Beobachtungen im Juni 2026
Das Wetter im Juni 2026
Die erste Dekade begann bei einer durchschnittlichen Tagestemperatur von 16,9°C sowie bei durchschnittlichen 22,6°C der Tageshöchstwerte recht verheißungsvoll, doch ließen die zum Ende dieses Abschnittes bereits sinkenden Temperaturen die kommende „Schafskälte“ erahnen. Diese führte dazu, dass bis zum 17.6. das Temperaturmittel bei einem Tiefstwert von 6,5°C unter der 20-Grad-Marke verharrte und der Durchschnitt der Tageshöchstwerte auf 21,3°C sank. Somit schloss die erste Monatshälfte mit gemittelten 15,8°C ab. In diesem Zeitraum belief sich der Niederschlag auf lediglich 18 l/m² — 34 l/m² sind es im langjährigen Mittel. Ein rasanter Temperaturanstieg brachte dann bereits am 18.6. mit 30,7°C einen Heißen Tag, dem bis Monatsende bei maximal 39,9°C weitere zehn Heiße Tage folgten. Das Temperaturmittel dieses Abschnitts erreichte 26,2°C. Das Monatsmittel stieg auf 20,0°C und lag damit 2,5 Grad über dem langjährigen Mittelwert. Trotzdem erreichte es mit diesem heißen Abschnitt nicht die Werte vom Juni 2019, der es auf 20,9°C gebracht hatte, denn nach einem Temperatursturz langte es an diesem Monatsletzten mit 23,3°C nicht einmal für einen Sommertag. Der Niederschlag rutschte auch nach dem 18.6. weiter ins Minus, und bis zum 28.6. gesellten sich zu den genannten 18 l/m² magere 8,2 l/m². Damit fehlten 43 Liter am Soll. Das führte zu einem Rückgang der Durchflussmenge der Saale am Pegel Blankenstein auf 2,51 m³/s — 11,6 m³/s beträgt die mittlere Durchflussmenge. Trotz der ergiebigen Niederschläge der letzten beiden Tage — es kamen 26 l/m² zusammen — blieb dieser Monat mit 77 % der Normalmenge im Status „trocken“ stecken. Passend zum monatlichen Auf und Ab verhielt sich die Sonneneinstrahlung, die mit reichlich 98 % unwesentlich unter dem langjährigen Mittel blieb. Bei einer mittleren Windgeschwindigkeit von 6,3 km/h erreichte die stärkste Böe am 13.6. mit 54 km/h die Windstärke 7 auf der Beaufortskala.

Die Beobachtungen im Juni 2026
Vier Höckerschwäne hielten sich am 2.6. auf der Bleilochtalsperre nahe Saalburg auf (R. Walther). Zwei Ind. sah M. Schulze am 5.6. auf den Teichen an der Liebengrüner Ziegelhütte. Wiederum 4 Ind. meldete P. Neupert am 22.6. von der Saale zwischen Walsburg und Ziegenrück. Das Brutpaar von der Talsperre Lössau hielt sich auch nach der Brutaufgabe weiterhin hier auf (P. Neupert). Auch das Brutpaar vom Remptendorfer Ruhteich hatte eine erfolglose Brut und brach diese am 16.6. ab (H. Heidinger; R. Walther; C. Wolf). Die Bruten vom Saalewehr Fernmühle (I. Hermann; A. Krause; P. Neupert), vom Speicher Moxa und vom Großen Moxaer Teich (A. Krause) konnten bestätigt werden. Von den Tannaer Leitenteichen meldete P. Staudt am 25.6. 0,1 Kanadagans mit 3 Gösseln. Auf dem Saalewehr an der ehemaligen Ziegenrücker Pappenfabrik stellten M. Kohl am 21.6. sowie P. Neupert am 22.6. 1,1 Graugänse mit 3 älteren Juv. fest (siehe auch Monatsbericht Mai 2026). Der Große Moxaer Teich war mit maximal 20 ad. und 3 juv. Graugänsen besetzt (A. Krause). Meldungen von neuen Nilgans-Bruten liegen nicht vor. V. Vopel brachte mit der Beobachtung von 6 Ind. am 30.6. bei Oettersdorf das Maximum. Weitere bisher unbekannte Stockenten-Bruten meldeten K. Horn am 8.6. mit 0,1 Ind. und 7 Küken auf dem unteren Schönbrunner Dorfteich sowie I. Hermann am 14.6. mit 6 Juv. auf dem Dobareuther Grafenteich und am 24.6. mit 3 Juv. auf dem ehemaligen Wurzbacher Bad. A. Krause zählte am 16.6. auf dem Großen Moxaer Teich Bruten mit 4 und 6 Juv. M. Kohl dokumentierte am 23.6. eine Brut mit 8 wenige Tage alten Küken auf dem Ausgleichbecken Grochwitz nahe Burgk. Unweit davon sahen K. u. M. Ostermann an diesem Tag 0,1 Stockente mit 2 Küken. F. Seeliger berichtete am 26.6. von einer Brut mit 7 Pulli auf dem Friesauer Dorfteich. Größere Stockenten-Ansammlungen gab es lediglich am unteren Dorfteich Schönbrunn mit max. 35 Ind. am 25.6. (I. Hermann) und am Ulitzsch-Teich bei Friesau mit 31 