über Wurzbach. M. Schulze konnte am 14.4. erneut 2 Rostgänse am Großen Teich bei Liebengrün feststellen. 2 Rostgänse standen am 16.4. auf einem Dach in Liebschütz (K. Däumler). An diesem Tag sah V. Vopel 1 Ind. am Speicher Oettersdorf. Wiederum 2 Rostgänse notierte I. Hermann am 25.4. bei Oberlemnitz. Bei den Nilgänsen schlüpften am 8.4. die 6 Jungen des BP vom Kalkteich bei Schönbrunn (R. Friedrich). Am 30.4. waren 1,1 Nilgänse mit 6 Juv. am Ufer der Bleilochtalsperre bei Kloster auf Nahrungssuche. 2 Brandgänse landeten am 14.4. auf der Bleilochtalsperre bei Kloster. Einen frühen Brutnachweis von der Stockente brachte R. Friedrich in Schönbrunn. Am 2.4. fand er auf dem asphaltierten Damm des unteren Dorfteiches 4 überfahrene Juv. Nach seiner Einschätzung haben die niedrigen Temperaturen die Ente wohl veranlasst auf dem wärmenden Asphalt die Juv. zu hudern, die dann vor dem nahenden Fahrzeug nicht flüchten konnten. Drei BN hatte I. Hermann mit einer brütenden Stockente am 9.4. am Speicher Oberlemnitz und zwei brütenden Weibchen am 24.4. bei Wurzbach. Bei letztgenannter Beobachtung brüteten die beiden Weibchen nebeneinander in einem Entenhäuschen. Einen Nachweis der Krickente brachte S. Kästner am 22.4. mit der Beobachtung von 1,0 Ind. auf dem Speicher Zoppoten. Auf dem Speicher Oberlemnitz rastete am 1.4. 1,0 Löffelente (I. Hermann). 6,6 Ind. hatten sich am 13.4. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre niedergelassen. S. Fiedler berichtete von 3,3 Löffelenten am 18.4. auf dem Speicher Blintendorf. 1,1 Ind. fand S. Kästner am 22.4. auf dem Speicher Zoppoten. Nochmals 3,3 Löffelenten landeten am 29.4. auf der Klosterplatte. 1,1 Knäkenten rasteten am 24.4. kurzzeitig auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre. Bei weiterer Anwesenheit von Reiherenten auf der Saale bei Blankenberg wurden die Max. am 1.4. mit 13 (8,5) Ind. (S. Fiedler) und am 12.4. mit 12 (7,5) Ind. (I. Hermann) erreicht. Auf dem Ruhteich waren ab dem 3.4. an allen Beobachtungstagen bis zu 10 (6,4) Reiherenten zu beobachten (F. u. R. Friedrich; S. Kästner; R. Walther). Max. 7 (5,2) Reiherenten waren es auf den Klärteichen Eliasbrunn (I. Hermann; R. Walther). Mit 15 (9,6) Ind. wurde am 6.4. auf dem Speicher Friesauer Grund die Höchstzahl erreicht. 27 (16,11) Ind. waren es an diesem Tag auf der Talsperre Lössau, wo am 3.4. bereits 23 (13,10) Reiherenten gezählt werden konnten (beide P. Neupert). Der Speicher Mönchgrün war am 23.4. mit 8 (4,4) Ind. besetzt (S. Kästner). Auf dem Schlossteich in Crispendorf sah P. Neupert am 27.4. 11 (10,1) Reiherenten. In geringerer Anzahl waren Reiherenten auf weiteren Gewässern im Gebiet anzutreffen (K. u. R. Friedrich; I. Hermann; S. Kästner; R. Müller; P. Neupert; V. Vopel; R. Walther). 1,0 Tafelente wurde am 29.4. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre gesehen. Ebenda hielten sich am Folgetag 4,1 Ind. auf. April-Nachweise der Schellente sind im AKOOS-Gebiet vergleichsweise selten. P. Neupert konnte am 3.4. und 6.4. je 1,0 Ind. auf der Talsperre Lössau beobachten. Ebenda hielten sich am 3.4. noch 1,6 Gänsesäger auf. Am 6.4. waren es 1,4 Ind. (beide P. Neupert). 2,4 Gänsesäger ruhten am 5.4. am Saaleufer nahe der Pappenfabrik Ziegenrück. Nochmals 1,4 Ind. waren am 19.4. nahe der Sperrmauer der Bleilochtalsperre zu sehen. Den letzten Nachweis brachte S. Kästner am 22.4. mit 1 Ind. bei Pottiga. Zwergtaucher, von denen bisher nur Meldungen aus dem Saaletal vorlagen, besetzten zunehmend die bekannten Brutplätze. 1 Ind. war am 4.4. auf dem Speicher Zoppoten zu sehen. Weitere Nachweise gelangen am 6.4. auf dem Ruhteich Remptendorf, auf dem Speicher Friesauer Grund (beide R. Walther) sowie auf der Talsperre Lössau (P. Neupert). Ein Haubentaucher hielt sich am 22.4. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre auf. Ebenda wurden am 30.4. 2 Ind. gesehen. Ein auf dem Weg ins Brutgebiet befindlicher Prachttaucher im PK rastete am 3.4. auf der Bleilochtalsperre nahe der Röppischer Kösperaleite.

Grünspecht (Picus viridis)
(Photo: I. Hermann)
Eine Ansammlung von 7 Graureihern sah V. Vopel am 16.4. am Speicher Oettersdorf. Nachdem am 21.3. letztmals ein Silberreiher im Gebiet zu sehen war, gelang am 14.4. die Beobachtung eines Ind. am Zipfelteich bei Görkwitz (V. Vopel). Ein weiterer Silberreiher war am 22.4. und 23.4. an der Bleilochtalsperre bei Kloster zu sehen. Die Ankunft eines Weißstorches, der auf dem Schornstein des ehemaligen Heizhauses in Wurzbach übernachtete, konnte I. Hermann am 9.4. im Bild festhalten. K. u. M. Ostermann konnten am 13.4. längere Zeit einen Weißstorch über Remptendorf beobachten. Für den 26.4. und 27.4. wurde durch I. u. J. Schmidt mitgeteilt, dass mehrere Bürger 2 Weißstörche in Gefell bzw. Dobareuth gesehen haben, und am 29.4. begann das Paar auf einem Schornstein in Gefell mit dem Horstbau. In Oettersdorf wurden an diesem Tag beide Ad. am bekannten Brutplatz angetroffen, wobei 0,1 vermutlich brütete während 1,0 den Horst mehrfach mit Nistmaterial anflog (M. Ostermann). Am Speicher Oberlemnitz wurde am 4.4. ein auffliegender Schwarzstorch festgestellt (K. u. R. Friedrich). An diesem Tag sah G. Descher im Koseltal bei Bad Lobenstein einen Nahrung suchenden Schwarzstorch. K. Däumler berichtete von 2 Ind., die am 9.4. Lückenmühle talabwärts überflogen. Einen weiteren Schwarzstorch sah J. Köhler am 15.4. unweit der Schweinemastanlage Thimmendorf. 1 Ind. meldete V. Vopel am 16.4. vom Speicher Oettersdorf. Am 17.4. konnte R. Müller 2 Ind. am Herrenteich nahe Neundorf bei der Nahrungssuche beobachten. Ebenfalls am 17.4. gelang W. Schink eine nicht alltägliche Beobachtung, als ein Schwarzstorch auf dem Dach seines Wohnhauses in Remptendorf landete. Unweit davon sahen K. u. R. Friedrich am 20.4. 1 Ind. Über der Ziegenrücker Flur kreisten am 23.4. zwei Schwarzstörche (S. Kästner). Einen besetzten Horst fand K. Däumler an diesem Tag bei Lückenmühle. Über dem inzwischen großflächig abgeholzten Ottergrund kreisten am 24.4. 3 Schwarzstörche (K. Däumler). Einen Schwarzstorch notierte S. Fiedler am 26.4. bei Seubtendorf. Die ständige Anwesenheit eines Schwarzstorches im Gebiet östlich Schönbrunn meldete G. Peterhänsel, was K. u. R. Friedrich für den 18.4. und 26.4. bestätigen konnten. Der 30.4. brachte nochmals zwei Nachweise, so 1 Ind. nahe Wurzbach (I. Hermann) und 2 Ind. kreisend über dem Ottergrund. Wie schon im Vorjahr wurden im April wieder Kornweihen gemeldet. Während K. Spindler am 11.4. 1 Ind. bei Friesau sah, konnte M. Schulze am 19.4. in der Flur Liebschütz 1,1 Ind. feststellen. Ebenfalls am 19.4. sahen K. u. R. Friedrich 1 Kornweihe bei Schönbrunn. Bei Juchhöh notierten I. u. J. Schmidt am 27.4. den Überflug einer Kornweihe. Eine Wiesenweihe wurde am 23.4. über der Eßbacher Flur gesehen (S. Kästner). An den Staudenteichen bei Remptendorf stellte M. Kohl am 7.4. 0,1 Rohrweihe fest. Folgebeobachtungen machten ebenda K. u. M. Ostermann und R. Walther. Am 17.4. waren erstmals beide Rohrweihen an diesem vorjährigen Brutplatz anzutreffen. Ab dem 18.4. wurde das Männchen mehrfach mit Nistmaterial gesehen. Für Schönbrunn brachte K. Horn am 16.4. einen weiteren Nachweis von 0,1 Rohrweihe. Während Feldarbeiten wurden am 19.4. 5 Rotmilane auf bzw. über einem Feld bei Schönbrunn gesehen. Ebenda war auch ein Schwarzmilan auf Nahrungssuche (beide K. Horn). Ein Schwarzmilan überflog am 19.4. Remptendorf Richtung O. weitere Beobachtungen machten I. Hermann am 25.4. bei Oberlemnitz und M. Schulze am 27.4. bei Liebschütz. Laut ornitho.de wurde am 14.4. an der Bleilochtalsperre nahe dem Heinrichstein ein Seeadler gesehen. Die Anzahl der am 1.4. die Schönbrunner Flur überfliegenden Kraniche, die nur akustisch erfasst werden konnten, schätzte K. Horn auf min. 10 Ind. Einen weiteren Nachweis brachte M. Schulze am 14.4. mit der Beobachtung von 14 Ind. über Liebschütz. C. u. W. Hager konnten am 18.4. zwischen Dragensdorf und Tegau – nordöstlich unseres Beobachtungsgebietes – 15 rastende Kraniche feststellen. Tags darauf sah P. Neupert 3 Nahrung suchende Kraniche bei Lössau. Einen Waldwasserläufer notierte V. Vopel am 16.4. am Speicher Oettersdorf. Ein weiterer Nachweis dieser Art gelang I. Hermann am 25.4. am Speicher Oberlemnitz. 4 Bruchwasserläufer waren am 27.4. am Ufer der Bleilochtalsperre bei Kloster zu sehen. 2 Große Brachvögel überflogen am 17.4. die Staudenteiche bei Remptendorf. Einen Grünschenkel sah F. Seeliger am 16.4. am Pfotenteich im Park Ebersdorf. Beim zweiten Nachweis hielt sich 1 Ind. am 26.4. an der Bleilochtalsperre bei Isabellengrün auf. Zwei Trupps Lachmöwen mit 8 und 13 Ind. rasteten am 22.4. an der Bleilochtalsperre bei Kloster. Ein Ind. landete am 24.4. ebenda. Zu den Lachmöwen vom 22.4. hatte sich 1 Sturmmöwe gesellt. 10 Sturmmöwen hielten sich im Verbund mit 6 Lachmöwen am 27.4. längere Zeit über der Klosterplatte der Bleilochtalsperre auf. Ebenda wurden am 28.4. 26 Ind. gezählt. 16 Ind. ruhten am 29.4. auf einem Hausboot bei Kloster. Eine Steppenmöwe überflog am 30.4. die Bleilochtalsperre bei Isabellengrün.

Wiesenschafstelze (Motacilla flava)
(Photo: S. Kästner)
Ein besetztes Nest der Ringeltaube fand V. Vopel am 9.4. in Schleiz. Ein früher Nachweis der Turteltaube gelang P. Neupert am 19.4. mit 1 sM bei Lössau. Mauersegler im April betreffen wohl stets Dz, was auch bei den 3 Ind., die K. Horn am 29.4. über Schönbrunn sah, anzunehmen ist. Die einzige Beobachtung eines Eisvogels meldete F. Seeliger, der am 25.4. 1 Ind. an der Bleilochtalsperre bei Saaldorf sah. Inmitten der Ortschaft Eßbach konnte R. Pucklitsch am 17.4. einen in der Schweiz beringten Wiedehopf bei der Nahrungssuche fotografieren. Ein zweiter Nachweis gelang C. u. W. Hager am 20.4., als sie 1 Ind. vor ihrem Grundstück in Liebschütz feststellten. Einen weiteren Wiedehopf meldete M. Köhler, die an diesem Tag ein Ind. an den Trebenteichen bei Remptendorf sah. Ein Wiedehopf hielt sich am 21.4. an der Ortsverbindungsstraße Friesau-Remptendorf auf (K. Spindler). Einen Wendehals hörte S. Kästner an diesem Tag am Ortsrand von Remptendorf. Weitere Nachweise mit je 1 Ind. gelangen ihm am 22.4. in Oberlemnitz und am 23.4. bei Ziegenrück. S. Fiedler hörte am 27.4. 1 Ind. im Saaletal bei Blankenberg. Eichelhäher mit Nistmaterial sah I. Hermann am 7.4. in Wurzbach. P. Staudt berichtete am 1.4. von 10 Dohlen im Buchenbestand des Tannaer Kornberges, wo bereits in den Vorjahren mehrere BP gefunden wurden. Ein weiteres BP wurde am 12.4. in der Kirche in Blankenberg festgestellt (I. Hermann). Nestbau der Blaumeise konnte K. Horn erstmals am 1.4. in Schönbrunn beobachten. Bei der Kohlmeise war es der 10.4. in Friesau (K. Spindler). Von der nur vereinzelt zur Brutzeit im Gebiet zu findenden Heidelerche hörte F. Spindler den ersten Gesang am 18.4. im NSG „Mittelgrund“. Die Erstbeobachtung der Rauchschwalbe meldete P. Neupert am 3.4. für Lössau. In Dobareuth sahen I. u. J. Schmidt am 7.4. die erste Rauchschwalbe. An diesem Tag machten K. u. R. Friedrich die Erstbeobachtung in Schönbrunn und besetzten hier bereits 2 BP die vorjährigen Nester (J. Eckert). T. Hammermüller meldete ebenfalls am 7.4. für Remptendorf die Ankunft von 2 Ind. am Brutplatz. In Göritz wurde die erste Rauchschwalbe am 9.4. gesehen (M. Köhler). Am Folgetag sah S. Sparsbrod in Altengesees eine Rauchschwalbe. Für den Karolinenhof meldete G. Hoh am 13.4. die erste Rauchschwalbe. Bei nass-kalter Witterung waren Mehlschwalben anfangs (17./18.4.) nur über größeren Wasserflächen zu sehen (S. Fiedler; P. Neupert). Am 19.4. flogen einzelne Mehlschwalben (mit Rauchschwalben) im Tal des Friesaubaches bei Schönbrunn (K. u. R. Friedrich). 3 Ind. sah S. Kästner am 22.4. in Oberlemnitz. Für Liebschütz gibt M. Schulze den 23.4. als Tag der Erstbeobachtung an. An diesem Tag meldete S. Kästner weitere Mehlschwalben aus Görkwitz und Neundorf (bei Schleiz). Eine erste größere Ansammlung beider Arten sahen K. u. M. Ostermann am 25.4. mit ca. 50 Rauch- und ca. 30 Mehlschwalben über der Sperrmauer Burgkhammer. Über der Saale bei Walsburg zählte P. Neupert an diesem Tag die mit 70 Mehlschwalben größte Ansammlung der Art. Nestbau wurde bei der Schwanzmeise am 14.4. nahe der Sperrmauer der Bleilochtalsperre festgestellt. Einen Zilpzalp mit Nistmaterial stellte M. Schulze am 3.4. in Liebschütz fest. Einen Fitis konnte I. Hermann am 7.4. in Wurzbach beobachten. Das 1. sM meldete V. Vopel am 16.4. aus der Flur Oettersdorf. Bereits an verschiedenen Orten singend wurde die Art ab dem 22.4. festgestellt (S. Kästner; R. Walther). Bei Dobareuth hörten I. u. J. Schmidt den ersten Fitis am 23.4. Der Gesang der Mönchsgrasmücke war erstmals am 1.4. bei Isabellengrün zu hören. Erst am 5.4. gab es einen weiteren Nachweis. M. Schulze konnte 2 Ind. in Liebschütz beobachten. Die wenigen Meldungen an den Folgetagen zeigen eine nur zögerliche Rückkehr ins Brutgebiet an. In Schleiz hört V. Vopel am 9.4. ein sM. Für Hirschberg nennt E. Kösser den 14.4. als Tag der Erstbeobachtung. Mit Beginn der dritten Dekade war die Art dann flächendeckend zu hören (S. Kästner; R. Müller; R. Walther). Gleiches gilt für die Klappergrasmücke, deren später Erstnachweis am 21.4. in Remptendorf gelang. Am 22.4. sangen die ersten Klappergrasmücken in Schönbrunn und bei Friesau (S. Kästner) sowie in Dobareuth (I. u. J. Schmidt). In der Folge war die Art häufiger zu hören. (K. Horn; S. Kästner; V. Vopel; R. Walther). Eine erste Gartengrasmücke hörte R. Walther am 26.4. an der Bleilochtalsperre bei Isabellengrün. Die meist als letzte der Grasmücken eintreffende Dorngrasmücke wurde erstmals am 30.4. bei Remptendorf festgestellt.

Pennantsittich (Platycercus elegans)
(Photo: M. Ostermann)
Ab dem 23.4. wurden fütternde Stare gesehen (P. Neupert). Von der Wasseramsel gibt am 3.4. einen Nachweis vom Brutplatz an der Talsperre Lössau (P. Neupert). Am 16.4. stellte V. Vopel 2 Wasseramseln an der Wisenta in Schleiz fest. An der Sormitz in Wurzbach war nach anhaltend hohem Wasserstand erstmals am 27.4. wieder eine Wasseramsel zu sehen (I. Hermann). In Schönbrunn konnte K. Horn ab dem 2.4. den Nestbau einer Amsel verfolgen. Die ersten efl. Amseln fand S. Fiedler am 26.4. in Blankenberg. Auf 300 Ind. schätzte I. Hermann am 4.4. einen Flug Wacholderdrosseln bei Oberlemnitz. Den ersten BN bei dieser Art meldete I. Hermann am 11.4. aus Wurzbach. Am 13.4. fand R. Walther bei Remptendorf 1 BP am Nest. 20 Rotdrosseln wurden am 1.4. von P. Staudt bei Tanna gesehen. 26 Ind. waren am 3.4. am Großen Teich bei Liebengrün auf Nahrungssuche. In Liebschütz stellte M. Schulze vom 6.4. bis 8.4. bis zu 6 Rotdrosseln in seinem Gartengrundstück fest. 14 Rotdrosseln rasteten am 8.4. kurzzeitig in der Remptendorfer Flur, wo am 19.4. nochmals 5 Ind. gesehen wurden. Die Erstbeobachtung des Trauerschnäppers datiert auf den 17.4., als je 1 Ind. an der Talsperre Lössau (P. Neupert) und am Ruhteich bei Remptendorf gesehen wurde. 3 Braunkehlchen konnten am 22.4. im Langwassergrund bei Neundorf von S. Kästner beobachtet werden. Am 24.4. rasteten 2 Ind. an Ulitzschs Teich bei Friesau. Nochmals 2 Braunkehlchen waren am 27.4. unweit des Speichers Pfotenbach zu sehen. Einen frühen Gartenrotschwanz stellten K. u. M. Ostermann am 3.4. in ihrem Garten in Remptendorf fest. Nach dem 11.4., besonders aber in der letzten Dekade, trat die Art stärker in Erscheinung (S. Kästner; M. Schulze; R. Walther). Ein Foto vom ersten Steinschmätzer des Jahres gelang S. Fiedler am 4.4. bei Seubtendorf. Weitere Beobachtungen gab es am 24.4. mit 2 Einzelnachweisen bei Friesau sowie mit 2 Ind. am 26.4. bei Remptendorf. Feldsperlinge mit Nistmaterial sah I. Hermann am 5.4. in Wurzbach. Den ersten singenden Baumpieper hörte F. Spindler am 18.4. im NSG „Mittelgrund“. Letzte ziehende Wiesenpieper fand S. Kästner am 23.4. bei Frössen und am Lerchenhügel bei Ziegenrück. Ein Nest der Gebirgsstelze mit 4 Eiern wurde am 6.4. am Otterbach bei Lückenmühle gefunden. Nachweise der Wiesenschafstelze gehen auf S. Kästner zurück, der am 22.4. 1 Ind. bei Blankenstein und am 23.4. jeweils 1 Wiesenschafstelze an zwei Stellen in der Ziegenrücker Flur nachweisen konnte. Nestbau der Bachstelze beobachtete I. Hermann am 12.4. in der alten Papierfabrik Blankenberg. Nestbau beim Buchfink notierte derselbe Beobachter am 19.4. in Wurzbach. Am 9.4. hatte sich ein erster Girlitz an einer Fütterung in Remptendorf eingefunden. Den Gesang vernahm K. Horn erstmals am 18.4. in Schönbrunn. Einen singenden Stieglitz hörte V. Vopel am 9.4. in Schleiz. Während einer geführten Vogelstimmenwanderung um Tanna am 1.4. wurden 4 Birkenzeisige erkannt (P. Staudt, I. Hermann). Die eingegangenen Meldungen zeigen, dass Erlenzeisige in den ersten beiden Dekaden noch regelmäßig die Fütterungen und am 4.4. mit max. 60 Ind (I. Hermann) aufsuchten. Den letzten Nachweis gab es am 22.4. in Remptendorf. Parallel hierzu verlief der Aufenthalt der Bergfinken. Auch diese waren in den ersten beiden Dekaden noch regelmäßig an den Fütterungen anzutreffen. Max. waren es 15 Ind. am 20.4. (T. Dietzel). Beobachtungen nach dem 22.4. gelangen es nur noch am 29. und 30.4. mit je 1 Ind (K. u. M. Ostermann). Rohrammern fand S. Kästner am 23.4. an den Krähenteichen bei Neundorf (bei Schleiz) und im Krämerfeld bei Frössen. Seit Ende April hält sich in Remptendorf ein dort entflogener Pennantsittich auf. Dieser Gefangenschaftsflüchtling ist der zweite Nachweis der Art im Beobachtungsgebiet.