Ind. am 14.6. (R. Walther). Auf dem Speicher Pfotenbach zeigte sich die Reiherente mit maximal 8 Ind. an allen Beobachtungstagen (I. Hermann; I. u. K. Spindler; R. Walther). Weitere Nachweise liegen vom Speicher Moxa und vom Großen Moxaer Teich (A. Krause), vom Lössauer Schwandteich und Wüstendittersdorfer Kieferigteich (P. Neupert), vom unteren Dorfteich in Schönbrunn (K. u. R. Friedrich; I. Hermann; K. Horn), vom Schönbrunner Kalkteich (K. u. R. Friedrich), vom Speicher Oberlemnitz (K. Däumler), vom Friesauer Dorfteich (F. Seeliger; R. Walther), von den Remptendorfer Staudenteichen (R. Walther), vom Saalewehr in Ziegenrück (I. Hermann; A. Krause; P. Neupert; K. u. M: Ostermann) und vom Ausgleichbecken Grochwitz bei Burgk (M. Kohl; K. u. M. Ostermann) vor. Die Schellente wird in Thüringen als extrem seltener Brutvogel eingestuft. Nachdem K. u. M. Ostermann noch Anfang Mai auf dem Ausgleichbecken Grochwitz 1,1 Schellenten feststellen konnten, brachten dieselben Beobachter am 9.6. mit sechs wenige Tage alten Juv. den ersten Brutnachweis der Art für unser Gebiet. Die weitere Anwesenheit der Schellenten konnte am 21.6. und 23.6. durch M. Kohl und am 30.6. erneut durch K. u. M. Ostermann bestätigt werden.

Mehrere Haubentaucher-Nachweise mit maximal 4 Ind. brachte A. Krause vom Großen Moxaer Teich. K. u. M. Ostermann wurden am 23.6. und 30.6. bei Burgk auf 3 bzw. 2 Kormorane aufmerksam. Aus der südlichen Friesauer Flur meldete K. Spindler mehrfach zwei rufende Wachteln. Am 8.6. konnte K. Däumler eine Wachtel für die östliche Liebengrüner Flur und 2 Wachteln für die östliche Liebschützer Flur nachweisen. R. Walther hörte am 7.6. und wieder am 19.6. 1 Ind. in der östlichen Remptendorfer Flur. Ebenfalls am 19.6. sowie am 24.6. ließ sich eine Wachtel nahe des Ebersdorfer Parks hören (K. Horn). Am 23.6. rief 1 Ind. nahe der Wurzbacher Ziegelhütte (I. Hermann), und P. Staudt hörte am 27.6. 1 Ind. auf den Holzwiesen bei Rothenacker. Einen Weißstorch stellten K. Däumler sowie A. Krause am 10.6. südlich Liebengrün fest. Vermutlich einen der Oettersdorfer Weißstörche sah P. Neupert am 20.6. bei Neundorf (bei Schleiz). Beim Gefeller Weißstorch-Paar waren am 13.6. (P. Staudt) und 21.6. (R. Schricker) 2 Juv. im Horst zu sehen. Ein Schwarzstorch war am 2.6. in der Saale vor Burgkhammer auf Nahrungssuche (K. u. M. Ostermann). I. Hermann sah am 5.6. 1 Ind. am westlichen Ortsrand von Wurzbach. W. Häßner berichtete von 2 Schwarzstörchen, die er am 7.6. in der Saale an der Schmerlitz zwischen Walsburg und Ziegenrück beobachten konnte. Ein Schwarzstorch war am 8.6. über Liebschütz (M. Schulze), ein weiterer am 14.6. über Liebengrün zu sehen (M. Kohl). P. Staudt sah 1 Ind. am 9.6. bei Rothenacker. Wiederum M. Kohl meldete am 20.6. 1 Ind. von der nördlichen Remptendorfer Flur. P. Neupert nannte für den 22.6. einen Schwarzstorch für den Saaleabschnitt Walsburg–Ziegenrück sowie zwei Nachweise am 26.6. und 27.6. für Lössau. H. Böhm meldete am 24.6. 1 Ind. von der Mündung der Selbitz. Östlich Gräfenwarth stellte F. Seeliger am 26.6. einen Schwarzstorch fest. Graureiher-Nachweise in größerer Entfernung von den bekannten Brutkolonien könnten unbekannte Einzelbruten anzeigen (Oberlemnitz/K. Däumler; Ziegenrück/I. Hermann/A. Krause; Schönbrunn/K. Horn), wovon auch bei der Beobachtung eines juv. Graureihers durch P. Neupert am 22.6. am Saalewehr der ehemaligen Ziegenrücker Pappenfabrik auszugehen ist. R. Walther stellte erste flügge Juv. am 28.6. unweit der Remptendorfer Brutkolonie fest. Im Juni wird der Silberreiher am seltensten im Gebiet nachgewiesen. Von den bisher gemeldeten 3396 Nachweisen entfallen 133 auf den Juni, das sind 3,9 %. Bei den Nachweisen in diesem Monat hielt sich am 5.6. und 7.6, 1 Ind. am Remptendorfer Ruhteich auf (R. Walther), ein weiterer ließ sich am 8.6. und 10.6. an der Teichgruppe zwischen Lössau und Langenbuch sehen (P. Neupert). Beim Nachweis am 30.6. ruhte 1 Ind. am Saalehang bei Burgk (K. u. M. Ostermann).