18. April 2023
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Einladung zu einer vogelkundlichen Wanderung

Am Sonnabend, 22. April 2023, bietet der AKOSS eine vogelkundliche Wanderungen im nun schon voranschreitenden Frühjahr an. Treffpunkt ist um 7 Uhr an der Aussichtsplattform „Skywalk“ Pottiga. Die Wanderung führt uns von dort hinab zur Saale und entlang des ehemaligen Kolonnenwegs rund um die Landzunge über das ehemalige Gut Saalbach und zurück zum Ausgangsort. Die Strecke beträgt etwa 4 km und ist aufgrund des Geländeprofils – obgleich gut ausgebaut – mit Auf- und Abstiegen verbunden. Navigationssysteme sollten den Treffpunkt, an dem in begrenztem Umfang auch die Fahrzeuge abgestellt werden können, über den „Wiesenweg“ finden. Der Skywalk ist zudem ausgeschildert.

1. April 2023
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Beobachtungen im März 2023

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Nilgänse (Alopochen aegyptiaca)
(Photo: I. Hermann)
Höckerschwäne hatten in diesem Monat ihre potentiellen Brutplätze weitgehend besetzt. Die Anwesenheit von jeweils 2 Ind. wurde ab dem 13.3. auf der Talsperre Lössau (P. Neupert) sowie am 14.3. auf Jakobs Teich im Ruh bei Neundorf (bei Schleiz), auf den Teichen am Ziegenrücker Lerchenhügel und auf dem Gehegsteich bei Crispendorf festgestellt. Auf den beiden letztgenannten und auf dem Saalewehr dee Fernmühle wurden am 29.3. die Schwäne bereits brütend festgestellt (R. Walther, z.T. P. Neupert). Ein weiteres BP sah P. Neupert am 29.3. auf den Teichen in den Rödern bei Lössau. Kanadagänse wurden in Europa wie auch in Deutschland angesiedelt und sind derzeit in steter Ausbreitung begriffen. R. Müller sah am 17.3. 1 Ind. auf dem Speicher Oberlemnitz. Am 24.3. überflogen 7 Kanadagänse die Bleilochtalsperre bei Röppisch. Auch bei dieser Art ist, wie schon bei der Nilgans, mit weiteren Nachweisen im AKOOS-Gebiet zu rechnen. 2 Graugänse landeten am 6.3. auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre. 4 Ind. standen am 13.6. am Ufer der Bleilochtalsperre bei Kloster. Am 29.3. flogen von den Teichen am Lerchenhügel 2 Graugänse ab. Bei der Nilgans wurde die Besetzung möglicher Brutplätze vorerst von Grafs Teich bei Remptendorf (M. Kohl; K. u. M. Ostermann; R. Walther), vom Speicher Oberlemnitz (I. Hermann), vom Speicher Oettersdorf und den nahegelegenen Teichen am Birkigt (V. Vopel), vom Speicher Zoppoten (R. Walther), vom Speicher Pfotenbach (R. Müller; R. Walther), von Kästners Teichen bei Friesau (U. Haußner), vom Stadtteich/Alter Turm Bad Lobenstein (I. Hermann; M. Kohl) und vom Grafenteich Dobareuth (I. Hermann) gemeldet. Auf dem Hessenteich bei Liebengrün stellte M. Schulze am 24.3. 2 Rostgänse fest. Eine dritte Rostgans war am 29.3. auf dem Großen Teich bei Liebengrün zu sehen (M. Schulze; R. Walther). Auch für diese Art, deren ursprüngliches Brutgebiet in Südosteuropa liegt, gelten die bei der Kanadagans getroffenen Aussagen. Krickenten wurden an zwei Tagen auf der Talsperre Lössau gesehen. Dabei zählte P. Neupert am 17.3. 15 (8,7) Ind. und am 21.3. nochmals 2,0 Ind. Am Ufer der Bleilochtalsperre bei Kloster hielten sich am 22.3. 5 Krickenten auf. 2 (1,1) Ind. meldete P. Neupert am 29.3. von den Teichen in den Rödern bei Lössau. 1,0 Krickente wurde am 30.3. auf dem Pfotenbachspeicher bei Friesau gesehen. Den einzigen Nachweis der Knäkente brachte R. Müller, der am 19.3. 4 (2,2) Ind. auf dem Speicher Zoppoten sah. Erste durchziehende Löffelenten wurden am 15.3. registriert. 5 (2,3) Ind. rasteten auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre. Weitere 2 Ind. waren es am 22.3. ebenda. Auf den Teichen am Lerchenhügel hielten sich am 28.3. und 29.3. 1,1 Löffelenten auf (P. Neupert; R. Walther). Auf dem nahegelegenen Föhrenteich rasteten an diesem Tag weitere 5 (3,2) Löffelenten. Ebenfalls am 29.3. landeten 11 (4,7) Löffelenten auf der Klosterplatte. Am 30.3. waren hier erneut 11 (7,4) Ind. zu sehen. Den Löffelenten am 29.3. hatten sich anfangs 12 (6,6) Spießenten angeschlossen, zu denen sich später nochmals 4 (2,2) Spießenten gesellten. Am 30.3. waren erneut 2 (1,1) Spießenten auf der Klosterplatte zu sehen. Bereits am 13.3. hatte P. Neupert von 1,0 Spießente auf der Talsperre Lössau berichtet. Beim ersten Nachweis der Pfeifente kamen am 22.3. 26 Ind. auf der Klosterplatte zur Beobachtung. Hier hielten sich am 30.3. nochmals 4 (2,2) Ind. auf. 1,0 Schnatterente konnte am 29.3. auf dem Großen Teich bei Liebengrün gesehen werden (M. Schulze; R. Walther). 6 (5,1) Reiherenten zählte M. Kohl am 5.3. in der Remptendorfer Bucht der Bleilochtalsperre. Unweit dieser Stelle wurden am Folgetag 5 (4,1) Ind. gesehen. Auf dem Speicher Friesaugrund rasteten am 9.3. 4,0 Reiherenten. 2,1 Ind. konnten ab dem 18.3. auf dem seit 2022 wieder bespannten Speicher Pfotenbach nachgewiesen werden (S. Kästner; R. Müller; K. Spindler; R. Walther). Eine ebensolche Beobachtung machte S. Fiedler am 19.3. auf dem Speicher Seubtendorf. 3,1 Reiherenten zählte I. Hermann am 21.3. bei Blankenberg. 5 (4,1) Ind. sah er am 25.3. auf den Eliasbrunner Klärteichen. Am 29.3. wurden auf dem unteren Crispendorfer Dorfteich ebenfalls 5 (4,1) Reiherenten gesehen. Auf dem Föhrenteich bei Eßbach rasteten 8 (6,2) Ind. Die größten Trupps der an allen Beobachtungstagen auf der Talsperre Lössau in zunehmender Anzahl anzutreffenden Reiherenten konnte P. Neupert melden. Waren es am 7.3. 1,1 Ind., so steigerte sich ihre Zahl über 9 (5,4) Ind. am 10.3. und 13.3., auf 17 (10,7) Ind. am 17.3. und weiter auf 23 (14,9) Ind. am 21.3., um am 28.3. mit 26 (15,11) Reiherenten das Max. zu erreichen. Eine weibliche Tafelente fand sich am 9.3. auf dem Speicher Friesaugrund ein. Bereits am 4.3. hielten sich 2 Tafelenten auf der Klosterplatte der Bleilochtalsperre auf. Hier wurde am 28.3. nochmals 1,0 Tafelente gesehen. 4 (2,2) Tafelenten hatten sich am 29.3. den Föhrenteich bei Eßbach zur Rast ausgesucht. Auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer stellte S. Kästner am 5.3. 5 (3,2) Schellenten fest. Je 1,0 Schellente meldete P. Neupert am 7.3. und am 28.3. von der Talsperre Lössau. Am 13.3. wurden 2,1 Schellenten auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch, sowie 1,0 Ind. in der Wetterabucht gesehen. Den mit 18 (14,4) Schellenten größten Trupp fanden K. u. M. Ostermann am 14.3. auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz bei Burgk, wo beide Beobachter am 28.3. nochmals 6 (4,2) Schellenten feststellen konnten. 3 (1,2) Ind. sahen K. u. R. Friedrich am 26.3. auf dem Kalkteich bei Schönbrunn.

Bekassine (Gallinago gallinago)
(Photo: I. Hermann)
Auf der Bleilochtalsperre waren Gänsesäger bis zum 23.3. an allen Beobachtungstagen anzutreffen (S. Kästner; M. Kohl; R. Walther). Max. wurden jeweils 19 Ind. am 6.3. (R. Walther) und am 12.3. (S. Kästner, R. Walther) im weiteren Umfeld der Sperrmauer erfasst. Auf dem Saalewehr Fernmühle hielt sich am 14.3. 1,0 Gänsesäger auf. Oberhalb der Bleilochtalsperre war der Gänsesäger vorzugsweise im Abschnitt Blankenstein mit 1-2 Ind. ständiger Gast (H. Böhm; S. Fiedler; S. Kästner; R. Müller). Die größten Trupps meldete erneut P. Neupert von der Talsperre Lössau, wo die Art wieder durchgehend anwesend war. Dabei wurde das Max. am 13.3. mit 69 Ind. festgestellt. Außerhalb des Saaletals und der größeren Talsperren gab es weitere Nachweise vom Speicher Oberlemnitz mit 2 (0,2) Ind. am 5.3. (S. Kästner), 3 (1,2) Ind. am 8.3. (I. Hermann), 10 (4,6) Ind. am 11.3. (S. Kästner), 11 (6,5) Ind. am 12.3. (R. Müller), 5 Ind. am 18.3. (I. Hermann; S. Kästner), 2 (1,1) Ind. am 21.3., 3 (1,2) Ind. am 22.3. (R. Müller), 4 (1,3) Ind. am 25.3. sowie 4 (1,3) Ind. am 28.3. (beide I. Hermann). Auf dem Speicher Seubtendorf wurden am 10.3. von S. Fiedler 5 (4,1) Gänsesäger gesehen. 0,1 Gänsesäger stellte V. Vopel am 12.3. auf dem Speicher Oettersdorf fest. 17 Ind. waren es am 14.3. auf dem Speicher Frankendorf (ornitho.de). Die 10 am 1.3. im weiteren Umfeld der Klosterplatte der Bleilochtalsperre gezählten Haubentaucher bedeuteten zugleich das monatliche Maximum. Weitere Ind. waren dann durchgehend bis zum 23.3. anzutreffen (S. Kästner; M. Kohl; R. Walther). Auf der Talsperre Lössau hielt sich seit dem 21.3. ein Haubentaucher auf (P. Neupert). Zwergtaucher waren wie schon in den Wintermonaten wieder auf der Saale bei Blankenberg anzutreffen. Die mit 6 Ind. größte Ansammlung meldete I. Hermann am 22.3. von diesem Abschnitt. Von der Bleilochtalsperre liegt lediglich der Nachweis eines Zwergtauchers vom 24.3. bei Kloster vor. In der Graureiher-Kolonie am Wolfstein zählte H. Böhm bis zu 25 Ind. Nachweise des Silberreihers gehen größtenteils auf Beobachtungen von H. Böhm zurück, der vorwiegend in der ersten Monatshälfte bis 4 Ind. an der Saale bei Blankenstein notieren konnte. 1 Ind. meldete R. Müller am 11.3. vom Speicher Zoppoten. Am Speicher Oettersdorf sah V. Vopel am 12.3. 1 Ind. 1 Silberreiher stand am 21.3. an der Saale bei Blankenberg (I. Hermann). K. Spindler sah am 13.3. 1 Silberreiher bei Zoppoten. 3 Ind. standen am 19.3. am Speicher Seubtendorf (S. Fiedler). Die Erstbeobachtung des Schwarzstorches wurde erst am 18.3. gemeldet. F. Spindler freute sich über 1 Ind., das sie nördlich Ruppersdorf sah. Bei der zweiten Beobachtung flog am 27.3. 1 Ind. vom Ruhteich bei Remptendorf ab. Einen nächsten Schwarzstorch sah M. Schulze am 29.3. über der Flur Liebengrün. Wie am 27.3. kam auch am 31.3. wieder 1 Schwarzstorch am Ruhteich zur Beobachtung. Einen Weißstorch, der zusammen mit einem Rotmilan Remptendorf nach NW überflog, stellten E. u. R. Walther am 15.3. fest. Die Erstbeobachtung eines Weißstorches am Oettersdorfer Brutplatz datiert V. Vopel auf den 24.3. Eine Zuggemeinschaft von 4 Rotmilanen sah T. Hammermüller am 17.3. über Remptendorf. I. Hermann konnte am 21.3. bei Saaldorf einen Rotmilan beobachten, der mit den Fängen ins Wasser eintauchend einen Fisch erbeutete. Zwei Schwarzmilane überflogen am 20.3. die nördliche Remptendorfer Flur nach W. Bei Liebschütz sah M. Schulze am 24.3. 1 Ind. Wiederum 2 Ind. waren es am 25.3. über der Sperrmauer der Bleilochtalsperre. 1 Schwarzmilan sah P. Neupert am 28.3. in den Rödern bei Lössau. Den einzigen Nachweis eines Fischadlers brachten K. u. M. Ostermann mit der Beobachtung eines Vogels am 28.3. über dem Ausgleichsbecken Burgkhammer. Ein von diesem Gewässer kommender Seeadler konnte am 11.3. längere Zeit beim Suchflug über der Bleilochtalsperre bei Kloster beobachtet werden. Bei weiteren zwei Beobachtungen flog ein Seeadler am 17.3. und am 28.3. von der Talsperre Lössau ab (P. Neupert). Je 1,0 Kornweihe wurde am 1.3. und 3.3. von K. Horn bei Schönbrunn festgestellt. Dieselbe Beobachterin konnte am 15.3. ebenda erneut 1,0 Kornweihe nachweisen. K. u. M. Ostermann sahen am 28.3. 1 Kornweihe in der Flur Möschlitz. Vom Rauhfußbussard gibt es zwei Meldungen. S. Kästner sah am 11.3. 1 Ind. bei Helmsgrün. Bei der zweiten Beobachtung wurde am 29.3. 1 Ind. bei Neuenbeuthen im Überflug von einem Mäusebussard attackiert. Durchzug zeigen 9 Mäusebussarde an, die am 18.3. über Friesau gesehen wurden (K. Spindler). Die Beobachtung eines Wanderfalken in Blankenstein am 18.3. dürfte einen Vogel des dortigen BP betreffen (S. Kästner).

Erlenzeisig (Spinus spinus)
(Photo: M. Kohl)
Die Erstbeobachtung ziehender Kraniche geht auf P. Neupert zurück, der am 7.3. 10 Ind. über der Talsperre Lössau zählen konnte. 2 Ind. standen am 8.3. auf einer schneebedeckten Fläche südlich Pörmitz (V. Vopel). Am 9.3. sah K. Spindler 2 rastende Kraniche bei Friesau. Ebenfalls am 9.3. überflogen 38 Kraniche die Röppischer Bucht der Bleilochtalsperre (K. u. R. Friedrich). Mehrfache Kranichbeobachtungen meldete Y. Ostermann für Grumbach. So zählte sie min. 10 Ind. am 8.3., 17 Ind. am 9.3. und 21 Ind. am 10.3., die den Ort nach NNO überflogen. 54 Kraniche umfasste ein Trupp, der ebenfalls am 10.3. über Remptendorf zu sehen war. Für Wurzbach meldete K. Lauterbach am 14.3. den Durchzug von 25 Kranichen. Nach den bereits im Februar genannten Beobachtungen von Bleßrallen auf potentiellen Brutgewässern gab es weitere Nachweise dieser Art vom Speicher Zoppoten am 11.3. (R. Müller) und am 14.3. vom Ebersdorfer Brauteich und dem Herrenteich Liebengrün (R. Walther). Die erste Bleßralle auf dem Speicher Oberlemnitz wurde am 17.3. gesehen (R. Müller). 2 Ind. waren es dann am 20.3. (I. Hermann). Bereits am 19.3. hatte P. Neupert die Ankunft von 2 Bleßrallen auf dem Teich am Kieferig bei Wüstendittersdorf gemeldet. Die Erstbeobachtung vom Ruhteich Remptendorf datiert auf den 20.3. Auf dem Speicher Zoppoten hatte sich die 2. Bleßralle am 19.3. eingefunden (R. Müller). Seit dem 22.3. war 1 BP auf dem unteren Dorfteich in Schönbrunn anwesend (K. u. R. Friedrich). 4 Bleßrallen hatten bis Monatsende den Pfotenbachspeicher besetzt (K. u. R. Friedrich; S. Kästner; R. Müller; K. Spindler; R. Walther). Auf den Teichen am Lerchenhügel konnten zu dieser Zeit 6 Ind. gezählt werden (P. Neupert; R. Walther). Ebenfalls 6 (3 BP) Bleßrallen zählte P. Neupert am 29.3. auf den Teichen in den Rödern bei Lössau. Von der Teichralle liegt ein Nachweis vom Brauteich Ebersdorf vor. R. Müller notierte hier am 19.3. 1 Ind. In der Zoppotener Flur stellte S. Sparsbrod am 12.3. 8 rastende Kiebitze fest. Durchziehende Goldregenpfeifer werden meist in Zuggemeinschaften mit Kiebitzen gesehen. Einen artreinen Trupp von 13 Ind. notierte S. Kästner am 18.3. bei Zoppoten. Am 22.3. war eine Uferschnepfe am Ufer der Bleilochtalsperre bei Kloster auf Nahrungssuche. Nach den Feststellungen in den Jahren 1966 und 1981 ist dies der dritte Nachweis der Art im Beobachtungsgebiet. Eine kurzzeitig rastende Bekassine stellte I. Hermann am 8.3 am Speicher Oberlemnitz fest. Durch gezielte Suche im Krämerfeld bei Frössen konnte S. Kästner am 5.3. und 11.3. jeweils 1 Bekassine, am 18.3. eine Zwergschnepfe nachweisen. Eine weitere Zwergschnepfe hatte derselbe Beobachter bereits am 5.3. bei Helmsgrün gefunden. Drei Großmöwen, die am 12.3. an der Bleilochtalsperre bei Röppisch von S. Kästner und R. Walther beobachtet wurden, konnten anhand ihrer vielfachen Rufe als Silbermöwen bestimmt werden. Am Folgetag waren ebenda noch 2 Ind. zu sehen. Zwei Steppenmöwen hielten sich am 13.3. zwischen Kormoranen bei Kloster auf. Drei Ind. waren am 30.3. kurzzeitig auf der Bleilochtalsperre bei Röppisch zu sehen. Eine Lachmöwe war am 5.3. an der Bleilochtalsperre bei Kloster auf Nahrungsflug. 46 Ind. rasteten am 13.3. an gleicher Stelle. Am Nachmittag desselben Tages schwammen 4 Lachmöwen auf der Klosterplatte. 7 Ind. ruhten am 14.3. wiederum am Ufer bei Kloster. 14 Lachmöwen waren es am 15.3. und ebenda rasteten am 22.3. kurzzeitig 4 Lachmöwen, bevor sich hier am 24.3. wieder 8 Ind. aufhielten. Am 29.3. konnten nochmals 7, am 30.3. 6 Lachmöwen beim Nahrungsflug beobachtet werden. Den Lachmöwen vom 22.3. hatte sich eine Sturmmöwe angeschlossen. Größere Flüge ziehender Ringeltauben wurden erstmals am 4.3. gemeldet. K. Horn sah etwa 50 Ind. über Schönbrunn. Am 9.3. meldete I. Hermann einen Trupp mit ca. 80 Ind. bei Wurzbach. Etwa 130 Ringeltauben stellte S. Kästner am 11.3. bei Unterlemnitz fest. Hier wurden am 14.3. etwa 140 Ind. gesehen. Ebenso viele waren es am 20.3. nördlich Remptendorf (beide K. u. M. Ostermann). Nach einem Jahr Pause wurden in diesem Monat auch westlich der Saale wieder Türkentauben gesehen. 2 Ind. meldete M. Schulze am 3.3. aus Liebschütz. In Friesau hielt sich seit dem 11.3. 1 Türkentaube auf (K. Spindler). In Bad Lobenstein beobachtete R. Müller 1 Ind. am 20.3. Mittels Wildkamera konnte am 23.3. die Anwesenheit einer Türkentaube an einer Fütterung in Remptendorf dokumentiert werden (M. Kohl). Zu unseren und an ihren Rufen leicht zu unterscheidenden Eulen und Käuze gibt es kaum (noch) Angaben. Den Nachweis von 1,1 Uhus brachte S. Kästner am 18.3. vom Kulm bei Schlegel.