Am 9.6. war, wie bereits im Vormonat, wieder 1 Fischadler an den Rödern-Teichen bei Lössau anzutreffen (P. Neupert). Nach Grasmahd war am 17.6. 1 Schwarzmilan über einer Grünlandfläche nördlich Remptendorf zu sehen (R. Walther). 3 Ind. hatten sich am 24.6. nahe Helmsgrün auf/über gemähtem Grünland zusammen mit 16 Rotmilanen eingefunden (F. Seeliger). Unter ebensolchen Bedingungen sah K. Spindler am 18.6. 5 Rotmilane bei Friesau. Bei der größten Ansammlung zählte A. Krause am 17.6. nördlich Ziegenrück 17 Ind. Einen Brutnachweis vom Rotmilan brachte P. Neupert am 15.6. mit dem Fund eines Horstes mit 2 Juv. bei Lössau. Bei Dröswein fand derselbe Beobachter einen Mäusebussard-Horst mit 2 Juv. Eine Turmfalken-Brut mit 3 Juv. fanden K. u. M. Ostermann am 30.6. am Schloss Burgk. Brutverdacht äußerte P. Neupert am 9.6. für 1,1 Rohrweihen an den Teichen nördlich Lössau. 1,0 Ind. sah P. Staudt am 4.6. bei Willersdorf. Unweit des Helmsgrüner Moors stellte F. Seeliger am 22.6. 0,1 Rohrweihe fest. Am Katzenberg, Flur Diebsteig, nordöstlich Eliasbrunn sah ebenfalls F. Seeliger am 5.6. 1,1 Baumfalken. H. Böhm sah am 1.6. 1 Ind. zwischen Schlegel und Lichtenberg. Zwei nahrungssuchende Kraniche sah P. Staudt am 8.6. auf den Holzwiesen bei Rothenacker. Am 4.6. brachten I. u. K. Spindler mit der Beobachtung von 4 Pulli. einen Brutnachweis der Bleßralle vom Speicher Pfotenbach. Am Speicher Oberlemnitz fand I. Hermann am 25.6. ein Brutpaar mit 3 Pulli. Auf dem Ebersdorfer Brauteich sah M. Schulz am 12.6. erstmals eine Teichralle mit 6 etwa 1–2 Tage alten Pulli. Am Tag darauf stellte P. Neupert 1 ad. Teichralle mit 1 Juv. auf dem Crispendorfer Schlossteich fest, wo er am 16.6. 4 Juv. zählte. Zwei Waldwasserläufer waren am 8.6., ein weiterer am 11.6. am Speicher Pfotenbach auf Nahrungssuche (R. Walther). V. Vopel meldete am 21.6. die Beobachtung eines Waldwasserläufers an den Oettersdorfer Birkigt-Teichen. Die Rufe eines überfliegenden Flussregenpfeifers registrierte K. Horn am 24.6. über Schönbrunn. Sturmmöwen wurden von H. Böhm an der Saale in Blankenstein am 2.6., 5.6., 11.6. und 29.6. mit 1 Ind., am 19.6. mit 2 Ind. gesehen. Vier Lachmöwen notierte derselbe Beobachter am 22.4. ebenda. Am 2.6. rief 1 Kuckuck aus Richtung Langwassergrund südlich Wurzbach (I. Hermann), ein weiterer bei Spielmes (P. Staudt). Einen nächsten Nachweis brachte S. Hermann am 13.6. erneut aus dem Wurzbacher Gebiet. Nahe der Selbitz-Mündung ließ sich am 1.6., 2.6., 10.6. und 21.6. 1 Kuckuck hören (H. Böhm). Am Ortsrand von Blankenberg hörte derselbe Beobachter am 1.6., 5.6., 21.6. und 27.6. je 1 Kuckuck. Ab dem 18.6. konnte K. Horn mehrfach 1 Waldkauz im Park Ebersdorf hören (K. Horn). Die größte Mauersegler-Ansammlung meldeten K. u. R. Friedrich am 27.6. mit ca. 40 Ind. vom Kalkteich bei Schönbrunn. Die Remptendorfer Population schätzt R. Walther auf mind. 30 Brutpaare. M. Kohl konnte am 21.6. einen Eisvogel an der Saale in Walsburg beobachten, wo P. Neupert am Folgetag ebenfalls 1 Ind. feststellen konnte. Einen Brutnachweis vom Mittelspecht brachten K. u. M. Ostermann am 2.6. am Saalehang bei Burgk. Einen Kleinspecht stellte M. Kohl am 7.6. in den Remptendorfer Gärten fest.