Bluthänfling (Linaria cannabina)
(Photo: I. Hermann)
Der erste März-Nachweis eines Raubwürgers gelang S. Kästner am 5.3. bei Helmsgrün. S. Fiedler notierte 1 Ind. am 10.3. bei Seubtendorf. Einen weiteren Vogel stellte R. Walther am 14.3. auf dem Lerchenhügel bei Ziegenrück fest. An der Straße zwischen Lössau und Langenbuch fand P. Neupert am 20.3. 1 Raubwürger. K. Däumler berichtet von 1 Raubwürger, den sie am 26.3. im Törpigsgrund zwischen Ruppersdorf und Eliasbrunn beobachten konnte. Eine erste Rabenkrähe mit Nistmaterial stellte S. Kästner am 18.3. bei Helmsgrün fest. 2 Rabenkrähen mit Nistmaterial sah I. Hermann am 21.3. bei Mödlareuth. Eine ebensolche Beobachtung machte R. Walther am 24.3. nördlich Remptendorf. Später als in den Vorjahren wurde Nestbau der Elster gemeldet. M. Schulze machte eine erste Beobachtung am 3.3. in Liebschütz. I. Hermann verfolgte in Wurzbach den Nestbau eines BP ab dem 19.3., der auch noch am 31.3. andauerte. Bei den am 21.3. bei Blankenberg beobachteten 8 Eichelhähern wird es sich um eine Zuggemeinschaft gehandelt haben (I. Hermann). Wie im Vormonat wurde wiederum bei Burgk ein größerer Trupp Kohlmeisen gemeldet. K. u. M. Ostermann zählten am 14.3. min. 35 Ind. Am Monatsletzten erreichte die erste Rauchschwalbe unser Gebiet. R. Müller sah 1 Ind. in Zoppoten. Die ersten Zilpzalpe meldete S. Kästner am 18.3. für die Fluren Helmsgrün, Oberlemnitz und Zoppoten. Den 19.3. als Tag der Erstbeobachtung nennen M. Kohl für Bad Lobenstein und K. Horn für Schönbrunn, hier bereits singend. Weitere Nachweise sM betreffen Bad Lobenstein (R. Müller) und Remptendorf am 20.3. sowie Schleiz am 22.3. (K. Horn). K. Horn konnte am 17.3. in Schönbrunn die erste Mönchsgrasmücke notieren. Die Erstbeobachtung des Sommergoldhähnchens machte I. Hermann am 27.3. bei Wurzbach. Vom Star liegen nur wenige Meldungen von Flügen mit mehr als 100 Ind. außerhalb des Remptendorfer Gebietes vor. Etwa 200 Stare sah S. Kästner am 11.3. bei Helmsgrün. Am 18.3. zählt derselbe Beobachter am Speicher Pfotenbach einen Trupp mit 120 Ind. Nach mehrfachem Auftreten von Trupps mit über 100 Ind. in und um Remptendorf meldeten K. u. M. Ostermann am 21.3. einen Flug mit etwa 400 Ind. bevor M. Kohl am 23.3. mit einer Ansammlung von 1200 Staren das Max. erfasste. Die 2 (1,1) Wasseramseln, die am 2.3. an der Sormitz in Wurzbach beobachtete werden konnten, zeigen ein Revier an (I. Hermann). Gleiches gilt für die mehrfachen Nachweise einer Wasseramsel an der Talsperre Lössau (P. Neupert). Für die Wisenta bei Schleiz meldete V. Vopel am 12.3. 1 Wasseramsel. Bei der Misteldrossel hebt sich die Feststellung von 13 Ind. bei Oberlemnitz (S. Kästner) von weiteren, meist Einzelnachweisen ab. Die aus den Vorjahren bekannten, meist mehrere hundert Ind. zählende Schwärme rastender Wacholderdrosseln fehlten weitgehend. Bei Remptendorf notierten S. Kästner u. R. Walther am 12.3. 105 Ind. S. Kästner sah am 18.3. etwa 120 Ind. am Speicher Pfotenbach. Den mit min. 500 Wacholderdrosseln größten Flug meldete P. Neupert am 28.3. von der Talsperre Lössau. Nach einzelnen Nachweisen der Singdrossel im Februar, gab es weitere Feststellungen, auch bereits singend, seit dem 12.3. aus dem Raum Wurzbach (I. Hermann), Remptendorf (M. Kohl; S. Kästner; R. Walther) sowie Ebersdorf und Zoppoten, hier der größte Trupp mit 8 Ind., (S. Kästner). Weitere Meldungen dieser Art kamen in den Folgetagen aus dem Umfeld der Sperrmauer der Bleilochtalsperre (S. Kästner; R. Walther), aus der Remptendorfer Flur (S. Kästner; M. Kohl; R. Walther), aus Schönbrunn (K. Horn) und vom Herrenteich bei Neundorf (R. Müller). Rotdrosseln auf dem Frühjahrszug wurden mehrfach festgestellt (I. Hermann; S. Kästner; M. Schulze; K. Spindler; R. Walther). Mit min. 15 Ind. am Speicher Pfotenbach meldete S. Kästner am 18.3. den größten Trupp. Das Krämerfeld bei Frössen darf wohl als Hauptrastplatz auch für durchziehende Schwarzkehlchen gelten. Die ersten diesjährigen Nachweise brachten am 18.3. S. Fiedler ebenda mit 1,0 Ind. sowie S. Kästner mit 0,1 Ind. am Absang bei Blankenstein. Einen ersten Hausrotschwanz stellten K. u. R. Friedrich am 12.3. in Schönbrunn fest. In Remptendorf sahen I. u. W. Häßner einen Hausrotschwanz am 14.3. Weitere Nachweise gab es. am 17.3. in Wurzbach (I. Hermann) und erneut in Schönbrunn (K. u. R. Friedrich; K. Horn), wobei letztere am 18.3. nochmals 1,1 Ind. feststellen konnte. Weitere Hausrotschwänze sahen an diesem Tag S. Kästner bei Blankenstein und M. Kohl mit 1,0 und 0,1 Ind. erneut in Remptendorf. Für Friesau gibt K. Spindler den 19.3. als Tag der Erstbeobachtung an. In Oettersdorf bemerkte V. Vopel den ersten Hausrotschwanz am 23.3. Abnehmende Nachweise durchziehender Wiesenpieper sind kennzeichnend für diese seit wenigen Jahren im AKOOS-Gebiet als Brutvogel verschwundene Art. Diese Entwicklung mag teilweise dem Beobachterverhalten geschuldet sein, werden doch die ehemaligen Brut- und derzeitigen potentiellen Rastplätze nur unregelmäßig aufgesucht, doch zeigt sich auch anderenorts beim Wiesenpieper ein starker Bestandsrückgang. Es liegen zwei Beobachtungen aus dem Frössener Krämerfeld vor. Am 5.3. fand S. Kästner 2 Ind. und S. Fiedler meldete die Beobachtung eines Wiesenpiepers am 19.3. Von der Bachstelze brachte S. Kästner den ersten Nachweis am 12.3. an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre. 1 Ind. notierte M. Kohl am 13.3. in Bad Lobenstein. In Remptendorf wurde die erste Bachstelze am 16.3. gesehen. Am Folgetag sahen K. Spindler 2 Ind. in Friesau, R. Müller 1 Ind. in Bad Lobenstein und V. Vopel 1 Ind. in Oettersdorf. Den 18.3. als Tag der Erstbeobachtung nannten S. Kästner für Frössen und Schlegel sowie F. Spindler für Ruppersdorf. Einen 15 Bachstelzen zählenden Trupp konnte I. Hermann ebenfalls am 18.3. auf einem Feld bei Unterlemnitz beobachten. Der mit 30 Ind. erste größere Trupp Buchfinken überflog am 3.3. Schönbrunn nach N (K. Horn). Weitere Nachweise beschränkten sich bis Monatsmitte auf kaum mehr als 50 Ind. umfassende ziehende/rastende Finkentrupps (I. Hermann; R. Walther). Für den 18.3. nennt dann S. Kästner einen etwa 500 Buch- und Bergfinken zählen Flug über dem Kulm bei Schlegel. Ein etwa 400 Ind. zählender Buchfinkenschwarm mit circa 10% Bergfinken rastete am 31.3. bei Zoppoten. Von den zahlreichen, aber selten mehr als 10 Ind., max. 20 Ind. am 5.3. (I. Hermann) zählenden Bergfinken–Nachweisen an den Winterfütterungen (H. Böhm; T. Dietzel; S. Fiedler; M. Köhler; K. Horn; P. Neupert; K. u. M. Ostermann; M. Schulze; K. Spindler; R. Walther), heben sich die Feststellungen von K. u. R. Friedrich in Schönbrunn ab. Diese konnten in der Woche vom 21.3. bis 28.3. auf einem vorjährigen Blühstreifen Ansammlungen von bis zu 400 Finkenvögeln mit überwiegend Bergfinken beobachten. Die 15 Bluthänflinge am 12.3. bei Röppisch dürften durchziehende Vögel gewesen sein (S. Kästner). Bereits am 21.3. konnte I. Hermann in Mödlareuth einen Bluthänfling mit Nistmaterial beobachten. Instruktive Aussagen zum Vorkommen des Erlenzeisigs (an den Winterfütterungen) lässt die durchgehende Dokumentation der Art durch I. Hermann zu. Er konnte am 20.3. mit ca. 150 Ind. das Maximum erfassen. Von weiteren Beobachtern wurden die Maxima an den Fütterungen mit 40 bis 80 Erlenzeisigen angegeben (H. Böhm; S. Fiedler; K. Horn; M. Köhler; P. Neupert; K. u. M. Ostermann; M. Schulze; K. Spindler; R. Walther). Eine Zuggemeinschaft von 13 Rohrammern rastete am 9.3. im Umfeld der Mockerteiche bei Drognitz. Weitere Nachweise brachten S. Kästner mit 2 Ind. am 18.3. und S. Fiedler mit 1 Ind. am 19.3. im Krämerfeld bei Frössen.

1. März 2023
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Beobachtungen im Februar 2023

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Die weitere Anwesenheit des erstmals im Sommer 2019 auf dem Vorstau Lemnitzhammer angetroffenen männlichen Höckerschwans konnte auch in diesem Monat bestätigt werden (I. Hermann). Für 2 Ind. auf Glücks Teich bei Dobareuth nennen I. u. J. Schmidt den 7.2. als Beobachtungsdatum. Am 15.2. standen 6 Höckerschwäne auf einem Feld bei Unterlemnitz (I. Hermann), wo sie auch noch am 20.2. von K. u. R. Friedrich bestätigt werden konnten. Am 10.2. und 14.2. wurden 2 Höckerschwäne auf der Saale bei Blankenberg gesehen (S. Fiedler). Ebenfalls 2 Ind. sahen I. u. J. Schmidt am 13.2. auf der Saale bei Venzka. 2 Höckerschwäne hielten sich vermutlich durchgehend auf der Talsperre Lössau auf. Weitere 2 Ind. waren mehrfach an den Teichen am Lerchenhügel bei Ziegenrück (beide P. Neupert) und auf der 1 km entfernten Saale nahe der Ziegenrücker Pappenfabrik (M. Schulze; E. u. R. Walther) anzutreffen. 2 + 3 Höckerschwäne rasteten am 23.2. auf der Bleilochtalsperre bei Kloster. Letzteren hatte sich eine Graugans angeschlossen. 5 Graugänse überflogen am 17.2. die Sperrmauer der Bleilochtalsperre. 67 Nilgänse waren am 1.2. an der Strandwiese bei Saalburg zu sehen. 48 Nilgänse bedrängten am 8.2. laut rufend einen die Klosterplatte nach Norden überfliegenden Seeadler, von dem sie erst nach etwa 1,2 km abließen. Am selben Tag zählten K. u. R. Friedrich ebenda die bisher einmalige Anzahl von 180 Nilgänsen. Zwischen diesen konnten beide Beobachter eine Weißwangengans erkennen. Eine Brandgans hielt sich vom 8.2. bis 11.2. mit Stockenten am Stauseeufer bei Kloster auf. Für sein Beobachtungsgebiet meldete V. Vopel am 28.2. die Feststellung von 2 Rostgänsen nördlich Oettersdorf. Mit 122 Stockenten sah P. Neupert am 4.2. das Maximum für die Talsperre Lössau. 199 Stockenten zählten K. u. M. Ostermann am 7.2. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer. Auf 150 Ind. summierten sich am 8.2. verschieden große Trupps der Stockente zwischen Kloster und Saalburg (K. u. R. Friedrich; R. Walther). 176 Ind. waren es am 10.2. im weiteren Umfeld der Klosterplatte. 110 Stockenten ruhten an diesem Tag auf dem weitgehend vereisten Brauteich in Ebersdorf. Hier zählte R. Müller am 11.2. 115 Ind. Weitere Ansammlungen von mindestens 100 Stockenten erfasste derselbe Beobachter an diesem Tag auf den Dorfteichen in Schönbrunn und Unterlemnitz. 1,1 Schnatterenten konnte I. Hermann am 7.2. auf der Bleilochtalsperre bei Lemnitzhammer fotografieren. 1,0 Ind. sah S. Fiedler am 14.2. bei Blankenstein. Reiherenten wurden am 3.2. mit 4,3 Ind. auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer gesehen. 1,1 Ind. hielten sich am 7.1. auf der Saale bei Blankenberg auf (I. Hermann). Wiederum auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer gelang am 7.2. die Beobachtung von 5,4 Reiherenten. 2,0 Ind. wurden am 27.2. auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz gesehen (beide K. u. M. Ostermann). 1,4 Reiherenten stellte S. Fiedler am 10.2. sowie 4,0 Ind. am 26.2. erneut auf der Saale bei Blankenberg fest. Bei Ziegenrück zählte S. Kästner am 19.2. 1,4 Reiherenten. Für die Talsperre Lössau meldete P. Neupert das Maximum von 4,7 Ind. am 25.2. Vom Speicher Oberlemnitz liegt die Beobachtung von 2,0 Reiherenten am 28.2. durch I. Hermann vor. 7,6 Schellenten notierten K. u. M. Ostmann am 7.2. auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz, wo beide Beobachter am 27.2. nochmals 7,5 feststellen konnten. Am 8.2. wurden 0,1 und 4,1 Schellenten und am 16.2. 1,0 Schellente auf der Bleilochtalsperre bei Saalburg gesehen, wobei letztere mit 2,0 Tafelenten vergesellschaftet war. 3,0 Schellenten wurden am 20.2. nochmals auf der Bleilochtalsperre, diesmal bei Röppisch, gesehen. Hier hielten sich am 22.2. weitere 2,4 Ind. und am 24.2. 1,1 Ind. auf. Die Nachweise von 4,0 Schellenten am 20.2. sowie von 1,0 Ind. am 25.2. meldete P. Neupert von der Talsperre Lössau.

Gänsesäger (Mergus merganser)
(Photo: I. Hermann)
Gänsesäger waren erneut Dauergäste auf dem Blankensteiner und Blankenberger Saaleabschnitt (H. Böhm; S. Fiedler; I. Hermann; R. Müller). Die Maxima stellte S. Fiedler am 5.2. mit 10,2 Ind. und am 10.2. mit 9,3 Ind. fest. Für den Hirschberger Abschnitt nennen I. u. J. Schmidt die Beobachtung von 3,8 Ind. am 7.2. Auch auf der Bleilochtalsperre trat die Art in der zweiten Monatshälfte regelmäßig und in größerer Anzahl auf (I. Hermann; S. Kästner; M. Kohl; R. Müller; R. Walther). Max. waren es 26 Ind. am 18.2. nahe der Sperrmauer. Von den nur unregelmäßig kontrollierten Ausgleichsbecken gibt es lediglich die Feststellung von 1,0 Ind. am 3.2. Wie schon in den Vormonaten zeigte sich die Talsperre Lössau auch im Februar als unser wichtigstes Rastgebiet für den Gänsesäger. Neben 62 Ind. am 22.2. und 68 Ind. am 25.2. konnte am 20.2. mit 77 Gänsesägern die bisher größte Ansammlung für das AKOOS-Gebiet ausgezählt werden (P. Neupert). Außerhalb der genannten Gewässer wurden Gänsesäger zweimal gemeldet. 1,1 Ind. hielten sich am 21.2. auf dem Grafenteich am Ortsrand von Dobareuth auf (I. u. J. Schmidt). I. Hermann sah am 28.2. 1,3 Ind. auf dem Speicher Oberlemnitz. Haubentaucher wurden in diesem Monat an nahezu allen Beobachtungstagen notiert (M. Kohl; R. Walther). Eine erste Beobachtung gelang am 3.2. auf der Klosterplatte. Das Max. wurde am 13.2. mit 9 Ind. ebenda erreicht. Wie schon im Vormonat hielten sich Zwergtaucher vorzugsweise auf der Saale bei Blankenberg auf. Die Maxima meldeten I. Hermann am 7.2. und S. Fiedler am 14.2. und 26.2. mit jeweils 6 Ind. Einen Zwergtaucher stellten I. u. J. Schmidt am 13.2. auf der Saale bei Hirschberg fest. An der Bleilochtalsperre wurden am 8.2. von der Remptendorfer Bucht bis Saalburg mit 219 Ind. erstmals mehr als 200 Kormorane gezählt (M. Kohl; R. Walther). Zudem meldete M. Kohl an diesem Tag 71 Ind. für das Ausgleichsbecken Burgkhammer. Bei weiteren Zählungen der vom Schlafplatz kommenden, flussaufwärts fliegenden Kormorane, wurde am 18.2. mit 398 Ind. die Höchstzahl erreicht. Graureiher-Nachweise liegen von allen Beobachtungstagen vor (H. Böhm; S. Fiedler; K. u. R. Friedrich; I. Hermann; K. Horn; S. Kästner; M. Kohl; P. Neupert; M. Schulze; V. Vopel), wobei die Maxima bei 5 Ind. lagen. Die vielfachen Feststellungen von Graureihern an der Saale bei Blankenstein sind wohl im Zusammenhang mit der Kolonie am Wolfstein zu sehen (H. Böhm; S. Fiedler). Hier wurden max. 8 Ind. gemeldet. An der Saale bei Blankenstein war auch der Silberreiher ständiger Gast (H. Böhm; S. Fiedler; I. Hermann; R. Müller). Max. waren es 8 Ind. am 16.2. (H. Böhm). Für Ullersreuth nennen I. u. J. Schmidt die Anwesenheit von 5 Ind. am 13.2. Weitere Silberreiher wurden am 7.2. (K. u. M. Ostermann) und 16.2. (R. Walther) bei Burgk erfasst. Für das nördliche Beobachtungsgebiet meldete P. Neupert am 11.2. die Beobachtung von 6 Ind. bei Crispendorf. Derselbe Beobachter sah am 25.2. nochmals 6 Silberreiher an der Talsperre Lössau. Je 2 Silberreiher stellte V. Vopel am 28.2. am Zipfelteich bei Görkwitz sowie am Speicher Oettersdorf fest.

Sperber (Accipiter nisus)
(Photo: M. Köhler)
Die Beobachtung einer weiblichen Kornweihe meldete S. Kästner am 19.2. aus der Flur Neundorf (bei Schleiz). Neben der erwähnten Beobachtung vom 8.2. sahen F. u. K. Seeliger am 15.2. am Stausee bei Zoppoten einen Seeadler, der, von einer Großmöwe attackiert, nach Norden abflog. Eine weitere Feststellung gelang am 18.2. an der Sperrmauer der Bleilochtalsperre. Beim vierten Nachweis notierte S. Kästner am 19.2. 1 Ind. an der Bleilochtalsperre am Heinrichstein. An der Talsperre Lössau gelang P. Neupert am 25.2. die Beobachtung eines Seeadlers. Einen Rauhfußbussard konnte S. Kästner am 18.2. bei Neundorf (bei Bad Lobenstein) beobachten. Rotmilane wurden ab dem 18.2. gesehen. Ein Ind. notierte S. Kästner an diesem Tag bei Neundorf (bei Bad Lobenstein). Einen nächsten Nachweis brachten S. Kästner und M. Kohl unabhängig voneinander mit der Beobachtung eines Rotmilans am 19.2. bei Remptendorf. An diesem Tag sahen auch I. u. J. Schmidt 1 Ind. über Dobareuth und V. Vopel den ersten Rotmilan über Oettersdorf. 2 Ind. meldete M. Schulze am 20.2. aus der Liebschützer Flur. 1,1 Wanderfalken beflogen am 19.2. den Brutfelsen an der Bleilochtalsperre bei Saaldorf (S. Kästner). Mindestens 25 Kraniche überflogen am 26.2. Friesau nach NNW (K. Spindler). Eine erste Bleßralle notierten K. u. M. Ostermann am 7.2. an der Staumauer des Ausgleichsbeckens Burgkhammer. Eine weitere wurde am 8.2. bei Kloster gesehen. 2 Ind. waren es am 9.2. und 5 Ind. am 14.2. ebenda. Außerhalb der Saale wurde erstmals am 27.2. eine Bleßralle auf dem teilweise vereisten Staudenteich bei Remptendorf gesehen (M. Kohl). Die ersten Kiebitze des Jahres meldete S. Fiedler, der am 16.2. 15 rastende Ind. bei Blankenberg zählte. 4 Bekassinen stellte S. Kästner am 18.2. im Krämerfeld bei Frössen fest. An diesem Tag fand derselbe Beobachter 2 Zwergschnepfen ebenda und nochmals 2 Ind. im Moor Helmsgrün. Eine weitere Zwergschnepfe konnte ebenfalls S. Kästner am 19.2. im Ruh bei Neundorf (bei Schleiz) nachweisen. 2 Sturmmöwen notierte I. Hermann am 4.1. an der Bleilochtalsperre bei Saalburg. 4 Ind. wurden am 22.2. nahe der Sperrmauer der Bleilochtalsperre gesehen. 2 Steppenmöwen ruhten am 8.2. zwischen Kormoranen auf Bootsanlegern bei Kloster. 2 Ind. standen am 14.2. mit Nilgänsen auf Grünland bei Saalburg, und nochmals 2 Ind. landeten am 23.2. nahe der Sperrmauer der Bleilochtalsperre. 8 Lachmöwen wurden am 16.2. am Ufer der Klosterplatte gezählt. Eine singende Hohltaube hörte S. Kästner erstmals am 19.2. am Heinrichstein. K. Horn folgte am 23.2. mit 1 Ind. im Park Ebersdorf. Die ersten Ringeltauben sahen I. u. J. Schmidt am 13.2. in Gefell und K. Horn am 14.2. in Schönbrunn. Eine singende Ringeltaube wurde am 18.2. am Bleilochstausee bei Röppisch gehört. Weitere Nachweise singender Ringeltauben brachten P. Neupert am 19.2. in Lössau und am 20.2. an der Talsperre Lössau sowie am 21.2. K. Horn in Schönbrunn und I. Hermann in Wurzbach. Am 23.2. wurde in Remptendorf bereits ein erster Ausdrucksflug beobachtet. Aus dem südlichen und westlichen Beobachtungsgebiet ist die Türkentaube augenscheinlich (seit März 2022) verschwunden. Derzeit gibt es nur noch Meldungen aus den Gebieten östlich der Saale. Ein Ind. meldete V. Vopel am 22.2. aus Oettersdorf, 2 Türkentauben sah R. Müller am 27.2. in Schleiz. 1,1 Mittelspechte konnte S. Kästner am 19.2. am Heinrichstein beobachten.