Weitere Neuntöter-Nachweise brachte F. Seeliger mit zwei Revieren im Umfeld der Kalten Schäferei bei Oschitz. Am Hinteren Bühl bei Gräfenwarth fand er drei Reviere und die Hecken entlang der alten Lichtenbrunner Straße waren mit zwei Brutpaaren besetzt. Je ein Revier nannte er für die Mastentrasse am Katzenberg, ein weiteres für die Bahnlinie an der Lobensteiner Straße bei Unterlemnitz sowie für die Waldstauden zwischen Bad Lobenstein und Helmsgrün. Für Wurzbach meldete I. Hermann am 2.6. für den Raum Haidekoppe - Ziegelhütte vorerst vier Reviere. Für den ehemaligen Schießplatz Ruppersdorf nannte F. Spindler am 3.6. ein Revier. Mehr Reviere als in den Vorjahren fanden K. Däumler sowie M. Schulze in den Fluren Liebschütz und Liebengrün. Es gelangen Nachweise am Schweinebach (2 Rev.), am Stantal (1), auf den Rödern (1), im Flurstück Kreichla (1), an den Pflanzbeeten (1) und in den Ziehmeswiesen (4). V. Vopel hatte in seinem Beobachtungsgebiet je einen Nachweis an der Görkwitzer Hohenofenmühle und an den Elschnitzteichen. Die bekannten Neuntöter-Reviere des Remptendorfer Gebietes waren erst am 6.6. vollständig besetzt (K. Däumler; K. u. R. Friedrich; R. Walther). Am Umspannwerk bzw. im Flurstück Stauden bei Remptendorf waren vom 25.6. bis 30.6. ca. 110 Dohlen auf Nahrungssuche (R. Walther). Am Görkwitzer Mühlwiesenteich registrierte V. Vopel am 21.6. 1 singenden Teichrohrsänger. Vom nur noch selten anzutreffenden Gelbspötter meldeten P. Staudt am 3.6. 1 Ind. aus Rothenacker und K. Däumler am 4.6. 1 singendes Männchen vom Friesauer Weg am Ebersdorfer Ortsrand. Fast abrupt endeten, wohl auch begünstigt durch die in diesem Zeitraum bestehende Wetterlage, am 27./28. die Gesänge der Grasmücken, was insbesondere bei der am häufigsten zu hörenden Art, der Mönchsgrasmücke auffallend war. Hörte R. Walther bei seinen Begehungen in den Tagen zuvor bis zu 13 Männchen, so sangen am 27.6. noch zwei und am 28.6. nur noch 1 Männchen. Die ständige Anwesenheit von bis zu 80 Staren, die u. a. einen Kirschbaum leerten, meldete M. Schulze zwischen dem 13.6. und 26.6. aus Liebschütz. Den größten Flug bemerkte V. Vopel am 27.6. mit ca. 110 Ind. über Oettersdorf. K. u. M. Ostermann beobachteten am 2.6. 1 Wasseramsel, die mit Futter in den Durchlass der Staumauer des Ausgleichbecken Burgkhammer einflog. Ebenda fanden sie am 30. 3. 3 juv. Wasseramseln mit fütterndem Ad. 1 Schafstelze meldete P. Staudt am 7.6. von der Ziegelhütte bei Rothenacker. R. Walther traf am 24.6. an der Bahnlinie südlich Friesau 1 Schafstelze an. Eine Rohrammer sang am 21.6. an den Görkwitzer Elschnitzteichen (V. Vopel).