Feldsperling (Passer montanus)
(Photo: I. Hermann)
Vom Raubwürger gibt es zwei Nachweise. I. u. J. Schmidt sahen jeweils 1 Ind. 15.2. bei Sparnberg und am 16.2. bei Gefell. Auf ca. 70 Ind. schätzte I. Hermann am 4.2. einen Flug Dohlen in Schleiz. Jeweils etwa 100 Ind. meldeten derselbe Beobachter am 15.2. und am 17.2. sowie S. Kästner am 18.2. aus der Oberlemnitzer Flur. Die etwa 120 Dohlen, die am 28.2. Schönbrunn Richtung Osten überflogen, betreffen vermutlich dieselben Vögel (K. Horn). Auf Nahrungssuche war der mit 160 Dohlen größte Trupp, den V. Vopel am 28.2. bei Oettersdorf sah. Feldlerchen wurden seit dem 18.2. im Beobachtungsgebiet angetroffen (S. Kästner). Den ersten Gesang notierten am 19.2. M. Kohl bei Remptendorf, I. u. J. Schmidt bei Dobareuth und V. Vopel bei Oettersdorf. An diesem Tag notierten I. u. J. Schmidt den mit etwa 150 Ind. größten Flug bei Dobareuth. Ein weiterer größerer Trupp mit mindestens 100 Feldlerchen rastete am 21.2. bei Friesau (K. Spindler). In Remptendorf sammelten sich am 18.2. 14 + 12 Elstern, um anschließend einen Schlafplatz aufzusuchen (S. Kästner, E. u. R. Walther). Eine ebensolche Beobachtung machte I. Hermann am 20.2. bei 17 Elstern in Wurzbach. An einer Fütterung in Schönbrunn konnten K. u. R. Friedrich bis zu 22 Kohlmeisen zählen. Den mit mindestens 30 Kohlmeisen größten Trupp sahen K. u. M. Ostermann am 27.2. bei Burgkhammer. Bei lediglich drei Beobachtungen der Schwanzmeise wurden 4 Ind. am 11.2. bei Zoppoten und 1 Ind. am 21.2. in Bad Lobenstein (beide R. Müller) sowie 5 Ind. am 17.2. in Remptendorf (T. Dietzel) gesehen. Nachdem bereits im Januar ein erster singender Star gemeldet worden war (K. u. M. Ostermann), kam es im Februar zu weiteren Meldungen dieser Art, so am 9.2. in Blankenberg (S. Fiedler), am 14.2. in Remptendorf (R. Walther), am 19.2. in Wurzbach (I. Hermann), am 20.2. in Schönbrunn (K. Horn) und Friesau (K. Spindler). Bereits am 5.2. wurden in Lössau erste Stare an bzw. in drei Nistkästen gesehen (P. Neupert). Einen ersten, mit etwa 60 Ind. größeren Flug, sahen E. u. R. Walther am 16.2. in Remptendorf. Altes Nistmaterial entfernte ein Star am 22.2. aus einem Nistkasten in Remptendorf. Eine ebensolche Beobachtung machte I. Hermann am 24.2. in Wurzbach. An diesem Tag sah E. Walther einen großen, mehr als 400 Ind. zählenden Schwarm bei Remptendorf. Mindestens 100 Stare suchten am 25.2. eine Fütterung im Wald südlich Friesau auf (K. Spindler). 220 Ind. zählte P. Neupert an diesem Tag an seiner Fütterung in Lössau. Von der Wasseramsel wurde lediglich eine Beobachtung gemeldet. P. Neupert sah am 4.2. 1 Ind. an der Talsperre Lössau. Erste singende Amseln wurden am 19.2. in Schönbrunn (K. Horn) und Remptendorf (E. u. R. Walther) gehört. Misteldrosseln wurden, teils bereits singend, ab dem 18.2. festgestellt (S. Kästner; R. Walther). Eine Singdrossel wurde am 23.2. bei Remptendorf gesehen. Die ersten Gesänge vernahmen bereits am 22.2. P. Neupert bei Lössau und I. u. J. Schmidt bei Dobareuth sowie I. Hermann am 24.2 in Wurzbach. K. u. R. Friedrich sahen am 7.2. an einer Fütterung in Schönbrunn einen Hausrotschwanz. Die zweite Feststellung machten beide Beobachter am 15.2. wiederum in Schönbrunn. Eine singende Heckenbraunelle hörten I. u. J. Schmidt am 23.2. in Dobareuth. Den frühen Nachweis eines Wiesenpiepers brachte S. Kästner am 19.2. bei Ziegenrück. Ebenso früh war die Feststellung einer Bachstelze am 22.2. in Lössau (P. Neupert). Eine Gebirgsstelze konnten I. u. J. Schmidt an der Saale bei Hirschberg nachweisen. Den ersten singenden Buchfink meldete S. Kästner am 19.2. aus Ziegenrück. I. u. J. Schmidt hörten am 22.2. einen weiteren singenden Buchfink bei Dobareuth. Die Anwesenheit meist nur einzelner Bergfinken wurde von verschiedenen Fütterungen gemeldet (T. Dietzel; K. u. R. Friedrich; K. Horn; K. u. M. Ostermann; M. Schulze; K. Spindler). Den mit 48 Ind. größten Trupp sah K. Horn am 19.2. an ihrer Fütterung in Schönbrunn. Etwa 30 Stieglitze wurden am 6.2. in Wurzbach erfasst (I. Hermann). 38 Ind. am 10.2. war die Höchstzahl an der Fütterung von M. Schulze in Liebschütz. 48 Ind. zählte P. Neupert am 19.2. an seiner Fütterung in Lössau. 46 Stieglitze waren es am 25.2. in Schönbrunn (K. u. R. Friedrich). Die Aufzeichnungen von I. Hermann weisen den Erlenzeisig im Februar als ständigen Gast für Wurzbach aus. Dabei wurden bereits in der ersten Monatshälfte an den verschiedenen Fütterungen in der Summe meist mehr als 100 Ind. erfasst. In der zweiten Monatshälfte wurden Erlenzeisige auch im restlichen AKOOS-Gebiet zu einer allgegenwärtigen Erscheinung, wobei es auch hier an den Fütterungen zu größeren Ansammlungen von meist 30 bis 40 Ind. (H. Böhm; T. Dietzel; K. Horn; M. Kohl; R. Müller; M. Schulze; K. Spindler; V. Vopel; R. Walther), 50 bis 60 Ind. (S. Fiedler; P. Neupert; K. u. M. Ostermann; I. u. J. Schmidt) und 100 Ind. (K. Spindler) kam. In diesem Zeitraum summierten sich die erfassten Erlenzeisige in Wurzbach an einzelnen Tagen auf 200 und mehr Ind. (I. Hermann). Beim Bluthänfling beschränken sich die Meldungen auf die Feststellung von 22 Ind., die am 7.1. entlang einer Birkenallee bei Remptendorf auf Nahrungssuche waren (E. u. R. Walther). Etwa 120 Goldammern wurden am 3.2. nordöstlich von Remptendorf gesehen. Den Gesang notierten am 21.2. K. Horn in Schönbrunn und R. Walther bei Remptendorf. I. Hermann folgte am 22.2. mit einer singenden Goldammer bei Wurzbach. Eine weitere Ansammlung mit 100 und mehr Goldammern sah K. Spindler am 26.2. bei Friesau.

5. Februar 2023
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Beobachtungen im Januar 2023

Beobachtungen ohne Angabe des Beobachters gehen auf R. Walther zurück.

Höckerschwäne (Cygnus olor)
(Photo: K. u. M. Ostermann)
13 Höckerschwäne zählte S. Kästner am 2.1. auf dem Saalewehr oberhalb Ziegenrück. 8 Ind. notierte P. Neupert am 8.1. zwischen Walsburg und Ziegenrück. 2 Höckerschwäne hielten sich bis zum 15.1. auf dem Glücksteich in Dobareuth auf (I. u. J. Schmidt). 2 Ind. waren bis zur Vereisung an allen Beobachtungstagen auf der Talsperre Lössau anzutreffen (P. Neupert). Weitere 2 Höckerschwäne konnten K. u. M. Ostermann am 24.1. auf dem AB Grochwitz fotografieren. 19 Singschwäne überflogen am 11.1. Lückenmühle (B. Wurzbacher). 41 Graugänse sah S. Kästner am 2.1. über der Eßbacher Flur. 42 Ind. waren es am 7.1. über Friesau (F. u. K. Seeliger). 44 Nilgänse ruhten am 27.1. auf verschneitem Grünland bei Saalburg. Meldungen zu größeren Ansammlungen der Stockente liegen von der Talsperre Lössau vor. Bei ständiger Anwesenheit zählte P. Neupert hier am 7.1. maximal 174 Ind. Auf dem AB Burgkhammer waren am 31.1. 128 Ind zu sehen. Eine Spießente stellte P. Neupert am 12.1. und 16.1. auf der Talsperre Lössau fest. Von der Schnatterente liegt eine Beobachtung vor. S. Fiedler sah am 27.1. 4 Ind. 18 Reiherenten notierte S. Kästner am 2.1 auf dem Wehr der ehemaligen Pappenfabrik oberhalb von Ziegenrück. Im Saaleabschnitt Walsburg – Ziegenrück erfasste P. Neupert am 8.1. 27 Reiherenten. 16 Ind. sahen K. u. M. Ostermann am 24.1. auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz. Weitere 10 Ind. stellten beide Beobachter an diesem Tag auf dem Ausgleichsbecken Burgkhammer fest. Auf der Talsperre Lössau waren max. 6 Reiherenten zu sehen (P. Neupert). 9 Schellenten notierten K. u. M. Ostmann am 24.1. 9 auf dem Ausgleichsbecken Grochwitz. Am 3.1. zählte R. Schuster auf der Talsperre Lössau 58 Gänsesäger. Auf dem Speicher Oberlemnitz konnte S. Kästner am 4.1. 3,0 Gänsesäger feststellen. 1,0 Ind. notierte I. Hermann am 9.1. ebenda. Auf dem Grafenteich in Dobareuth hielten sich in der ersten Monatshälfte 1,1 Gänsesäger auf (I. u. J. Schmidt). Am 15.1. zählte V. Vopel 30 Ind. auf dem Speicher Oettersdorf. Für den Saaleabschnitt Blankenberg – Blankenstein meldeten H. Böhm und S. Fiedler an allen Beobachtungstagen Gänsesäger. Max. waren es 6,3 Ind. am 25.1. Auf der Talsperre Lössau war die Art bis zur Vereisung Ende des Monats durchgängig mit mehr als 50 Ind. vertreten. Die größte Ansammlung zählte P. Neupert am 7.1. mit 76 Gänsesägern. Auf dem nur sporadisch kontrollierten Ausgleichsbecken Burgkhammer konnten lediglich am 31.1. 2,1 Ind. festgestellt werden. Nur wenige Nachweise gibt es vom Haubentaucher. R. Walther sah am 27.1. 1 Ind. auf der Klosterplatte. Je ein Ind. konnte P. Neupert am 12.1. und 16.1 auf der Talsperre Lössau feststellen. 1+4 Zwergtaucher sah S. Kästner am 2.1. auf der Saale in bzw. bei Ziegenrück. Ebenfalls 4 Ind. notierte S. Fiedler am 7.1. bei Blankenberg. Wiederum 5 Zwergtaucher zählte P. Neupert am 8.1. an der Saale zwischen Walsburg und Ziegenrück. Bei Blankenberg sah I. Hermann am 15.1. noch 1 Zwergtaucher, am 27.1. aber wieder 6 Ind.

1,0 Kornweihe meldete S. Kästner am 2.1. aus der Flur Neundorf (bei Schleiz). 0,1 Ind. sahen E. u. R. Walther am 14.1. bei Thimmendorf. M. Schulze stellte 0,1 Kornweihe am 19.1. bei Liebschütz fest. M. Köhler dokumentierte 1 Raufußbussard am 11.1. in Lückenmühle. Am 1.1. beobachtete P. Staudt bei Rothenacker 1 Rotmilan. Die Beobachtung eines Merlins meldete F. Seeliger am 26.1. aus dem Bad Lobensteiner Gebiet. 4 Kraniche hielten sich am 3.1. bei Lössau auf (R. Schuster). Zwei (dieser?) Vögel sah P. Neupert am selben Tag an der Talsperre Lössau. Außerhalb des Saaletals wurden Kormorane mehrfach am Speicher Oettersdorf (V. Vopel), am Speicher Oberlemnitz ( I. Hermann; R. Walther), am Speicher Zoppoten (S. Kästner; R. Walther) sowie an verschiedenen Teichen im Remptendorfer Gebiet (M. Kohl; K. u. M. Ostermann; R. Walther) festgestellt. Das Max. notierte V. Vopel am 15.1. mit 16 Ind. am Speicher Oettersdorf. Vom Graureiher liegen durchgehende Nachweise meist nur einzelner Ind. vor. Das Max. meldeten I. u. J. Schmidt mit der Beobachtung von 5 Ind. am 15.1. bei Ullersreuth. Silberreiher wurden vielfach, wenn auch meist in geringer Anzahl, für das gesamte Beobachtungsgebiet gemeldet (H. Böhm; S. Fiedler; K. u. R. Friedrich; O. Franz; I. Hermann; S. Kästner; M. Kohl; D. Könitzer; K. u. M. Ostermann; R. Reichel; I. u. J. Schmidt; R. Walther; B. Wurzbacher). Max. 6 Ind. zählten am 15.1 I. u. J. Schmidt bei Ullersreuth sowie V. Vopel am Speicher Oettersdorf. Eine Teichralle war am 3.1. am Stauseeufer bei Saalburg auf Nahrungssuche (S. Kästner, R. Walther). S. Kästner notierte am 2.1. an den Teichen in der Ruhe bei Neundorf (bei Schleiz) 1 Bekassine. 3 Ind. zählte derselbe Beobachter am 4.1. im Krämerfeld bei Frössen. Eine Zwergschnepfe fand erneut S. Kästner am 4.1. in der Sumpfwiese Helmsgrün. An der Bleilochtalsperre bei Röppisch hielt sich am 3.1. 1 Mittelmeermöwe auf (S. Kästner, R. Walther). 1 Steppenmöwe notierte R. Walther am 11.1. bei Saalburg und am 16.1. bei Röppisch. Drei Lachmöwen sah derselbe Beobachter am 8.1. ebenda.

Teilleuzistische Amsel (Turdus merula)
(Photo: S. Fiedler)
74 Rabenkrähen fand S. Kästner am 4.1. bei Oberlemnitz. 72 Ind. waren es am 1.1 bei Remptendorf (K. u. R. Friedrich). Ca. 50 Dohlen zählte I. Hermann am 1.1. in Schleiz. Am 20.1. sah er ebenda ca. 75 Ind. 24 Elstern sammelten sich am 3.1. im südlichen Gartengürtel von Remptendorf. Einen Raubwürger sah F. Seeliger am 1.1. bei Crispendorf. Eine erste Feldlerche wurde am 26.1. bei Remptendorf gesehen (ornitho.de). 19 Kohlmeisen notierte K. Horn am 15.1. in ihrem Garten in Schönbrunn. Ebenso viele sah M. Schulze am 20.1. in Liebschütz. 21 Blaumeisen zählte I. Hermann am 14.1. in Wurzbach. Min. 8 und nochmals 2 Schwanzmeisen sah S. Kästner am 2.1. an der Saale bei Ziegenrück. 8 Schwanzmeisen meldete S. Fiedler am 7.1. aus dem Saaletal bei Blankenberg. In geringer Anzahl wurden Stare an allen Beobachtungstagen und meist von den Fütterungen gemeldet. Auf etwa 110 Ind. schätzte S. Kästner am 4.1. einen Trupp Stare bei Helmsgrün. 33 Stare waren am 10.1. bei Remptendorf auf Nahrungssuche. 22 Ind. notierte M. Schulze am 19.1. in Liebschütz. Bis zu 31 Stare zählten K. u. R. Friedrich mehrfach in Schönbrunn. Bereits am 20.1. konnten K. u. M. Ostermann einen singenden Star an einem Nistkasten in Remptendorf beobachten. Eine ebensolche Feststellung machten I. u. J. Schmidt am 26.1. in Dobareuth. Bei Helmsgrün rasteten am 4.1. zwei Schwärme Wacholderdrosseln mit ca. 150 und ca. 370 Ind. (S. Kästner). Etwa 140 Ind. sahen K. u. M. Ostermann sowie R. Walther am 10.1. bei Remptendorf. Etwa 150 Ind. wurden an diesem Tag bei Röppisch gesehen (K. u. R. Friedrich). Wiederum bei Helmsgrün registrierte F. Seeliger am 12.1. etwa 300 Wacholderdrosseln. Eine Rotdrossel, die mit Wacholderdrosseln vergesellschaftet war, stellte R. Walther am 10.1. bei Remptendorf fest. 5 Ind. sahen K. u. M. Ostermann am 23.1. in Remptendorf. Am 24.1. dokumentierte I. Hermann 2 Rotdrosseln in Wurzbach. Bis zu 25 Amseln notierte derselbe Beobachter in der zweiten Monatshälfte an verschiedenen Fütterungen in Wurzbach. In der letzten Dekade zählte S. Fiedler bis 23 Ind. an seiner Fütterung in Blankenberg. Darunter befand sich auch ein teilleuzistischer Vogel. Die mit min. 30 Amseln größten Ansammlungen hatte K. Spindler am 24.1. und 25.1. in Friesau. 1,0 Hausrotschwanz wurde am 8.1. in Keila gesehen. Einen Trupp von 25 Haussperlingen zählte I. Hermann am 8.1. in Wurzbach. Die Beobachtung einer Gebirgsstelze am 2.1. an der Saale bei Ziegenrück meldete S. Kästner. 12 Gimpel zählten K. u. M. Ostermann am 23.1. bei Remptendorf, 14 Ind. sahen sie am 28.1. an ihrer Fütterung. Die ständige Anwesenheit von bis zu 20 Fichtenkreuzschnäbeln notierte F. Seeliger bei Friesau. Etwa 120 Ind. zählte ein Trupp Buchfinken am 10.1. bei Remptendorf. Diese waren mit ca. 30 Grünfinken vergesellschaftet (beide K. u. M. Ostermann). Bergfinken-Nachweise liegen mehrfach vor (I. Hermann; T. Dietzel; S. Kästner; P. Neupert; K. u. M. Ostermann; R. Reichel; M. Schulze; F. Seeliger; K. Spindler). Das Max. meldete K. Spindler mit 14 Ind. am 24.1. in Friesau. 28 Erlenzeisige zählten K. u. R. Friedrich am 2.1. bei Unterlemnitz. 47 Ind. stellte V. Vopel am 15.1. in Schleiz fest. 48 Ind. waren es an diesem Tag in Schönbrunn (K. Horn). Die durchgehende Anwesenheit bei max. 40 Erlenzeisigen am 30.1. dokumentierte I. Hermann in Wurzbach. Ebenfalls am 30.1. meldete H. Böhm mit 50 Ind. den größten Flug für den Blankenberger Raum. Den größten Trupp hatten I. u. J. Schmidt am 20.1. mit etwa 90 Ind. bei Dobareuth. S. Kästner u. R. Walther sahen am 3.1. etwa 40 Bluthänflinge bei Remptendorf. 33 Ind. zählte R. Walther am 11.1. bei Saalburg. T. Dietzel meldete am 4.1. ca. 30 Stieglitze am Ortsrand von Remptendorf. M. Schulze sah am 6.1. mit ca. 60 Ind. den größten Trupp in Liebschütz, wo er in der zweiten Monatshälfte bei ständiger Anwesenheit erneut bis zu 54 Ind. auszählen konnte. 37 Stieglitze zählte P. Neupert am 21.1. an seiner Fütterung in Lössau. Etwa 50 Goldammern notierten K. u. M. Ostermann am 10.1. bei Remptendorf.